Beiträge von Ullie

    Eine sehr schöne Beschilderung einer Fahrradstraße habe ich in Belgien in der Stadt Brügge gesehen. Ob das dort Standard ist, weiß ich nicht, aber das Schild erklärt die Fahrradstraße besser als so manche Beschilderung in Deutschland à la "KFZ frei"-Zusatzschild.

    "inhalen" = überholen

    Gesehen in der Stadt Brügge in Belgien: Ein einarmiger Fahrradbügel mit Öse für das Schloss. (Im Bild paarweise aufgestellt.) Sehr minimalistisch gestaltet, aber hocheffektiv.


    Und so sieht er belegt aus:

    Lesen Sie nicht mit? Oder bleibt bloß nichts davon hängen?

    Linksseitige Radwege innerorts erhöhen das Risiko eines Unfalls etwa um den Faktor 8 bis 12.

    Um welche Unfälle handelt es sich denn dabei?

    Die Wahrscheinlichkeit für Radfahrerunfälle, bei denen zwei Radfahrer frontal aufeinander stoßen oder sich beim gegenseitig Ausweichen einander touchieren erhöht sich zweifellos auf einem Zweirichtungs-Radweg. Vermutlich besonders dann, wenn der Radweg nicht breit genug ist.

    Diese Gefahr besteht aber in einem noch sehr viel höheren Ausmaß, wenn der Radweg nur in eine Richtung freigegeben ist aber trotzdem von den Radfahrern in beide Richtungen benutzt wird! Vermutlich kennt jeder Radfahrer in seiner Stadt solche Einrichtungsradwege, die besonders häufig in beide Richtungen benutzt werden. Nämlich dann, wenn die Verkehrssituation insgesamt es sehr schwer macht, auf die "richtige" Radwegseite zu wechseln und nur ein sehr kurzer Weg auf der "falschen" Seite zurückzulegen ist.

    Beispiel:

    https://www.google.com/maps/@52.36910…t/data=!3m1!1e3

    Der Friedrichswall war lange Zeit auf beiden Seiten nur mit einem Einrichtungsradweg ausgestattet. Trotzdem wurde auf beiden Seiten in beide Richtungen gefahren. Denn immerhin liegen zwischen den beiden Seiten insgesamt 6 Fahrspuren und ein breiter Grünstreifen.

    Kann man natürlich sagen: Reduzieren auf jeweils eine Autofahrspur je Richtung und Drücke-Ampel mit Sofort-Grün für den Radverkehr. (Würde nicht an mir scheitern. ;))

    Etwas realistischer: Es sollte unbedingt je eine Autofahrspur eingespart werden, damit die Zweirichtungsradwege breiter gestaltet werden könnten!


    Jetzt hat man Zweirichtungsradverkehr auf den Radwegen, die eigentlich breiter sein müssten. Aber das ist immer noch besser, als diese Radwege nur für eine Richtung freizugeben und die Radfahrer, die in die falsche Richtung fahren, aussperren zu wollen. Zumal das intensivste tägliche Verkehrskontrollen erfordern würde, das durchzusetzen. Und dann hätte man wieder die "Rüpelradler" geschaffen, die dann genüsslich "durch den Kakao gezogen" werden würden.

    Nicht Hamburg, aber mit Hohenwestedt immerhin noch in der Region: Autofahrerin übersieht Fahrrad beim Abbiegen – Radfahrer stirbt

    Ich sage es ja immer wieder: Zweirichtungsradwege in dörflicher Infrastruktur sind einfach die größte Pest — aber leider auch der Normalfall.

    Auf dem google-maps-Bild sind ein großer Edeka-Markt mit einem großen Parkplatz und zahlreichen Stellplätzen zu sehen, sowie mindestens ein weiteres Geschäft mit einem großen Parkplatz. Ich kenne solche "dörfliche" Infrstruktur auch von anderen Beispielen. Das ist keine "dörfliche" Infrastruktur, das ist Gewerbegebiet-Infrastruktur. Radfahrergerecht ist so was in der Regel nicht. Die suchen sich dann ihre Wege. Und wenn in solchen Fällen Radwege nicht in beiden Richtungen freigegeben sind, dann werden sie trotzdem so benutzt. Es kann ja wohl nicht das Ziel sein, Radfahrer zu "kriminalisieren", indem man auf die Freigabe in beide Richtungen verzichtet. Da kann ich deine Kritik an Zweirichtungsradwegen ("die größte Pest") nicht nachvollziehen. Wenn überhaupt ist der Autoverkehr die "größte Pest". Aber gerade im ländlichen Raum, möchten das viele nicht wahrhaben.

    Neulich mal wieder in der Region unterwegs gewesen. Die Volksbank glänzt mit schicken Fahrradständern in Form von Fahrrädern: Bild 1 aus Rethen, Bild 2 aus Sehnde, beides Region Hannover

                     

    Habe mir das gerade auf google street view angesehen. Rote Radfurt-Streifen würden an dieser Stelle auch den Zebrastreifen noch einmal betonen.

    Rund zwei Monate nach dem schrecklichen Unfall an der Vahrenwalder Straße / Ecke Industrieweg nutzte ich die Gelegenheit, als ich in der Nähe war, und habe dieses Foto aufgenommen. ( http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…agen-ueberrollt ) Auch wenn das möglicherweise nicht abschließend geklärt ist, ob diese rote Streifen ein Sicherheitsplus bieten, zumindest hat die Stadtverwaltung zeitnah reagiert! Bemerkenswert ist die Markierung in allen Richtungen. Nicht nur entlang der stark befahrenen Einfallstraße auch an der weniger stark befahrenen querende Straße sind die Radfurten rot markiert.

    Zum Vergleich das Bild von vor ca. 8 Wochen:

    Baustellen-Beschilderung ist bisweilen sehr willkürlich. Gesehen auf der Fahrt mit der Stadtbahn durch Laatzen, Erich-Panitz-Straße. Das Foto wurde durch die Scheibe aufgenommen.

    Ich hatte ja kürzlich von dem schweren Verkehrsunfall in Hannover berichtet, bei dem ein radfahrendes Kind von einem rechtsabbiegenden Laster totgefahren wurde. Der Unfall ereignete sich an einer von Hannovers stark befahrenen Einfallstraßen. Dieser Tage hatte ich dann an der Vahrenwalderstraße, an der der Unfall geschah, diese neuen Rotmarkierungen an mehreren Kreuzungen entdeckt. Vermutlich wurde auch die Unfallkreuzung entsprechend farblich gestaltet. Da bin ich noch nicht wieder vorbeigekommen. Eine schnelle Reaktion der Verwaltung:

    In Hamburg ist mir kürzlich dieser Radfahrstreifen am Steintordamm beim Hauptbahnhof aufgefallen. Der könnte sicher auch gut eine Einfärbung gebrauchen:

             

    Hallo,

    hier mehr Erklärungen im Hochbahn-Blog:

    Autonome E-Busse für Hamburg – Das Projekt HEAT

    Edit: Sorry, das ist noch ein weiteres Projekt...

    Stefan

    Trotzdem Danke für den Link. Bei der Beschreibung des Hochbahnprojekts wird deutlich, was das für viereckige Sateliten-Schüsseln sind. Das sind ortsfeste Antennen, die die Umgebung scannen und die Daten mit den Daten der fahrzeugeigenen Scanner abgleichen. (Wenn ichs richtig verstanden habe.) Das heißt du wirst zum Beispiel als Fahrradfahrer von zwei oder noch mehr Positionen aus gesehen. Nichts mehr mit "toter Winkel"!

    Der nächste Unfall in Norderstedt: Radler (65) wird bei Unfall schwer verletzt

    Das Zeitungsfoto, zu dem dein Link führt, zeigt auf der rechten Radwegseite ein grünes Gatter, dass für Radfahrer, die den Radweg an der rechten Straßenseite in die richtige Richtung benutzen, ein Linksabbiegen in die Querstraße verhindert. Sehe ich das richtig? Gibt es ein googlestreetview-Bild oder eigene Fotos von der Stelle, an der der Unfall passierte?

    Nein, das ist Käse. Einzig [Zusatzzeichen 1022-10]könnte man links aufstellen, aber da mangelt’s dann auch gleich wieder an den notwendigen Voraussetzungen wie der Breite und so weiter. Wenn man keine vernünftige Führung für den Radverkehr hinbekommt, sollte man es lieber bleiben lassen als so etwas anzuordnen.

    [Zusazzeichen 1000-32] oder dieses [Zusatzzeichen 1022-10] und weitere Schilder dieser Machart heißen doch alle Zusatzschilder. Bedeutet das nicht, dass es dazu auch ein "Hauptschild" geben muss? Dann kann man das Zusatzschild doch eigentlich nicht alleine aufstellen.

    [Zusatzzeichen 1000-33] ohne [Zeichen 240] kann ich anbieten. Hamburg Rahlstedt.

    Ist das so zulässig?

    Dort mehrfach anzutreffen. Teils auch [Zusatzzeichen 1000-33] mehrere Meter vorm [Zeichen 267].

    Stefan

    Ich würde das als nichtbenutzungspflichtigen Radweg interpretieren, der in beide Richtungen benutzt werden kann. Was in dem Fall schon Sinn macht, weil ja der möglicherweise ebenfalls nicht benutzungspflichtige Radweg auf der anderen Seite durch die Baustelle blockiert ist.

    In Hamburg wird eine Strecke mit selbstfahrenden Autos geplant: hier ein Artikel vom NDR.

    Was für Autos sollen denn da fahren? In dem Artikel wird ein Minibus gezeigt. In dem Filmbeitrag ein PKW. Wozu die Teststrecke dienen soll, bleibt unklar. Ein Mann hält ein technisches Gerät hoch, so eine Art viereckige Satellitenschüssel mit Stäben dran. Auch das bleibt unklar. Zum Ende hin der Hinweis, dass Hamburg 2021 den ITS-Kongress, einen Verkehrskongress, zu Gast hat. Ich bezweifle, dass sich dadurch irgendwas zum Besseren wenden wird. Obwohl in dem Beitrag auch an einer Stelle von mehr Verkehrssicherheit die Rede ist.

    In Hamburg wird eine Strecke mit selbstfahrenden Autos geplant: hier ein Artikel vom NDR.

    Am Ende des Artikels wird noch erwähnt, daß in Hamburg 44 automatische Fahrradzähler installiert werden sollen. Hatte ich bisher gar nicht mitbekommen. Offensichtlich gab es wohl bei den Behörden/dem Senat die gleichen Argumente gegen die Einmalzählungen, wie hier im Forum.

    Da hab ich wohl was nicht mitbekommen. Gegen was genau gab es denn da Argumente gegen Zählstationen oder waren es Argumente für Zählstationen, aber gegen die Einmalzählungen und was ist darunter zu verstehen?

    Hier ein Foto von zwei Zählstation in Hannover:

    Friedrichswall

    Schwarzer Bär

    Und eine Karte auf Grundlage von openstreetmap.de, auf der auch die dritte Fahrradzählstation verzeichnet ist, von der ich leider kein Foto habe. So weit ich weiß, gibt es nur diese drei in Hannover. Da finde ich Hamburg - trotzdem es natürlich sehr viel größer ist - sehr ambitioniert mit 44 Zählststationen. Oder sollen die gar nicht so im Straßenbild sichtbar sein, wie in Hannover?

    Der nächste Fall drunten in Harburg: Wieder Radfahrer beim Abbiegen angefahren: Lebensgefahr

    Es handelt sich wohl um diese Stelle. Grundsätzlich herrschen dort aber auch ganz gute Sichtverhältnisse. Tragischerweise muss das unmittelbar nach der Fahrradsternfahrt passiert sein, so ziemlich genau gegen 12 Uhr bin ich dort an der Kreuzung im Teilnehmerfeld vorbeigefahren.

    Diese Stelle wirft natürlich sofort wieder die Frage auf, wäre es besser gewesen, den Radweg schnurgerade ohne die leichte Verschwenkung zu bauen, so dass der Radfahrer besser gesehen wird von dem abbiegenden Autofahrer.

    Oder wäre es besser, den Radweg noch sehr viel stärker zu verschwenken, so dass ein abbiegender Autofahrer sich zunächst voll und ganz auf den Abbiegevorgang selbst konzentrieren kann und erst dann mit der Situation konfrontiert wird, dass ein Radweg seine Fahrbahn kreuzt.

    Th(oma)s hatte ja in diesem Zusammenhang ja schon mal von der "niederländischen Lösung" (starkes Verschwenken) berichtet, die aber nur dann funktioniert, wenn der Radweg auf einem "Drempel" also einer deutlichen Aufpflasterung verläuft.

    Auch in Gegenrichtung?

    Zunächst mal würde ich aufgrund des Bauzauns eher nicht davon ausgehen, dass das Verkehrsschild überhaupt irgendeine Gültigkeit hat. ERs sieht eher so aus wie auf der Baustelle aus Versehen stehen gelassen.

    Aber davon mal ab.

    Es ist ja lustig, dass das Zusatzschild [Zusatzzeichen 1022-10] unter dem Schild gemeinsamer Fuß- und Radweg angebracht ist. Das halte ich aber für ein unbeabsichtigtes Versehen.

    Kann es tatsächlich die Bedeutung haben, dass man dann den gemeinsamen Fuß- und Radweg auch entgegengesetzt der Fahrtrichtung benutzen darf? Müsste dann nicht dieses Zusatzschild angebracht sein: [Zusatzzeichen 1000-33] ? ... oder dieses: [Zusazzeichen 1000-32] ?