Thermik gibt es auch im Flachland. Der Sandboden in der Lüneburger Heide bietet ideale Bedingungen und manchmal kann man sogar ohne Motor bis an die Nordsee fliegen. Hier in knapp 2000 m Höhe über dem Jadebusen.
Beiträge von Yeti
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Wie gesagt hatte die befreundete Redakteurin nichts mit der Berichterstattung über die Fahrradthemen zu tun.
Sie hatte aber einen Artikel über unser altes Segelflugzeug geschrieben, der auch noch in dieser Woche erschienen ist. Auch wenn meine Frau darin im Mittelpunkt stand, muss ich aufpassen, dass man mich bei meiner derzeitigen Präsenz in der Lokalpresse nicht für das Dschungelcamp vorschlägt.

Stader Geigenbauerin bringt eine fliegende Legende wieder in die Luft
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Beides. Ich habe mir heute Morgen eine Zeitung am Kiosk gekauft, nachdem ich einen Hinweis bekommen habe, dass die Stader Fahrradnervensäge wieder in der Zeitung ist. Vor Kurzem hatte ich mich mit einer Redakteurin an der Kreuzung getroffen, wo es Stades erste Aufstellfläche für indirektes Linksabbiegen gibt. Von der Aktion hatte das Tageblatt noch ein Foto vom Fahrrad-Erklärbär mit einer Skizze des indirekten Linksabbiegens vor der Ampel. Immerhin kein Bild, wo ich empört auf ein Schlagloch im "Radweg" zeige und "Lebensgefaaaaahhhrrr!!!!" rufe.

Als großes Artikelbild hat man ein Stück der umgebauten Harsefelder Straße genommen.
Ich bin gespannt, wie die Reaktionen ausfallen, auch seitens der Stadtverwaltung. Auch die Leserkommentare vom gestrigen Artikel waren -vorsichtig gesagt- verwundert über die Auszeichnung.
Wir haben uns gestern Abend mit einer Tageblatt-Redakteurin, die mit meiner Frau befreundet ist, auf dem Weihnachtsmarkt getroffen. Die hatte mit der Berichterstattung über Stades neu entdeckte Fahrradfreundlichkeit aber nichts zu tun.
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Meine Mail an die AGFK und MW hatte ich in CC auch an das Stader Tageblatt geschickt. Die ist nun ungekürzt und mit Foto auf einer ganzen Seite im Lokalteil veröffentlicht worden.
Darunter noch ein kleiner Absatz, mit einer recycelten Stellungnahme des ADFC zum letzten Fahrradklimatest.
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Ich hätte so ein Bild genommen, wenn ich behaupten wollte, dass Stade fahrradfreundlich ist. Vielleicht noch abwarten, bis auch jemand mit dem Fahrrad zu sehen ist.
Wenn der Redakteur einfach vor die Tür der Redaktion geht, sieht es aber auch nicht so fahrradfreundlich aus.
Wobei da nicht weit entfernt die hochgelobte "Dunkelampel mit Sofort-grün" steht. Allerdings die Einzige in der gazen Stadt.
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Jetzt hat das Stader Tageblatt das Artikelbild getauscht. Ist es jetzt fahrradfreundlich?
Stade als „Fahrradfreundliche Kommune“ in Niedersachsen ausgezeichnet
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... aggressivere Rotfärbung der Furt? Mehr Schilder? Oder was meinst du, welchen Joker die StVB zieht?

Nach dem Unfall am Berliner Platz in Stade: Keinen!
An dieser Kreuzung gab es in der Vergangenheit mehrere Unfälle, darunter auch mindestens einen mit Schwerverletzten. Dass dort (und an 54 weiteren Kreuzungen) eine Radwegfurt fehlt, habe ich der Stadt Stade bereits im Jahr 2018 schriftlich gegeben.
Am Berliner Platz ist ja sogar so etwas wie eine Radwegfurt vorhanden. Dass das Verschwenken der "Radwege" an Kreuzungen in Richtung der einmündenden Nebenstraße eine doofe Idee ist, war schon Thema bei meinem allerersten förmlichen Aufeinandertreffen mit der Stadtverwaltung im November 2017. Das war, nachdem ich die Planungen für diese Straße gesehen habe und ein Jahr, bevor das genau so gebaut wurde. Da gab es mittlerweile auch schon den erwartbaren Unfall. Auch wenn ich verhindern konnte, dass dort
aufgehängt werden, hat das rote Pflaster natürlich eine magische Anziehungskraft auf besorgte Radfahrerinnen (Männer sind mitgemeint). -
"wenn du T30 aber keine Radwege hast, biste raus!"

Ich würde gerne ein "fein" als vorletztes Wort ergänzen.
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Dann am besten in beide Richtungen. Ich finde es ja auch immer verwunderlich, warum die StVO immer nur auf Supermarkt-Parkplätzen gelten soll. Jedenfalls habe ich diese Schilder immer nur bei der Auffahrt auf einen Parkplatz gesehen und nie beim Wegfahren.
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Natürlich setze ich voraus, dass bei diesen Testfahrten auf jeden Fall die notwendige Kompetenz mitgebracht wird, um Missstände zu erkennen. Ehrlich gesagt, bezweifle ich es stark, dass dort eine derartige Sensibilität tatsächlich vorliegt.
Die Route der Befahrung hat die Stadt Stade festgelegt. Obwohl man natürlich versucht hat, dabei möglichst viele gute Seiten zu zeigen, gab es aber auch auf der Tour genug zu bemängeln. Selbstverständlich war ich dazu nicht eingeladen, aber die 2. Vorsitzende von Stade fährt Rad war dabei und der Vorsitzende des ADFC KV Stade. Beide haben bei der Befahrung kritische Anmerkungen gemacht, aber beide haben auch berichtet, dass das die Jury nicht wirklich interessiert hat.
Die Jury bestand aus einem Vertreter der AGFK, einem Vertreter des Verkehrsministeriums (das sind die beiden Adressaten meiner Mail), dazu dem Landesvorsitzenden des ADFC, sowie zwei oder drei Landtagsabgeordneten (deren Namen sind mir nicht bekannt). Da es am Tag der Befahrung geregnet hat, waren die wohl alle froh, möglichst schnell wieder im Trockenen zu sein.
Ich habe außerdem den Eindruck, dass diese Befahrung überhaupt keine Rolle mehr spielte, sondern die Entscheidung vorher auf Basis der Selbstauskunft fest stand. Hier findet man den Fragebogen: Zertifizierung :: Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen
Als ich erstmals davon erfahren habe, dass die AGFK zu einer Befahrung nach Stade kommt, wurde mir noch gesagt, dass das nur dazu sei, das Feedback zu bekommen, wo noch großer Handlungsbedarf ist. Daran wäre nichts auszusetzen, wenn es von der Jury tatsächlich ein kritisches Feedback gegeben hätte, denn auf konstruktive Kritik aus Stade hört man ja aus Prinzip nicht. Das Ergebnis hätte eine Mängelliste gewesen sein können mit der Ansage, dass man sich wieder treffen kann, wenn die nachweislich zu mindestens XX% abgearbeitet ist.
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Diese Kollage wäre für den Artikel auch passend gewesen
Ich habe auch noch eine Mail an die AGFK und das Ministerium geschrieben, das die Auszeichnung verliehen hat.
ZitatAlles anzeigenGuten Tag Herr Lengemann und Herr Süselbeck,
die Hansestadt Stade darf sich nun mit Ihrem Segen als "fahrradfreundlich" bezeichnen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Stade mit wahrheitsgemäßen Angaben im Fragebogen zur Zertifzierung die erforderliche Punktzahl erreicht haben könnte. In ihrem Facebook-Beitrag schreibt die Stadt Stade, dass die Jury unter Anderem "die langfristige und strategische Planung der Hansestadt Stade zur Stärkung des Radverkehrs" gewürdigt habe. Reicht für eine Zertifizierung bereits eine Absichtserklärung? Nicht umgesetzte Konzepte gibt es in Stade wahrlich genug.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Stade hat zuletzt einige Maßnahmen ergriffen, die in die richtige Richtung gehen. Der Umbau der Harsefelder Straße, der im vergangenen Jahr begonnen hat, ist sicherlich das größte Projekt, welches sich über mehrere Jahre hinzieht. Es ist klar, dass große Umbaumaßnahmen Zeit brauchen und viel Geld kosten, so dass nicht alle Defizite der Vergangenheit in kurzer Zeit aufgeholt werden können. Auch die Neubourgstraße als einzige Fahrradstraße mit der neu gebauten Verlängerung zum Schiffertor ist ein Vorzeigeprojekt, auf das die Stadt Stade stolz sein darf.
Aber sonst? In Stade werden nicht einmal geltende Vorschriften konsequent umgesetzt, oder einfache Maßnahmen, die ohne großen Aufwand schnell machbar wären. Radverkehr wird vor allem dort gefördert, wo es den Autoverkehr nicht stört, denn ein ernsthafter Wille, Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer zu behandeln, ist nicht erkennbar.
Außer an den neu gebauten Abschnitten der Harsefelder Straße erfüllen die Radwege in Stade nicht einmal die Mindestvoraussetzungen der VwV-StVO und sind weiterhin trotzdem benutzungspflichtig, auch wenn das der seit 28 Jahren geltenden Rechtslage widerspricht. Dort, wo die Stadt Stade in den letzten Jahren regelkonforme Verkehrsführungen umgesetzt hat, erfolgte das oftmals erst auf Druck der Fachaufsichtsbehörde oder nach Klage vor dem Verwaltungsgericht.
Unfallschwerpunkte bestehen seit Jahren, ohne dass Maßnahmen ergriffen werden, die Sicherheit zu erhöhen, z.B. in der Hansestraße oder am ovalen Kreisverkehr Bremervörder Straße / Schiffertorsstraße mit dem Bypass, an dem es in jedem Jahr wieder Unfälle mit Radfahrern gibt.
An zahlreichen Kreuzungen fehlen die im Zuge von Vorfahrtstraßen vorgeschriebenen Radwegfurten vollständig. Erschwerend kommen an vielen Kreuzungen Sichthindernisse hinzu, sowie die Stader Eigenart, entgegen der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen Radwege an Kreuzungen nicht fahrbahnnah zu führen, sondern in Richtung der einmündenden Nebenstraße zu verschwenken, wodurch sich die Sichtbeziehungen weiter verschlechtern.
Die Verbesserung der Ampelschaltungen für Fußgänger und Radfahrer wird seit Jahren angekündigt, aber nicht umgesetzt. Die Dunkelampel an der Glückstädter Straße, die Ihnen bei der Befahrung gezeigt wurde, ist die erste und immer noch einzige Ampel dieser Art. An anderen Stellen stehen Sie auch nachts am Wochenende an einer leeren Straße vor einer roten Ampel, die mit der Schulwegsicherung zu einer Grundschule begründet wird. Oder Sie warten einen ganzen Umlauf auf einer Verkehrsinsel, weil die zweite Ampel, die Sie bei der umständlichen Wegführung an der Hansebrücke queren müssen, nur auf Knopfdruck grün wird.
Winterdienst auf Radwegen und wichtigen Routen des Radverkehrs wird allenfalls nachrangig durchgeführt. Das Selbe gilt für die Reinigung der Wege im Herbst, wenn glattes Laub zur Falle wird.
An Baustellen wird Radverkehr nicht berücksichtigt, sondern komplett verboten, oder man löst das Problem einfach durch das Schild "Radfahrer absteigen".
Wenn in der Altstadt Veranstaltungen stattfinden (Stadtfest, Winzerfest, Weihnachtsmarkt, ....) werden Fahrradbügel ersatzlos abgebaut, um Platz für Buden oder den Toilettenwagen zu schaffen. An Schulen findet man immer noch überwiegend die alten Vorderradhalter ("Felgenbrecher"), obwohl seit Jahren angekündigt war, Anlehnbügel aufzustellen, an denen man Fahrräder fest anschließen kann.
Am Bahnhof gibt es abgeschlossene Fahrradstellplätze nur für Dauernutzer. Obwohl die Fahrradboxen insbesondere auf der Südseite des Bahnhofs meistens noch viele freie Plätze bieten, gibt es keine Möglichkeit für Gelegenheitsnutzer, ein Fahrrad sicher unterzustellen.
Zahlreiche Einbahnstraßen sind nicht einmal dort für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben, wo damit direkte und attraktive Verbindungen geschaffen werden könnten (z.B. Eisenbahnstraße).
Wegweisungen für den Radverkehr sind oft nicht durchgängig. Zum Teil zeigen Wegweiser in Richtungen, wo man gar nicht Fahrrad fahren darf oder kann. Die ausgewiesenen Ziele wirken willkürlich und nicht bedarfsgerecht. Auf Wunsch von Stade Tourismus (100% Tochtergesellschaft der Hansestadt Stade) verläuft der Elberadweg entlang einer Straße mit der größten Häufung von Fahrradunfällen, nur damit er an der Tourist-Info vorbei führt.
Eigene Aktionen, die für das Radfahren werben, gibt es nicht. Selbst das Stadtradeln wird -eher lieblos- vom Landkreis Stade organisiert und verzeichnete im Jahr 2025 in Stade entgegen dem allgemeinen Trend rückläufige Teilnehmerzahlen.
Sicherheitskampagnen werden seitens der Hansestadt Stade nicht durchgeführt. Ich kenne kaum eine andere Stadt, in der so viele Radfahrer auf der falschen Straßenseite oder auf Gehwegen unterwegs sind. Auch die Stader Polizei scheint das nicht weiter zu interessieren.
Die einzige Servicestation steht nicht nur an einem ungünstigen Platz, sondern ist auch seit langem defekt und niemand kümmert sich darum.
Die "Arbeitsgespräche Radverkehr" sind ein Feigenblatt. Konstruktive Kritik und Hinweise werden seitens der Stadt Stade regelmäßig abgewehrt oder ignoriert.
Es ist zu befürchten, dass sich Stade auf den unverdienten Lorbeeren ausruhen und nun erst recht nicht mehr auf konstruktive Kritik eingehen wird. Schließlich hat die Stadt nun die Urkunde der AGFK, fahrradfreundlich zu sein. Dabei ist fast alles, was Sie in Stade an positiven Entwicklungen gesehen haben, von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegen die Beharrungskräfte in Politik und Verwaltung hart erkämpft worden.
Mit freundlichen Grüßen
Yeti
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Nein, da ist nichts in dieser Richtung freigegeben oder benutzungspflichtig. Die Geisterradel-Quote liegt in Stade bei 50%. Das Bild wurde hier aufgenommen:
In Gegenrichtung ist es mit
beschildert. Wo wenig später die Trennung zwischen den Bereichen für den Fuß- und Radverkehr verläuft, bleibt das Geheimnis der fahrradfreundlichen Hansestadt Stade. -
Ich meinte gefühlte Gefahr
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Die Stader Fahrradfreundlichkeit ist überwältigend
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Das Artikelbild ist so angemessen.

Stade als „Fahrradfreundliche Kommune“ in Niedersachsen ausgezeichnet
Mag jemand einen Leserbrief schreiben?
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Und sich dann scheinheilig wundern, warum keiner die Kinder alleine radeln lassen will. Katze, Schwanz.
Dazu kommt die Gefahr durch die vielen Elterntaxis, weswegen man die Kinder lieber mit dem Auto zur Schule fährt.
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Langsam, langsam!!! Ist denn nun endlich mehrheitlich der Beschluss im Rat gefasst, dass die StVO auch im Stadtgebiet von Stade gilt?

Nein, das wäre eine illegale Guerilla-Aktion.

Irgendwer war ja auch der Meinung, extra kennzeichnen zu müssen, dass in einer T30 Zone rechts vor links gilt.
Zitat von VwV-StVOZu den §§ 39 bis 43 Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen
Verkehrszeichen, die lediglich die gesetzliche Regelung wiedergeben, sind nicht anzuordnen
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Beim Durchsuchen meines Archivs gerade wiedergefunden. Hängt (hing) vor einer Stader Grundschule.
*edit

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Dann müsste man aber konsequenterweise auch die Einfahrt entsprechend kennzeichnen.
Du meinst mit sowas?
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Oder vor das Rathaus, sichtbar für alle, die rausgehen.
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Ich bin damals meistens mit dem Schulbus zur Grundschule im 4km entfernten Nachbarort gefahren. Auf dem 1km langen Weg zur Bushaltestelle gab es nicht einmal einen Gehweg. Die Busse sind damals rückwärts in die Bushaltestelle gefahren, weil sie dort gewendet haben. Da gab es unter den Kindern immer Drängelei direkt neben dem rückwärts fahrenden Bus. Passiert ist nie etwas.
Manchmal bin ich auch mit dem Fahrrad zur Grundschule gefahren, auch schon vor der Fahrradprüfung in der 4. Klasse. Einen Radweg gab es auf der gesamten Strecke nirgends, darunter auch 1km an einer Bundesstraße nicht. Irgendwie fand ich das als Kind schon normal, dort auch mit dem Fahrrad zu fahren, weil ich sonst ja auch auf der Fahrbahn gegangen bin oder weil wir dort gespielt haben. Meine Eltern hat das auch nie gestört und die sind auch beim ersten Mal nicht mitgefahren. Die haben mir einfach vertraut, dass ich auch im Nachbarort und auf der Landstraße klarkomme, wenn ich da genauso fahre wie zuhause.
Es mag sein, dass damals weniger Autos auf den Straßen waren, aber ich möchte nicht behaupten, dass die Leute damals vorsichtiger gefahren sind. Bei heutigen Eltern ist das vermutlich alles völlig undenkbar.