Am 1. Oktober wurde in Wuppertal ein Radfahrer von einem Lastkraftwagen überrollt. Beide fuhren in die gleiche Richtung, es kam aus ungeklärer Ursache zu einer Kollision, dann wurde der Radfahrer überrollt.
Bei der WDR-Lokalzeit wissen natürlich wieder alle Bescheid, dass natürlich der Radfahrer bei rot gefahren wäre. Von einer roten Ampel war zwar gar nicht die Rede, aber dem Stammtisch war wohl gleich wieder der Kragen geplatzt und es mussten die obligatorischen Argumente aufgefahren werden.
Die Kollisionsstelle befindet sich unmittelbar (20m) hinter der Haltlinie an einer beampelten Einmündung von links. Bis zur Haltlinie besitzt die Straße einen Schutzstreifen, ab der Kreuzung wird die Markierung nicht mehr fortgeführt, da sich der Straßenquerschnitt wegen der örtlichen Topografie merklich verjüngt.
Mapillary-Track der Unfallstelle
Es handelt sich nach Lage der Dinge um eine besondere Spielart vom "Toter Winkel"-Typ, da der LKW-Fahrer offensichtlich nicht mit Radverkehr rechts von ihm gerechnet hat und durchgezogen ist, und der Radfahrer wiederum nicht damit gerechnet hat, dass der LKW-Fahrer nebenan ihm am "Flaschenhals" den Weg abschneidet, und ebenfalls einfach weitergefahren ist.
Wie immer sitzen die Schuldigen für solche Tragödien sich in Rathäusern und Verkehrsplanungsbüros den Hintern breit, während der von Fakten unbedarfte Stammtisch sich trotz aller Anfeindungen ebenfalls wie immer in einem Punkt bemerkenswert einig ist: "wir brauchen unbedingt noch viiiel mehr von dem gefährlichen Separationsfirlefanz!"![]()