Für Radfahrer. Wie sieht deine Lösung für Fußgänger aus? Die werden hier in Köln rein gefühlsmäßig von rechts abbiegenden LKWs genauso oft niedergemetzelt.
Ich habe mal in den Opendata-Files vom Unfallatlas die Todesfälle für Köln für die letzten 5 Jahre durchgesehen. Da finden sich insgesamt 5 Todesfälle mit Fußgänger-LKW-Beteiligung. Zwei davon „Überschreiten, 2x „sonstiger Unfall“ und 1x „im Längsverkehr“. Typ 2 („Abbiegen“…) ist aber gar nicht vorhanden.
ZitatGanz grundsätzlich sehe ich das so:
LKWs müssen Fußgängern und Radfahrern Vorrang gewähren, also quasi anhalten. Die Schrittgeschwindigkeit ist also eigentlich gar nicht notwendig. Sie dient nur in dem Fall, dass jemand einen Fehler macht, nicht direkt jemand tot ist.
Sie dient (auch wenn jetzt alles „Victim Blaming!“ schreit) der Schaffung zweier zusätzlicher Redundanzebenen, weil sie erstens die Chance erhöht, dass der ggf. vom Abbieger übersehene Verkehrsteilnehmer mehr Zeit zum Reagieren erhält, und weil zweitens der LKW-Führer gleich zwei Fehler auf einmal machen muss, bevor es kritisch wird.
ZitatFehlerquellen gibt es zwei: Der LKW-Fahrer und der Fußgänger/Radfahrer. Demnach müsste der LKW-Fahrer mit seinem eigenen Fehler rechnen, aber nicht mit dem Fehler eines Fußgängers?
Ein Verkehrsteilnehmer, der bei einem Manöver aktiv mit eigenen Fehlern rechnet, macht keine.