Beiträge von Pirminator

    Dass es durchaus auch

    Durchaus möglich... Wir stehen dann aber evtl. auch vor einem Henne-Ei-Problem. Ich kann aber im Gegensatz zu manch anderem hier mit anderen Meinungen umgehen.

    "Alles Geisterradler hier!"

    Nicht alle. :evil::rolleyes:


    Nachtrag


    Nur um es noch einmal klarzustellen: Ich kann es schlicht nicht nachvollziehen, dass viele Radfahrer nix besseres zu tun haben, als die "Begründung" des Verordnungsgebers für die Herausnahme der Außerorts-Wegelchen aus dem § 45 (9) StVO zu bestätigen, indem sie behaupten, außerorts sei es generell gefährlicher - oder die "Geschwindigkeitsdifferenzen" seien ein nennenswertes Problem. Das sind sie in der Praxis eben meist nicht - weil man nicht überall 100 fahren kann, wo 100 erlaubt ist.

    Es lässt einen zumindest ins Grübeln kommen, warum eigentlich nicht in anderen Straßen in denen Kinder unterwegs sind, Tempo 5 gilt!

    Weil es eventuell unverhältnismäßig ist? Warum soll ich auch mit dem Fahrrad mit 5 oder 10 km/h rumschleichen? Da ist ja jeder Jogger um Welten schneller...


    Kinder (zählen da 17-jährige auch noch dazu?) können grundsätzlich nahezu überall unterwegs sein. Die Regelungen in der StVO hierzu reichen aus.

    Wer Fahrräder verkauft für den sollte gelten, dass er nur solche Fahrräder verkaufen darf, die eine solide und haltbare lichttechnische Ausstattung besitzen. Häufige Fehler sind zu dünne Kabel und zu wackelige Kontakte.

    Warum? Baulich am Rad angebrachtes oder anderweitig aktives Licht (Akku-Beleuchtung) ist doch (im Gegensatz zum Lametta...) bei Tageslicht gar nicht mehr vorgeschrieben. Und das völlig zurecht. Wo ist der statistische oder wissenschaftliche Nachweis dafür, dass das (auch teilweise) Fehlen dieses ganze Gerümpels überhaupt eine nennenswerte Unfallursache darstellt? Die Unfallursachenstatistik sagt da was ganz anderes.


    Ich erinnere in dem Zusammenhang auch an das widerliche victim-blaming, welches eine überlebende Mutter in Österreich über sich ergehen lassen musste, weil ein offensichtlich blinder Autofahrer ihre im Anhänger transportierten Kinder und Hunde ins jenseits beförderte.


    Wer so denkt, sollte sich auch für Wahnwestenpflicht einsetzen. Wäre nur konsequent.

    Die Anzahl der Fahrräder mit voll funktionsfähiger Beleuchtungsanlage könnte m. E. deutlich gesteigert werden, wenn verbesserte Vorschriften dafür gelten würden, dass Fahrräder beim Verkauf grundsätzlich mit einer besseren Beleuchtungsanlage als heute vielfach üblich, ausgestattet sein müssen.

    Genau. Noch mehr teutsche Regelungswut. Es reicht schon, dass das Licht vorne und hinten nicht einfach nur weiß und rot leuchten müssen. Nein, es braucht ja noch eine "K-Nummer"... :rolleyes:

    Ist halt nur ein sehr seltener Fall.

    Ja, eben 1. Seeeeeehr selten. Wer absteigt und an seinem Rad rumwerkelt, ist übrigens kein Radfahrer mehr. ;) Aber die Wahnwestenpflicht für Fußgänger kommt sicher auch irgendwann...

    Nur eben keinen großen.

    Ja, eben 2. Trotzdem musst du den Krempel immer am Rad haben; auch wenn du z. B. Nachts nie unterwegs bist. Und keine Panne hast. Warum kriegt man es in D nicht endlich gebacken, bei Dunkelheit mit Stecklichtern ausgerüstete Rennräder und Mountainbikes endlich zu "legalisieren"? Sind diese regelm. NICHT-StVZO-ausgestatteten Räder denn statistisch überhaupt auffällig, was Unfälle im Dunkeln betrifft...!?


    Der ganze Krempel taugt nur zum victim-blaming. Gäbe es diese urzeitlichen Vorschriften nicht und man würde sie heute einführen wollen, würden sich alle über die Schuldverlagerung von den Gefährdern zu den Gefährdeten aufregen. Aber wenn man sich mal dran gewöhnt hat...

    Die Fahrbahn ist hier eher nur was für sehr selbstbewusste Radler.

    Das ist eine stinknormale 08/15-Straße. Würde man nicht ständig sowas behaupten (und sich selber einreden)... :rolleyes:

    sowie wegen der in den meisten Bundesstaaten fehlenden Beleuchtungspflicht mit aktiven Rückleuchten

    Ein Traum...! :love: Okay, ein aktives Licht darf es schon sein. :saint: Nur mitzuführen, wenn nötig. Aber nicht diese auf deutscher Gründlichkeit und Verordnungen aus der Nazi-Zeit stammenden Lametta-Pflichten mit zig vorgeschriebenen Reflektoren... Warum musste das Bundesverkehrsministerium eigentlich noch nie einen Nachweis dafür erbringen, dass der ganze Reflektoren-Mist überhaupt der "Verkehrssicherheit" dient? Welchen zusätzlichen Wert haben Front- und Heckreflektoren, wenn bereits ein Front- und Hecklicht vorgeschrieben ist?

    Um Downhiller gehts nicht. Ich setz aber keinen "Helm" auf, wenn ich mit dem MTB vernünftig(!) über Pfade und Waldwege fahre.

    Wie ist denn "Rennradfahrer" definiert?

    Da musst du das OLG Düsseldorf fragen. Ich erfülle das Klischee in mehrfacher Hinsicht schon einmal überhaupt nicht... ;) Und dabei rede ich definitiv nicht von den Durchschnittsgeschwindigkeiten, sondern hauptsächlich dem Outfit, den Pedalen - und der Verwendung des Rennrads auch als "Alltagsrad".


    Ob der Rennradsport durch "Helme" sicherer geworden ist, lässt sich Dank der Helmpflicht inzwischen sehr gut nachweisen. Wer will, dass sein Glauben nicht erschüttert wird, lässt Nachforschungen hierzu besser bleiben... :evil: Allein die Tatsache, dass vor der Einführung der UCI-Helmpflicht in über 100 Jahren Tour de France grade mal einer (bzw. zwei) an Kopfverletzungen starben, sagt sehr viel darüber aus, wie gefährlich selbst professioneller Rennradsport für den Kopf ist.

    Gut bin Grobmotoriker und generell sportlich unbegabt.

    Grade dann solltest du das Helmtragen nicht auf das Fahrradfahren beschränken. :whistling: ;)

    was sie auf dem Radl tragen sollen, gleichzeitig aberanderen vorschreiben wollen, wie sie zu fahren haben, was hier im Forum ziemlich weit verbreitet zu sein scheint, und was man aufdem Radl nicht tragen soll.

    Hä...!? Wo schreibt dir irgendwer vor, was du nicht tragen sollst? Ich kritisiere Helmträger, weil sie 1. das Radfahren als nennenswert gefährlich brandmarken - und 2. daran mitarbeiten, dass es irgendwann eine Helmpflicht geben wird. Zuerst über die Haftung (ab > 50 % Tragequote sei das dann lt. Rechtsprechung rechtmäßig) und dann per Gesetz.


    Wie gesagt: Wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin, kriege ich automatisch eine "Mitschuld" an meinen Kopfverletzungen, wenn mich ein Autofahrer umnietet. Und das nur wegen meine Fahrrad-Art. :cursing:

    Also besser keinen Sport machen und ohne Helm fahren, das ist auf jeden Fall sicherer.

    Ich fahr seit 20 Jahren Rennrad ohne "Helm". Weil ich vernünftig fahre. Im Gegensatz zu vielen Helmgläubigen - die legen sich andauernd auf die Schnauze und erzählen einem dann die üblichen Storys vom Lebensretter. Anstatt ihren Fahrstil zu hinterfragen. Es ist aber in der Tat ein Märchen, dass "sportlicheres" Fahren (vor allem für die Rübe) nennenswert gefährlicher wäre, als Alltags- oder Gelegenheitsradfahren in von gefährlichen Radwegen verseuchten Großstädten.


    Leider gibt es da ja immer noch dieses Urteil des OLG Düsseldorf, welches Rennradfahrern beim Nichttragen eines "Helms" haftungsrechtlich benachteiligt... :cursing:

    Wenn er sagt, dass er dann nicht (oder vorsichtiger/langsamer) gefahren wäre, würde ich ihm antworten, dass somit der Helm Schuld an seinem Unfall hat.

    Das ist aber genau das, was überzeugte Helmträger niemals antworten würden. :| Rennradfahrer und Mountainbiker sind in dieser Hinsicht besonders schizophren... Unvernunft und unsicherer, viel zu riskanter Fahrstil werden nicht hinterfragt - sondern (wenn man sich aufs Maul gelegt hat) mit "Schutzausrüstung" kompensiert. Gilt allerdings auch für Gelegenheitsradler, die meinen, mit dem "Helm" seien sie unsterblich. Und so fahren sie dann auch... :rolleyes:

    Vorsätzliches Falschverstehen, nur um anschließend mittels selbstgebastelten Strohmann Haarspalterei betreiben zu können...!? :rolleyes:

    Es ging darum, daß die StVO verlange, vor dem Überholen die Geschwindigkeit zu reduzieren:

    Nein, ging es eben nicht. Lies dir den Beitrag noch mal durch.

    Das verlangt sie nicht, schon gar nicht generell, auch nicht im §3 (1). Ich gebe aber durchaus zu, daß diese Behauptung kein Quark ist, vielmehr Unsinn.

    Das habe ich auch nirgends behauptet. § 3 (1) verlangt jedoch sehr wohl, dass man abbremsen muss, wenn man z. B. wegen Gegenverkehr, einer Kurve oder sonstwas ein langsameres Fahrzeug nicht überholen kann. Und darum ging es - und das ist in sehr vielen Fällen der Fall.


    Ansonsten wird mir das in diesem Forum hier langsam zu doof. ?(

    Weil? :/

    Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.

    Es ging darum, dass Fahrzeuge vorm Überholen abbremsen müssen, wenn z. B. Gegenverkehr das Überholen nun einmal nicht möglich macht. Es ging nicht um eine konkrete Geschwindigkeitsvorgabe beim Überholen. Das darf man bekanntlich nur, wenn man wesentlich schneller als der Überholte fahren kann. Ich wollte damit die Legende entkräften, dass Radfahrer außerorts zu mind. 90 % mit 100 km/h (oder schneller) überholt werden würden.


    Das ist Quark.

    Ich halt von den Dingern auch nix. Aber derzeit müssen sie wohl wirklich für alles herhalten, was im Straßenverkehr schiefläuft?

    Das gemeinsame Fußgänger- und Radwegzonenschild, das du dir da ausgedacht hast, Pirminator, würde bedeuten, dass auch Elektro-Tretroller dort fahren dürften.

    Und? Das dürfen sie auch auf um Welten schmäleren [Zeichen 240]... Oder auch auf öffentlichen Plätzen (sofern nicht per Satzung oder Schild verboten). Bei entsprechendem Gefälle oder ausreichen sportlicher Verfassung kann man übrigens auch mit einem nicht-motorisierten Tretroller recht ordentliche Geschwindigkeiten erreichen.

    Immerhin sind die Zonen in KL Nachts frei. Da darf man dann aber natürlich, obwohl kein Schwein unterwegs ist, mit höchstens 10 km/h durchschleichen... In Pirmasens hatten sie selbst das komplett abgelehnt. Kaiserslautern macht generell - von ein paar benutzungspflichtigen Altbeständen mal abgesehen - einen verhältnismäßig progressiven Eindruck. Das gilt grade für die zahlreichen freigegeben Einbahnstraßen.


    Gestern war dafür ein Artikel in einem der beiden lokalen Käseblätter, in dem berichtet wird, dass Stadt und Polizei verstärkte Kontrollen ankündigen, weil durch die Pirmasenser FuZo immer viel zu viele Autofahrer förmlich hindurchrasen würden.


    Ich frage mich ja generell, warum es nie ein großes Problem ist, Radfahrer und Fußgänger mittels [Zeichen 240]überall auf schmalen Hochbordwegelchen zusammenzupferchen. Aber sowas hier


    fu-ra-zone.jpg


    weiterhin undenkbar sein soll...!?

    Der Großteil der tödlichen Unfälle geschieht aber trotzdem weiterhin innerorts. Und um beim Radfahren ums Leben zu kommen, brauchen die meisten Radfahrer vor allem außerorts gar keinen motorisierten Unfallgegner. Das kriegen die ganz alleine hin. Also: Radfahren generell verbieten. Viel zu gefährlich... :evil:

    Die höheren Differenzgeschwindigkeiten erhöhen in der Regel eben auch die Unfallschwere.

    Und...!? Es geht hier um Unfallwahrscheinlichkeiten - und nicht die -schwere. Der Anstieg außerorts liegt - wenn ich die Zahlen von Thomas richtig interpretiere - vor allem an der Zunahme des Außerortsverkehrs durch Pedelecs - und deren oft unerfahrenen, leichtsinnigen und betagten Benutzern. Oft auch noch durch Radwege induziert. Da hatte er grade erst einen guten Artikel dazu veröffentlicht.

    Ja, die bösen Einpendler, die das Leben der überzeugten LegebatterieGroßstadtbewohner zur Hölle machen... :evil:

    Wir könnten uns ein Eigenheim auf dem Land leisten, dazu 2 Autos und jeden Tag in die Stadt fahren.

    Du wirst es dir vielleicht nicht vorstellen können - aber es gibt auch Menschen, die auf dem Land aufgewachsen sind. Und die da gerne leben. Wenn ihr euer Geld verbrennen und Zeit verschwenden wollt - was hält euch davon ab? Doch nicht etwa die Tatsache, dass ihr unmittelbar um euch herum alles habt, was ihr braucht...!? Rosinenpickerei?


    "Zersiedelung" - klar, es ist natürlich "humaner", ökologischer und ganz allgemein viel sinnvoller, die Bevölkerungsdichten immer weiter in die Höhe zu treiben und Menschen in Wohnkomplexen übereinanderzustapeln. Und sich dann wieder über das alltägliche Verkehrschaos wundern, wenn die alle auf wenigen Quadratmetern Straße unterwegs sind...

    so bleibt's eben dabei, dass wir lärmbelästigt und luftverschmutzt in der Stadt wohnen, auf dem Rad von Einpendlern bedrängt werden - aber immerhin ein linksgrün versifftes Gewissen haben...

    ...und weiterhin nicht sehen könnt oder wollt, dass grade hohe Bevölkerungsdichten (das gilt auch für Trabantensiedlungen) DIE Hauptursache für den Großteil der Verkehrsprobleme sind. Dass die Leute übrigens in die Städte pendeln, könnte ja auch damit zusammenhängen, dass genau diese (kapitalismustypische) Konzentration / Zentralisierung von Infrastruktur (Schule, Uni, Verwaltung, Bank, Post, Bäcker, Metzger, Arzt, Krankenhäuser, Kaufhäuser, Fachgeschäfte usw.) immer mehr zunimmt. Und warum...!? Achnee, diese Frage stellen wir uns lieber nicht; da müsste man ja mal ans Eingemachte gehen, anstatt nur Symptome zu bejammern...

    Denn die hohen Differenzgeschwindigkeiten sind das einzig valide Argument für eine solche.

    Sind sie das denn? Das wird zwar gerne immer behauptet, aber einen Beleg gibt es dafür bis heute nicht. Nahezu 90 % aller Kfz, die mich überholen, haben vorher ihre Geschwindigkeit (wie das die StVO verlangt) reduziert. Mit 100 überholt mich so gut wie nie jemand. Außer auf total übersichtlichen, geraden Straßen (und die sind wegen der Topographie hier total selten). Rechtswidriges Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer begründet darüber hinaus weder eine besondere, noch eine allgemeine "Gefahrenlage".


    Die Differenzen betreffen einzig und allein den (motorisierten) Verkehrsfluss. Der eben von den bösen Radfahrern durch das erwähnte Abbremsen und Beschleunigen beeinträchtigt wird. Und allein deshalb werden diese Wege gebaut und benutzungspflicht beschildert.


    Übrigens werden inner- wie außerorts vor allem die Verkehrsstärken herangezogen, um Radfahrer von Straßen / Fahrbahnen zu verbannen. Auch wenn es hierfür ebenfalls keinen wissenschaftlichen oder statistischen Beleg gibt. Eine aus den Fingern gesogene Grafik in den ERA reicht dafür ja aus...