Mehrere Fahrspuren in einer Richtung (vorher waren da zwei, teils 3) laden halt zum Rasen ein. Hinzu kommt ein quasi völliges Desinteresse der Polizei an sowas.
Beiträge von TheK
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Zwei Fälle von gestörten Irren in dem relativ kurzem Abstand erklären allerdings, warum man diese Anordnung gewählt hat, in der die parkenden Autos quasi als XXL-Poller dienen. Das ist übrigens auch einer von nur zwei oder drei Fällen von Beifahrer-Dooring überhaupt.
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Sieht für mich eher so aus, als wären die gelb markierten Parkplätze auf der Fahrbahnen das eigentliche Problem.
Ich mag die Lösung da sowieso nicht – wenn der Radweg schon hinter dem Parkstreifen ist, muss man *baulich* verhindern, dass die Autos falsch stehen. So kann man selbst wenn Radweg + Pufferzone breit genug sind, nicht garantieren, dass diese auch entsprechend nutzbar sind. Ohnehin orientieren sich die Autofahrer zum Parken dort am rechten Rand des Bereichs (nach links achten alle peinlich darauf, dass auch bloß kein Spiegel über die gelbe Linie hängt; dabei sind dort extra ja nochmal ~20 cm Polster dafür eingeplant…). Ich befürchte aber sogar, dass eine Drehleiter zum Arbeiten mehr als eine Fahrbahnbreite braucht, da das Ding ja auch noch Stützen hat.
Müsste also doch der Radweg links vom Parkstreifen hin – bei 9 Meter Platz für die drei Streifen muss man da auch nicht geizig mit dem Platz umgehen… Streetmix bekommt die "halbe Höhe" nicht hin; eine solche wäre zwischen Fahrbahn und Radweg. Entsprechende Aufteilung (sogar auf etwas weniger Platz) gibt's hier in Lüneburg in der Uelzener Straße. IMHO genügt das sogar den Trennungs-Vorgaben für Kinder und 30 gilt auf der Straße sowieso.
Kantstraße (B) - StreetmixA collaborative civic engagement platform for urban design. Design, remix, and share your neighborhood street with Streetmix.streetmix.net -
Wenn der Halter leider leider nicht feststellen kann, wer mit das Tatmittel genutzt hat, soll er halt die Strafe zahlen. Klappt ja z.B. in den Niederlanden ganz brauchbar, ohne dass die Rechtsstaatlichkeit deswegen dem Untergang geweiht ist.
Genau, bei Geldstrafen ist das ja eigentlich kein Problem: Einfach dem Halter auferlegen und der kann es beim Fahrer wieder eintreiben. Schwieriger ist es freilich bei Punkten oder Fahrverboten, denn diese sollen ja gerade den Idioten von der Straße entfernen.
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Gewöhnlich undeutlich ist übrigens die örtliche Zuschreibung. Was wähnt ihr, wenn ihr lest "im Pasewalker Ortsteil Steinbrink"?
"Ortsteil" bei Städten heißt oft "Kaff am Stadtrand", aber das hier ist zugegeben "Kaff extrem"

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[…] deren Entstehung aber nur möglich ist, wenn grundlegenste Verkehrsregeln selektiv (ergo: vorsätzlich…) gegenüber Radfahrern gebrochen werden […]
Wieder mal jemand, der Fahrlässigkeit mit Vorsatz gleichsetzt.
…du definierst Vorsatz aber auch, wie es dir gerade passt?
Und ja, die überwältigende Mehrheit der Verkehrsunfälle geschieht aus Fahrlässigkeit – sämtliche (!) Verkehrsregeln und Straßengestaltungen dienen dazu, die Folgen dieser Fahrlässigkeit zu mindern.
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In NY kannst du aber schon deswegen keinen vorsätzlich überfahren, weil du gar nicht den Platz zum Beschleunigen hast. Ich meine, es gibt nicht viele Orte, in denen man "ist laufen oder fahren schneller"-Challenges macht

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Es gibt immer eine relativ kleine Anzahl an ausschließlich überall maximale Punktzahl, vielleicht gewürzt mit 1-2x einen Punkt schlechter.
FFB war das? OK, da waren 2022 auch extrem wenige Teilnehmer – für die aktuelle Runde sind jetzt schon mehr. Trotzdem peinlich, wenn man meint, sowas würde helfen…
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Wer da wohl mit wem kollidiert ist… Und der Sachschaden ist bei einem Todesfall auch ganz wichtig.

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IMHO sollten sich die Strafen nicht nach den Folgen, sondern nach der Art des Verstoßes bemessen. Nicht jede tödliche Kollision liegt an einem irren Fahrer und nicht jeder irre Fahrer tötet jemanden (sonst wären Hamburger Taxifahrer Massenmörder…).
Allerdings würde ich bei "hat jemanden übersehen" durchaus automatisch die Frage nach der Sehfähigkeit stellen – übrigens unabhängig vom Alter.
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Das solche Verbote eher so lala beachtet werden, solange da kein Poller ein massives Gegenargument liefert, kennt man ja – aber das Ausmaß von 2000 Autos am Tag ist schon heftig.
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Und das Problem gibt es nicht nur in Deutschland z.B auch in Kanada: More than half of drivers don't look for cyclists and pedestrians before turning right, study finds
Nach dem, was man so aus der dortigen Fahrrad-Bubble hört, ist eher überraschend, dass es fast die Hälfte tut… In Nordamerika kommt ja noch eine völlige Gleichgültigkeit gegenüber Verkehrsregeln dazu, die durch die Gestaltung der Straßen noch gefördert wird. Mehr USA als Kanada sind dagegen Kommentare in Richtung "wenn ich einen Fußgänger töte, tue ich der Gesellschaft einen Gefallen".
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Apropos ausweichen: Wir haben jetzt hier und auch schon bei dem Fall in Frankfurt (24-190) die Situation, dass ein Ausweichen durch diverse Poller zumindest erschwert wird. Ist das jetzt eine zufällige Häufung, oder gibt's da noch mehr von?
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Sowohl Radweg als auch Gehweg sind allerprächtigst einsehbar
wohl nicht, wenn man gerade mal soweit abbremst, dass die Karre nicht umkippt

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Als ich vor zwei Jahren durch Lübeck gefahren bin, sind mir an den Hauptstraßen viele
![Zeichen 241-30 [Zeichen 241-30]](https://radverkehrsforum.de/images/smilies/zeichen-241-30.png)
aufgefallen.Du meinst
![Zeichen 237 [Zeichen 237]](https://radverkehrsforum.de/images/smilies/zeichen-237.png)
. Absolut typisch für Lübeck ist, fast immer reine Radwege zu beschildern – vor allem, wo andere
stehen haben. -
Die Desinformation besteht erstens darin, zu suggerieren, dass „Fahrradunfall“ identisch wäre mit „Unfall zwischen PKW und Fahrrad“ (und damit unredlicherweise den 100%-Schuldanteil bei Allein- und Fahrrad-Fahrradunfällen in die vermeintliche Verschuldensquote der Paarung PKW-Fahrrad einzupreisen), und zweitens (falls denn doch mal nach Verkehrsart der Gegner gewichtete Schuldquoten präsentiert werden) fälschlich so zu tun als ob die jeweiligen Schuldquoten bei allen Unfallschweregraden identisch wären.
Das schlimme ist vor allem, dass Fahrunfälle (also solo) völlig zufällig in die Statistiken mit einfließen. Du hast ja in deinem Blog gerade die Zahlenreihe zu München: Diese Quelle beinhaltet in einigen Jahren alle, in einigen gar keine und in wieder anderen vereinzelte Fahrunfälle.
Ansonsten variiert die Quote auch regional und gerade in Hamburg sind tödliche Kollisionen zwischen Autos und Fahrrädern die letzten Jahre fast immer von den Autofahrern _alleine_ verschuldet worden.
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In NL dagegen (soweit ich das sehen kann) - nichts, nada, keine öffentliche Reaktion. So macht man eine gute gefühlte Sicherheit.
Das ist sicherlich richtig – das "Radfahren ist bei uns sicher" wird dort geradezu wie ein Mantra verbreitet, weil man eben verstanden hat, dass das wichtigste zur Steigerung des Radverkehrs nicht dröge Unfallzahlen, sondern die _gefühlte_ Sicherheit sind. Die durchaus kritischen Diskussionen, wie man die Sicherheit verbessert, werden dagegen nicht in der Öffentlichkeit geführt.
Ein anderer Aspekt ist aber eben auch die Infrastruktur, die versucht rücksichtsloses Verhalten über die Gestaltung zu verhindern. Dagegen wird in Deutschland oft immer noch nach dem Motto "wenn sich alle an die Regeln halten, ist das hier sicher" gebaut, was dann zu "Rambo hat hier Vorfahrt" führt.
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Meiner Beobachtung nach passiert das nicht, auch wenn es immer behauptet wird. Die Leute fahren trotzdem Fahrrad, zur Not illegal auf dem Gehweg. Insgesamt werden es aber mehr Radfahrer, wenn Radverkehr sichtbarer und gleichberechtigter wird.
Jein – der Radverkehr nimmt definitiv sehr deutlich zu, dabei wird allerdings Mischverkehr bei 50 (oder gar außerorts) von der überwältigenden Mehrheit gemieden. Das passiert eben nicht nur über die konsequente Nutzung von selbst wirklich schlechten Angebots-Radwegen oder über illegales Gehweg-Radeln, sondern wenn nötig auch durch Vermeidung der ganzen Straße. Und da kommt man eben an den Punkt, dass manche Ziele als "nicht mit dem Fahrrad erreichbar" empfunden werden.
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Es ist also durchaus nicht unwahrscheinlich, dass zumindest ein Teil der Todesfälle gar nicht auf seitlichen Kontakt beim Nebeneinanderfahren zurückzuführen war.
Und warum implizierst du das dann erst mit dem "in NL ist es nicht besser"? Denn eines ist dort definitiv besser und das ist das Sicherheitsgefühl und die daraus resultierende Bereitschaft, Wege mit dem Rad zurückzulegen. Dagegen scheint manche Infrastruktur in Deutschland dem Motto zu folgen "wenn wir den Leuten so viel Angst machen, dass sie mit dem Auto fahren, sinkt die Zahl der verunfallten Radfahrer auch."
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Da funktioniert nichts. Mythos Niederlande.
Und wie viele deiner Beispiele entsprechen der von mir beschriebenen Aufteilung?