Beiträge von CKO

    im "Radverkehrsbeirat" der Stadt Jena im Oktober 2022 gab es wohl den Themenblock "Fahrradunfälle".

    Im SessionNet steht ein PDF zu den Unfallberichten.

    Ja, deswegen war ich dort. Zumal es auch um den Schulweg meiner Tochter ging. Aus dem Beirat heraus kam die Bitte, das pdf entweder herumzuschicken oder ins SessionNet zu stellen. Am Ende ist es das SessionNet geworden, wo ich jetzt nachlesen kann, dass sich die Freundin meiner Tochter bei ihrem Sturz einen Schneidezahn ausgeschlagen hat. :/

    Etwas enttäuscht war ich, dass nur Alleinunfälle betrachtet wurden. Beim nächsten Beirat soll es die gewünschte Gesamtbetrachtung von Wiesenstr. und KarLi geben. Da werde ich nochmal für die erste Stunde hingehen.

    Passend zum neuen Warnwestensicherheitskonzept der CSU

    Oh weh!

    Gleich im ersten Antrag so ein peinliches Zitat.

    Zitat

    "Laut dem Sicherheitsreport der Polizei München von 2021 wird bei mehr als jedem zweiten Verkehrsunfall (56,7 %) mit Radbeteiligung dieser auch durch Radfahrerinnen/-fahrer verursacht."

    Was müssen sich die Fahrradfahrer auch ständig auf die Fresse legen?

    Zitat

    "Hier gilt es durch Schulungen, Verwarnungen und notfalls auch Bußgelder ein Bewusstsein für die existenten Gefahren zu schaffen und damit die Sicherheit zu erhöhen."

    30 € für einen Sturz? Auf nasser Fahrbahn 50 €? Auf schadhaften Radwegen 70€? Man weiß einfach nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll.

    Im zweiten Antrag weiß man nicht, ob mit "Radstreifen" auch Hochbordradwege gemeint sind? Gerade nach dem Präludium muss man mit allem rechnen. =O

    Zitat

    "Viele Kollisionen zwischen Verkehrsteilnehmerinnen und -nehmern erfolgen dort, wo Radstreifen nutzende Radfahrerinnen und -fahrer die Fahrbahn mit wartepflichtigen Pkws queren, da Radfahrerinnen und -fahrer das Sicherheitsgefühl des Streifens von der Strecke in die Querung tragen."

    Man könnte die gleiche Aussage auch so formulieren wie Th(oma)s : "Radwege dienen dem Komfort des Kraftverkehrs. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sind sie überflüssig." Dass Hr. Mehling dagegen mit "Radfahrer absteigen" punkten will, wirkt wie Klientelpolitik.

    Im dritten Antrag ist immerhin ein interessanter Artikel erwähnt, in dem es u.a. heißt: "It is also likely that bicycle helmets have larger effects among drunk cyclists than among sober cyclists, and larger effects in single bicycle crashes than in collisions with motor vehicles."

    Auch im vierten Antrag (Warnwesten) soll sich die Kampagne erstaunlicherweise nicht an die mehrheitlichen Hauptverursacher der Rad-Kfz-Kollisionen richten. :/

    Erst im 5. Antrag (Poller entfernen oder sichern) wird die Verantwortung nicht mehr auf die so leichtsinnigen Radfahrer abgewälzt.

    Sehr traurig:

    LPI-J: Schwer verletzten Fahrradfahrer nach Kollision zurückgelassen
    Saale-Holzland-Kreis (ots) - Unberechtigter Weise war am Donnerstagabend ein 43-Jähriger mit seinem Pkw Renault auf dem Radweg zwischen Lucka und Kleinlöbichau…
    www.presseportal.de

    Dort gab es vor kurzem schon eine Frontalkollision zweier Radfahrer, beide schwer verletzt:

    LPI-J: Zeugen nach schwerem Unfall gesucht
    Saale-Holzland-Kreis (ots) - Zu einem Frontalzusammenstoß zweier Radfahrer kam es am Sonntagnachmittag auf dem Radweg zwischen Lucka und Kleinlöbichau im…
    www.presseportal.de

    Es ist ohnehin bequemer ein Auto direkt vor der Haustür in der Straße zu parken.

    Über diese Unsitte haben schon meine Großeltern vor 20 Jahren geklagt. Ihr Auto stand noch jede Nacht in der Garage (und wurde auch nicht täglich bewegt).

    Ein Nachbar, der vor wenigen Monaten seinen Stellplatz vor dem Haus gegen eine Garage eingetauscht hat, sagte mir, dass es ihm nun etwas leichter fällt, für Kurzstrecken das Auto einfach mal stehen zu lassen.

    Was die Gleichberechtigung betrifft, gibt es nichts fieseres als Rad fahren. Im Auto braucht man nur sehr wenig Kraft am Gaspedal ..

    Auch beim Laufen oder Schwimmen sind die Geschlechterunterschiede viel geringer. Vergleicht man Bestzeiten miteinander, so bekommt man in etwa: https://tri-mag.de/szene/die-top-…ironman-hawaii/

    SchwimmenLaufenRadfahren
    + 3-4%+ 5-6% + 10-12%

    Für jemanden, der sich von [Zeichen 254] sowieso nur ungern angesprochen fühlt, wäre ein Damenrad in diesem Zeichen der lang ersehnte Freibrief zum Ignorieren. ;)

    Im Schwimmbecken bin ich dafür von Frauen umgeben, besser bin ich nicht. ^^

    Am Vorderrad gibt es eine sinnlose Querstrebe am Schutzblech

    Nein, zumindest erschwert sie es, dass der Rucksack in die Speichen kommt, wenn man sich während der Fahrt die Jacke auszieht, und sowohl Rucksack als auch Trikot aus sehr glattem Material sind. :S

    Was mich aber geradezu umhaut, ist der Kommentar eines Mathematikprofessors, der jetzt auf dem Rad nicht unbedingt zu den Schnellen gehört, zur Wiesenstraßenverlängerung. Unglaublich, aber wahr:

    Zitat

    Bei Neuplanung ist der Radverkehr sicher AUF der Fahrbahn zu führen. In beiden Richtungen. Bei jeder Einfahr- und Abbiegemöglichkeit ist die sichere Bewältigung mit dem Fahrrad AUF der Fahrbahn einzuplanen. Die unsicheren Seitenstraßen auf der bisherigen Wiesenstraße, der MTB-Parcours auf der Naumburger Straße in Löbstedt stadtauswärts und die vielen widersinnigen Stellen in Jena, wo der Radverkehr über Haltestellen geführt wird, sollten hinreichend klar machen: wer den Radverkehr nicht auf der Fahrbahn führt, hindert den Radverkehr.

    mh. etwas ungünstig ist, dass jetzt teilweise Kommentare wie ... auftauchen

    Mach' Dir nicht zu viele Sorgen. Es gibt auch noch Leute, die vor dem Schreiben durchaus nachdenken. Z.B. auf "Hand raushalten, Schulterblick, leichtes Lenken nach links. Fertig." hat jemand sehr angemessen reagiert.

    Die meisten "Leser" scheinen jedoch gar keine Kommentare zu lesen, sondern in Windeseile jede angebotene Fahrradstraße zu liken. :S

    Wie soll der Kfz-Verkehr denn nach Ansicht der Oberen fahren? Vorher in die Winzerlaer links ab und dann außen rum?

    Ja, wenn das Ziel am Beutenberg (ca. 2000-3000 Arbeitsplätze im wiss.-techn. Umfeld) ist.

    Für Ziele weiter nördlich (Zeiss, Ernst-Abbe-Hochschule, Gründerzentrum) gibt es die Mühlenstraße, bis dorthin muss man noch gut 1 km auf den Tramgleisen fahren. Vor einigen Jahren war mal Linksabbiegen in die Mühlenstr. verboten, aber in die H-L-Str. erlaubt, jetzt ist es umgekehrt.

    Dass die Situation für Autofahrer suboptimal ist, ist hier allgemein bekannt.

    Und wie ich auf Mapillary sehe, geht das ja über die Straßenbahn rüber. Hat es da noch nie gekracht?

    Auf der Strecke kommen immer mal Unfälle vor. Einen tödlichen Radunfall gab es zwei Nebenstraßen weiter südlich: bei Th(oma)s Nr. 20-026:

    Stoppschild + gelbes Blinklicht. Niemand weiß, warum die Radfahrerin direkt vor der fahrenden Tram die Gleise überqueren wollte.

    Diese Meldung suggeriert, dass das Linksabbiegen von der Rudolstädter Str. in die Hermann-Löns-Str. inzwischen wieder erlaubt sei.

    Übrigens gab es erst vor kurzem eine Beschwerde über gehäuftes regelwidriges Linksabbiegen an dieser Stelle.

    Worauf der Fachdienst zugesichert hatte, die Polizei auf die Notwendigkeit der Kontrolle hinzuweisen. :/