Beiträge von Ullie

    Dein Beitrag hat mich ermuntert, den bereits weiter oben verlinkten Werbefilm noch mal anzuklicken. Diesmal mit den deutschen Untertiteln. In Minute 1:54 von 6:49 wurde ich fündig. In dem schon weiter oben diskutierten Artikel, https://www.next-mobility.news/warum-autonome…oesen-a-840042/ heißt es, dass 500 autonom fahrende PKW auf einen Schwung eine Ampelkreuzung passieren könnten.

    In dem Film über das Kabinentaxi heißt es an der angegebenen Stelle: "Extrem hohe Fahrzeugdichte bei jeder Geschwindigkeit,"

    Déjà vu?

    Hier noch mal der Link zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=ERdF0FK-2io

    Wo du gerade die 60er-Jahre erwähnst. Der Film ist zwar von 1974, aber dieser Gedanke der miteinander kommunizierenden Autos gab es in den 60er-Jahren schon mal in Form des "Cabinentaxis", über das an anderer Stelle im Forum schon mal diskutiert wurde. Ich hab' grad den entsprechenden Youtube-Beitrag wieder gefunden:

    https://www.youtube.com/watch?v=ERdF0FK-2io

    Gerade an diesem Film ist meines Erachtens einer der Hauptgründe erkennbar, warum immer wieder und immer wieder das Auto ideologisch in den Vordergrund geschoben wird. Es geht um Individualisierung!

    Der Idee der Individualisierung kann scheinbar nur die Automobilität als die angemessene Form der Mobilität entsprechen. Oder umgekehrt: Nur die Automobilität kann in angemessener Form dem Streben nach Individualisierung gerecht werden. Wer in eine Straßenbahn oder einen Omnibus steigt ist quasi schon ein rettungslos verlorener "Kommunarde". "Angehöriger eines verachtenswerten Gemeinschaftssystems". Weil alle Gemeinschaftssysteme verachtenswert sind, da sie der Idee von Individualisierung widersprechen.

    In dem Film über das Cabinentaxi ist als einziges Zugeständnis hinsichtlich einer gemeinschaftlichen Lebensform die Familie zugelassen: Vater, Mutter und Kind und Hund besteigen in dem Film gemeinsam das Cabinentaxi. Siehe Minute 4:44 von 6:49

    Ich finde es richtig, den Durchgangsverkehr aus verkehrsberuhigten Zonen rauszuhalten. Wer sich besser auskennt, soll halt selbst navigieren.

    Der Trick im Falle der Stadt Bègles besteht ja darin, den Durchgangsverkehr herauszuhalten, der daraus entsteht, dass die Straßen in Richtung Bordeaux oft verstopft sind, so dass dann der Ort Bègles auf Empfehlung der Navis durchfahren wird, um den Staus auszuweichen.

    Das heißt der Verkehr insgesamt wird dadurch nicht weniger, sondern er wird entweder:

    a) zu längeren Staus auf den Hauptstrecken führen, oder

    b) durch die Navi-Empfehlungen auf Durchgangsstraßen durch andere Ortschaften umgeleitet, wo noch Tempo 50 km/h gilt.

    Wenn diese Ortschaften dann auch beschließen auf Tempo 30 zu reduzieren, dann wird das langfristig dazu führen, dass die Navi-Programmierer sich dem anpassen und dann kommt der ganze Durchgangsverkehr wieder zurück.

    Immerhin fährt er dann nur mit Tempo 30 durch die Ortschaften.

    Und mit ein bisschen Glück gelingt es, die Autofahrer des Ortes mitzunehmen, anstatt dessen Protestgeschrei zu provozieren. Denn der Autofahrer in Bègles fíndet es ja vielleicht blöd, nur 30 km/h fahren zu dürfen. Nimmt das aber gerne in Kauf, wenn es mit der Maßnahme gelingt, die Autofahrer aus anderen Ortschaften aus dem eigenen Ort herauszuhalten.

    Bemerkenswert finde ich unter anderem diesen Artikel in der in Frankreich weit verbreiteten Zeitung "20 Minutes": "Gironde: La ville de Bègles généralise la vitesse à 30 km/h dans ses rues à partir de lundi" vom 8.7.2019. Darin heißt es unter anderem:

    Il s’agit finalement « d’une mesure de bon sens » conclut la municipalité, « lorsque l’on sait qu’en milieu dense, la vitesse moyenne de circulation d’un véhicule quatre roues n’est réellement que de 19 km/h. À 30 km/h, cette vitesse moyenne passe à 17 km/h. (...)»"

    Mit Hilfe meiner eigenen rudimentären Französischkenntnisse, dem google-Übersetzer und dem Wörterbuch übersetze ich das mal so:

    "Es geht letztlich darum, "den gesunden Menschenverstand walten zu lassen", stellt die Gemeindeverwaltung fest.

    Bei dichtem Autoverkehr beträgt die Durchschnittgeschwindigkeit 19 km/h. Bei dichtem Autoverkehr und einer vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit 17 km/h."

    https://www.20minutes.fr/bordeaux/25576…es-partir-lundi

    Leider habe ich nichts dazu gefunden oder spreche dafür zu wenig französisch, dass es notwendig ist, bauliche Maßnahmen zu treffen, um Tempo 30 auch wirklich zum Durchbruch zu verhelfen.

    Hier noch ein Video-Link:

    https://www.youtube.com/watch?v=i8FDw-Jz52c

    In dem Video sprechen sich auch Autofahrerinnen und Autofahrer für die Tempo-30-Lösung aus! Siehe u. a. Minute 0:48 von 1:31

    In diesem und anderen Videos sieht man auch etwas von den Straßen vor Ort.

    Ich musste erst mal suchen, über was hier diskutiert wird. Ich habe dazu diesen Artikel auf Spiegel online vom 8.7.2019 gefunden: https://www.spiegel.de/auto/aktuell/t…-a-1276311.html

    Was ich nicht so ganz verstanden habe: "Zudem kämpft Bègles wie viele Orte gegen den "Navi-Effekt": Navigationssysteme geben die Kleinstadt als Alternative für die verstopften Ein- und Ausfallstraßen ins benachbarte Bordeaux aus und sorgen so für mehr Verkehr.", heißt es in dem Text. Ich muss zugeben, dass ich mit der Benutzung von Navis kaum praktische Erfahrungen habe. Warum sollte denn eine Ort mit Tempo 30 Straßen davon verschont bleiben, dass die Straßen des Ortes von Navi-Geräten als Ausweichstraßen empfohlen werden?

    Rechnet der Bürgermeister von Bègles damit, dass die Navi-Geräte eine Tempo-30-Straße nicht als Ausweichroute empfehlen? Vielleicht weil die vom Navi-Gerät errechnete Fahrtdauer dann länger ist, als für eine Route durch einen anderen Ort, auf dem Tempo 30 noch nicht gilt? Oder arbeiten die Navi-Geräte grundsätzlich so, dass Tempo 30 Straßen nicht als Ausweichstrecken angezeigt werden, weil diese Straßen in der Regel Wohngebietsstraßen sind, durch die kein Autoverkehr rollen soll?

    In seinem Buch "Totalschaden" hat Gietinger darüber berichtet, dass die Anfänge der Massenmotorisierung durchaus auch von Gegenaktionen begleitet waren. So gab es Ortschaften, in denen Drähte über die Fahrbahnen gespannt wurden, um Autofahrer zu schädigen. Nicht für die geschilderte Maßnahme an sich, aber durch aus für den Willen seinen Wohnort autofrei zu halten, habe ich ein gewisses Verständnis. Ist der Versuch der französischen Stadt Bègles so zu verstehen, dass sie quasi durch die gezielte Beeinflussung der Navi-Basisdaten eine Art elektronischen Autofahrer-Abschreckungsdraht über ihre Straßen spannt?

    Hier ein Link zu einer Leseprobe aus Gietingers Buch: http://www.verkehrswende-darmstadt.de/zum-weiterlese…n/totalschaden/

    "Zwei Hundehalter müssen sich Anfang April vor dem Amtsgericht Hannover wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Sie sollen gegen den am Peter-Fechter-Ufer geltenden Leinenzwang verstoßen und ihre freilaufenden Tiere dadurch den tödlichen Sturz eines Radfahrers Ende März 2018 verursacht haben." https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…rer-vor-Gericht Ich finde es gelinde gesagt unglücklich, wenn Radwege Hundefreilaufflächen kreuzen, wie es das Schild andeutet.

    Hier ein Bild vom Unfallort. Ob es ganau diese Stelle war kann ich nicht sagen, aber es ist ein Bild vom Peter-Fechter-Ufer.

    Auf komunaler Ebene ist die Partei fast egal. Da kommt es auf Köpfe an, die in realen Situationen das Beste für die Gemeinde tun. Das muss nicht unbedingt nach Parteibuch sein.

    Und wenn jetzt der vorhersehbare Einwand kommt, dann müsse man auch Bürgermeister der NPD oder AfD unterstützen: Leute in solchen Parteien haben keine brauchbaren Köpfe.

    Das sehe ich anders. Ich habe mehrfach mit Leuten gesprochen, die in regional begrenzten so genannten "Bürgerparteien" aktiv sind oder es waren. Die tun dann immer so, als ob alles was vor Ort nicht gut läuft, die Schuld der "großen Parteien" sei, die über die Landes- und Bundesgesetzgebung die Weichen falsch stellen würden. Das geht manchmal so weit, dass sie pauschal die Demokratie in Deutschland als Parteiendiktatur verunglimpfen.

    Ich denke auch nicht, dass man pauschal sagen kann, dass NPD und AfD keine brauchbaren Köpfe haben. Die haben auch Leute, die geschickt agieren können und erfolgreich den Einbdruck erwecken, sie seine diejenigen, die sich kümmerten. Wenn man aber bei AfD und NPD auf die Gesamtvorstellung der Partei schaut, dann weiß mann, warum man die auch vor Ort nicht wählen sollte, auch dann nicht, wenn da einer ist, der einen kompetenten Eindruck macht.

    Eine Institution wie eine politische Partei hat ihre Stärken und Schwächen. Und ganz sicher läuft da nicht immer alles optimal. Und die eine oder andere örtliche Parteieninitiative hat sicher auch ihre Berechtigung. Aber grundsätzlich halte ich es für richtig, dass man auch für Aufgaben vor Ort eine Parteivertreterin oder einen Parteiverteter wählt.

    In Bezug auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl in Hannover halte ich den CDU-Kandidaten nicht zuletzt deshalb für ungeignet, weil die CDU versucht ihn als parteiunabhängigen Kandidaten dem Wahlvolk "zu verkaufen". Ich hoffe sehr, dass alleine schon deshalb dieser Kandidat Schiffbruch erleidet. Sind die CDU-Mitglieder von der Arbeit ihrer Partei so wenig überzeugt, dass sie meinen, ein "unabhängiger Kandidat" habe bessere Chancen im Wahlkampf, weil er nicht mit dem "Makel" behaftet ist, ein CDU-Mitglied zu sein? Unterstützt die CDU damit nicht letztlich die AfD-Propaganda-Masche, dass es höchtse Zeit sei für eine Ablösung der "Altparteien"?

    Unabhängig davon finde ich es gut, wenn bei einer OB-Wahl auch kompetente unabhängige Kandidatinnen oder Kandidaten antreten und dass es diese Möglichkeit gibt. Aber ich finde nicht, dass die Zugehörigkeit zu einer Partei, oder die Zugehörigkeit zu dieser oder jener Partei "fast egal" ist.

    Der Text, "„Mobilität der Zukunft“ – die Kernbotschaften" beinhaltet die üblichen "Wenn, dann ..."-Einschränkungen, die ihn aus Sicht der CDU-Politiker vor Ort praxistauglich machen:

    Beispiele jeweils mit Übersetzung in CDU-Klartext:

    ztitiert aus 1:

    "Mobilität ist persönliche Freiheit. Das lässt sich mit dem Ziel, einen höheren Klimaschutzbeitrag zu leisten, verbinden."

    Klartext: Niemandem darf das Autofahren oder Fliegen madig gemacht oder gar verboten werden.

    aus 2:

    "Wir wollen schneller neue, emissionsarme Antriebsformen entwickeln. Dabei legen wir uns nicht auf Technologien fest."

    Klartext: Der Dieselmotor ist unverzichtbar.

    aus 3.:

    "Investitionen in Autobahnen, Schienen- und Wasserwege müssen mit dem Bedarf Schritt halten."

    Klartext: Der Planet muss weiter planiert und betoniert werden.

    aus 5.:

    "Wir wollen den Umstieg auf das Fahrrad dort leicht machen, wo es eine Alternative zum Auto sein kann."

    Klartext: Das Auto ist in der Regel "alternativlos".

    aus 6.:

    "Bus und Bahn können zum Beispiel mit Car-Sharing, Fahrrädern und Elektrorollern gut kombiniert werden."

    Klartext: Wir fördern Car-Sharing, damit wir den "Beweis" erhärten, dass autofreie Mobilität nicht möglich ist und die Siedlungs- und Mobilitätsstrukturen verferstigen wir so, dass man mit dem ÖPNV möglichst nirgends mehr hinkommt.

    aus 8.:

    "Wir wollen ein breites Angebot an Mobilität zur Verfügung stellen. (...) ... sowie Sharing- und Pooling Dienste verschiedenster Art."

    Klartext: Mit Ridesharing-Diensten wie Moia und Uber verstopfen wir die Städte mit noch mehr Autos und machen so den ÖPNV kaputt.

    aus 9.:

    "Das Reisen durch Europa soll noch leichter, schneller und klimafreundlicher werden."

    Klartext: Tempolimits verstoßen gegen jeden Menschenverstand.

    Quelle von Verkehrsteilönehmer, hier noch mal der Link: https://www.cdu.de/artikel/cdu-be…aet-der-zukunft

    Jup, Dresden hat auch einen OB aus der FDP (der aber überparteilich angetreten ist), auch wenn die FDP hier seit jeher an der 5% Hürde knuspert.

    Aber ihr habt doch bestimmt trotz 5%-Hürde FDP-Politiker im Stadtrat sitzten, denn für die Kommunalwahlen gilt doch sicher auch in Dresden die 5%-Hürde nicht. In Hannover hat die FDP auch nicht viele Stimmen bekommen bei der letzten Kommunalwahl, aber liegt mit 5,1 % sogar über der 5%-Hürde. Auch wenn die für die Kommunalwahl natürlich nicht gilt. Und - aus meiner Sicht leider - ist die FDP das Zünglein an der Waage einer rot-grünen Rathauskoalition, die nur dank der Duldung der FDP überlebensfähig ist.

    Nun, die Quelle zitiert folgendermaßen:

    Also erstens: das sind Smarts oder Cinquecentos und keine Teslas oder Golfs.

    Zweitens: 1 Auto plus 1 Abstand = 4 Meter. 500 Autos + 500 Abstände = 2.000 Meter.

    Drittens: Wenn die alle in einem Rutsch über ein Grünphase von 40 Sekunden Dauer sollen (halbe Umlaufzeit bei 90 Sekunden, minus 5 Sekunden für Gelbphasen), dann muss das erste Fahrzeug 40 Sekunden nach dem Grünwerden 2 Kilometer weitergefahren sein. Das ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 180 km/h.

    Noch Fragen?

    Dein Rechenansatz gefällt mir, aber ich komme zu einem anderen Ergebnis und ich komme zum selben Eregebnis:

    Ein 2000 m (=2km) langer "Autozug" passiert die Ampelhaltlinie in 40 Sekunden.

    Wie oft passen 40 Sekunden in eine Stunde?

    3600 : 40 = 90

    Das 90fache von 40 Sekunden ergibt 3600 Sekunden, das ist eine Stunde.

    Das 90fache von 2km ergibt ein Strecke von 90km 180km die in einer Stunde gefahren wird.

    "Doppeltbockmist!" Hab ich mich jetzt verrechnet? 2 x 90 = 180 und du liegst goldrichtig!

    Bei dieser Rechnung ist das Beschleunigen nicht berücksichtigt, es wird quasi so getan, als käme der 2km lange "Autozug" mit vollen 90km/h 180km/h angerauscht und fährt über die Ampelhaltlinie. Aber das ist bei deiner Berechnung von dir ja auch so angenommen worden, wenn ich es richtig verstehe.

    Wenn ein 2000m langer "Autozug" 90km/h 180km/h fahren muss, um in 40 Sekunden die Ampel passieren zu können, dann muss ein 2000m langer Autozug "nur" 45km/h 90km/h (also halb so schnell sein) schnell sein, wenn die Grünphase doppelt so lang, also 80 Sekunden lang ist.

    Oder die Fahrzeuge sind zweireihig aufgestellt. Nachdem ich noch mal die Quelle gelesen habe, stelle ich fest, dass das nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird. Bei dreireihiger Aufstellung sind es dann statt 180km/h "nur" noch 60km/h.

    Ich frage mich bloß, selbst mal angenommen, es wäre technisch machbar, dass man 500 autonome "Beförderungskabinen" elektronisch gesteuert zu einem 2000m langen "Autozug" zusammenschließen könnte, warum benutzen diese 500 Leute nicht ganz einfach gemeinsam eine Straßenbahn?

    In einem 75m langen Dreiwagenzug mit den neuen TW3000-Fahrzeugen der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG finden 500 Fahrgäste Platz.

    Foto: Haltestelle Universität

    Die SPD hat doch gar kein Bekanntheitsproblem?

    Das hier ist eine kommunale Wahl. Die aktuell bundesweite Schwäche der SPD ist so nicht direkt auf Hannover übertragbar. Und die aktuell bundesweiten Prognosen sind nicht Eins zu Eins auf Hannover übertragbar.

    Zur Erinnerung hier das Ergebnis der letzten OB-Wahl in Hannover, das war 2013:

    "Im ersten Wahlgang verfehlte

    Stefan Schostok (SPD) knapp die absolute Mehrheit (48,9 Prozent).

    Matthias Waldraff (CDU) erreichte 33,8 Prozent,

    Lothar Schlieckau (GRÜNE) 11,0 Prozent und

    die LINKEN-Kandidatin Maren Kaminski 6,4 Prozent."

    Quelle: hannover.de https://www.hannover.de/Leben-in-der-R…013-in-Hannover

    Im zweiten Wahlgang siegte der SPD-Kandidat mit 66,3 Prozent sehr deutlich.

    1. Der ehemalige Kämmerer Marc Hansmann tritt für die SPD an.

    2. Ex-Automanger Eckhard Scholz ist Kandidat der CDU.

    3. Der Landtagsabgeordnete Belit Onay ist der grüne Kandidat.

    4. "Powerfrau" und Regionsabgeordnete Jessica Kaußen ist die Linke-Kandidatin.

    5. Adam Wolf, er hat ebenso wie Kaußen einen Sitz in der Regionsversammlung, ist OB-Kandidat der Piratenpartei.

    Patrick Döring tritt nun doch nicht an und auch sonst keiner aus der FDP.

    6. Außerdem gibt es eine parteiunabhängige Kandidatin: „Ich will Hannover besser machen“, sagt Kulturmanagerin Iyabo Kaczmarek.

    Sie tritt zur OB-Wahl im November an – ohne Partei im Rücken.

    Von der AfD wurde Jörn König nominiert. Er ist Mitglied der AfD-Fraktion im Bundestag.

    Von der AfD wurde nun doch nicht Jörn König OB-Kandidat zum OB-Kandidat nominiert. Vielmehr hat die AfD einen pensionierten Bundeswehrgeneral dazu bewegen können, für die rechtspopulistische Partei anzutreten. Für die AfD ist es wohl noch verlockender mit einen Militär zum OB-Kandidaten zu küren, als einen Bundestagsabgeordneten. Das lässt doch tief blicken, was die AfD vom Parlamentarismus hält. Die AfD wertet das als Aufwertung ihrer Partei. Viele andere sehen sich dagegen darin bestätigt, dass die Bundeswehr ein Problem mit rechtslastigen Denkmustern hat. Mal schauen, ob die neue Veteidigungsministerin sich da ran traut, immerthin hat die alte Verteidigungsministerin dieses Problem offen angesprochen!

    7. Preußisch korrekt, ehrgeizig und von SPD wie CDU enttäuscht – der ehemalige Drei-Sterne-General Joachim Wundrak will für die AfD Hannovers neuer Oberbürgermeister werden. HAZ vom 26.7.2019 https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…Joachim-Wundrak

    8. Zwei weitere Kandidaten haben sich dazu gesellt: "„Die Partei“ geht mit zwei Kandidaten in die Oberbürgermeisterwahl. Offiziell nominiert ist Catharina Gutwerk.

    9. Julian Klippert tritt als Unabhängiger an – und verspricht den Wählern einen Sandstrand an der zukünftigen Küste von Hannover."

    Quelle: https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…-Kandidaten-auf

    In der Bildunterschrift des zitierten HAZ-Artikels versprechen die beiden OB-KandidatInnen der Partei "Die Partei":

    "„Als Team wird unsere Rathausaffäre größer, dreckiger, viraler und vor allem geplanter ablaufen“: Catharina Gutwerk und Julian Klippert. Quelle: Tim Schaarschmidt"zu Adam Wolf: Hallo Linden Limmer.de (online "Zeitung")

    https://hallolindenlimmer.de/piraten-adam-w…eisterkandidat/

    zu Iyabo Kaczmarek: HAZ vom 25.5.19: https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…eisterin-werden

    zu Jörn König: Bild vom 19.5.19 https://www.bild.de/regional/hanno…17170.bild.html

    Damit gibt es dann wohl zwei Kandidatinnen und fünf Kandidaten.
    Mein Wahltipp: Niemand der sieben neun Kandidat*innen schafft es, im ersten Wahlgang mehr als 35 Prozent der Wählerinnenstimmen zu kriegen.

    Alle sieben Kandidat*innen schaffen es, im ersten Wahlgang mehr als 3,5 Prozent der Wählerstimmen für sich zu gewinnen! Auch die unabhängige KandidatInnen und der Piraten-Kandidat schaffen das.

    Um sich bekannt zu machen. Um im Bürgermeister-Wahlkampf mitreden zu können. Um zu üben, falls aus der Kleinpartei mal eine größere wird. Da gibt es viele Gründe für eine kleine Partei, sich nicht die Chance entgehen zu lassen, im Oberbürgermeister-Wahlkampf mit einem eigenen Kandidaten mitzumischen.

    In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass vor ein paar Tagen die Partei "Die Linke" Jessica Kaußen nominiert hat als OB-Kandidatin. Sie sitzt zur Zeit im Regionsparlament. "Ihr selbst schwebt vor, „den Nahverkehr langfristig kostenlos zu machen“", berichtet die NP vom 17.6.2019 von ihr, NP-Titel: "OB-Wahl: Linke schicken Powerfrau Kaußen ins Rennen"

    https://www.neuepresse.de/Hannover/Meine…ssen-ins-Rennen

    Leider wird nichts über ihre Radverkehrs-politischen Absichten berichtet.

    Was denn nun? Mehr oder weniger Staus?

    Die einen Experten sagen, dass es mit mehr autonom fahrenden Autos weniger Staus geben wird: "Weniger Stau durch selbstfahrende Autos -

    Schon ein erstaunlich geringer Anteil autonomer Fahrzeuge kann den Verkehr beruhigen" Quelle: scinexx, das Wissensmagazin vom 10.5.2017 https://www.scinexx.de/news/technik/w…fahrende-autos/

    Die anderen Experten behaupten das glatte Gegenteil: "Roboterautos werden Stau-Problem wohl nicht lösen" Quelle: autoservicepraxis vom 2.7.2019 https://www.autoservicepraxis.de/roboterautos-w…en-2417403.html In dem Artikel wird ein Vergleich aufgemacht: Wieviele Autos passieren eine Ampel während einer Grünphase. Ergebnis: "Aktuell – noch ganz ohne Roboterfahrzeuge - passieren die Lichtzeichenanlage an der B3 nahe Frankfurt 43 Autos pro Grünphase. Wären nur noch autonome Pkw unterwegs, würden es 500 über die Kreuzung schaffen, bevor die Ampel wieder Rot zeigt. (...) Im Mischverkehr jedoch, wenn nur jedes zweite Fahrzeug automatisiert ist, sinkt die Zahl der möglichen Fahrzeuge auf 36 – unter den heutigen Wert."

    Die Ereignisse entwickeln sich so schnell, dass ich hier gar nicht hinterherkomme. Heute heißt es: "FDP verzichtet auf eigenen Kandidaten", HAZ vom 2.7.2019

    Allgemein wurde damit gerechnet, dass der ehemalige Bundestagsabgeordnete Patrick Döring als OB-Kandidat der FDP antreten würde. Das ist jetzt wohl nicht mehr der Fall.

    Dabei habe ich noch nicht mal die anderen Kandidat*innen alle vorgestellt, die bereits feststehen.

    Hier der Link zum HAZ-Artikel vom 2.7.19: https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…enen-Kandidaten

    Auch in MS war es wieder so weit.

    Ein "fahr vorsichtig" vom Priester oder eine St.Christophorus-Plakette als "Memento mori" auf das Armaturenbrett gebeppt, ist weitestgehend Nebenwirkungs-frei und mir 100 Mal lieber als das Geseihere der anderen Kirche (church of fear, worshipers of St. Yropor).

    Vielen Dank für den Link nach Münster! Manchmal kommt Kritik an bestimmten Auswüchsen der "Automania" anscheinend sehr raffiniert und feinsinnig daher.

    Am Rande des Bildes ein dickes schwarzes SUV. Das kriegt nichts vom Weihwasser ab, das der Priester reichlich versprengt. Dagegen werden die beiden Kleinwagen quasi mit Weihwasser beregnet.

    Das Segnen von Waffen wurde ja auch erst mit dem zweiten Vatikanischen Konzil (11. Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965) endgültig abgeschafft. Vielleicht hört das Segnen von Fahrzeugen ja auch irgendwann auf.

    So ganz generell würde ich mir das nicht wünschen, schließlich sind Fahrräder auch Fahrzeuge und gegen die ist auch nichts einzuwenden. Durch tödliche Unfälle im MIV dagegen starben seit Ende des Zweiten Weltkriegs mehr Menschen als durch Kriege.

    Da könnte man natürlich auch zu dem Schluss kommen, für den MIV ist ein bisschen mehr Segnen ganz besonders nötig.

    Ich denke jedoch mit deutlich weniger MIV kommen wir zu besseren Resultaten.

    Immerhin: Wie schon weiter oben gesagt, halte ich es für einen Vorteil, dass das Fahrzeugsegnen, so weit ich es verfolgt habe, sich in den 70er und 80er Jahren noch auf motorisierte Fahrzeuge beschränkte und Fahrräder in dieser Hinsicht nicht so richtig als Fahrzeuge wahrgenommen wurden, die man segnet.

    Das hat sich schon mal gründlich gewandelt. Kennt denn noch jemand, der hier mitliest, Fahrzeugsegnungen und kann sich vielleicht an weiter zurückliegenden Veranstaltungen dieser Art erinnern?

    In welchem Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils kann man das übrigens nachlesen, dass Waffensegnungen nicht mehr stattfinden sollen?

    Eine Sammlung der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils findet man hier: http://www.vatican.va/archive/hist_c…il/index_ge.htm

    Bei wikipedia steht unter "Waffensegnung": "Auch der ehemalige deutsche Militärbischof Walter Mixa stellte im Jahr 2001 fest, „eine solche Segnung sei heute unzulässig und schon in beiden Weltkriegen katholischerseits nicht vorgenommen worden“." https://de.wikipedia.org/wiki/Waffensegnung

    Diese Kombination gibt es wohl auch nicht allzu oft. Normalerweise sind Kleingartenvereine mit einem 'Radfahren verboten' zufrieden.

    Das hier wäre das korrekte Pferd für die Epoche gewesen (Wikipedia)

    Das Schild sieht sehr stark nach "selbstgestrickt" aus. Der dargestellte Motorradfahrer ist sehr naturalistisch dargestellt. Reiter und Pferd dagegen sind sehr stark abstrahiert. Besonders der Reiter. (Das ist mir besonders aufgefallen als ich deinen Link folgte.) Aber wer macht sich die Arbeit ein solches Schild zu malen?

    Zufällig hab ich noch das Reiterverbot in meiner Sammlung:

    Das Pferd geht von rechts nach links. Bei deinem Schild geht es von links nach rechts und die Beine sind weniger starek in Bewegung.

    Auch die Reifen sind unverhältnismäßig dick dargestellt. Und es fehlen Kurbel und Pedale.

    Ein "unisex"-Fahrradpiktogramm habe ich auf den Berliner Straßenbahnen entdeckt. Allerdings hat es nur eine Kurbel und ein Pedal. Ich bin mir nicht ganz sicher ob "unisex" der richtige Ausdruck für diese Rahmenform ist, die da dargestellt wird. Aber es ist eindeutig erkennbar, dass das kein Trapezrahmen mehr ist:

     

    Ganz offensichtlich haben die Gestalter dieses Fahrradpiktogramms für die Berliner Straßenbahnen versucht eine geschlechtsneutrale Darstellung zu entwerfen. Ich finde trotzdem die hannoversche Variante (ohne Querstange) besser!

    Leider wird die Variante ohne Querstange in Hannover nur für die Piktogramme benutzt, die auf die Fahrbahn aufgegebracht werden:

    Die Üstra, das ist die Nahverkehrsgesellschaft in Hannover, benutzt anders als die BVG in Berlin nur die Darstellung sogenannter "Herrenräder".

    Die könnte man aber auch gut umgestalten:

    Zeppeline gehören auch schon länger zu den Fahrzeugen. Kinder-Fahrzeuge, warum nicht? Wasser ist billig und neue Mitglieder müssen geworben werden. Sehr viel Werbung geht an junge Leute, die langfristig gebunden werden sollen.

    Der niedrige Wasserpreis ist ohnehin völlig irrelevant bei der Sache. Der Aspergill sorgt für eine sparsame Nutzung des in der Osternacht geweihten Weihwassers. Das Ganze ist natürlich auch eine Werbemaßnahme, aber der Aspekt steht dabei keinesfalls im Vordergrund. Wenn du etwas anzubieten hast als Institution, wie zum Beispiel einen Fahrzeugsegen durch den Priester mit Weihwasser und Messdiener, dann biete es auch wirklich an! Daraus entsteht kein Massenspektakel mit Endlosschlangen. Das ganze als Werbemaßnahme zu bezeichnen, ist vermutlich mehr der Versuch den Vorgang zu rationalisieren. Dabei ist es letztlich doch eine Glaubensfrage.

    Weihwasser ist kein "Zauberwasser". Magische Praktiken sind sozusagen nicht kompatibel mit dem katholischen Glauben.

    Und zur Not geht das Segnen auch ganz ohne Weihwasser. Das Weihwasser verstärkt lediglich die Symbolkraft.

    Du kannst einen Wein aus einem Wasserglas trinken. Du kannst den selben Wein aus einem Weinglas trinken. Viele werden sagen, dass er aus einem Weinglas getrunken besser schmeckt.

    Das ist beim Segnen ähnlich. Du kannst mit Weihwasserkessel und Aspergill arbeiten und einen Priester das machen lassen, der wie auf dem Bild außerdem noch von einem Messdiener begleitet wird, oder dein Fahrzeug vom Nachbar segnen lassen oder es selbst segnen. Viele werden sagen, wenn's der Priester mit Weihwasser usw. macht, dann ist das ein qualitativ höherwertiger Segen.

    Ein Beispiel für einen sehr bekannten Fahrzeugsegen ganz ohne Weihwasser findet man bei einem der berühmten Filme mit Don Camillo und Peppone.

    Peppone der kommunistische Ortsbürgermeister und Betreiber der örtlichen Werkstatt hat von der Sowjetunion einen sowjetischen Traktor bekommen (CCCP steht auf vorne auf der Motorabdeckung). Der hat jedoch einen Defekt und will trotz der ganzen Mechanikerkunst Peppones nicht anspringen.

    Bei Nacht und Nebel lässt er seinen Erzfeind den katholischen Priester des Dorfes, Don Camillo, kommen. (In Wahrheit ist das ist gleichzeitig sein bester Freund.) Der segnet den Traktor und dann ...

    Selbst Don Camillo hatte damit augenscheinlich nicht gerechnet!

    Der Dialog in diesem Video ist zwar auf italienisch, aber man versteht irgendwie trotzdem alles auch wenn man kein italienisch versteht: https://www.youtube.com/watch?v=dDGfHq_eQwk