In der Praxis sind Fahrradstraßen aktuell auch nichts anderes als T30-Zonen mit der Zusatzbemerkung "Radfahrer erwünscht".
Natürlich ist das rechtlich alles ganz anders gedacht und man sollte daran arbeiten, den rechtlichen Realitäten näher zu kommen.
Ein Zwischenschritt auf dem Weg dorthin sind die aktuellen Fahrradstraßen. Denn die Alternative wäre nicht "echte Fahrradstraßen" sondern "gar keine Fahrradstraßen".
Heute eine Fahrradstraße mit parkenden Autos und Autoverkehr, morgen eine Fahrradstraße nur noch mit Anliegerverkehr und ohne Parkplätze. Was die Zukunft für die Adolfstraße bringt weiß ich nicht, aber es gibt dort zur Zeit noch eine große Baulücke, die noch als Parkplatz genutzt wird, aber in absehbarer Zeit bebaut werden soll. Dann wird es drauf ankommen, von welcher Seite in die beabsichtigte Tiefgarage ein- und ausgefahren werden kann. Wie die Straße aufgewertet werden kann, z. B. Neugestaltung der Bürgersteige und wo und wieviel Autoparken soll dann noch in der Adolfstraße stattfinden?
Da ist es m. E. auf jeden Fall von Vorteil, dass die Adolfstraße heute bereits Fahrradstraße ist (wenn auch keine optimal gestaltete). Und sie wird von Radfahrern auch intensiv befahren (trotzdem sie nicht optimal gestaltet ist), wie es für Fahrradstraßen ja auch vorgesehen ist. Für viele Radler ist es eine gut befahrbare Verbindung zwischen Schwarzer Bär und Friederikenplatz.