Beiträge von Ullie

    Um noch mal an den Anzeigenhauptmeister anzuknüpfen. Nicht nur der erhält Morddrohungen. In dem 3sat-Beitrag "Streit ums Fahrrad - Wem gehört die Straße" wird erwähnt, dass auch Personen, die sich schriftstellerisch am Autoverkehr abarbeiten, Morddrohungen erhalten: Siehe Minute 38:00

    Wissenschaftsdoku: Streit ums Fahrrad - Wem gehört die Straße?
    2024 ist das europäische Jahr des Fahrrads. Es ist wichtiger Teil der Verkehrswende. Doch oft fehlt der Raum für eine sichere Verkehrsteilnahme, egal ob zu…
    www.3sat.de

    Abgesehen von § 2 Abs. 4 Satz 2 stehen in den vielen §§ der StVO noch unzählige andere Vorschriften. Keine davon erlaubt die Gefährdung von Fahrbahnradlern, weswegen die derzeit gerade auch von lautstarken Vertretern der Verkehrswende-Blase gepflegte Ansicht "ohne infrastruktur haben Radfahrer auf der Straße nichts verloren" logisch und verkehrsrechtlich schonmal kompletter Unsinn ist.

    Wer mag, kann gerne politisch durchsetzen, dass Fahrspuren reduziert werden, dass man auf geplante Erweiterungen des Straßennetzes verzichtet, dass man Straßen zurückbaut oder per Schild oder Poller Zufahrtsverbote anordnet. Dafür braucht man aber keine Fahrräder als Vorwand, denn das alles hat so rein überhaupt nichts mit dem suggerierten Dualismus "was nicht dem Auto gehört, gehört dem Fahrrad" (bzw. umgekehrt) zu tun.

    Einspruch:

    Es ist nach meiner Beobachtung in Hannover nicht so, dass die Diskussion über die Reduktion von Fahrspuren für den Autoverkehr völlig losgekoppelt werden könnte von der Einrichtung von Fahrradinfrastruktur.

    Im Foto siehst du ein Beispiel. In der Braunstraße wurde die Anzahl der Fahrbahnen je Richtung von 2 auf 1 reduziert. Bei der letzten Gleiserneuerung wurde im Mündungsbereich zur Spinnereistraße aus zwei Fahrspuren (eine für Linksabbieger, eine für Rechtsabbieger) eine Fahrspur gemacht. Siehe den verlinkten Plan. Es geht um die Fahrspur, auf der im Plan das Wort "Schmieranlage" geschrieben steht.

    https://www.infra-hannover.de/wp-content/uploads/2021/02/Lageplan-2.pdf

    Auf dem Plan ist der rot dargestellte Radfahrstreifen zu sehen, der ca. 2/5 der Fahrbahnbreite einnehmen wird. Zurzeit gibt es den Radfahrstreifen nur auf dem Plan. Er soll erst in ein paar Wochen markiert werden, wenn die Temperatur zuverlässig deutlich rund um die Uhr über Null ist, wurde mir auf Nachfrage gesagt. Leider läuft es an der Stelle zurzeit so ab, wie auf dem Foto. Es bilden sich zwei nebeneinanderstehende Autoschlangen, an die sich Fahrradfahrer*innen hinten anstellen müssen. Die Planung sieht dagegen vor, dass Fahrradfahrende auf dem Radfahrstreifen rechts an einer einzigen vor der Ampel wartenden Autoschlange vorbei bis zur Haltelinie fahren können soll.

    Hier ist die Markierung so eingezeichnet:

    Es ist absehbar, dass das zu Verärgerung führen wird bei Autofahrenden, wenn es bald nur noch eine Warteschlange für den Autoverkehr dort gibt. Warum sollte in so einer Diskussion es keine Rolle spielen, dass die Reduktion der Autofahrspuren von 2 auf 1 dazu beiträgt, dass so Platz für einen breiten Radfahrstreifen entstanden ist und dass das wünschenswert ist im Sinne von Einleiten einer Verkehrswende?

    Wetten, dass da einmal mehr nur abgefeimtes "Autofahrbahn"-Framing lanciert wird?

    Um den 3 sat Beitrag geht es:

    Wissenschaftsdoku: Streit ums Fahrrad - Wem gehört die Straße?
    2024 ist das europäische Jahr des Fahrrads. Es ist wichtiger Teil der Verkehrswende. Doch oft fehlt der Raum für eine sichere Verkehrsteilnahme, egal ob zu…
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    Habe gerade mal reingesehen. Noch ziemlich am Anfang wird behauptet, Dooring-Unfälle geschähen dadurch, dass Radwege in Deutschland meist links an parkenden Autos vorbeiführen. Brockmann verlangt im Interview, dass stattdessen die Radwege rechts an den parkenden Autos vorbeigeführt werden sollten. Ab Minute 10:30. Dass Fahrradfahrer sich in geeignet großzügigem Abstand zu parkenden Autos bewegen sollten, wird nicht erwähnt. Kein Wunder, dass zum Beispiel Polizisten so tun, als sei es völlig unproblematisch mit Abständen unter 1 m an parkenden Autos entlangzufahren um dem Rechtsfahrgebot entsprechend zu fahren. Widerspruch führt zur Brockmannschen Belehrung, links an parkenden Autos entlang zu fahren sei unproblematisch, da steigt ja eh nie einer aus und öffnet dazu unvorsichtig die Tür. In Brockmanns Welt klettern die Beifahrer anscheinend alle zzum Aussteigen über die Mittelkonsole, um an der Fahrertür auszusteigen.X/

    Jetzt mal völlig unabhängig von der Frage, was sicherer ist. Denn die Antwort darauf spielt letztlich keine Rolle für das Agitationsziel der Filmemacher, das mit dem Herausstellen solcher Widersprüchlichkeiten erreicht werden soll. Das Ziel der Sendung ist meines Erachtens nicht "Autofahrbahn-Framing", sondern das Ziel ist den Eindruck zu vermitteln, die Fahrradfahrenden seien selber Schuld, an ihrer prekären Lage, denn sie seien sich ja selbst nicht einig ob Radwege als Hochbordradwege rechts von parkenden Autos geführt werden sollen, oder als Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.

    In Minute 11:14 einmal mehr die E-Bike-Hetze mit einem absolut unseriösen Zahlenvergleich der den Eindruck erweckt, E-Bikes seien sehr viel gefährlicher als "Bio-Bikes" weil bei der Zunahme der Unfallzahlen nicht berücksichtigt wird, dass die absolute Zahl der E-Bikes sehr stark zugenommen hat. Auch da dieses Herausstellen von Widersprüchlichkeiten, der Versuch, den Spaltpilz zu säen: Bio-Biker contra E-Biker.

    Völlig daneben die "Probefahrt" auf einem viel zu schmalen Fahrradweg und diese Bewertung des "Fahrradweges" durch den Probe-Fahrradfahrer: "Ein bisschen unübersichtlich, ein bisschen lieblos, dieser Fahrradweg, aber geht eigentlich." Das ist sein Kommentar zu dem von ihm benutzten Fahrradweg. (Minute 8:38) Auf dem so beschriebenen Fahrradweg geht die Fahrt dann weiter. 7 Sekunden später, in Minute 8:45 ist ganz genau nachzählbar wie schmal dieser "Radweg" ist: Nämlich 5 Verbundsteinpflaster-Steine, macht 1,00 m. Und an der Stelle ist an dem Radweg außerdem noch knirschdicht dran an einem Absperrgitter. Und es gibt keine Markierungsstreifen.

    Dann diese Aussage des Fahrrad-Probefahrers in Minute 9:36: "Als Fahrradfahrer überholen kann man auf diesen Fahrradwegen nur rechts." Eine Aussage die vom "Experten" umgehend in dieser Form richtig gestellt wird: "Das Problem entsteht erst dadurch, dass Fahrradfahrer nicht meinen, sie müssten auch mal bremsen." Brockmann in Minute 9:40. Mit voller Absicht in doppelter Verneinung formuliert, denn in verständlicher Sprache sagt Brockmann damit aus: Fahrradfahrer*innen sollen gefälligst möglichst immer möglichst langsam fahren, dann passieren auch weniger Fahrrad-Unfälle. Ist Brockmann eigentlich schon mal jemandem als Verkehrsexperten aufgefallen, der zum Beispiel flächendecken Tempo 30 innerorts fordert, oder ein deutlich niedrigeres generelles Tempolimit auf Landstraßen und ein generelles Tempolimit auf Autobahnen, jetzt erst mal egal in welcher Höhe? Vielleicht tu ich Brockmann ja Unrecht, aber wenn wer von den Fahrradfahrenden fordert, sie sollen gefälligst deutlich langsamer fahren, auf E-Bikes besser verzichten, und sich nicht gegenseitig überholen, dann wird das selbst dann, wenn das alles sehr hilfreich wäre um Unfälle zu vermeiden, völlig dadurch entwertet, dass derselbe Verkehrsexperte die unlimitierte Raserei auf Autobahnen als Gott-gegeben hinnimmt, die gefährlich laschen Tempolimits auf Landstraßen nicht verurteilt und es widerspruchslos duldet, dass in geschlossenen Ortschaften mehr als 30 km/h gefahren werden darf.

    Es ist ungefähr so, als wenn ein exzessiver Raucher und hochgradiger Trinker jemandem, der nach dem Essen gerne ein Naturjoghurt oder ein Stück Obst zum Nachtisch isst, vorwerfen würde, er ruiniere sich mit seiner Joghurt- und Obstesserei seine Gesundheit, während das Trinken und Rauchen ein völlig unproblematisches Hobby sei.:S

    :D

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    Auch ein Einkaufstrolley könnte mit einem "Digitalen Button" ausgestattet werden:

    So ein Apparat kann dazu beitragen, die Selbstständigkeit von Kindern im Straßenverkehr zu verbessern und dazu beitragen, dass sie als selbstbewusste Verkehrsteilnehmer auf Augenhöhe am Verkehr teilnehmen. Allerdings würden dann die Erläuterungen, die der Apparat von sich gibt und die Fülle der Optionen, die ein solcher Apparat beherrschen könnte, in schärfster Weise von der Autoindustrie und ihren Komplizen in Politik und Gesellschaft kritisiert werden und vermutlich letztlich auch verhindert. Kürzlich war an anderer Stelle im Forum von den Omnibussen in Wiesbaden die Rede, die mit Kameras und KI ausgestattet sind, die der Verkehrsverwaltung Hinweise gibt auf Falschparker auf Umweltspuren. Es sollte technisch möglich sein, eine entsprechende Funktion in den ansteckbaren digitalen Button oder eine ähnliche Funktion einzubauen, die zum Beispiel Autos zur Anzeige bringt, die verbotenerweise auf einem Gehweg parken. Oder die ein Fahrzeug dokumentiert, dass an einem Zebrastreifen nicht anhält inklusive Hinweis an die Polizei auf die verkehrsgefährdende Fahrweise. Ignoriert zum Beispiel ein Fahrer den Vorrang eines entsprechenden ausgestatteten Kindes am Zebrastreifen, dann müsste der damit rechnen, dass der Vorgang gerichtsfest aufgezeichnet wurde.

    Aber auch mildere Versionen wären vorstellbar: Zum Beispiel könnten Kinder und Erwachsene auf dem Fahrrad, die den Digitalen Button nutzen, damit davor gewarnt werden, zu dicht an parkenden Autos entlangzufahren. Oder darauf hingewiesen werden, dass bestimmte Fahrradwege nicht benutzungspflichtig sind und es dann häufig besser ist, die Fahrbahn zu benutzen.

    Ah, das hat also eine Vorgeschichte:

    Die Wasserfallstraße, in der Otmar Schnaubelt wohnt, zählte im Oktober 2022 zu jenen Straßen in Rodgau, in denen der Stadtbus der Linie 40 wegen Falschparkern nicht mehr durch kam. Als Reaktion auf die strikte Ahndung des Gehwegparkens stellten Autofahrer ihre Fahrzeuge versetzt auf die Fahrbahn, ohne die gesetzlichen Mindestabstände einzuhalten. Der Bus war blockiert. Die Stadt reagierte darauf mit der Einführung eines einseitigen absoluten Halteverbots.

    Beim Lesen der Seite fand ich noch diesen Link:

    "Knöllchen füllen die städtischen Kassen: sechsstellige Summen für Rodgau

    Bundesweit steigt unter Städten die Zahl der Strafzettelmillionäre. Auch Rodgau hat hohe Einnahmen - sofern die Messtechnik mitspielt.

    Rodgau – Die Einnahmen der Stadt Rodgau aus Knöllchen haben sich in den vergangenen Jahren teils deutlich erhöht. Das hat mehrere Gründe. Zum einen spült die generelle Erhöhung der Bußgelder seit Neuauflage des Bußgeldkatalogs 2022 mehr Geld in die Stadtkasse, zum anderen gab es zumindest 2022 deutlich mehr Ordnungswidrigkeitsverfahren durch Tempokontrollen als zuvor."

    Es ist ja nicht nur so, dass gegen einzelne Privatpersonen, die sich trauen den Verkehrsordnungsdienst auf einen Parkverstoß hinzuweisen, gehetzt wird in den sogenannten "sozialen" Medien.

    Es werden ja gleich ganze Stadtverwaltungen beschimpft, als "Raubritter" bezeichnet und Schlimmeres, inklusive von Androhung mit Gewalt gegen Ordnungskräfte. Warum eigentlich? Eine Erklärung ist: Das viele Falschparken, bisweilen sogar unverschämt dreiste Falschparken ist ein Hinweis darauf, dass das Mobilitätssystem MIV nicht funktioniert. Weil sich aber viele so sehr daran gewöhnt haben, dass sie die Autofahrerei nicht mehr missen möchten und gleichzeitig große Teile der Politik den Menschen einreden, dass nur ein ungebremstes Wirtschaftswachstum, insbesondere in der Automobilindustrie, eine unverzichtbare Grundlage unserer Zivilisation sei, wird konsequent ausgeblendet, dass es für die vielen Autos, die in der Anzahl immer noch weiter zunehmen und eine immense Fläche belegen, schlicht nicht genug Platz gibt.

    Lösungsvorschläge, wie das Problem verbessert werden kann, liegen vielerorts parat und sind häufig auch gar nicht mit großen Unannehmlichkeiten oder unzumutbaren Härten für die Autoindustrie und ihre Beschäftigten und auch nicht für die Nutzer von Autos verbunden. Statt aber eine echte Verkehrswende einzuleiten wird lieber abgelenkt und stattdessen werden deshalb diejenigen diskreditiert, die auf die Probleme hinweisen.

    Super Bild. Da ist ja alles dabei, inkl. eines auf dem Gehweg widerrechtlich abgestellten Lastenrads.

    Nein, "Herr Anzeigenhauptmeister";), das Fahrrad steht korrekt da. Da es eines von "babboe" ist, muss wohl damit gerechnet werden, dass es noch länger da stehen bleibt (wegen der Rahmenbruchgefahr). Drum hab' ich sicherheitshalber noch mal nachgeschaut, denn auf dem oben gezeigten Foto mit dem blauen Campingbus sieht es tatsächlich so aus, als behindere das Lastenrad den Fußverkehr.

    Aus dieser Perspektive aufgenommen (Lastenrad-Standort unverändert) sieht man allerdings, dass es korrekt abgestellt ist:

    Allerdings, liegt da so ein Kleinst-KFZ im Weg rum.

    Deshalb frei nach dem alten Pfadfinder-Motto, "Jeden Tag eine gute Tat!", erst mal ein bisschen Unfallgefahr beseitigen:

    Aber was ist mit den beiden Autos, die da quasi in zweiter Reihe stehen? Die kann ich nicht mal ebenso zur Seite schieben. Also nächste gute Tat: Hinweis an das Ordnungsamt geben?

    Aber parken die da überhaupt ordnungswidrig? Am Fahrbahnrand dürfen Autofahrer*innen ihr Fahrzeug abstellen. Und die beiden Fahrzeuge stehen ja irgendwie am Fahrbahnrand. Aber irgendwie parken die da auch in zweiter Reihe, denn der eigentliche Parkstreifen ist weiter rechts.

    So wie die beiden Fahrzeuge stehen, wird es eng für den Bus, der hier in dichtem Takt vorbeifährt. Und da kommt auch schon der nächste:

    natürlich bleiben die an der Allgemeinheit hängen.

    Da irren gerade im Sommer gerne mal weiße Kästen auf Rädern durch über die unbefestigten, sehr schmalen Wege. Navi und so. Da spart man dann dran..

    Nicht nur am Navi wird gespart, auch am Stellplatz. Anstatt einen Camping-Mobil-Stellplatz zu mieten, stellen viele Halter ihr Fahrzeug oft Verkehrs-behindernd ins Wohngebiet:

    Autofahrer besorgen sich das bei vielen von ihnen verhasste Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen jetzt selber: "Zwei Verkehrsunfälle in nicht einmal zwölf Stunden an derselben Kreuzung in Marienwerder. Nach den beiden Zusammenstößen an der Garbsener Landstraße Ecke Hollerithalle und Auf der Horst hat die Stadt dort erst einmal das Tempo gedrosselt. Um die Verkehrslage an der vielbefahrenen Kreuzung zu entschärfen, gilt dort jetzt Tempo 30 statt 50."

    Kaputte Ampel in Marienwerder sorgt für Unfälle: Jetzt wird das Tempolimit reduziert - Radio Hannover - die Stimme der Stadt auf 100,0

    Die HAZ hatte dazu ein sehr eindrückliches Bild veröffentlicht, auf dem einer der "niedergemähten" Verkehrszeichenträger und ein "umgelegter" Stromkasten zu sehen sind:

    Ampel bei Unfall in Hannover-Marienwerder zerstört: Auf Kreuzung gilt jetzt Tempo 30
    Seit dem Unfall am Donnerstagabend ist in Hannover-Marienwerder die Ampel auf der Kreuzung Garbsener Landstraße/Auf der Horst ausgefallen. In der Folge gab es…
    www.haz.de

    Der HAZ-Artikel ist leider hinter der Bezahlschranke, aber das Bild kann man sehen und das spricht Bände.

    Hier geht es zur streetview-Aufnahme aus derselben Perspektive wie das Zeitungsfoto:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    Es scheint ja wirklich schlimm zu sein, wenn man nicht einfach machen kann was man will:

    https://www.rnd.de/medien/hass-ge…et-newtab-de-de

    Ich hätte ja eine Lösung diesem Typen so richtig den Tag zu vermiesen. Es müssten nur einfach mal alle korrekt parken, dann geht der ganz umsonst los und kommt am Ende frustriert ohne Erfolge zurück. Das wäre mein Tipp es dem so richtig zu zeigen.

    Lustig, aber wenn du kein Auto hast, dann kannst du dem Anzeigenhauptmeister gar nicht helfen.:(

    In dem Artikel wird als Grund für die Morddrohungen gegen den Anzeigtenhauptmeister genannt: "Grund ist sein bizarres Hobby: M., der eigentlich gar keine polizeiliche Ausbildung hat, fährt durch seine Heimatstadt in Sachsen-Anhalt und andere Orte des Landes und zeigt akribisch Falschparker an."

    In Hannover musste ich leider feststellen, dass diejenigen mit der "polizeilichen Ausbildung" sich für nicht zuständig erklären, wenn es darum geht, Falschparker-Kontrollen durchzuführen. Und diejenigen, die von der Polizei als Zuständige genannt werden, haben folgende Öffnungszeiten:

    Mo-Do 7:00 bis 16:00 Uhr Fr 7:00 bis 15:00 Uhr

    Verkehrsaußendienst | Fachbereich Öffentliche Ordnung | Verwaltung | Landeshauptstadt Hannover | Organisationsdatenbank | 02 GIS Objekte | Media | Top Level Nodes

    Ruft man außerhalb dieser Öffnungszeiten beim Verkehrsaußendienst an, dann wird man per Bandansage gebeten, sich an die Polizei zu wenden. Dabei ist es mir schon passiert, dass die Polizei umgehend ihre Nichtzuständigkeit erklärt und mich aufgefordert hat, doch bitteschön bei der Stadt Hannover anzurufen. Wer sich also am Wochenende von Falschparkern in Bedrängnis gebracht sieht und deshalb bei der Polizei anruft, der sage am besten gleich dazu, dass sie/er zuerst bei der Stadt angerufen habe, dort aber ein Band läuft ...

    Für die Polizei gibt es allerdings auch noch andere wichtige Dinge zu tun, die höhere Priorität haben, so dass abends und am Wochenende in Hannover Narrenfreiheit für Falschparker herrscht.

    Vielleicht ist dass der Grund dafür, dass es in Hannover jetzt der Bürger richten soll:

    Anzeigen von Parkverstößen | Stadt Hannover

    In den Erläuterungen zum Online Formular für eine "Parkverstoß Anzeige" heißt es: "Die Feststellung und Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten ist grundsätzlich Aufgabe von Polizei und Ordnungsbehörden. Halt- und Parkverstöße können jedoch auch durch Privatpersonen bei uns zur Anzeige gebracht werden." Da die Polizei i. d. R. wichtigeres zu tun hat und der Verkehrsaußendienst nachts und am Wochenende Pause hat, bleibt gar keine andere Lösung als das, was der Anzeigenhauptmeister macht. Wir sollten ihn entlasten, nicht in der Form, dass alle ihr Auto richtig parken (glücklich autofrei kann ich da sowieso nicht mithalten) , sondern in der Form, dass ihm jeder ein bisschen was von seiner Anzeigen-Tätigkeit abnimmt. Dann kann sich der Anzeigenhauptmeister auch mal ein Wochenende frei nehmen. 8)

    Mal angenommen der Anzeigenhauptmeister schafft an einem Wochenende 200 Hinweise, die vielleicht zu Anzeigen führen, dann bräuchten stattdessen 40 Leute jeder gerade mal 5 Hinweise melden. Bei 100 Unterstützer*innen müsste jeder nur einen Hinweis auf Falschparker geben, einen am Samstag und einen am Sonntag zum Beispiel.

    Jeden Tag eine gute Tat! :saint: Alte Pfadfinder-Regel!

    Gibt es denn in anderen Städten auch so praktische Online-Formulare für's Falschparken? Von Trier hatte ich das schon mal gelesen. Und soll das jetzt tatsächlich die Alternative sein zu zuverlässig rund um die Uhr arbeitenden Verkehrsbehörden, die konsequent Falschparken unterbinden?

    Die Unfallsituation entsprach -aus der Perspektive des Fußverkehrs- auch jetzt schon bereits dem beschriebenen Konzept.

    Na ja, noch nicht ganz. Dieser Unfall, bei dem ein Radfahrstreifen missbräuchlich von einem Autofahrer genutzt wurde, verschreckt erwartungsgemäß Radfahrende oder solche Menschen, die mit dem Gedanken spielen verstärkt das Fahrrad zu nutzen. Gut möglich, dass die sich angesprochen fühlen von zum Beispiel so einer Meldung:

    "Erste Protected Bike Lane in Neukölln eröffnet"

    Erste Protected Bike Lane in Neukölln eröffnet - Berlin.de

    In dem Bericht heißt es:

    "Verkehrsberuhigte Zonen, Fahrradstraßen, ausgebaute und grün markierte Fahrradstreifen – nach und nach wird das Fahradfahren auch in Neukölln sicherer und damit angenehmer und attraktiver. Am 10. Juli wurde auch in einer der befahrensten Neuköllner Magistralen, der Karl-Marx-Straße, eine weitere Maßnahme für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden eröffnet: Zwischen Hermannplatz und Reuterstraße wurde auf einer Länge von 300 Meter die erste Protected Bike Lane, also ein geschützter Fahrradstreifen, eingerichtet. Poller trennen dort den Fahrradstreifen vom restlichen Verkehr ab und verhindern gleichzeitig auch das Zuparken des Fahrradweges."

    Auf 300 m ist also Alles für Alle sicher? Was soll die Aussage in dem Bericht, es wurde "eine weitere Maßnahme für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden eröffnet"? Die Verkehrsteilnehmenden in den riesigen Stadtpanzern fuhren doch ohnehin schon sehr sicher, umgeben von ihrer Hochsicherheits-Fahrgastzellen und vielen Tonnen Stahl.

    Allerdings nur auf wenige hundert Meter schützen die massiv wirkenden Poller den Radverkehr, wenn überhaupt. Denn die vielen tonnenschweren SUV, und viele andere Autos fahren die vermutlich platt als wären's Zahnstocher, wenn's blöd läuft. Und was ist nach den paar hundert Metern? Absteigten und schieben. Aber mehr Sicherheit gibt es auch nicht für Fußgänger.

    Trotzdem wird mit ein bisschen Glück hängen bleiben: Es wird etwas für den Fahrradverkehr getan.

    Immer noch besser als so eine Kriegs-Propaganda:

    "„Putin droht Europa, und die SPD fördert lieber Fahrradgaragen statt Bunker“, kritisierte der Barsinghäuser Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban (CDU)."

    Zitat aus der haz-Printausgabe von heute: "CDU fordert mehr Bunker für Zivilschutz – auch in Hannover"

    Kuban ist berüchtigt für seine Schmähattacken. Und eigentlich sollte man den Bullshit nicht noch weiter verbreiten. Aber hier hat er einmal mehr eine rote Linie überschritten, wohlwissend, dass er mit dieser Aussage nicht befürchten muss, von der Putinfreundlichen AfD propagandistisch überholt zu werden.

    Doch!

    Das ist wahrscheinlich der feuchte Traum der autozentrierten Politiker UND der Menschen die sie wählen. Hat bestimmt was mit Freiheit, Wirtschaft und Arbeitsplätzen zu tun, oder so. Dafür kann man ruhig jedes Jahr ein paar Menschen dem Straßenverkehr opfern. Hauptsache der unbescholltene Bürger kann weiterhin mit seiner tonnenschweren Maschiene umherheizen und muss nichts an seiner bisherigen Lebensweise ändern.

    Siehe auch diese streetview-Aufnahmen aus dem Mercedes- und Porsche-Ländle "The Land", capital city:

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    In dem verlinkten Artikel heißt es: "Der Polizei zufolge hatte der 83-jährige Unfallfahrer, der mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, in seinem Ford versucht, einem Stau verkehrswidrig über den Radweg auszuweichen." Entsprechend hatte die HAZ heute in ihrer Print-Ausgabe berichtet.

    Es ist absehbar, dass damit die Forderung nach "Geschützten Radfahrstreifen" befeuert wird. Aber das kann es doch letztlich nicht sein, dass man geschützte Zonen einrichtet, in denen sich der Fahrrad- und Fußverkehr tummeln soll, während der Autoverkehr sich ungebremst und unkontrolliert auf den übrigen Verkehrsflächen austobt.

    Die hannoverschen Verkehrsbetriebe ermitteln gerade, welche Sitzplätze in den neuen TW 4000 Stadtbahnwagen eingebaut werden sollen.

    Die ÜSTRA hat die Testsitze extra in die bekannte Winterbahn eingebaut, die bereits von weitem gut zu erkennen ist. Die Winterbahn mit der Wagennummer TW 3026 wird in den zwei Testwochen auf unterschiedlichen Linien im Stadtbahnnetz unterwegs sein: bis einschließlich 13. März auf den Linien 4 und 5 und ab dem 14. März auf den Linien 3, 7 und 17. Mit dieser Schneelandschaft ist die Winterbahn gut erkennbar:

    Man kann per Handy abstimmen oder den Begleitern vor Ort seine Favoriten mitteilen. Sitz 2 halte ich für problematisch, weil er eine vergleichbar scharfe Kante hat, die an der Unterseite der Oberschenkel drückt, besonders dann, wenn man relativ kurze Beine hat.

    Und leider werden keine Polstersitze angeboten, meiner Meinung nach eine falsche Grundsatzentscheidung bei dieser Umfrage.

    https://www.uestra.de/unternehmen/presse-medien/pressemitteilungen/details/2024/1-2-oder-3-uestra-laesst-fahrgaeste-sitze-fuer-die-neue-stadtbahn-testen/

    Ergänzung, wenn auch sehr spät:

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    Das Hannover-Fernsehen h1 hat eine Filmbeitrag zum Sitzplatztest veröffentlicht.

    Gemessen an der Aussage, "Hannover wird autofrei" ist es eine sehr niedrigschwellige Maßnahme, die Oberbürgermeister Belit Onay fordert, nämlich gestaffelte Gebühren in den Anwohnerparkzonen, abhängig von der Größe des Autos.

    "Um die ... notwendige Verkehrswende einzuleiten, ist das Parkraum-Management ein Instrument – neben vielen weiteren Instrumenten."

    Das ist ein Zitat aus der Stellungnahme Pro höhere Parkgebühren für SUV vom Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay.

    Und das ist ein Zitat aus der Contra-Position von André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes:

    "Statt den Menschen vorschreiben zu wollen, welche Autos sie fahren sollen, wäre den Kommunen jedenfalls vor allem geholfen, wenn ihre Handlungsmöglichkeiten erweitert werden."

    Höhere Parkgebühren für SUV?
    www.publik-forum.de

    Hinweis: Auf diese Umfrage habe ich auch im Thema "Umfragen" hingewiesen!

    "Um die ... notwendige Verkehrswende einzuleiten, ist das Parkraum-Management ein Instrument – neben vielen weiteren Instrumenten."

    Das ist ein Zitat aus der Stellungnahme Pro höhere Parkgebühren für SUV vom Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay.

    Und das ist ein Zitat aus der Contra-Position von André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes:

    "Statt den Menschen vorschreiben zu wollen, welche Autos sie fahren sollen, wäre den Kommunen jedenfalls vor allem geholfen, wenn ihre Handlungsmöglichkeiten erweitert werden."

    Und hier geht es zu den Kommentaren und der Umfrage:

    Höhere Parkgebühren für SUV?
    www.publik-forum.de

    Wer nicht hören will muss fühlen! Fridays for Future forderte 2020 auf, den Citybahn-Plänen zuzustimmen:

    Als 2020 in Wiesbaden darüber abgestimmt wurde, ob die Stadt eine Straßenbahn bekommt, votierten allerdings unter anderem die Menschen in Mainz-Kostheim mit fast 60 % gegen die Straßenbahn. (Anmerkung: Mainz-Kostheim ist ein Stadtteil von Wiesbaden)

    https://wahlergebnisse.wiesbaden.de/a-web/_wahl/_PDF/Ergebnis_BE2020.pdf

    Die Citybahn hätte eine Perspektive eröffnet, zumindest ein Stück weit aus der vollkommen auto-zentrierten Verkehrspolitik auszusteigen und eine attraktive Alternative zu schaffen.

    Citybahn Nein <> Bürgersteige zuparken Ja?

    So läuft es nicht liebe Kostheimer!

    Letztlich geht und fährt am Ende sowieso jeder so, wie er meint. Das Bild in StreetView ist ja bezeichnend. Zwei Geisterradler, einer davon auf'm Gehweg.

    Das ist eine zu pauschale Aussage, dass jeder fährt, wie er meint.

    Es gibt sowohl unter den Autofahrenden wie den Radfahrenden viele, die bei bestimmten Gelegenheiten so fahren, "wie sie meinen", allerdings gibt es dafür meistens Gründe. Und es lohnt sich deshalb, genauer hinzuschauen.

    An stark befahrenen Straßen mit vier Fahrspuren für den Autoverkehr kommt es häufiger vor, dass wer mit dem Fahrrad auf der falschen Seite den Radweg benutzt, besonders dann, wenn ihm dieser Weg ausreichend breit erscheint und kein Fahrradfahrer oder nur wenige ihm entgegenkommen und es sich nur um einen überschaubar kurzen Streckenabschnitt handelt.

    Erschwerend kommt hinzu, das manche Einrichtungsradwege breiter sind, als manche alte Zweirichtungsradwege. Das verleitet zu der irrigen Annahme, dass es dann ja auch erlaubt sein müsse, den Radweg in Gegenrichtung zu benutzen, auch wenn er nicht dafür freigegeben ist.

    Letztlich kann das auch positive Entwicklungen anschieben, nicht immer hundertprozentig regelkonform zu fahren. Vor rund 50 Jahren fingen Fahrradfahrer verstärkt an, Einbahnstraßen in Gegenrichtung zu befahren. Einbahnstraßen wurden in vielen Städten nur deshalb eingerichtet, um mehr Platz für Autostellplätze zu schaffen. Statt Längsparken Querparken und so statt breiter Fahrbahn eine schmale Fahrbahn, die nur noch in einer Richtung befahren werden sollte, weil kein Autogegenverkehr mehr möglich.

    Heute ignorieren manche Fahrradfahrer*innen die Benutzungspflicht, z. B. wenn der Fahrradweg zu schmal ist, aber die Verkehrsbehörden trotzdem an der Benutzungspflicht festhalten, weil sie so tun, als sei der schmale Fahrradweg trotzdem sicherer als auf der Fahrbahn zu fahren. Manche Autofahrer*innen sagen dann: "Typisch Fahrradfahrer, jeder von denen fährt, wie er meint."

    Hannover hats nicht so mit Fußgängern, oder?

    Derzeit ist es in Hannover offizielle SPD-Linie, dem ehemaligen Koalitionspartner, mit dem die SPD mehrere Jahrzehnte gemeinsam regierte, den Grünen, genau das zu unterstellen, dass sie es "nicht so hätten mit den Fußgängern". Fakt ist allerdings, dass der Verkehrsraum begrenzt ist. Und es ist die SPD, die viele Gelegenheiten für eine Umverteilung des vorhandenen Verkehrsraumes zugunsten des nichtmotorisierten Verkehrs bereits hat verstreichen lassen.

    Auf dem bereits von littlet verlinkten streetview-Foto sieht man zwei Spuren für den KFZ-Verkehr in derselben Richtung. Davon ist eine Fahrspur eigentlich nur eine Parkspur, wie man weiter hinten im Bild sieht. Es würde nicht den "fließenden" Autoverkehr behindern, wenn eine Fahrspur wegfallen würde, um daraus z. B. eine Umweltspur für Bus und Rad zu machen.

    Google Maps
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    Trotzdem ist es bei den derzeit gegebenen politischen Mehrheiten in Hannover vermutlich unmöglich, die rechte Fahrspur zum Beispiel zu einer Umweltspur zu machen, die dem Fahrrad- und Busverkehr vorbehalten ist. Denn dann würden ja Auto-Parkplätze wegfallen:huh:. Dafür sind die "Autofahrerschutz-Parteien" CDU, FDP, SPD und die populistischen Rechte nicht zu gewinnen.

    So wird es wohl in dem aktuellen Fall darauf hinauslaufen, dass ein paar Quadratmeter Wiese geopfert werden, um darauf einen Fußweg zur Bushaltestelle anzulegen.

    Kürzlich habe ich diese Online-Formularseite im Internet entdeckt. Weiß jemand, seit wann es das gibt?

    Anzeigen von Parkverstößen | Stadt Hannover

    Es ist ein Online-Formular, dass es erleichtern soll, auf Falschparker hinzuweisen und dem Ordnungsamt dafür beweiskräftige Zeugenaussagen liefern soll.

    Es gibt nach meiner Beobachtung unglaublich zahlreiche und immer wiederkehrende Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen zum Parken im öffentlichen Raum, sodass ich mich frage, ob nicht effektivere Maßnahmen gegen das Falschparken angewendet werden können. Und jetzt sollen es die Bürger richten? Das Ausgangsproblem ist doch zuallererst eine Autofahrer-Mentalität, die darauf basiert, dass der Auto-besitzende und autofahrende Mensch sich mit besonderen Privilegien ausgestattet betrachtet, und die Politik es nicht wagt, diese infrage zu stellen.

    In Hannover sehe ich vor allem ein Problem, das seit Jahren verschleppt wird und deshalb bei Autofahrenden den Eindruck hinterlässt, dass es ganz okay ist und von der Verwaltung letztlich auch gewollt ist, dass das sogenannte "Notparken" an Kreuzungsecken, vor Bürgersteigabsenkungen in Parkverbotszonen und Halteverbotszonen usw. stattfindet. Viele Autofahrer sehen das als ein Privileg, das ihnen zusteht und zugestanden wird, sogenannte "Notparkplätze" zu belegen, ohne dafür behelligt zu werden. Dabei ist es doch so, dass der Gebrauch sogenannter "Notparkplätze" andere Menschen in Not bringt oder sogar in gefährliche Not bringen kann, wenn zum Beispiel die Feuerwehr nicht mehr durchkommt.

    Die Zuständigkeit für das Falschparken-Problem ist in Hannover auf drei Dienststellen aufgeteilt: der Verkehrsaußendienst, der Städtische Ordnungsdienst und die Polizei. Bei telefonischen Hinweisen an den Verkehrsaußendienst erfolgt dort außerhalb der Geschäftszeiten der Verweis an die Polizei. Es gibt aber auch noch den Städtischen Ordnungsdienst, der geringfügig längere Geschäftszeiten hat als der Verkehrsaußendienst. Abends und nachts und am Wochenende jedoch ist ausschließlich die Polizei für Faschparker-Kontrollen zuständig, die jedoch nach meiner Beobachtung noch weniger effektiv arbeitet als der Verkehrsaußendienst und der Städtische Ordnungsdienst.

    Eigentlich müsste die Verantwortungsverteilung auf mehrere Dienststellen aufgehoben und gebündelt werden in einer Dienststelle, die sich rund um die Uhr in der Verantwortung sieht, effektiv gegen Falschparken vorzugehen und daran arbeitet, Anwohnerparkzonen deutlich auszuweiten und das Anwohnerparken deutlich teurer zu machen insbesondere für die immer weiter zunehmende Anzahl sehr großer Fahrzeuge darunter zahlreiche Campingmobile und riesige SUVs.

    Mal schauen, ob die Online-Formularseite, die ich kürzlich entdeckt und oben verlinkt habe, dazu beiträgt. Vielleicht wird bei einer intensiven Nutzung durch von Falschparkern in Not gebrachten Bürgern das Kontrollieren von Falschparkern deutlich ernster genommen von der Verwaltung? Und es werden rund um die Uhr intensivere und effektivere Kontrollen durchgeführt, inklusive Halterabfrage und Aufforderung an den Halter, das Fahrzeug unverzüglich zu entfernen, weil es andernfalls abgeschleppt wird?