Ich stimme dir zu: Die Datenbasis ist in der Tat zu gering - ein Grund mehr, nicht eine Unsicherheit dieser Systeme suggerieren zu wollen, wie du es in deinem Beitrag tust.
Es geht mir um die IMO noch ausstehende Antwort auf die Frage "wirkt das Zeug wie versprochen?". Das ist erstmal noch nicht gleichzusetzen mit "das Zeug wirkt kontraprodutkiv und erhöht das Risiko." Selbst die Nullwirkung wäre allerdings eine absolute Katastrophe, weil die Einführung der Assistenten ja alles andere als kostenlos ist.
Der Assistent kostet zwar im Einzelfall nicht soooo arg viel, aber die gerne gebrauchte Argumentation "was sind schon 1.000 Euro gegen ein Menschenleben" ist eine unredliche Milchmädchenrechnung. Da man nicht vorher weiß, wer den nächsten Unfall verursachen wird, muss man schon den gesamten Bestandsfuhrpark und alle Neufahrzeuge nachrüsten, um die 20-30 Todesfälle p.a. zu verhindern. Am Ende macht die Masse der nachzurüstenden Fahrzeuge, dass wir angesichts der knapp 2 Millionen nachzurüstender deutscher Schwer-LKW über rund 2 Milliarden Euro allein für den Bestandsfuhrpark sprechen.
Geld kann man erstens nur einmal ausgeben (so dass es dann womöglich woanders fehlt, wo es nützlicher wäre), und zweitens wird die Ausrüstung über Steuer-finanzierte Zuschüsse und Endverbraucherpreise (auch) auf mich umgelegt werden. Ist es da verwunderlich, dass ich möchte, dass mein Geld nicht einfach sinnlos verbrannt wird?