Links abbiegen in Öjendorfer Damm

  • Zitat von mir an PK 38

    ich habe heute ca. 8:30 Uhr versucht, aus der Barsbütteler Straße kommend direkt links in den Öjendorfer Damm abzubiegen. Nach 3 Umläufen vor der roten Ampel bin ich abgestiegen und habe mein Fahrrad von der Fahrbahn geschoben.

    Kann es sein, dass die Kontaktschleifen der Ampel falsch eingestellt sind und Radfahrer nicht erkennt?

    Darauf hin habe ich eine Antwort der Firma Hamburg Verkehrsanlagen GmbH erhalten:


    Zitat von HHVA

    Das ist für Radfahrer an der Kreuzung nicht vorgesehen, da hier eine Radwegbenutzungspflicht besteht.

    Es sind eigens für diese Kreuzung FU/Rad Signale in Betrieb.

    Zitat von mir an HHVA

    vielen Dank für Ihre Antwort! Ich verstehe ehrlich gesagt nur nicht, warum das nicht vorgesehen sein soll?

    Aufgrund der Baustelle muss derzeit bis kurz vor der Kreuzung sowieso auf der Fahrbahn gefahren werden, da ist es doch sicherer und schneller sich gleich auf der Fahrbahn links einzuordnen!?

    Zulässig ist das direkte Abbiegen hier in jedem Fall, ganz unabhängig von der Radwegebenutzungspflicht. Zumal diese im Öjendorfer Damm ja nun gar nicht besteht. Dazu müssen z.B. S-Pedelec in jedem Fall hier auf der Fahrbahn direkt links abbiegen.

    Ich möchte Sie freundlich bitten, die Anlage dementsprechend einstellen zu lassen.


    Google Maps

    Ich hatte das in Ahrensburg auch schonmal. Einige Ampeln lassen Radfahrer offenbar gerne mal vorm Rotlicht versauern, wenn gerade kein Pkw kommt und es unüblich ist dass Radfahrer dort auf der Fahrbahn links abbiegen wollen. Und die Behörde sagt sinngemäß "Hä!? Da ist doch 'nen Radweg!".

    Ist Euch das auch schon passiert? Was habt Ihr dann gemacht?

  • Hallo Gerhart,


    da brauchst Du Dich nicht zu entschuldigen. Im Endeffekt ist der Radweg dort ja sowieso so schmal, dass man da gar nicht legal fahren kann. Dazu wird wohl zumindest der westliche Teil der Rodigallee ja jetzt sowieso auf 3 Spuren zurückgebaut und mit Radfahrstreifen ausgestattet.

    Ich selber fahre dort auch lieber durch die parallele Görlitzer Straße, ich wollte halt nur schauen wie weit die Bauarbeiten da jetzt sind und die zukünftige Radverkehrsführung in der Barsbütteler Straße aussieht. (Ganz klar ist mir das noch nicht, die Fahrbahn wird aber recht breit, so dass ich von Radfahrstreifen ausgehe).

    Ich finde es nur bezeichnend, dass man bei den Kontaktschleifen davon ausgeht, dass dort nie Radfahrer (und keine S-Pedelec...) unterwegs sind.


    Stefan

  • Eben, was machen bitte S-Pedelecs? Eine Schleife, die Fahrräder nicht erkennt, erkennt aber auch keine S-Pedelecs. Die Stadt dagegen räumt ein, dass sie Bescheid weiß und nichts tut. Selten sieht man einen so deutlich ausgedrückten Wunsch, im Falle eines Unfalls mit der Staatsanwaltschaft Kontakt aufzunehmen, die dann klärt, wer genau tätig hätte werden sollen.


    Außerdem kann eine Radwegbenutzungspflicht situativ entfallen, wenn der Radweg unbenutzbar wird oder eben der Radweg gar nicht da lang führt, wo man hin will. Solange kein Verbot für Radverkehr besteht, muss die Ampel auch auf Radverkehr reagieren. Allerdings würde ich bei einer Anfrage erwarten, dass die Behörde dann eben Z 254 aufstellt. Witzig wird's, wenn das Fahrbahnverbot dann wiederum mit der Ampelschaltung begründet wird.

  • Hallo,


    heute kam eine Mail der LSBG nach erneuter Erinnerung Mitte März.

    Zitat

    Wir haben die Kontaktschleife von Hamburg Verkehrsanlagen prüfen lassen und es wurde dabei festgestellt, dass keine elektrotechnischen Mängel vorliegen.

    Die Schleife weist jedoch eine veraltete Form auf, bei der es gerade für Radfahrer problematisch werden kann, diese genau zu überfahren.

    Daher habe ich Hamburg Verkehrsanlagen beauftragt, eine neue Detektion für die Linksabbiegespur einzubauen,

    die auf alle Fälle sicher stellen soll, dass Radfahrer erfasst werden.

    Ich hoffe, dass die Umsetzung schnellstmöglich erfolgt, so dass Ihnen in Zukunft weitere Unannehmlichkeiten erspart bleiben.

    :)