Beiträge von Yeti

    Was sollte man denn deiner Meinung nach in der Situation tun?

    § 16 StVO 2013 - Einzelnorm

    Klingeln ist ein Warnzeichen, das man nach meinem Verständnis geben kann, um sich anzukündigen, damit sich niemand erschreckt, oder unvermittelt zur Seite tritt.

    Die Hupe eines Kfz halte ich grundsätzlich für ungeeignet, um zu verhindern, dass sich jemand erschreckt. Leider wird die Hupe in 99% der Fälle auch nicht als Warnzeichen eingesetzt, sondern um Dampf abzulassen.

    Das Problem ist wohl, dass das mache mit dem Klingeln gleichsetzen. Die Chance, von Fußgängern angemault zu werden, ist 50:50, egal ob man klingelt oder nicht. Daher meine ich die Frage ernst, wie man sich verhalten sollte, um nicht aggressiv zu wirken, sondern nur auf sich aufmerksam zu machen. Du hast natürlich recht, dass ich vorbei möchte. Und zwar ohne Zusammenstoß und ohne jemanden zu erschrecken. Das heißt aber nicht, dass ich erwarte, dass alle sofort zur Seite springen.

    aber im Alten Elbtunnel erstmal den Weg freiklingeln.

    Was ist denn "freiklingeln"? Meinst du, dass jedes Klingeln immer bedeutet "Platz da, hier komme ich!"?

    Wie kann ich mich denn bemerkbar machen, wenn ich einfach nur möchte, dass sich andere (Fußgänger, Radfahrer) nicht erschrecken, wenn ich an ihnen vorbeifahre?

    Gestern wurde ich von einer Radfahrerin angeraunzt, warum ich nicht geklingelt hätte. Dabei habe ich geklingelt, 2 mal sogar. Beide Male in ausreichendem Abstand, weil ich sie nicht erschrecken wollte. Als das keine Reaktion zeigte, habe ich gebremst und nett "Vorsicht!" gerufen, bevor ich überholt habe. Aber das war dann wohl auch nicht recht.

    Stattdessen hat sie mir noch hinterhergerufen, dass ich sie rechts über den Gehweg überholen müsste. Wollte ich aber nicht. :)

    Zumal man von hier auch mit langsameren Kfz und Pferdefuhrwerken auffahren oder reiten darf:

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    Radfahrer versucht man an der Stelle, durch das [Zeichen 237] fernzuhalten.

    *edit: Die ganze Gegend ist voller Blödsinns-Beschilderungen

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    Dafür erfährt man aus dieser Richtung nicht, dass man in einer [Zeichen 274.1] ist. An wen sich wohl das umgedrehte [Zeichen 205] richtet? (richten würde, wenn man es richtig herum aufgehängt hätte?)

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    Welche Qualifikation muss man eigentlich mitbringen, um in einer Verkehrsbehörde zu arbeiten? Reicht es aus, Radfahrer und Fußgänger zu hassen?

    Wer sagt es der StVB dort?

    Den Leuten, die hier wohnen, scheint es egal zu sein.

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    Eigentlich gehört das VZ 331.1 erst hier hin, wo der Geh- und "Radweg" rechts abzweigt:

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    Aber dort besteht für Kraftfahrzeuge, die nicht auf eine Kraftfahrstraße fahren dürfen, keine Möglichkeit mehr, die Straße zu verlassen.

    Vorher an der Kreuzung müsste es daher wohl um das Zusatzzeichen 1004-30 ergänzt werden

    Das sieht zum Beispiel die FR in einem Artikel vom 1.7.2024 anders:

    Und die Fakten sehen das nochmal anders. Jedenfalls, wenn man unter der Dichte des Autobahnnetzes die Länge der Autobahnen bezogen auf die Landesfläche versteht.

    Deutschland:

    357.588 km²

    13.200 km Autobahnen

    0,037 km/km²


    Niederlande:

    41.543 km²

    2360 km Autobahnen

    0,057 km/km²

    Es heißt "Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mindestens 60 km/h".

    Wenn man das "Kraft" weglässt und die 60 km/h auf alle Fahrzeuge anwendet, dürfte jedes Fahrrad dort fahren und nicht nur fitte Velomobilisten. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass die Höchstgeschwindigkeit meiner Fahrräder bauartbedingt auf unter 60 km/h begrenzt ist.

    Öffentlichkeitsarbeit ist halt nicht das Kerngeschäft der Polizei.

    Kommt drauf an, aus welcher Perspektive man das betrachtet. Für das typische Stammtisch-Gequatsche werden doch alle Klischees bedient.

    Es fehlt noch "strampeln", "Drahtesel" und "Pedal-Ritter".

    Zuallererst hat man es wohl nur aufgehoben wegen Kfz, die keine 60 fahren können, die müssen ja irgendwie über den Rhein kommen ... An Radler hat sicher niemand gedacht, an andere langsame Fahrzeuge abseits Trecker erst recht nicht, das hat sich für mich im Zuge der Planfeststellung zur 2. Autobrücke gezeigt ...

    Wer erzählt es der Polizei Karlsruhe? Das ist doch die Brücke im Bild, oder?

    Ja, wir wissen: Radfahren ist gesund. Und... - Polizei Karlsruhe | Facebook

    Nein, man darf niemals die Verursacher einer Gefahr beschränken. Jedenfalls nicht dann, wenn es sich bei der Gefahr um den Autoverkehr handelt und nur doofe Radfahrer gefährdet werden.

    Es ist so, als würde man einen Spielplatz für Kinder sperren, damit sie nicht durch die Drogendealer gefährdet werden und gleichzeitig Drogenverkaufsstände aufbauen.

    Meine Lieblings-Stadtverwaltung beruft sich hierbei auf die sogenannte "Einschätzungsprärogative", was im hiesigen Rathaus so missverstanden wird, dass man als untere Verkehrsbehörde tun und lassen kann, was man will.

    Das sehe ich anders. Ein Beispiel: Heute Morgen hat mir ein Kleintransporter an einer rechts-vor-links Kreuzung die Vorfahrt genommen. Ich kam von rechts und er ist davon ausgegangen, dass niemand kommt. Er hat sich also darauf verlassen, dass es gutgehen wird und niemand von rechts kommt, dem er Vorfahrt gewähren muss. Ist es Pech, wenn man an einer Kreuzung auf ein anderes Fahrzeug trifft, dem man Vorfahrt gewähren muss? Oder ist es Glück, wenn man einfach über die Kreuzung brettert und gerade niemand da ist, dem man damit die Vorfahrt nimmt?

    Nach deiner Argumentation ist es der statistische Normalfall, dass man an einer Kreuzung alleine ist. Dann kann man sich Vorfahrtregeln natürlich auch gleich sparen.

    Meiner Beobachtung nach hat die Dummheit, Fahrlässigkeit und Rücksichtslosigkeit nur aus purem Glück oftmals keine ernsthaften Folgen.

    Die allgemeine Denkweise ist "wird schon gutgehen" und daher ist es nur dem Zufall überlassen, ob was passiert oder nicht. Das Verhalten bleibt trotzdem dumm, fahrlässig und rücksichtslos, auch wenn man Glück hat und dabei nichts passiert.

    "Aus Sicht des Autofahrerklubs ADAC Südbayern sind die neuen Durchfahrtsperren allerdings keine langfristige Lösung, weil sie die eigentlichen Probleme nicht beseitigten. Stattdessen fordert der ADAC „ganzheitliche“ und grenzüberschreitende Lösungsansätze ...

    sowie speziell für die A8 den schon seit langer Zeit geplanten Ausbau mit mehr Fahrspuren."

    So close ...

    Wenn der Stau nicht mehr länger werden kann, wird er wenigstens breiter. Neue Ansage bei Bayern 3: "Auf der A8 staut es sich auf 20 km Länge und 250 m Breite". Oder um Zeit zu sparen: "...staut es sich auf 5 km²".

    Zitat

    Aber halt!! Wenn es ein CSU-Staatssekretär für rechtmäßig erklärt, wer darf dann daran zweifeln?

    A propos "grenzüberschreitende Lösungsansätze" und CSU: Helfen Grenzkontrollen eigentlich dabei, Staus zu vermeiden? :/