Wenn ich's richtig lese, dann empfiehlt es sich ganz und gar nicht das zwei Personen, die nicht zusammen im selben Haushalt wohnen, gemeinsam Tandem fahren. Unklar ist, wann endet normale Bewegung, wann beginnt Sport? Für einen gut trainierten Radfahrer, der mit wenig Anstrengung gemütlich Rad fährt, gilt: Gefahr der Weiterverbreitung des Corona-Virus niedrig, auch bei einem geringem Abstand wie zum Beispiel 2 m.
Für echte Rennsportler, die in einem dichten Pulk bei hoher Anstrengung Rad fahren gilt: Ansteckungsgefahr hoch.
Die tageszeitung berichtet über eine Studie über Heinsberg und die dazu notwendige Interpretation: Der Disput der Virologen
In dem taz-Artikel wird unter anderem Drosten (Chefvirologe der Berliner Charité und daneben Berater der Bundesregierung) zitiert: "Wer immun sei, könne beispielsweise „ohne Vermummung“ an der Rezeption einer Klinik arbeiten." Wohl mehr satirisch gemeint, versprach er in diesem Zusammenhang diesem Personenkreis den "grünen Armreif". Im Zusammenhang mit der Diskussion um ein Ende des sogenannten "Lockdowns" und in Anbetracht dessen, was in den letzten Wochen stattgefunden hat, dass wir noch wenige Wochen zuvor für unmöglich hielten, ist das eine "delikate" Bemerkung.
Provoziert diese Bemerkung Drostens nicht geradezu Menschen, die sich für jung und gesund halten, dazu, sich mit Corona zu infizieren, auf einen milden Krankheitsverlauf zu hoffen, um dann mit einem Auszeichnungs-Merkmal (nämlich Drostens "grüner Armreif") dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Wird das Auszeichnungsmerkmal "grüner Armreif" so zum Job-Garant?
In dem WDR Kommentar von Mai Thi Ngueyen-Kim vom 7.4.2020 wird eine andere aktuell diskutierte "Exit-Strategie" aus dem "Lockdown" problemtisiert: Die sogenannte "Herdenimmunität".
Mai Thi Ngueyen-Kim warnt meines Erachtens zu Recht davor auf ein schnelles "Durchseuchen" der Bevölkerung zu setzen, um möglichst schnell wieder "normale" Lebensverhältnisse herzustellen. Der Kommentar hat mir gut gefallen!
WDR-Video: Mai Thi Nguyen-Kim, WDR, kommentiert die Diskussion um Herdenimmunität
Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
Was mir ganz und gar missfällt: Immer wieder wird derzeit der Begriff "Lockdown" benutzt, obwohl die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsident*innen sich ganz bewusst auf den Begriff Kontaktbeschränkungen geeinigt hatten.
"Mehr als zwei Menschen dürfen sich nicht zusammen draußen aufhalten - es sei denn es sind Angehörige aus dem gemeinsamen Haushalt. Also mit einem Freund, einer Freundin spazieren gehen ja - zu dritt nicht." https://www.zdf.de/nachrichten/po…rblick-100.html
Die niedersächsische Konkretisierung der Vereinbarungen der Ministerpräsidenten ist betitelt mit;
Vollzug des IfSG (=Infektionsschutzgesetz); Soziale Kontakte beschränken anlässlich der Corona-Pandemie
Eine Kontaktbeschränkung ist etwas komplett anderes als ein "Lockdown". Das englische Wort "Lockdown" wird von pons übersetzt mit "Ausgangssperre" und damit assoziiere ich einen durch und durch militärischen Vorgang in diesem Sinne: Wer nach Inkrafttreten der Ausganssperre (zum Beispiel eine nächtliche Ausgangssperre) auf der Straße von den Sicherheitskräften angetroffen wird, der wird erschossen.
Das ist, "Gott sei Dank", derzeit nicht der Fall. Und es ist falsch, den gegenwärtigen Zustand der "Kontaktbeschränkung" unnötig aufzuladen und zu dramatisieren, indem der dafür falsche Begriff "Lockdown" benutzt wird.
War heute in einem Stadtteil Hannovers unterwegs, in dem besonders viele besser Betuchte wohnen. Und ich hatte dort ein paar Minuten Zeit, das Treiben vor einem Supermarkt zu beobachten. Was ich dort sah, erinnerte mich an die Erzählungen über den Heiligen Franziskus:
"Als der reiche Kaufmannssohn Francesco Bernadone am Wendepunkt in seinem Leben steht, gibt er seinen sozialen und materiellen Status auf, ändert sein Leben radikal und begibt sich in eine frei gewählte und konsequent gelebte Armut." Internetseite der deutschen Franziskanerprovinz, https://franziskaner.net/franziskus-und-die-armut/
Etwas drastisch verkürzt: "Armut macht frei."
Jetzt ist es ja nicht so, dass in anderen Stadtteilen Hannovers, in denen weniger betuchte Menschen leben, diese alle freiwillig arm sind.
Und trotzdem: Ich hatte sehr den Eindruck, dass dort im "Reichen-Stadtteil" mehr Menschen mit einer Maske unterwegs waren und die Augenpaare, die dahinter hervorlugten noch ein bisschen mehr verängstigt dreinschauten, als in anderen Stadtteilen, in denen viele Menschen mit weniger Geld leben.
Vergangenen Marktsamstag war ich davon überrascht worden, dass es den Marktleuten nach deren eigenen Angaben verboten ist, von den Kunden mitgebrachte Stoffbeutel zu befüllen. Für den Kartoffeltransport hatte ich bis dato stets eine mitgebrachte Baumwolltasche befüllen lassen. Letzten Samstag hieß es dann, wegen der Corona-Schutzmaßnahmen dürften keine mitgebrachten Beutel mehr befüllt werden.
Meine Kartoffeln hatte der Marktstand-Betreiber dann in seine Papiertüte gefüllt, die ich in meine Tasche steckte und nach hause getragen habe.
Wenn das bei einem Markt schon so genau genommen wird, dann denke ich mir, dass es eigentlich auch in den Supermärkten nicht gestattet sein dürfte, eigene Taschen zu befüllen und die dann aufs Fließband zu packen, wo eine Verkäuferin sie dann vielleicht sogar noch mit Handschuhen anfasst, um die Waren über den Scanner zu ziehen. Diese Handschuhe sollen ja regelrechte Dreckschleudern sein, während nicht behandschuhte Hände durch den hauteigenen Säureschutzmantel weniger problematisch sind, weil der Säureschutzmantel wirkungsvoll Bakterien und Viren bekämpft.
Hier (Kreis Schaumburg) hat es zumindestens die "richtige" Lokation getroffen, sozusagen den Drogenumschlagsplatz für den Stoff aus dem die Raserträume sind:
Update März 2020:
Die Bake, die die Tankstelleneinfahrt markierte wurde wohl zwischenzeitlich instandgesetzt. Neues Gehäuse und so.
Und schon wieder umgefahren, diesmal allerdings anscheinend ohne dass der Leuchtkasten erneut beschädigt wurde:
Einige Beiträge früher hatte ich in diesem Thread schon einmal auf diesen krumm gefahrenen Blitzer hingewiesen, der im Landkreis Schaumburg die Autofahrer zum Einhalten der Ortsgeschwindigkeit anhalten soll.
Wie es der Zufall so will fuhr ich heute mit dem Rad just an der selben Stelle am Ortsende von Niedernwöhren mal wieder vorbei und sehe, der Blitzer ist immer noch schief. Also kurzer Stop, Foto raus und ...
... und genau in dem Moment hält ein oranger Transporter mit gelbem Blinklicht und drei tatkräftige Männer entsteigen dem Fahrzeug, um den Schaden zu begutachten.
Update vom März 2020:
Der Blitzer steht jetzt wieder gerade und vermutlich ist er auch wieder scharf geschaltet. Allerdings hatte ich nicht drauf gewartet, dass er blitzt, denn ich hatte es wirklich eilig.
Während beim Mundschutz die Experten noch streiten, scheint es bei der Handschuhfrage eindeutigere Antworten zu geben:
"Die Träger wollen sich gegen Keime und sogar das Coronavirus schützen. Doch ein Arzt warnt nun: Wer medizinische Handschuhe verwendet, riskiert eine "Kloake an den Händen".
Seit die Corona-Krise sich verschärft hat, sieht man immer mehr Menschen in der Öffentlichkeit mit Einweg- oder sogar Gummihandschuhen. Die Träger hoffen, sich so vor dem gefährlichen Virus zu schützen. Doch ein Arzt warnt: Das ist ein gefährlicher Irrglaube.
Auf Twitter äußert sich Dr. Marc Hanefeld kritisch zur Verwendung von medizinischen Handschuhen in der Öffentlichkeit. "Das ist eine hygienische Sauerei großen Ausmaßes.", schreibt der Arzt. Laut seinem Twitter-Profil ist er Facharzt für Allgemeinmedizin, Anästhesie und Intensivmedizin."
Zwei Bemerkungen aus dem Zitat sind mit aufgefallen:
1. Während es beim Mundschutz darum geht, andere vor der Übertragung von Viren und anderen Krankheitsträgern zu schützen, die ich möglicherweise ohne es zu wissen in mir trage und die von mir ausgehen könnten, geht es bei den Handschuhen darum, dass sich der Träger selber schützen will.
2. Doch die Handschuhe schützen mich nicht und andere noch viel weniger. Im Gegenteil: Die Handschuhe gefährden andere, weil an den Handschuhen Viren in noch sehr viel größerem Ausmaß anhaften als an der Haut.
Wenn das zutrifft, was der von t-online zitierte Arzt Dr. Marc Hanefeld sagt, dann halte ich es für außerordentlich wichtig, dass das sehr viel stärker publik gemacht wird.
Davon, dass die Leute nun endlich damit anfangen sollen, einen Mundschutz zu tragen, ist andauernd die Rede, obwohl die WHO sehr kritisch zu dieser Maßnahme steht.
Dass das Tragen von Handschuhen gefährlich ist und besser unterlassen werden sollte, lese ich in der angegebenen Quelle jedoch zum ersten mal.
Das soll jetzt keineswegs eine komplette Aufstellung werden, wo überall in Hannover neue Fahrradständer aufgebaut werden. Aber hin und wieder fällt es mir auf, wenn wo welche dazukommen, wie hier am Lindener Markt, vor Edeka, Posthornstraße / Ecke Egestorffstraße. Im Hintergrund ist das Lindener Rathaus zu sehen.
"In Geschäften, Bussen und Bahnen ist es in Jena nun Pflicht: das Tragen eines Mundschutzes. Erlaubt sind auch selbst genähte Masken oder Tücher – doch noch diese Woche sollen die Vorgaben verschärft werden." aus: welt.de vom 6.4.2020: Mundschutzpflicht in Bussen und Geschäften ist in Jena erst der Anfang
Der Korb hilft da eher nicht. Ein Wagen mag als Abstandhalter gut sein und durch das Gitter mag das virenwechselrisiko nicht so groß sein. Ein Korb taugt nix für den Abstand und viele haben einen geschlossenen Boden, große Kontaktfläche also ...
Normalerweise kaufe ich in der Tat mit eigener Tasche ein (Hat den großen Vorteil, dass man nie mehr einkauft, als man wegschleppen kann. Und schneller geht's auch noch). In dem Fall mit nur 2 handlichen Teilen wars ausnahmsweise mal anders.
In diesem Bio-Supermarkt darf man nur mit Wagen einkaufen. Weil die Gänge recht schmal sind, garantiert der Wagen den Sicherheitsabstand. Die Anzahl der Wagen wurde so begrenzt, dass es drin nicht zu voll wird.
"Für die Befürworter eines Burkaverbots kommt es derzeit knüppeldick. (...) jetzt verlangt die SVP die allgemeine Verhüllung. Eine Glosse."
Hintergrund: Die rechtspopulistische SVP (Schweizer Volkspartei) macht regelmäßig Stimmung gegen Musliminnen und Muslime und forderte unter anderem ein Burka-Verbot.
In meinem bevorzugten Supermarkt hängt ein Spender mit Hand-Desinfektion an der Kasse, und der Kassierer macht sich nach jedem Kunden die Hände sauber. Bei Penny herrscht derzeit Einkaufswagen-Gebot, damit der Abstand gewährt ist. Und Rewe hat sowieso keine Körbe mehr, weil irgendwie jeder Haushalt im Ort mindestens drei Stück (aus Versehen) mit nach Hause genommen hat.
Das ist gar nicht gut, dass sich dein Lieblingskassierer nach jedem Kunden seine Haut mit Handdesinfektion in Überdosis ruiniert: "Zwar stellt eine gesunde Hautflora einen aus dem Gleichgewicht geratenen pH-Wert und einen Säureschutzmantel innerhalb weniger Stunden wieder her, es sollte bei der Körperpflege dennoch darauf geachtet werden, die Haut nicht durch zu starke Reinigung zu strapazieren." https://medlexi.de/S%C3%A4ureschutzmantel
Außerdem wird der Kassierer vermutlich leichter ein Opfer von Krankheiten, die Erreger lieben rissige ausgetrocknete Haut, wie sie durch häufiges Desinfizieren zustande kommt.
Sind in diesen Fall Mülleimer mit Deckeln nicht sogar kontraproduktiv? Wieder etwas das ich anfassen muss, ohne Deckel kann ich meinen Müll "kontaktlos" wegwerfen.
Aber es gibt auch Mülleimer, bei denen man auf ein Pedal tritt um den Deckel zu öffnen. Mundschutz reinwerfen, Fuß vom Pedal nehmen und der Deckel schließt selbstständig. Eine sauberer Sache! Hier ein Beispiel: https://www.onekitchen.com/media/image/25…149_500x500.jpg
Allerdings wird es gewiss eine besondere Herausforderung sein, für den öffentlichen Raum hinreichend robuste Abfalleimer-Modelle zu entwickeln, bei denen der Deckel mit Pedal geöffnet werden kann. Hat schon mal wer so was irgendwo im öffentlichen Raum gesehen?
"Dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für den gesunden Träger verringert, ist nach Angaben des RKI nicht nachgewiesen. Nach Angaben der WHO kann das Tragen der Maske sogar zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen - wodurch wichtige Hygienemaßnahmen wie eine Handhygiene vernachlässigt werden."
Das sagen die Experten. Wenn ich mich jedoch in Hannover auf der Straße so umsehe, dann keimt in mir der Verdacht, auf die Meinung der Experten legen einige keinen großen Wert. Und im Bekanntenkreis habe ich bei dem Thema die Erfahrung gemacht, dass da bei manchen schnell die Emotionen hochkochen können.
Obwohl in Hannover, anders als zum Beispiel in Jena, keine Maskenpflicht gilt, ist bereits jetzt als negative Begleiterscheinung eine zusätzliche Vermüllung erkennbar:
"In Geschäften, Bussen und Bahnen ist es in Jena nun Pflicht: das Tragen eines Mundschutzes. Erlaubt sind auch selbst genähte Masken oder Tücher – doch noch diese Woche sollen die Vorgaben verschärft werden." aus: welt.de vom 6.4.2020: Mundschutzpflicht in Bussen und Geschäften ist in Jena erst der Anfang
Von der ordnungsgemäßen Entsorgung der Masken in Mülleimern mit Deckeln ist in dem Bericht aus Jena nicht die Rede. In Hannover gibt es an den Wartehäuschen des ÖPNV keine Abfalleimer mit Deckel und auch in den Supermärkten sind mir noch keine aufgefallen. Aber vielleicht ist das ja in Jena anders?
Beim Fahrradfahren ist es in Jena dem Welt-Bericht zu Folge (noch?) keine Pflicht, einen Mundschutz zu tragen. Aber es ist auch die Rede davon, dass noch in dieser Woche die Vorgaben verschärft werden sollen. Gerade beim Fahrradfahren darf es nicht zu einer Mundschutzpflicht kommen, wenn es dafür nicht ganz klare und eindeutige Gründe gibt. Denn gerade das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel, das ganz von selbst dazu beiträgt, den notwendigen Sicherheitsabstand einzuhalten. Beim ÖPNV mag es aufgrund des bisweilen dichten Zusammenstehens in vollen Bussen und Bahnen angeraten sein, einen Mund-Nasen-Schutz zu benutzen. Aber auch da sollte es auf keinen Fall Pflicht werden, so dass der Mund-Nasen-Schutz zur zusätzlichen Fahrkarte wird, der die ÖPNV-Nutzung noch einmal zusätzlich verteuern würde, ohne dass der medizinische Nutzen eindeutig belegbar ist. Und mit der Gefahr, dass der ÖPNV als Angstraum erlebt wird. Obwohl ja das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes eigentlich das Gegenteil bewirken soll, nämlich die Angst vor einer Ansteckung nehmen, sehe ich die Gefahr, dass diese Angst unnötigerweise zusätzlich verstärkt wird.
Vorhin bei EDEKA. Lauter Leute mit Gummihandschuhen und Atemschutzmaske aber deutlich zeigend, dass sie wirklich keine Ahnung haben, was sie da machen. Teilweise schlecht sitzende Masken, die dauernd gerichtet werden müssen. Einem älteren Herrn klebte die feuchte Maske unterm Kinn. Dazu sieht man dauernd Kratzen unter der Maske.
Eine Frau mit diesen dicken Putzhandschuhen musste diese dauernd ausziehen, weil sie ihr Smartphone nicht bedienen konnte. Und den Pfandautomat mit Touch-Display auch nicht...
Dazu Einkaufswagenpflicht wegen Abstand und so. Desinfektionstücher leer. Wagengriff richtiggehend schmierig von irgendeiner Handbehandlung des Vorgängers...
Das muss echt besser werden.
"Gesunde Haut weist einen wirkungsvollen Säureschutzmantel auf, der den menschlichen Organismus als Barriere vor dem Eindringen von Krankheitserregern wie Viren, Bakterien, Pilzen, Allergenen und chemischen Substanzen bewahrt."
Der natürliche Säureschutzmantel der Haut schützt also vor Viren. Kann es sein, dass Menschen, die Handschuhe tragen und sich damit wie von Julius beschrieben am Mund-Nasen-Schutz rumfummeln oder gar ihn mal unters Kinn ziehen und ihn dann wieder über Mund und Nase ziehen (das habe ich mehrfach beobachtet) deutlich mehr gefährdet sind? Auf jeden Fall mehr gefährdet sind als Menschen, die keine Handschuhe tragen und sich nicht mehr als gewohnheitsmäßig hin und wieder auch mal ins Gesicht fassen, weil es auch in Corona-Zeiten schwer fällt, solche unwillkürlichen Bewegungsabläufe 100%ig zu kontrollieren?
Auf der Plastikhandschuh-Oberfläche fühlt sich der Virus möglicherweise sehr viel wohler, als wenn er direkt der Haut ausgesetzt ist, wo der Virus vom hauteigenen Säureschutzmantel zerstört wird.
Ich musste allerdings leider die Erfahrung machen, dass es sehr schwer ist ein solches Thema auch nur ansatzweise und vorsichtig zu erörtern mit Bekannten. Auch hier im Forum gibt's ja Beispiele dafür, dass "Corona-Schutzmaßnahme-Themen" eine recht delikate Angelegenheit sein können. Liegt vielleicht mit daran, dass das Thema so neu ist, sodass bei vielen Aspekten die "Befindlichkeiten" noch zu unbekannt sind. (Inklusive die eigenen Befindlichkeiten.)
Darüberhinaus habe ich bei einigen Handschuh + Mund-Nasen-Schutz-Träger*innen den Eindruck, dass der Eigenschutz als Motivation sehr deutlich im Vordergrund steht. Obwohl doch genau dieser Eigenschutz durch den Mund-Nasen-Schutz nicht gegeben ist. (Und durch die Handschuhe möglicherweise auch nicht.) Zugegeben, das ist jetzt spekuliert, aber das bisschen, was man noch von manchen Gesichtern noch sieht sind verängstigt dreinblickende Augen. Aber vielleicht überinterpretiere ich da auch manche "Augenblicke"?
Hat mal wer was über das "Handschuh-Thema" von den Experten des RKI oder anderen Experten gelesen oder gehört?
Hast du mal den Bioladen-Besitzer gefragt, was ihn angetrieben hat, das Schild aufzuhängen? Und wer es gestaltet hat?
Ich könnte mir zum Beispiel ein solches Schild gut an bestimmten Wanderwegen vorstellen, die von Mountainbike-Fahrer*innen stark befahren werden, die aber den Wanderern vorbehalten werden sollen. Eigentlich müsste dann nur aufgehängt werden, dann dürfte da auch kein Radverkehr stattfinden. Aber an anderer Stelle wurde ja mehrfach schon darüber berichtet, dass Zeichen 250 falsch benutzt wird.
Siehe auch Pirminators Eintrag von vor einem Jahr:
Nein, habe ich nicht, bin noch mit einem alten BB unterwegs und das erlaubt sich so etwas nicht.
Habe gerade mal einen Blick zurück gewagt und mir angesehen, mit welchen Argumenten in den 90ern die Handy-Hersteller versucht haben, ihre neuesten Produkte an den Mann zu bringen. (In dem Werbefilm geht es tatsächlich explizit um Männer als potenzielle Käufer eines Handys.)
Mal gespannt wie das weitergeht mit den technischen Lösungen zur Verlangsamung der Corona-Ausbreitung. Was uns dann noch an Werbefilmen für portable digitale Endgeräte bevorsteht, kann man nur erahnen. Ich fürchte allerdings so harmlos wie die von 1993 werden diese Werbefilme dann nicht aussehen:
Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.