Alles anzeigenDr. Erlinger hat im SZ-Magazin mal dazu geschrieben:
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-gewissensf…sensfrage-78544
Persönlich fahre ich keinesfalls im Dooring-Bereich; wenn auf meiner normalerweise gewählten Fahrlinie die Trambahnritze ist, fahre ich zwischen den Schienen.
Das Problem sind weder die Radfahrer, noch die Straßenbahnen, sondern die geparkten Autos am Rand.
Eine Lösung hat München in der Fraunhoferstraße umgesetzt. (In dem Artikel steht noch "Visualisierung", inzwischen ist es so gemacht).
Da sind jetzt rote Radfahrstreifen, die es m.Mng. nach nicht bräuchte. Man braucht nur: ein Halteverbot, das auch durchgesetzt wird.
Und was machen wir bis dahin? Es stehen schon seit 20 Jahren Planungen im Raum, die bereits auf rund 500 m Länge vorhandene Fußgängerzone Limmerstraße, in der auch Rad gefahren werden darf und in der auch ÖPNV, auch mit der Straßenbahn stattfindet, einfach zu verlängern. In diesem Zusammenhang wurde auch immer wieder darauf hingewiesen, dass das Parken am Straßenrand erlaubt sein muss, so lange dort regulärer Autoverkehr stattfindet.
An dieser Stelle vielen Dank für deinen Hinweis auf den Artikel über die Fraunhoferstraße.) Dort ist es ja anscheinend gelungen durch die Anlage eines Fahrradstreifens die parkenden Autos wegzukriegen.
Aber mal von der Möglichkeit abgesehen, die Parkplätze zu entfernen, was ich (nebenbei bemerkt) außerordentlich begrüße, würden Fahrradpiktogramme in den Gleisen das Entfernen der Parkplätze weiter hinauszögern, weil so ja eine Möglichkeit geschaffen wäre, einigermaßen gefahrlos mit dem Rad zu fahren? Oder sollte man alles so lassen wie es ist, bis noch weitere Dooring-Unfälle geschehen, die dann vielleicht dazu beitragen, dass die Parkplätze wegkommen?
Zu der von dir verlinkten "Gewissensfrage" der "Süddeutschen Zeitung": Höre ich eine Bahn nahen, dann fahre ich neben das Gleis und warte dort, bis die Bahn vorbei ist.
Eine ganz ähnliche Situiation gibt es übrigens für Fußgänger an Zebrastreifen: Da hat eine Straßenbahn ganz klar Vorrang, ein Omnibus aber ist wartepflichtig. Wer also den Omnibusfahrgästen keine zusätzlichen Wartezeiten zumuten will, der sollte sich mit ganz besonders vorausschauendem Blick im Verkehr bewegen und schon frühzeitig weit vor dem Zebrastreifen warten, sonst wartet nämlich der Busfahrer, der ja bereits die Anwesenheit eines Fußgängers am Straßenrand so bewerten muss, dass der Fußgänger den Zebrastreifen gleich benutzen wird.