Was du anstrebst ist eine komplette Veränderung der Denkgewohnheiten. Und genau das würde mit einer Radwegebenutzungs-Erlaubnis angestoßen werden.
Du verwechselst da Ursache und Wirkung. Bevor wir (also Deutschland als Gemeinwesen) dazu fähig werden, die Radwegebenutzung vom Gesetz her grundsätzlich auf "optional" zu stellen, müsste die dadurch erhoffte Änderung der Denkgewohnheiten bei den Gliedern dieses Gemeinwesens schon längst eingetreten sein.
Die Gründe dafür, warum es dazu wohl nie kommen wird, sind:
- erstens müssten Kraftfahrer dazu auf liebgewordene Privilegien verzichten (nämlich auf die Entbindung von der Pflicht, hinter Radfahrern geduldig herzufahren, bis der Platz für ein ordentliches Überholmanöver ausreicht...),
- zweitens müssten auch Radfahrer auf liebgewordene Privilegien verzichten (nämlich auf die Entbindung von der Hinten-Anstell-Pflicht bei Ampelschlangen und zugestauten Stadtstraßen...),
- und drittens würde der Abschied von der Fiktion des gefährlichen Fahrbahnradelns auch bedeuten, dass es quasi unmöglich würde, die öffentliche Hand weiter dazu zu bewegen, den ganzen teuren Fahrradfirlefanz zu finanzieren. Die Dämonisierung der Fahrbahn als Schauplatz eines blutigen Konkurrenzkampfes zwischen "schwachen" Radfahrern und "starken" Kraftfahrern gehört ebenso unverzichtbar zum Geschäftsmodell der zahlreichen selbsternannten Pro-Radwege-NGOs wie auch zum Selbstverständnis der von geistigen Kraftfahrern dominierten Fahrradförderer in Politik und Verwaltung.