Beiträge von Autogenix

    Wie oben schon erwähnt· fehlt für Evidenz simpel die Fallzahl. Wenn in 10 Jahren im Profisport unter 30 Leute tödlich verunfallen, davon dann über 2/3 wohl jenseits des Wirkbereichs einens Fahrradhelms, dann lässt sich daraus sowieso keine Aussage für irgendetwas stellen, weder dafür, noch dagegen.


    Was mich ernsthaft erstaunt ist, wie viele der Profis von einem Auto erlegt werden.

    Und ohne weiteres durch bessere Sicherheitsvorkehrungen sowie bessere und schnellere medizinische Versorgung erklärbar.


    Die medizinische Versorgung ist, zumindest in West-Deutschland, was Reaktionszeiten und Einsatzfahrzeuge angeht, sicher seit den 1990er nicht relevant gestiegen. Die Medizin im Krankenhaus in den Notfallaufnahme, mag sein.

    Dafür dürfte die Anzahl der Hobbyradsportler irgendwo im Faktor 2-10 gestiegen sein.

    schau mal hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von…_Radrennfahrern

    die Länge der Liste in den jeweiligen Dekaden ist ähnlich. sollte doch aber abnehmen? :whistling:

    In der Annahme, das die Anzahl der Radsportler ständig angestiegen ist, wäre es erstaunlich.


    PS: Bei der Liste ab 2020, wenn ich mich nicht verzählt habe: 10 in der Liste, davon 8 von einem KFz/LKW erlegt.

    Bei der Liste der 2010er, 23 in der Liste, 20 davon von Kfz/LKW/Bus/Motorrad erlegt.

    Da bleibt die Gruppe derer, wofür ein Helm konstruiert wurde, erstaunlich klein.

    Es gibt bisher keine empirisch valide Statistik, keine wissenschaftlich sattelfeste Evidenz, die das belegt. Keine. Weltweit. Und die Annahme, daß Helme statistisch signifikant die Schwere von Verletzungen reduzieren, die Todesrate aber nicht, ist inkonsistent. Täten sie das eine, täten sie zwingend auch das andere.

    Man mag sich fragen, woran die Wirkungslosigkeit von Fahrradhelmen liegt. Das wurde bisher aber nie untersucht, da man noch beim versuchten Wirkungsnachweis festhängt.


    Hat es denn überhaupt jemand jemals versucht?

    Das ist so irre. Milliarden versenken für Radwegebau entlang von Straßen versenken, weil statt 1 dann 2 Radfahrer pro Tag da entlangfahren könnten. Aber klar: das ist eine Steigerung um 100%!!! das lohnt doch mal!


    Vor allem, wenn man bedenkt, dass man ja weniger MIV haben will ......




    aber das will man ja gar nicht wirklich.

    Denke so etwas wird in der Regel eher über die Verwaltung angeschupst, und dann im Gemeinderat beschlossen.

    Das irgendeine Partei, vielleicht mit Außnahme von "Die Partei", mit der Forderung nach automatisierter Parkraumüberwachung in den Wahlkampf zieht, soweit sind wir hier noch lange nicht.

    Automatisierte Gesichtserkennung, beobachten und drangsalieren von Bevölkerungsgruppen nach optischen Merkmalen, Einreiseverbot nach Staatsangehörigkeit oder Religion etc. das hat eine gewisse Tradition in diesem Land, damit kann man beim Wähler punkten.

    Aber bei Nummernschildern .....


    Der Staat, die Waldbesitzer finden ja nicht die E-Unterstützung problematisch, sondern das Radln an sich. Und vor allem das Spassradln.

    Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass ein Rad für den Boden deutlich problematischer ist als ein Fuß.

    Aber die Argumentation Waldboden finde ich lustig, die breiten Fahrtwege durch die Wälder sind natürlich keine Verdichtung des Waldbodens. Und wenn schon hingewiesen wird man darf keine Rückegassen nutzen. Seit dem die Waldernte das ganze Jahr läuft, da kommts auf die Nachverdichtung mit dem Radl in der Regel auch nicht mehr an.

    Na ja, im MIttelalter durften auch nur der Adel und die Waldarbeiter in den selbigen.

    In 2025 gab es einen Anstieg der Toten um 28%, auf 20/Mio (von 87 auf 111 Toten bei 5,66 Mio Einwohnern). Was wohl in Deutschland bei "plus 28%" binnen Jahresfrist los wäre?

    Der letzte quantitative Wert, den ich für Oslo gefunden habe, war 2/3 Tempo-30 Straßen vor 5 Jahren. Das wäre erheblich weniger als in den deutschen Metropolen schon seit Jahrzehnten üblich. Der Fahrradmodalsplit von Oslo liegt im einstelligen Bereich. Was auch immer der Grund für die niedrige Mortalität des norwegischen Straßenverkehrs ist - es kann weder an Tempo 30 liegen noch an einem durch Tempo 30 und Infrastruktur induzierten Umstieg aufs Fahrrad.

    In Oslo bin in nur wenig gewesen, aber ansonsten wird in Norwegen das Rad kaum als Alltagstransportmittel genutzt. Als Sportgerät, ja, aber auch das ist, für die Möglichkeiten, kein Vergleich zu MItteleuropa.

    Da ÖPNV und Zug nur unwesentliche Rollen spielen, ist das KFz in N das MIttel der Wahl, insofern wäre es ein Wunder, wenn es auffälligen Anteil an Radunfällen geben würde.

    Wenn ich das richtig gelesen habe, haben die Radler halt die Straße gequert, weil das die offizielle Radführung ist, sieht man bei Street-View ja auch die Schilder.
    Bei der Querungsstelle scheint man in jede Richtung offensichtlich mind. 200 - 250 m sehen zu können. Insofern muss da etwas echt gründlich schief gelaufen sein.

    Wie ist es mit den Fahrzeugführerinnen?


    Meine Beobachtung, die Frauen holen deutlich auf und suchen/verwirklichen da die Gleichberechtigung.

    Zum einen ist der Anteil der Frauen als Fahrer:innen bei den schnellen Autos deutlich angestiegen, zumindest bei denen, die auch dann auch schnell und vor allem rücksichtslos fahren.

    Auch bei denen die unangenehm auffallen durch "Belehrungen", ist bei mir persönlich ist Quote Frauen/Männer wahrscheinlich leicht zu dem weiblichen Anteil verschoben.

    Das betrifft sicher nicht den Anteil an "ich nehm das Auto als Penisverlängerung" und fahr völlig fahrlässig und/oder absichtlich Leute tot, da dürfte der fast ausschließliche männliche Anteil wohl so sein.