Beiträge von Fahrbahnradler

    Auf dem Schulhof gab es einen Jungen, der stärker war als ich. Als ich ihm etwas über meine Rechte erzählt habe, hat der mir eine reingehauen. Das durfte der gar nicht. Es tat aber trotzdem weh.

    Darüber kann man jetzt den Rest seines Lebens lamentieren, oder man lernt etwas daraus.

    Und was hast Du daraus gelernt? Feige sein, den Gewalttätern das Feld überlassen und diejenigen, die das nicht hinnehmen, kritisieren?

    Von dem Umstand, dass ein Radfahrer ohne Licht oder ohne Helm gefahren ist, kann der geneigte Leser nichts wissen. Deshalb wird es erwähnt.

    Dass der Kraftfahrer hingegen beim Zurücksetzen nicht sorgfältig genug war, ist offenkundig.

    Zu der Schuldfrage ist in beiden Fällen nichts ausgesagt.

    Klar, das darfst Du.

    Es wäre aber sinnvoller, wenn man die Kritik an denjenigen richtet, den sie betrifft und dies nicht bis zum Ende seiner Tage gebetsmühlenartig in einem Forum vorträgt, wo man sich der Bestätigung sicher sein kann. Da entsteht dann doch der Eindruck, dass hier lediglich eine kleine, geschundene Seele nach etwas Zuspruch sucht, um sich dann besser zu fühlen.

    Malte äußert sich durchaus auch außerhalb dieses Forums. Also bau bitte keine Pappkameraden auf.

    Ohne Licht und ohne Helm wird in der Regel erwähnt, weil es ins Konzept passt, dem Opfer eine (Teil-)Schuld zuzuschieben. Der Verursacher hingegen wird geschont.

    Es ist übrigens eine steile These, Dinge als "offenkundig" zu bezeichnen, die systematisch verschwiegen werden. Andere offenkundige Dinge werden doch auch erwähnt.

    Erst einmal geht es doch nur um die Umkehr der Begründung für Tempo 30. Derzeit muss außerhalb von [Zeichen 274.1] eine besondere Gefahrenlage begründet werden, um Tempo 30 anordnen zu dürfen. Künftig müsste nachgewiesen werden, dass eine Straße auch für Tempo 50 geeignet ist. Bei vielen Radfahrern wäre dann die Bereitschaft größer, auf der Fahrbahn zu fahren und die Hürde, benutzungspflichtige "Radwege" anzuordnen, wäre für die VB noch viel höher. Bei einer zHg. von 30 km/h beginnt der Belastungsbereich II der ERA 2010 erst bei ca. 1800 Kfz/h.

    Es geht halt auch um solche Straßen (Fahrbahnbreite 7,50m, max. 1200 Kfz/h).

    Bei dieser Straße würde ich mal darauf tippen, dass der gemeine Autofahrer die Tachonadel jenseits der 60, vielleicht sogar der 70 stehen hat. T30 als Norm würde das vielleicht auf 40-45 runterdrücken. Damit wäre auch schon viel geholfen.

    Erstens: Die Presse darf nicht schreiben, was sie will. Sie unterliegt dem Pressekodex, und bei Lügen und verzerrenden Darstellungen setzt es auch schon mal Rügen.

    Zweitens: Die von Malte kritisierte Verzerrung ist annähernd flächendeckend und damit offenbar systematisch. Da läuft ein Vierjähriger vor ein Auto "ohne auf den Verkehr zu achten" - dass ein Vierjähriger, der auf der Straße unterwegs ist und vom Bürgersteig auf die Fahrbahn wechselt oder auf dem Bürgersteig laufend von einem in eine Einfahrt einbiegenden Auto angefahren wird, weil der Fahrer nicht aufgepasst hat, auch Verkehr ist, wird dabei grundsätzlich ausgeblendet. Ebenso typisch sind die Radfahrer, die "mit einem Auto kollidieren", "zu Fall kommen" und dabei "sich verletzen".

    Wie Malte schon schrieb: dieselbe Polizei, die keine Hemmungen hat, dem Radfahrer Fehlverhalten und damit eine (Teil-)Schuld zu unterstellen, hat offenbar riesige Hemmungen, Vergleichbares bei Autofahrern zu tun.

    Das geht übrigens so weit, dass "Schutzbehauptungen" von Autofahren 1:1 wiedergegeben werden bzw. sogar als Ermittlungsergebnis der Polizei dargestellt werden - ohne dabei zu bedenken, dass der Autofahrer sich damit eigentlich um Kopf und Kragen geredet hat. Musterbeispiel: "Der von der tiefstehenden Sonne geblendete Autofahrer konnte den Radfahrer nicht erkennen."

    a) Da steht nicht: "Der Autofahrer gab an, er sei von der tiefstehenden Sonne geblendet worden".

    b) Auf so einen Satz folgt eher "Die Polizei empfiehlt, als Radfahrer immer Helm und Warnweste zu tragen" als dass da mal stehen würde: "Die Polizei weist darauf hin, dass man nicht fahren darf, wenn man nichts sehen kann." Oder "Unter diesen Umständen hätte der Autofahrer nicht abbiegen dürfen."

    Nö, du hast ja (feindliches) grün.

    Edit: Feindlich nicht. Ist eher gespiegeltes Linksabbiegen, §9 Abs. 3 S. 1 StVO unterscheidet nicht nach links und rechts.

    Die Fahrradampel hängt aber selten dämlich und gehört nach vorne an die Haltelinie.

    Also wenn ich an diese irrsinnige Konstruktion geraten würde, dann würde ich davon ausgehen, dass ich als Linksabbieger links von dem unterbrochenen Breitstrich, der nach links in die Kurve geht, bleiben muss. Denn der Pfeil auf dem Boden zeigt doch "sofort links ab" und nicht "erst nochmal geradeaus und dann erst links ab". Für mich ist anhand der Fahrbahnmarkierungen nicht erkennbar, dass ich rechts vom entgegenkommenden Radverkehr bleiben soll. Da führt nix hin.

    Mal eine technische Frage: bin ich zu blöd, habe ich falsche Erwartungen an die Forensoftware, oder ist das ein Bug, kein Feature:

    Ich hadere immer wieder mit dem Aufsuchen bestimmter Threads. Da gibt es doch einen mit "Unfälle mit Radfahrern" im Titel.

    Also gebe ich das in die Suchmaske ein. Das hier bekomme ich angezeigt:

    Zitat

    Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 219 für „Unfälle mit Radfahrern“. Diese Suchbegriffe wurden hervorgehoben: Unfälle mit Radfahrern

    Ich würde jetzt erwarten, dass der gesuchte Thread (er heißt "Hamburg - Unfälle mit Radfahrern", wie ich hinterher festgestellt habe, gant vorne auftaucht.

    Fehlanzeige. Lauter andere Threads mit "Unfälle" im Fließtext.

    Dann habe ich "Unfälle mit Radfahrern" mit Anführungszeichen eingegeben. Der gesuchte Thread taucht an fünfter Stelle auf. Warum nicht an erster?

    Wo muss ich suchen, was muss ich eingeben, wenn ich nach Begriffen aus dem Titel eines Threads (und nur danach) suchen will?

    Zwar nicht Parteiprogramm, aber eine umfassende Zusammenstellung von Positionen, Entwicklungen und Perspektiven zur Verkehrspolitik, und heute bei mir frisch angekommen*:

    https://www.oekom.de/buch/linksverkehr-9783962383046

    https://www.oekom.de/_files_media/t…83962383046.pdf


    Aus dem Inhaltsverzeichnis:

    * ich gehöre zu den Gastautoren.

    OK, hast gewonnen. Wir werden von keinem echten Wissenschaftler regiert. Ist ja nur ne Frau. Oder warum findest Du das Geschlecht so hervorhebungswert?

    Du hast damit angefangen, indem Du schriebst:

    Zitat

    Wir werden gerade von einem Wissenschaftler regiert

    Wen meintest Du? Herrn Lauterbach? Herrn Drosten? Frau Merkel ist kein Mann, also auch kein Wissenschaftler.

    Komm jetzt bitte nicht mit dem bürgerlichen Konstrukt aus dem 19. Jahrhundert namens "generisches Maskulinum" - das wurde erst eingeführt, als Frauen stärker/erstmals in bis dahin (fast) nur von Männern ausgeübte Berufe "eindrangen".

    Wohin die sprachlichen maskulinistischen Fehlleistungen führen, sieht man am heutigen Beitrag im Spiegel:

    Zitat

    Die Hansestadt Hamburg will mehrere seiner strengen Coronamaßnahmen lockern

    "Die Stadt ... seiner" ...

    getrennte Kontingente?