Ich könnte mir das Überholen über das Gegengleis an den Bahnhöfen vorstellen. Erfordert ggf. den Einbau von zusätzlichen Gleiswechseln und entsprechende Planung der Fahrten und Zugbegegnungen. Bei einem geschlossenen System wie der Hochbahn ist jeder Zug metergenau im Netz ortbar. So, wie deren Computer heute schon die Geschwindigkeiten entsprechend beeinflusst, könnte er auch die Abstände dynamisch anpassen. D.h. der reguläre Zug bleibt eine Minute länger im Bahnhof stehen, fährt aber dann schneller, wenn sein Gleis wieder frei ist. Der Sprinter würde also Zickzack fahren und statt auf freier Strecke zu warten vielleicht auch den einen oder anderen Zwischenbahnhof mitnehmen.
Ich habe über 20 Jahre im Fahrdienst der DB gearbeitet.
Wechsel ins Gegengleis bei einem System, das alle zwei bis fünf Minuten je Richtung einen Zug hat, möchte ich mir nicht vorstellen.
Zickzack fahrende Sprinter auch nicht.
Es gibt zwar schöne Videos auf Youtube, wie auf Schnellfahrstrecken überholt wird, aber das sind Strecken mit teilweise 20 bis 40 Minuten Abstand zwischen zwei Zügen.
Für Sprinter bräuchte man eigene Strecken (interpretier mal die Pariser Metro 14 als Sprinter: »Auf einer Gesamtlänge von 8 km bedient sie in einer Gesamtfahrzeit von sieben Minuten neun Stationen, deren durchschnittlicher Abstand 1,1 Kilometer beträgt. Das ist mehr als das Doppelte der sonst üblichen 500 Meter.« (Sagt Wikipedia)
Also beispielsweise: P+R bei Ahrensburg - S-Ahrensburg - U-Volksdorf - S-Poppenbüttel - U-Langenhorn Markt - S-Airport - mitten unter der City Nord - U-Borgweg - U-Mundsburg - Hbf...
Wird teuer, so was ...