Nbgradler : Mir geht es weniger um 7-jährige Kinder als um 14-Jährige, die immer noch auf Gehwegen Fahrrad fahren und/oder auf der falschen Straßenseite, weil man ihnen beigebracht hat, dass es auf der Fahrbahn (immer) zu gefährlich ist.
Ich hätte gar kein Problem damit, wenn die Regel in der StVO lauten würde, dass Kinder bis zum 10. Lebensjahr auf Gehwegen fahren dürfen. Dass sie es bis zum 8. Lebensjahr müssen, auch wenn die Fahrbahn (z.B. in Nebenstraßen) von Kindern sicher benutzt werden kann, halte ich für Unfug. Vor allem halte ich es für Unfug, zu argumentieren, dass das Radfahren auf Gehwegen ungefährlich sei.
Ich halte auch die Verkehrsregeln, die auf Radwegen gelten, nicht für einfacher verständlich als die Regeln, die auf der Fahrbahn gelten. Sobald ein Kind das Fahrrad sicher beherrscht und auch in der Lage ist, geradeaus weiter zu fahren, wenn es den Kopf dreht oder Handzeichen gibt und in der Lage ist, das Verkehrsgeschehen einzuschätzen, kann es meiner Meinung nach auf die Fahrbahn. Und wenn das Kind das mit 10 Jahren nicht beherrscht, dann nutzt die bisherige Regelung auch nichts.
Über komplexe Kreuzungen, deren Regeln nicht einmal ich auf den ersten Blick verstehe, würde ich ein Kind auch nicht fahren lassen wollen. Das gilt dann aber genauso für den Gehweg oder Radweg.