Beiträge von Ullie

    Ich bin nicht ganz sicher wo diese Diskussion hinführen soll... Aber hier ein paar Zitate.

    Laut Anlage 2 (zu § 41 Absatz 1) der StVO erwirkt [Zeichen 254]: "Verbot für den Radverkehr und den Verkehr mit Elektrokleinstfahrzeugen im Sinne der eKFV"

    Ich war bisher auch der Auffassung, dass in der Regel Verkehrszeichen für die gesamte Straße (in der jeweiligen Richtung) gelten. Die Verwaltungsvorschrift sieht das wohl anders, nämlich dass es nur für die Fahrbahn gilt, sofern man die Definition von Fahrstreifen aus § 7 StVO hernimmt ("Fahrstreifen ist der Teil einer Fahrbahn, den ein mehrspuriges Fahrzeug zum ungehinderten Fahren im Verlauf der Fahrbahn benötigt.").

    Ich bin verwirrt.

    Vielen Dank für den Hinweis auf diese Quelle.

    Ich habe darin noch etwas entdeckt, dass uns hier vermutlich weiter hilft:
    "Zu § 41 Vorschriftzeichen

    (...)

    3
    III.
    Für einzelne markierte Fahrstreifen dürfen Fahrtrichtungen (Zeichen 209 ff.) oder Höchst- oder Mindestgeschwindigkeiten (Zeichen 274 oder 275) vorgeschrieben oder das Überholen (Zeichen 276, 277 oder 277.1) oder der Verkehr (Zeichen 245 oder 250 bis 266) verboten werden."

    Darunter fallen also auch: Zeichen 254, Verbot für Radverkehr [Zeichen 254],

    oder Zeichen 259, Verbot für Fußgänger [Zeichen 259].

    Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO)

    Beim Durchsehen von Urlaubsfotos habe ich gerade das hier gefunden von einer Omnibus-Rundfahrt mit oben offenem Doppeldecker durch Karlsruhe:

    Der Link zum Rundfahrt-Anbieter: https://www.hop-on-hop-off-bus.de/karlsruhe/

    Auf streetview sieht diese Stelle, Kriegsstraße in Höhe Einmündung Ritterstraße, so aus:

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    Das Verkehrsschild mit dem Zeichen 254, Verbot für Radverkehr[Zeichen 254], gilt ganz eindeutig nur für die Fahrspur, die in den Tunnel führt.

    Wenn es so wäre, dass das Verkehrszeichen 254, Verbot für Radverkehr[Zeichen 254], dort für die ganze Straße gelten würde, von Hauswand bis Hauswand, inklusive des Radfahrstreifens, dann hätte es dort nicht aufgestellt werden dürfen.

    In Anlage 2 StVO, laufende Nummer 31 steht zu Verkehrszeichen 254, Verbot für Radverkehr:

    "Ge- oder Verbot
    Verbot für den Radverkehr und den Verkehr mit Elektrokleinstfahrzeugen im Sinne der eKFV"

    Anlage 2 StVO 2013 - Einzelnorm

    Da steht nichts davon, dass es von Hauswand bis Hauswand gilt, wenn es zum Beispiel wie in in Karlsruhe deutlich an der Tunneleinfahrt aufgestellt wird.

    Da fällt mir etwas auf: Es gibt ja den Radfahrstreifen für den Fahrradverkehr in der Kriegsstraße und der ist in der Regel benutzungspflichtig. Eigentlich kann da gar kein Radfahrer auf die Fahrspur kommen, die in den Tunnel führt, wenn er sich an die Benutzungspflicht für den Radfahrstreifen hält.

    (Kleiner Exkurs: Warum will Karlsruhe eigentlich keinen Radverkehr in seinem "schönen Autoverkehrstunnel" haben, und darf die Karlsruher Verkehrsverwaltung dort einfach so den Radverkehr mit Verkehrszeichen 254 [Zeichen 254] ausgrenzen? Und was ist mit den Fußgänger*innen? Dürfen die hinein in den Tunnel? Verkehrszeichen 259, Verbot für Fußgänger*innen [Zeichen 259], wurde nicht aufgestellt.)

    (Noch ein kleiner Exkurs: An dem Radfahrstreifen ist mir noch etwas aufgefallen: Er ist zwar deutlich markiert und auch mit weißen Fahrrädern als Bodenpiktogramm ausgestattet, allerdings ist an der Kreuzung davor kein Blauschild [Zeichen 237] aufgestellt worden.

    Erst mehrere Kreuzungen weiter vorne habe ich eines entdeckt, allerdings nur als Boden-Piktogramm:

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    Möglicherweise geht man in Karlsruhe davon aus, dass der Radfahrstreifen ein Angebot für den Fahrradverkehr darstellt, jedoch nicht benutzungspflichtig ist? :evil: Das wäre dann eine duale Radverkehrslösung. 8)

    Oder in Karlsruhe geht man davon aus, dass der Radfahrstreifen benutzungspflichtig ist, auch dann, wenn der Radfahrstreifen nicht mit einem Schild mit Verkehrszeichen 237, Radweg[Zeichen 237], ausgestattet ist. :/

    Oder in Karlsruhe geht man davon aus, dass niemand so verwegen ist, einfach mal eben so auf eine der anderen Fahrspuren mit dem Fahrrad zu fahren. :whistling:

    Immerhin ist Karlsruhe der Sitz des Bundesverfassungsgerichtes oder wäre das mehr was für das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, wenn es mal wer bis zur höchsten Instanz durchklagen will, ob der Radverkehrsstreifen auf dem streetview-Bild auch dann benutzungspflichtig ist, wenn er nicht mit Verkehrszeichen 237, Radweg[Zeichen 237], ausgeschildert ist, sondern lediglich mit Bodenpiktogrammen gekennzeichnet ist?)

    Das mit den beiden kleinen Exkursen ist wohl eher etwas um zwei neue Threads aufzumachen oder zu schauen, ob es die bereits gibt.

    Dort steht ja die Kombi aus[Zeichen 254]+[Zeichen 259], direkt angelehnt an das Absperrgitter. Ich gehe in so einem Fall davon aus, dass dieses Kombischild lediglich Bedeutung hat für das, was nach dem Absperrgitter kommt. Im Sinne von: Kein Fußgänger möge hier auf die Idee kommen, das Absperrgitter einfach zur Seite zu schieben und hier weiter zu gehen, denn dann könnte es passieren, dass er in eine Baugrube fällt.

    Deshalb hatte ich diese blauen Pfeile eingezeichnet, denn für mich sieht es so aus, rein vom Foto her gesehen, dass es da einen "Trampelpfad" gibt, der links um die Baustelle drumherum führt.

    Mit dem Aufstellen von [Zeichen 254]oder [Zeichen 259]ist meines Erachtens nicht grundsätzlich verbunden, dass die ganze Straße von Hauswand bis Hauswand ab Verkehrsschild verboten ist für den Radverkehr oder den Fußverkehr. Denn dann wäre in dem Baustellenbeispiel tatsächlich Ende für den Fuß- und Radverkehr. Der könnte dann nur noch umkehren und müsste großräumige Umwege nehmen. So kann es m. E. nicht gemeint sein. Und ich habe bislang auch noch keine amtliche Erläuterung zu [Zeichen 254] oder [Zeichen 259] gefunden, in der drin steht, dass diese Verbotsschilder immer von Hauswand bis Hauswand gelten.

    Was bedeutet denn Ihrer Meinung nach dieses Kunstwerk?

    Ich mutmaße mal, was die zuständige Verkehrsbehörde gemeint hat ...

    Ich würde nicht mal unbedingt Mutmaßungen darüber anstellen, was die zuständige Verkehrsbehörde gemeint haben könnte.

    Mir ist auch bei vergleichbaren Chaos-Produktionen in Hannover nie so recht klar geworden, was die Verkehrsbehörde en détail anordnet und ob die Umsetzung durch die Baufirma oder die Anordnung zu Murks führen.

    Ich habe mal dein Foto genommen, um zu zeigen, was ich vermute, wie es von manchen Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen interpretiert werden könnte:

    Ich würde vermutlich auch erst mal selbst nachschauen, ob da noch was geht. Es sieht immerhin ein bisschen so aus, als gäbe es da noch einen Trampelpfad, der an der Baustelle vorbeiführt. Für einen Zweirichtungs-Fahrradweg ist der Weg zu schmal. Könnte aber auch eine ganz kurze Engstelle sein. Aber du kennst den Weg ja und schreibst, es ist kein Zwei-Richtungsradweg im Normalfall.

    Um rauszufinden, wer für die Installation verantwortlich ist, müsste man intensiver einsteigen. Und man müsste wissen, welche Kontrollmechanismen es gibt. Kann ja z. B. sein, dass eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Verkehrsbehörde sich die Ausführung noch ansieht und Änderungen veranlasst.

    Bei uns gibts so etwas auch, wenn auch selten. In der Regel da, wo ein Radweg oder ein freigegebener Gehweg endet.

    Und es liegt (auch) daran, dass überall Gehwege zum Radfahren freigegeben sind und missbraucht werden, dann brauchts natürlich eine deutliche Klarstellung, wenn es mal ausnahmsweise nicht der Fall ist.

    Wenn ein Gehweg nicht für den Fahrradverkehr freigegeben ist und trotzdem von Fahrradfahrer*innen benutzt wird, dann ist das keine duale Radverkehrslösung. Vielmehr ist es die verbotene Nutzung des Gehwegs. In Hannover kann man meines Erachtens ganz gut erkennen, dass in der Regel die Fahrbahnnutzung durch den Fahrradverkehr erwünscht ist und ein Angebotsfahrradweg oder ein für den Radverkehr frei gegebener Fußweg nur die zweitbeste Möglichkeit ist. Und es werden Fußwege geschützt, entweder durch Aufstellen von Verkehrszeichen 239 Gehweg [Zeichen 239], oder alternativ, wenn das nach Einschätzung der Verkehrsverwaltung notwendig erscheint, durch [Zeichen 254], so wie in diesem Beispiel. Dadurch wird das verbotene Fahren auf einem Fußweg, der nicht für den Fahrradverkehr freigegeben ist, als falsche und unzulässige "duale Radverkehrslösung" verhindert.

    Im Thread "Duale Radverkehrslösungen - Beispiele" hatte ich dieses Beispiel in der Wülfeler Straße ab Einmündung Brabeckstraße vorgestellt.

    Um diese Beschilderung besser beurteilen zu können, diese streetview-Fahrt:

    Die Wülfeler Straße heißt bis zu dieser Stelle auf dem Foto oben Wülferoder Straße und sieht so aus. Es gibt zunächst auf beiden Seiten einen Angebotsfahrradweg, also eine duale Radverkehrslösung, die in Hannover häufig anzutreffen ist:

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    Es kommt jetzt die Einmündung Willhelm-Göhrs-Straße. Jetzt ist auf der einen Seite kein Angebots-Fahrradweg mehr, auf der anderen Seite in Blickrichtung rechts ist jetzt ein Angebots-Fahrradweg, der in beide Richtungen freigegeben ist. Ausgeschildert ist er mit einem alleinstehenden [Zusatzzeichen 1000-33]. Das ermöglicht eine duale Radverkehrslösung für beide Fahrtrichtungen. Es ist möglich, entweder auf der Fahrbahn zu fahren oder aber den Zweirichtungsfahrradweg zu benutzen.

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    Ca. 150 m weiter stößt die Brabeckstraße von rechts auf die Wülferoder Straße, die ab hier den Namen ändert und Wülfeler Straße heißt. Autoverkehr kann nicht von der Brabeckstraße auf die Wülfeler Straße münden, denn die Brabeckstraße ist Sackgasse und die Einmündung in die Wülfeler Straße abgepollert. In Geradausrichtung hatte der Radverkehr bis hier die Möglichkeit auf dem Zweirichtungs-Angebotsfahrradweg zu fahren (in Blickrichtung rechts von der Fahrbahn). Ab hier gibt es die Möglichkeit für den Fahrradverkehr nicht mehr. Stattdessen gibt es weiter die Option Fahrbahnnutzung. Oder die zweite Option, nämlich den ab hier in beide Fahrtrichtungen für den Fahrradverkehr freigegebenen Fußweg auf der linken Seite zu benutzen. Eine duale Lösung ist also weiter gegeben. Um ganz deutlich zu machen, dass der Fahrradweg rechts der Fahrbahn hier endet, ist der Fußweg ab hier mit Verkehrszeichen 254, Verbot für den Radverkehr [Zeichen 254], ausgeschildert.

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    So weit es um die Diskussion über dieses Beispiel einer dualen Radverkehrslösung geht, bitte im Thread "Duale Radverkehrslösungen - Beispiele" weiter diskutieren. So weit es um die Verwendung von Verkehrszeichen 254, Verbot für den Radverkehr [Zeichen 254], geht, bitte hier weiter diskutieren.

    Nicht "gilt", sondern "gelten soll". Das begreifen die aber nicht.

    Wie meinst du das jetzt?

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann gehst du davon aus, dass das Verkehrszeichen 254, Verbot für Radverkehr [Zeichen 254], bedeutet, dass damit ein Fahrverbot für den Fahrradverkehr auf der ganzen Straßenbreite von Hauswand zu Hauswand verbunden ist.

    Und wer ist "die"? Die Verkehrsverwaltung? Das heißt, du vermutest, dass die Verkehrsverwaltung nicht begreift, dass das Verkehrszeichen 254, Verbot für den Radverkehr [Zeichen 254], bedeutet, dass es für die ganze Straße, also von Hauswand zu Hauswand gilt?

    Ich habe dazu ein Extra-Thema eröffnet. Denn in diesem Thread hier soll es um Beispiele für duale Radverkehrslösungen gehen. Und da macht es keinen Sinn, wenn Diskussionsteilnehmer, davon ausgehen, dass eine Beschilderung mit Verkehrszeichen 254, Verbot für Radverkehr zwangsläufig bedeutet, dass auf der ganzen Straßenbreite gar kein Radverkehr mehr stattfinden darf.

    Im zuletzt hier diskutierten Fall geht es darum, dass in der Wülfeler Straße ab Einmündung Brabeckstraße diese Beschilderung angeordnet wurde:

    Um diese Beschilderung besser beurteilen zu können, diese streetview-Fahrt:

    Die Wülfeler Straße heißt bis zu dieser Stelle auf dem Foto oben Wülferoder Straße und sieht so aus. Es gibt zunächst auf beiden Seiten einen Angebotsfahrradweg, also eine duale Radverkehrslösung, die in Hannover häufig anzutreffen ist:

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    Es kommt jetzt die Einmündung Willhelm-Göhrs-Straße. Jetzt ist auf der einen Seite kein Angebots-Fahrradweg mehr, auf der anderen Seite in Blickrichtung rechts ist jetzt ein Angebots-Fahrradweg, der in beide Richtungen freigegeben ist. Ausgeschildert ist er mit einem alleinstehenden [Zusatzzeichen 1000-33]. Das ermöglicht eine duale Radverkehrslösung für beide Fahrtrichtungen. Es ist möglich, entweder auf der Fahrbahn zu fahren oder aber den Zweirichtungsfahrradweg zu benutzen.

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    Ca. 150 m weiter stößt die Brabeckstraße von rechts auf die Wülferoder Straße, die ab hier den Namen ändert und Wülfeler Straße heißt. Autoverkehr kann nicht von der Brabeckstraße auf die Wülfeler Straße münden, denn die Brabeckstraße ist Sackgasse und die Einmündung in die Wülfeler Straße abgepollert. In Geradausrichtung hatte der Radverkehr bis hier die Möglichkeit auf dem Zweirichtungs-Angebotsfahrradweg zu fahren (in Blickrichtung rechts von der Fahrbahn). Ab hier gibt es die Möglichkeit für den Fahrradverkehr nicht mehr. Stattdessen gibt es weiter die Option Fahrbahnnutzung. Oder die zweite Option, nämlich den ab hier in beide Fahrtrichtungen für den Fahrradverkehr freigegebenen Fußweg auf der linken Seite zu benutzen. Eine duale Lösung ist also weiter gegeben. Um ganz deutlich zu machen, dass der Fahrradweg rechts der Fahrbahn hier endet, ist der Fußweg ab hier mit Verkehrszeichen 254, Verbot für den Radverkehr [Zeichen 254], ausgeschildert.

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    Diesen Beitrag kopiere ich in den Thread "Beispiele für den Einsatz des Verkehrszeichens 254, Verbot für den Radverkehr [Zeichen 254]": Beispiele für den Einsatz des Verkehrszeichens Zeichen 254 Verbot für Radverkehr

    So weit es hier um die Diskussion über dieses Beispiel einer dualen Radverkehrslösung geht, bitte hier weiter diskutieren. So weit es um die Verwendung von Verkehrszeichen 254, Verbot für den Radverkehr [Zeichen 254], geht, bitte dort in dem neuen Thread weiter diskutieren.

    Das Verkehrszeichen 254, Verbot für Radverkehr [Zeichen 254], bietet für meinen Geschmack zunächst einmal keinen schönen Anblick.

    Ich bin leidenschaftlicher Fahrradfahrer und wenn dann ein Verkehrszeichen daher kommt, das das Fahrradfahren verbietet, dann: Grrrr! :cursing:.

    Freilich, sehr viel subtiler kommt ein anderes Fahrrad-Fahrverbot daher: Verkehrszeichen 237, Radweg [Zeichen 237], und seine Verwandten, nämlich Verkehrszeichen 240, Gemeinsamer Geh- und Radweg [Zeichen 240], sowie Verkehrszeichen 241 [Zeichen 241-30], Getrennter Rad- und Gehweg. Diese blauen Schilder wirken schon aufgrund ihrer Farbgebung erst mal sympathischer und es ist zunächst erst mal kein direktes Verbot ausgesprochen, vielmehr haben sie die Bedeutung, hier ist Fahrradfahren erlaubt. Tatsächlich sind es Gebotszeichen, auch bekannt als Gebotsschilder, die eine bestimmte Verhaltensweise vorschreiben. Deshalb beinhalten diese "Blauschilder" ein subtiles Fahrradverbot bezüglich der Fahrbahnnutzung durch den Fahrradverkehr. Darüber ist hier im Forum viel zu lesen und soll nicht Thema in diesem Thread sein.

    Ganz unvoreingenommen könnte man meinen: Naja, besser ein Blauschild, das das Fahrrad fahren erlaubt, zumindest auf dem dafür vorgesehenen Fahrradweg, als ein "Rotschild" [Zeichen 254], das das Fahrradfahren ganz verbietet.

    In Hannover gibt es einige Stellen, an denen das Verkehrszeichen 254, Verbot für den Radverkehr [Zeichen 254], von der Verkehrsverwaltung so eingesetzt wird, dass es nicht das Fahrradfahren generell verbietet, sondern lediglich das Fahrradfahren auf einem klar abgegrenzten Teil der Straße, nämlich entweder auf einem Fahrradweg, der nicht in entgegengesetzter Fahrtrichtung benutzt werden soll, oder auf einem Fußweg, der nicht für den Fahrradverkehr freigegeben ist.

    Weil von verschiedenen anderen Forumsbesuchern in verschiedenen Beiträgen immer mal wieder sehr apodiktisch behauptet wurde, dass das Verkehrszeichen 254, Verbot für den Fahrradverkehr [Zeichen 254] grundsätzlich immer bedeute, dass dort wo es in einer Straße aufgestellt wird, für die ganze Straße von Hauswand zu Hauswand gelten würde, und außerdem in beide Richtungen, also auch für die Gegenrichtung, von wo aus man das Schild gar nicht sehen kann, ein Fahrrad-Fahrverbot gelten würde, habe ich dieses Thema eröffnet, um Beispiele vorzustellen, die es ermöglichen sollen, den Einsatz des Verkehrszeichens zu diskutieren.

    immer wenn du glaubst, schon alles gesehen zu haben...

    also der rechtsseitige Gehweg wird mit [Zeichen 254] beschildert und der linksseitige Gehweg mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] und zusätzlich noch Sharrows/Sinnbilder auf der Fahrbahn?

    ich bin gerade in Tischkanten-anfress-laune. So etwas wie da hilft mir gerade mental null. X(

    :rolleyes::|:sleeping:

    Kann sein, dass es dir mental "Null" hilft, in Hannover wird es von vielen, mit denen ich gesprochen habe, in dem Sinne als duale Radverkehrslösung richtig verstanden, wie ich es geschildert habe und auch in diesem Sinne geschätzt. Kannst ja mal versuchen, dich "mental" drauf einzulassen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?;)

    Ich kann allerdings verstehen, dass es dich mental runterzieht, wenn du das Schild, das da am Rand des Fußweges steht, so interpretierst, dass du da nicht mehr mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn fahren darfst. Das würde mich auch mental runterziehen. Ist aber nicht so. Und wenn es dir hilft, dann können wir für diese Frage gerne einen eigenen Thread mit Beispielen dazu aufmachen. Das hatte ich Autogenix auch schon vorgeschlagen.

    Und weil sich dann die KFZ-Lenkenden über die nicht-ängstlichen Radfahrer beschwert haben, hat man halt in der Richtung die Straße für Radler gleich mit [Zeichen 254] gesperrt.

    Seit dem muss man auch die blaue Markierung auf der Fahrbahn nicht mehr nachmalen.

    Das siehst du so. In Hannover, aber auch andernorts gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass ein so angebrachtes Verkehrszeichen Zeichen 254, Verbot für Radverkehr, nicht für die ganze Straße von Hauswand zu Hauswand gilt, sondern lediglich für einen Teil der Straße, z. B. für eine bestimmte Fahrspur oder hier für den Fußweg. Da könnte man natürlich auch ein Verkehrsschild, Zeichen 239 Gehweg anbringen, um klarzumachen, dass dort kein Fahrradverkehr auf dem Gehweg erlaubt ist. In dem Fall hat man anders entschieden. Und ich habe noch niemanden in Hannover getroffen, der diese Beschilderung so interpretiert, dass auf der ganzen Straßenbreite nirgends mehr jemand mit dem Fahrrad fahren darf.

    Vielleicht lohnt es sich einen eigenen Thread dafür aufzumachen, in dem es nur um die Verwendung von Verkehrszeichen 254,
    Verbot für Radverkehr, geht in Verbindung mit der Frage, ob das dann bei seiner Verwendung immer für die ganze Breite der Straße gilt.

    Nochmal zur Klarstellung:

    Diese Beschilderung führt nicht zu einem Verbot für Fahrradfahrende, die Fahrbahn zu benutzen, denn das so angebrachte Verkehrszeichen verbietet den Fahrradverkehr auf dem Fußweg. Eigentlich ist es überflüssig, ein Verbot für den Fahrradverkehr auf dem Fußweg auszusprechen, in bestimmten Fällen ist es dennoch sinnvoll, das Schild aufzustellen. Zum Beispiel, falls der Fußweg früher an dieser Stelle für den Fahrradverkehr freigegeben war, wo heute [Zeichen 254]das Schild steht.

    Es ist auch deshalb sinnvoll, weil auf der gegenüberliegenden Straßenseite der deutlich breitere Fußweg mit einem [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10]ausgeschildert ist. Denn würde man auf der einen Seite den Fußweg ohne Zusatz [Zusatzzeichen 1022-10] und auf der anderen Seite mit [Zusatzzeichen 1022-10] ausschildern, dann würden sich viele fragen: Warum ist der Gehweg einmal mit und einmal ohne Zusatz [Zusatzzeichen 1022-10] ausgeschildert.

    Die Beschilderung verdeutlicht eine duale Radverkehrslösung und die hat an der Stelle Vorteile bzw. Nachteile gegenüber verschiedenen Formen von "eindimensionalen" Radverkehrslösungen.

    Wie kann ich Fahrradfahrer*innen für das Fahrbahnradeln gewinnen?

    Indem ich das Fahrradfahren auf dem Bürgersteig verbiete:

    Zum Beispiel an dieser Stelle auf dem Bürgersteig an der Wülfeler Straße kurz hinter der Einmündung Brabeckstraße:

    Zusätzlich hat die Verkehrsbehörde blaue Fahrradsymbole auf die Fahrbahn aufgebracht. Von denen ist allerdings auf meinem Foto kaum noch etwas zu erkennen. Diese streetview-Aufnahme zeigt, dass die mal besser zu sehen waren:

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    Trotzdem: Die blaue Farbe trägt nicht zur guten Sichtbarkeit bei. Zeit für eine Neu-Beschichtung, am besten in Weiß!

    Auf dem streetview-Bild auch zu sehen:

    Für diejenigen Fahrradfahrer*innen, die lieber nicht auf der Fahrbahn fahren wollen, gibt es eine Alternative. Fahren entgegengesetzt der normalen Fahrtrichtung auf dem linken Fußweg, der für beide Richtungen freigegeben ist. Hier noch mal das Foto von oben, ohne abgeschnittenen linken Bildrand:

    Das ist dann vielleicht doch manchem unentschlossenen Fahrradfahrenden zu blöd. Und anstatt auf dem Fußweg in Gegenrichtung zu radeln, benutzt er lieber die Fahrbahn auf der richtigen Seite. Für andere Fahrradfahrende jedoch, die sich eher schwertun damit, die Fahrbahn zu benutzen, gibt es noch die Alternative, mit Schrittgeschwindigkeit auf dem gegenüberliegenden Fußweg zu fahren.

    Und wenn dann noch das Radsymbol auf der Fahrbahn in Weiß deutlich zu sehen ist, könnte das tatsächlich für das Fahrbahn-Fahrradfahren begeistern!:)

    Lesewarnung: Der Beitrag ist jetzt sehr lang geworden. Ich habe mich da zugegebenermaßen ein wenig reingesteigert. Aber ich will ihn trotzdem hier veröffentlichen. "Möge die Redaktion mit mir sein!":saint:

    ""Wer einen Radweg wolle, müsse auch mit anpacken, ergänzt Wichmann.", einer der Aktivisten für den Radwegebau in Eigenregie und auf eigene Kosten." Zitat aus dem von Fahrbahnradler verlinkten Spiegel-Artikel.

    Solch' markigen Sprüchen beinhalten stets auch die Gefahr, des blinden Aktionismus.

    Und wenn schon markige Sprüche, dann doch bitte auch in die andere Richtung:

    "Wer einen Radweg wolle, müsse auch mit anpacken, ergänzt Wichmann." sagen die Radwegbauer.

    "Wer Fahrradverkehr wolle, der muss den Autoverkehr in enge Schranken weisen." sage ich.

    Zugegeben, da besteht auch die Gefahr von blindem Aktionismus. Aber eben nicht die Gefahr, dass die Eskapaden der Autofahrerschaft auch noch dadurch unterstützt werden, dass sich die Radfahrer*innen selbst aus dem Spiel nehmen und dann auch noch auf eigene Kosten ihr Reservat (sprich Radweg) errichten. Um diese Gefahr zu verdeutlichen bin ich einmal die geplante Radwegstrecke auf streetview abgefahren:

    Das Foto in dem Spiegelartikel mit den Radwegebau-Aktivisten wurde hier aufgenommen:

    Spiegel-Foto-Link:

    https://d40f2pi0jn4k2n.archive.ph/xU27a/cabc5af43b0f0113330438dc002e4539ed85c929.webp

    streetview-Link:

    Der Startpunkt für den Radwegbau in Eigeninitiative ist hier an der Landstraße 581 zwischen Coesfeld und Billerbeck:

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    An dieser Stelle endet der vorhandene Fahrradweg zwischen Coesfeld und Westhellen. Ab Westhellen bis Billerbeck beginnt der Radwegebau in Eigeninitiative. Auf der Strecke gilt zunächst Tempolimt 50, das ist noch kurz vor den Gebäuden von Westhillern angeordnet an einer Stelle an dem noch der bereits vorhandene Radweg verläuft:

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    Dann kommt die Stelle, an der der Radweg endet und eine Einmündung von rechts.Hier müsste eigentlich auch noch ein Tempo 50 Schild stehen: Hier nochmal der streetview-Link von der Stelle, an der der Radweg im Selbstbau beginnen soll:

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    Vermutlich wurde an dieser Stelle auf ein weiteres Tempo 50 Schild verzichtet, weil kurz darauf das Tempolimit aufgehoben wird:

    https://www.google.com/maps/@51.960086,7.2147171,3a,75y,78.44h,75.85t/data=!3m7!1e1!3m5!1sD0a6Q9d5wLjLdsNag3r0ww!2e0!6shttps:%2F%2Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%2Fv1%2Fthumbnail%3Fcb_client%3Dmaps_sv.tactile%26w%3D900%26h%3D600%26pitch%3D14.147814226487043%26panoid%3DD0a6Q9d5wLjLdsNag3r0ww%26yaw%3D78.44262875409284!7i16384!8i8192?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI1MDcyMy4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D

    Das heißt ab hier gilt lediglich das generelle Tempolimit 100 (?) und das Prinzip, dass man nicht schneller fahren darf, als die Verhältnisse es zulassen. Wer genau hingesehen hat, der hat ein [Zeichen 101]am nächsten Leitpfosten, also nur 50 m dahinter entdeckt: Hier die Stelle an der man dann das Zusatzschild zu [Zeichen 101] lesen kann:

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    Auf dem Zusatzschild wird vor "Straßenschäden" gewarnt! Das sollte eigentlich ein Grund sein, das Tempo zu reduzieren. Oder etwa nicht? Warum aber wurde genau 50 m zuvor das Tempolimit aufgehoben? Ich hatte oben ein Fragezeichen gemacht bei dem Satz: "Das heißt ab hier gilt lediglich das generelle Tempolimit 100 (?)" Tatsächlich stand ja auf dem Schild, dass das Tempolimit von Tempo 50 aufgehoben wurde. Aber schon weit vor dem angeordneten Tempolimit 50 ist Tempolimit 70 angeordnet. Das ist noch auf der Strecke auf der es bereits einen Fahrradweg gibt:

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    Danach kommen dann die Häuser und Tempolimit 50 und danach das Schild Tempolimit 50 endet. Es gilt also wieder Tempo 70 km/h. (Oder doch 100 km/h?) Und dann kommt die Warnung vor Straßenschäden. Eigentlich ein Grund, noch mal deutlich das Tempo zu reduzieren, also langsamer als 70 zu fahren. Aber vermutlich würde man jemanden als "lebensfremd" bezeichnen, der annimmt, dass dort tatsächlich langsamer gefahren wird nur wegen ein paar "Straßenschäden".

    Hundert Meter hinter dem Warnschild "Straßenschäden" kommt eine Einmündung von rechts. Wer von dort auf die Landstraße auffährt, der sieht erst mal kein Tempolimit 70-Schild, weil da keines steht. Aber man ist ja ortskundig und käme niemals auf die Idee auf 100 km/h zu beschleunigen.:/ Oder vielleicht doch?

    ;)Nein - bestimmt nicht;), denn nur 50 m hinter der Einmündung weiter kommt erneut die Warnung [Zeichen 101] vor "Straßenschäden".

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    Und kurz darauf folgt noch eine Warnung wegen unebener Fahrbahn:

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    Und dann kommt noch die Warnung vor Wildwechsel auf einer Streckenlänge von 2 km:

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    Selbst jemand, der nicht ortskundig ist und deshalb nicht weiß, dass er eigentlich nur 70 fahren darf (siehe Problembeschreibung oben), der wir doch spätestens jetzt bei der Warnung vor Wildwechsel so gescheit sein, dass er mit höchstens Tempo 70 oder Tempo 60 die Fahrt fortsetzt, denn er muss ja mit Wildwechsel rechnen. (Oder mit Fahrradfahrenden?8|)

    Innerhalb dieser 2 km Wildwechselstrecke, auf der man sowieso schon langsamer fahren sollte, warnt dann nochmal eine breite
    Richtungstafel in Kurven Zeichen 625-22 vor einer scharfen Rechtskurve:

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    Es wiederholt sich die Warnung vor Straßenschäden:

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    Und immer noch deutlich innerhalb der 2-km-Strecke mit dem Wildwechsel, wird dann an dieser Stelle, kurz vor den Häusern von Westhellen, vor Kindern gewarnt:

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    Und es wird dort erneut Tempo 50 max. angeordnet.

    Es kommt dann 200 m weiter diese Einmündung von links, ohne dass das Tempo-50-Schild wiederholt aufgestellt wurde. Direkt dahinter eine fette Kurven-Richtungstafel, die diesmal vor einer Linkskurve warnt:

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    Warum dieses Kurven-Warnschild? Dort darf doch ohnehin nur 50 km gefahren werden. Oder wurde das Kurvenwarnschild für die Autofahrer*innen aufgestellt, die dort verbotenerweise deutlich schneller fahren? Huch, nur wenige Meter weiter sind ja gleich noch zwei weitere Kurvenwarnschilder:

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    Bei dem jetzt insgesamt dritten Kurvenwarnschild gibt es Einmündungen von links und rechts:

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    Und 200 m weiter kommt diese Bushaltestelle:

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    Ich bin nicht sicher ob da immer noch das Tempo 50 Schild mit dem Hinweis Achtung Kinder gilt, mit Kindern zu rechnen ist allemal im Bereich einer Bushaltestelle. Ich befürchte allerdings, dass nicht wenige Autofahrer*innen meinen, hier Tempo 100 zu fahren, sei erstrebenswert und mit haltenden Linienbussen und wartenden Fahrgästen sei eh nicht zu rechnen. Vermutlich haben sie damit sogar recht, zumindest an Ferientagen. "Ach wie gut dass jeder Autofahrer den Ferienplan im Kopf hat. X/"

    Beachtenswert ist auch die nächste große Kurvenwarntafel im Bild-Hintergrund, diesmal für die nächste Linkskurve. Also eines steht fest, Autofahrer*innen dürfen sich nicht beklagen, dass zu wenige Kurvenwarntafel aufgestellt seien. Andererseits frage ich mich, ob noch ein Autofahrer weiß, ob hier noch Tempo 50 gilt, oder Tempo 70, wie es weiter vorne vor dem Tempo 50 Schild mal angeordnet wurde oder das generelle Tempo 100 auf Landstraßen.

    Da ist die Antwort:

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    Erst 250 m nach der Bushaltestelle ist Tempo 50 aufgehoben. Ab jetzt gilt wieder Tempo 70! Oder Tempo 100? Auf jeden Fall befinden wir uns noch im Gefahrenbereich "Wildwechsel", denn wir erinnern uns, der wurde für 2 km Streckenlänge ausgesprochen und die 2 km sind noch nicht vorbei. Die Wildwechselgefahr endet kurz nach dem landwirtschaftlichen Betrieb auf der linken Seite im streetview-Bild. Und in Anbetracht der schnurgeraden Strecke wäre es wohl "lebensfremd" anzunehmen, dass hier mit weniger als 100 km/h gefahren wird:

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    Hier kommt die Stelle an der die Wildwechselgefahr endet. Man sieht auf der Aufnahme die entsprechenden Schilder für die Gegenrichtung von der Rückseite:

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    Wenige hundert Meter weiter warnen die Schilder VZ 130-20 vor eine scharfen Rechtskurve:

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    Kurz vor der Kurve wird noch einmal vor Straßenschäden gewarnt:

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    Und in der Kurve steht wieder eine fette Kurven-Richtungstafel:

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    Es geht jetzt auf Osthellen zu, ein Tempolimit von 70 ist angeordnet:

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    Es kommt kurz danach dieses grüne Schild mit der Aufschrift "Osthellen". Das ist meines Wissens kein offizielles Ortsschild, das mit einem Tempolimit 50 km/h innerorts verbunden wäre. Es gilt also trotz der folgenden Bebauung rechts und links Tempo 70.

    100 m nachdem "Schild mit Ortsangabe" wird vor landwirtschaftlichem Verkehr gewarnt und direkt bei der Bushaltestelle steht ein Tempo 50 Schild:

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    Das Tempo 50 Schild wird 100 m weiter ergänzt durch eine Warnung vor kurviger Strecke auf 900 m Länge:

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    Die nächste Bushaltestelle liegt imTempo 50-Bereich:

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    Hier wird die Tempo 50 Anordnung nochmal erneuert:

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    Es folgen zwei fette Kurven-Warntafeln, die vor einer Linkskurve im Tempo-50-Bereich warnen:

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    Kurz danach noch mal das Achtungsschild "Schlechte Wegstrecke" und das Ende des Tempo 50 Gebotes wird verkündet:

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    Danach kommen keine tempobegrenzende Verkehrsschilder mehr. Auch nicht an dieser Bushaltestelle:

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    Und dem darauf folgenden Wohngebäude:

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    Erst ab hier ist wieder tempo 70 angeordnet:

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    150 m weiter folgt ein Tempo 50 km/h Gebot und dann ein Vorfahrt-Achten-Schild mit der Entfernungsangabe 250 m.

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    Es folgt noch ein Achtung Fußverkehr:

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    Und nochmal 100 m weiter kommt die Stelle, an der das oben verlinkte Foto aus dem Spiegel-Artikel aufgenommen wurde.

    Das ist jetzt alles sehr, sehr lang geworden. Aber es geht ja auch um die Initiative für einen Fahrradweg genau entlang der beschriebenen Strecke. Würde ich bei einer solchen Radwegebau in Eigeninitiative mitmachen wollen? Dazu braucht es wohl eine erhebliche Portion Lokalpatriotismus und trotzdem wäre ich mir nicht sicher, ob es das Richtige wäre. Denn die ausführliche Streckenbeschreibung hat gezeigt: Da werden Landstraßen missbraucht zum Rasen. Es gibt zahlreiche aufwendige Warnschilder vor gefährlichen Kurven, die die Landstraße die Anmutung einer Rennstrecke geben.

    Es wechseln immer wieder die Tempolimits, so dass der Eindruck entsteht, es wurde nur deshalb kein durchgehend niedriges Tempolimit angeordnet, weil das aufgrund der einseitig autofahrerfreundlichen Verkehrsgesetzgebung von der "Raser-Lobby" ausgenutzt würde, um die Verkehrsbehörden mit Klagen gegen angeordnete Tempolimits zu überziehen. Vielleicht hat aber auch die Verkehrsbehörde da einfach nur "die Schere im Kopf"?

    Und da soll ich jetzt in meiner Freizeit in Eigeninitiative mir den Buckel krumm schuften und Leib und Leben riskieren? Gibt es denn für die am Bau beteiligen freiwilligen Helfer eine Unfallversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Rentenversicherung mit Anspruch auf Witwenrente und Waisenrente für Hinterbliebene? Und das alles nur weil es Teilen der Autofahrerschaft gefällt, generell asphaltierte Flächen als ihre ureigenstes Besitztum zu betrachten mit "Recht auf Totfahren anderer Verkehrsteilnehmer"? Und dabei ist nicht einmal sicher, ob die Gefahren für Fahrradfahrende und Fußgänger*innen durch einen gemeinsamen 2,50 m breiten Fuß- und Zweirichtungsradweg gebannt sind.

    Der geschützte Radweg auf der Göttinger Landstraße zwischen Hemmingen und Arnum wurde erst vor wenigen Monaten eingerichtet. Jetzt sieht es dort so aus:

    Wo sind all die Baken hin?

    Das Hannoversche Wochenblatt berichtete dazu:

    "Bike Lane zwischen Arnum und Hemmingen-Westerfeld
    Im ersten Quartal 2025 soll die rund 500 Meter lange Verbindung zwischen Arnum und Hemmingen-Westerfeld beleuchtet werden. Die große Lösung von vor etwa zwei Jahren ist neuerdings vom Tisch – zu teuer. Ursprünglich sollten zwei komplett neue und von der Straße mit einem Hochbord getrennte Radwege gebaut werden. Aus Kostengründen wird jetzt jedoch der Radweg auf der östlichen Seite einfach in der bestehenden Form belassen und auf der westlichen Seite eine sogenannte Protected Bike Lane angelegt. Dabei handelt es sich um einen speziellen Streifen für Radfahrer und Radfahrerinnen, der durch eine durchgehende Linie von der Fahrbahn getrennt ist."

    https://epaper.wochenblaetter.de/epaper/article/14/48665

    Das Ding ist also laut Wochenblatt eine Art Billiglösung.

    Und es kam, wie es leider vorhersehbar war: Mehrere Schutz-Klötze, mit rund 20 cm langen Schrauben befestigt, wurden zu Klump gefahren bzw. gemeinsam mit mindestens einem Dutzend von den kleinen Baken in den Straßengraben gerammt. Einiges davon liegt noch am Straßenrand:

    Auf der Straße gilt Tempo 50! Das wird allerdings nach meiner Beobachtung nicht eingehalten und nicht kontrolliert. Wenn ich mir das Zerstörungswerk so anschaue, dann halte ich einen Verzicht auf Fahrradwege und dafür Fahrbahnradeln für keine gute Alternative.

    Ich habe einen ähnlichen Beitrag in dem Thread "Krumme Verkehrszeichenträger" geschrieben. Bitte über diese "protected bikeline" lieber hier weiter diskutieren.

    Die Stelle auf streetview, noch ohne "protected bikeline":

    Es ist ärgerlich, aber verständlich, wenn Fahrradfahrer*innen durch ein solches Zerstörungswerk der Autofahrerschaft verunsichert werden und viele davon die Segel streichen und das Fahrrad stehen lassen. Freilich ist es auch ärgerlich, wenn zur Herstellung von ausreichend breiten Radwegen Bäume gerodet werden müssen. Und dann wird damit ja auch die Raserei der Autofahrer heraufbeschwört, wenn links und rechts der Fahrbahn noch ein breiter Grünstreifen und jeweils noch Rad- und Fußwege sind. Das ist so eine Art Gegenteil von Win-Win-Situation. Gewinnen tun dagegen immer nur die Raser in ihren fetten Blechbüchsen.

    Welch übles Zerstörungswerk der Autoverkehr immer wieder anrichtet, stellt er nicht zuletzt an den zahlreichen zerstörten Verkehrseinrichtungen unter Beweis:

    Dieser geschützte Radweg auf der Göttinger Landstraße zwischen Hemmingen und Arnum wurde erst vor wenigen Monaten eingerichtet. An anderer Stelle hatte ich im Forum darüber berichtet: Protected Bike Line von Hemmingen Westerfeld nach Arnum

    Das Hannoversche Wochenblatt berichtete dazu:

    "Bike Lane zwischen Arnum und Hemmingen-Westerfeld
    Im ersten Quartal 2025 soll die rund 500 Meter lange Verbindung zwischen Arnum und Hemmingen-Westerfeld beleuchtet werden. Die große Lösung von vor etwa zwei Jahren ist neuerdings vom Tisch – zu teuer. Ursprünglich sollten zwei komplett neue und von der Straße mit einem Hochbord getrennte Radwege gebaut werden. Aus Kostengründen wird jetzt jedoch der Radweg auf der östlichen Seite einfach in der bestehenden Form belassen und auf der westlichen Seite eine sogenannte Protected Bike Lane angelegt. Dabei handelt es sich um einen speziellen Streifen für Radfahrer und Radfahrerinnen, der durch eine durchgehende Linie von der Fahrbahn getrennt ist."

    https://epaper.wochenblaetter.de/epaper/article/14/48665

    Das Ding ist also laut Wochenblatt eine Art Billiglösung.

    Und es kam, wie es leider vorhersehbar war: Mehrere Schutz-Klötze, mit rund 20 cm langen Schrauben befestigt, wurden zu Klump gefahren bzw. gemeinsam mit mindestens einem Dutzend von den kleinen Baken in den Straßengraben gerammt. Einiges davon liegt noch am Straßenrand.

    Auf der Straße gilt Tempo 50! Das wird allerdings nach meiner Beobachtung nicht eingehalten und nicht kontrolliert. Wenn ich mir das Zerstörungswerk so anschaue, dann halte ich einen Verzicht auf Fahrradwege und dafür Fahrbahnradeln für keine gute Alternative.

    Ich werde einen ähnlichen Beitrag auch noch in den anderen, oben verlinkten Thread schreiben. Bitte dann dort weiter diskutieren.

    Die Stelle auf streetview, noch ohne "protected bikeline":

    Das Foto links habe ich bereits im Juli 2024 aufgenommen, das Foto rechts rund ein Jahr später (aus der Gegenrichtung, also in Richtung Wilkenburg fotografiert):

    An der Absicherung der Abbruchkante und an der Lage der Steinsäule hat sich nichts geändert.

    Das ist sehr unerfreulich. Zumal die Steinsäule wohl einige Schrammen von den Mähwerkzeugen abbekommen hat, mit denen der Bewuchs neben dem Fußweg getrimmt wurde.

    Wie historisch wertvoll der Grenzstein ist, kann ich leider nicht beurteilen. Ganz bestimmt ist er nicht aus dem Mittelalter, auch wenn eine von Zinnen gekrönte Mauer mit Türmen und Tor erkennbar ist, das Stadtwappen von Hannover. Auf jeden Fall ist es schade, dass der Grenzstein einfach so daliegt und vor sich hin rottet.

    Gibt es am Ende Zuständigkeitsstreitigkeiten? Stadt Hannover, Stadt Hemmingen, Region Hannover? Muss ich wohl an alle schreiben.

    Und dann gibt es hier in der Gegen diesen neuen Trend. Ist das deutschlandweit jetzt so? Bei Radwegschäden werden diese markiert. Gesehen in Bonn, Köln und Düsseldorf:

    Ob es da einen Trend gibt, weiß ich nicht, aber in Hannover ist mir auch schon aufgefallen, dass im Vorfeld von Bauarbeiten solche Markierungen angebracht werden. Vermutlich werden die Schäden dann auch fotografiert, so wie du es auch gemacht hast, und mit den Markierungen auf dem Asphalt findet man die Schäden auf dem Foto besser wieder. Und die beauftragten Baufirmen wissen dann genauer, wo was zu tun ist. Vermutlich machen die dann noch ein "Nachher-Foto".

    https://www.zeit.de/mobilitaet/202…ssenverkehr-app

    :rolleyes:...

    Aber gut, der Autor hat im übrigen Artikel auch an anderen Stellen so eine Probleme. Wenn er bspw. davon schreibt, dass die App den eingeatmeten Feinstaub "misst". ||

    Umweltspur in Wiesbaden:

    "Besonders unangenehm ist, wenn es keinen Radweg gibt und man sich die Straße mit Autos und Bussen teilen muss. Das erhöht nicht nur das Unfallrisiko: Gerade Busse hüllen nachfolgende Radfahrer mit Abgaswolken ein." Zitat aus dem Zeit-Artikel

    Das mit den angeblichen Abgaswolken ist besonders auch deshalb so krass, weil ich in Wiesbaden die Erfahrung gemacht habe, dass eine gemeinsame Umweltspur für Busse und Fahrräder ganz gut funktionieren kann:

    Und auch in Wiesbaden kommen zunehmend Elektrobusse zum Einsatz. Aber selbst die Dieselbusse neuerer Generation sind keine Dreckschleudern mehr.

    Die wirklichen Dreckschleudern sind die Autofahrer, die sich zu fein dafür sind oder irgendwelche anderen billigen Ausreden dafür haben, nicht den Bus (oder das Rad) zu benutzen. Und die außerdem auch noch darauf pochen, um jeden Preis am Verbrennungsmotor festhalten zu wollen.:cursing:

    In der Busspur mitfahren funktioniert nach meiner Erfahrung, bei meinem Fahrrad-Tempo (eher gemächlich) deshalb gut, weil sich automatisch ein Rhythmus einstellt, der so funktioniert, dass ich den Bus an der Haltestelle erreiche, kurz bevor der Bus zur nächsten Haltestelle startet. Weil der Bus schneller ist, als ich mit dem Rad, wächst der Abstand, der dann wieder zusammenschrumpft, wenn der Bus an der nächsten Haltestelle hält. Bevor ich dort jedoch selbst ankomme, fährt der Bus schon wieder von der Haltestelle ab.

    Trampolin ... Das ist der Moment, wo man nachschaut, ob "post..." in der URL vorkommt ...8|

    Ich hatte bei einem Geburtstags-Grillfest ebenfalls die Trampolin-Story beim Small-Talk aufgeschnappt.

    Demnach habe das Fahrzeug den Jungen, der auf dem Trampolin sprang "volle Kanne" erwischt und anschließend sei das Fahrzeug von dem Trampolin aufs Dach katapultiert worden. X/

    Dazu dieses Zitat: "Kleinere Gartentrampoline haben oft eine Belastungsgrenze von etwa 100 bis 120 kg, während größere und stabilere Modelle bis zu 150 kg oder mehr tragen können. Hochwertige Fitness-Trampoline, die speziell für intensives Training entwickelt wurden, können sogar Gewichte von über 180 kg aushalten." https://hop-sport.de/blog/trampolin-gewicht

    Mir scheint, diese Geschichte hat die "Qualität" in das Buch "Die Spinne in der Yucca-Palme" aufgenommen zu werden, eine "Sammlung von Sagen aus der modernen Welt".

    https://cdn-assetservice.ecom-api.beck-shop.de/productattachment/readingsample/14878057/33333921_leseprobe%20die%20spinne%20in%20der%20yucca-palme.pdf

    Darüber sollte jedoch nicht das schreckliche Ereignis vergessen werden, dass der Junge, der von dem Autofahrer getroffen wurde, in Lebensgefahr schwebt: "Der Siebenjährige schwebt in Lebensgefahr."

    Schneise der Verwüstung: Auto rast durch Garten und schießt in Dach einer Scheune
    Der Wagen blieb in drei Meter Höhe stecken. Zuvor hatte das Auto einen Siebenjährigen lebensgefährlich verletzt.
    www.tagesschau.de

    Bedauerlich, dass die tagesschau an der Stelle ähnlich berichtet wie ein Boulevard-Blättchen.

    Ist das jetzt Mut oder Leichtsinn an diesem Fahrradständer mit dem Fahrrad zu parken?

    Das Foto zeigt: Nicht nur Fahrradfahrende, sondern auch Fahrradständer sind im hohen Maße vulnerable Verkehrsteilnehmende.

    X( Statt Autostellplätze zu Fahrradstellplätzen zu machen, geschah hier das Umgekehrte.X(