Angemeldete Fahrraddemonstration in Konstanz.
Durchführung wegen Polizeiauflagen: Schlimmer als jede möchtegern CM.
Link
Ich habe da gerade einen Kommentar hinterlassen. Da ich nicht weiß, wann der freigeschaltet wird, hier mal der Link zu der »Veranstaltung«, bei der live und am Wegesrand Gerichte tagten, um über Auflagen auf der Straße zu entscheiden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Anachronistischer_Zug
Die damalige Alternative: Seid Ihr eine Demo? Dann verpassen wir Euch inhaltliche Auflagen, die beim Fahren die Wirkung des Zuges zunichte machen, aber Ihr dürft natürlich alle Verkehrsregeln ignorieren. Oder seid Ihr ein Kunstwerk? Dann gibt's keine inhaltlichen Auflagen, aber es gilt die StVO.
Wir haben uns letztlich dank hervorragender Anwälte durchgesetzt und sozusagen als Kunstwerk ungestört von der StVO Städte und Landstraßen mit unserem Konvoi befahren. Der zarte Hinweis, dass wir womöglich mit Dutzenden von Unimogs, Lkws und Pkws plus Presse im Schlepptau auf einer Bundesstraße im Raum München stehen würden, bis ein OLG im Eilverfahren entscheiden würde, spielte dabei eine gewisse Rolle.
Der schönste Moment dabei war in Kaufbeuren, als wir (mit »Stoppt Strauß«-Aufklebern) im Konvoi unter einer Brücke durchfuhren, auf der ein Wahlkampf-Bus der CSU stand (die JU plakatierte damals »Vorfahrt für Strauß«), weil die Polizei ihn wegen unseres Konvois gestoppt hatte. Kurz danach erfuhren wir: Im Bus saß FJS höchstselbst.
Aber in Konstanz eine Demo mit StVO-Beachtung? Irre. Wenn ich die wäre, würde ich eine Demo gegen die Auflagen anmelden, und sei es spontan, wenn es wieder mal nach »Konstanzer Landrecht« statt nach Grundgesetz gehen soll. Oder man schiebt die Räder und nimmt schöne Transparente mit ... dann ist natürlich die Fahrbahn komplett blockiert. Oder man fährt einfach.