Beiträge von Ullie

    Die Meldungen widersprechen sich tatsächlich in einigen Details:

    Solinger Tageblatt vom 19.3.21, 5:54 Uhr

    "Im Volvo XC90 saßen Vater (32) und Mutter (30), deren Tochter (4) sowie der Sohn (18 Monate alt). (...) Als die Mutter mit den beiden Kindern das Auto verließ, setzte sich der Volvo aus zunächst ungeklärter Ursache in Bewegung und überrollte den kleinen Sohn."

    Quelle: https://www.solinger-tageblatt.de/panorama/hanno…r-90250455.html

    Hier steht nicht, wo sich der Vater im Auto aufgehalten hat. Saß er am Steuer? Oder auf dem Beifahrersitz?

    NDR vom 18.3.21, 21:19 Uhr

    "Nach Angaben eines Polizeisprechers ereignete sich das Unglück, als die Mutter ihre vierjährige Tochter in den Kindergarten bringen wollte. Aus noch ungeklärter Ursache setzte sich der Wagen, an dessen Steuer der Vater saß, in Bewegung und überrollte den ebenfalls ausgestiegenen Jungen."

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…aunfall100.html

    Hier steht, dass der Vater am Steuer saß.

    In der NDR Meldung beruft man sich auf die Angaben des Polizeisprechers. Deshalb habe ich bei den Polizeimeldungen nachgeschaut:

    Presseportal, Polizeidirektion Hannover, 18.3.21, 13:58 Uhr

    "Das Auto der Eltern setzte sich aus bislang noch ungeklärter Ursache in Bewegung und überrollte dabei ein 18 Monate altes Kind. Das Kind wurde dabei tödlich verletzt.

    Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes der Polizei Hannover hielten gegen 09:00 Uhr die Eltern zweier Kinder mit ihrem Volvo XC90 vor der Kindertagesstätte in Bothfeld, um ihre vier Jahre alte Tochter in den Kindergarten zu bringen. In dem Auto saßen der Vater (42 Jahre alt), die Mutter (40 Jahre alt), die Tochter und ein Sohn (18 Monate alt). Als ein Elternteil mit den beiden Kindern das Auto verließ, setzte der Volvo sich aus noch ungeklärter Ursache in Bewegung und überrollte den Sohn."

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/66841/4867584

    Das ist allerdings auch die erste Meldung von dem Unglück in der Auswahl oben.

    Hier steht drin, dass "ein Elternteil" mit den beiden Kindern das Auto verließ. Da steht nicht drin, ob es die Mutter oder der Vater war, die/der das Auto verließ.

    Vater und Mutter sind in der unteren Meldung jeweils 10 Jahre älter als in der oberen Meldung.

    Ich verstehe in dem Fall auch nicht wo der Zusammenhang zu der PS-Stärke sein soll. Auch mit 50 oder 20 PS wäre das Auto losgerollt und hätte das Kleinkind überrollt.

    Nach allem was ich darüber gelesen habe, ist bislang unklar, warum sich das Fahrzeug in Bewegung gesetzt hat. Bei einem 20 PS-Fahrzeug ist vermutlich die Fahr-Assistenztechnik deutlich weniger komplex als bei einem Fahrzeug mit rund 250 PS. Und ein Versagen einer komplexen Fahrerassistenztechnik ist bislang nicht auszuschließen.

    Automatikgetriebe?

    Ist es nicht so, dass man den Schalter auf "P" stellen muss, wenn das Fahrzeug abgestellt wird? Aber was kann alles passieren, wenn man das nicht tut? Bei einem klassischen Automatikgetriebe? Bei einem modernen Automatikgetriebe ist der Bordcomputer eine zusätzliche mögliche Fehlerquelle.

    Sehr geehrter Nutzer Ullie. Warum Sie einen tödlichen Unfall eines Kleinkindes nutzen um auf die PS-Zahlen eines Fahrzeugs hinzuweisen ist mir unklar. Abscheulicher geht "um Aufmerksamkeit heischen" nicht mehr. Sind Sie noch ganz knusper?

    Sie haben Recht Nbgradler, das Kind wurde ja von dem Auto überrollt, so weit das dem Bericht zu entnehmen ist.

    Da spielt neben der PS-Zahl besonders das Gewicht des Fahrzeuges eine sehr entscheidende Rolle.

    Das liefere ich hier nach:

    Die verschiedenen Motoren mit ihren verschiedenen Leistungen führen fast alle zu einem Leergewicht von über 2 t, zum Teil deutlich über 2 t.

    Die schwerste Ausführung wiegt 2312 kg.

    Allerdings gibt es bei SUV's mit hohen PS-Zahlen einen Zusammenhang mit einem hohen Gewicht.

    In der Lokalpresse wird gerade darüber berichtet, dass die Kita-Leitung mehrfach vergeblich die Eltern der Kita-Kinder dazu bewegen wollten, die Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zu bringen.

    Ein Solo-Omnibus für rund 100 Fahrgäste hat etwa dieselbe Motorleistung wie das Unfallauto. Auch aus diesem Blickwinkel ist das erwähnenswert die Motorleistung des Unfallautos zu nennen. Es könnten sehr viele Eltern mit dem Bus ihre Kinder bringen. Und rund um die Kita könnte man eine autofreie Zone einrichten, so dass es dort nicht zu einer unübersichtlichen Verkehrslage kommt, was solche Unfälle wie den beschriebenen begünstigen.

    Noch weniger verstehe ich den Verweis auf die genannten Assistenzsysteme.

    In diesem Zeitungsbericht über das Unglück heißt es:

    "Als die Mutter mit den beiden Kindern das Auto verließ, setzte sich dieses aus bislang noch ungeklärter Ursache in Bewegung und überrollte den 18 Monate alten Sohn."

    Das heißt: "Das Auto setzte sich von selbst in Bewegung."

    https://www.rtl.de/cms/hannover-u…lt-4725018.html

    Bei einem traditionellen Auto denkt man in einem solchen Zusammenhang doch am ehesten daran, dass die Handbremse nicht angezogen war und kein Gang eingelegt war. Allerdings ist es dort vor der Kita sehr flach und es ist da keine abschüssige Straße.

    Bei einem modernen Auto könnten möglicherweise auch noch andere Ursachen in Frage kommen.

    Zum Beispiel ein nicht einwandfreies arbeitendes "intelligentes" Assistenzsystem.

    Deshalb hatte ich in diese Richtung recherchiert.

    Was ich dazu rausgefunden habe, das habe ich aufgeschrieben:

    Über den Volvo XC 90 habe ich auf der Internetseite des Konzerns unter anderem folgende Angaben gefunden:

    "Lassen Sie sich assistieren

    Das intelligente Assistenzsystem Curve Speed Assist sorgt für eine sichere Reisegeschwindigkeit in den Kurven. Und beim Einparken geben Ihnen vier HD-Kameras garantiert den Überblick."

    https://www.volvocars-haendler.de/erb/neuwagen/a…_kaAjWMEALw_wcB

    Ob ein Assistent, der für eine sichere Reisegeschwindigkeit in den Kurven sorgt, auch in der Lage ist, ein Auto von selbst in Bewegung zu setzen, weiß ich nicht, aber ganz ausschließen kann man es wohl nicht unbedingt.

    Ob die vier HD-Kameras, die eingebaut sind, auch von einem Bordcomputer ausgewertet werden oder nur vom Fahrer, weiß ich nicht. Aber es ist doch zumindest erwähnenswert. Zum Beispiel hätte es sein können, dass das Kind von einer der vier Kameras gefilmt wurde. Das heißt, es war wirklich sehr unglücklich, dass weder der Fahrer noch der Bordcomputer des Autos daraufhin das Auto sofort gestoppt hatten, wodurch vielleicht das Unglück hätte vermieden werden können. Entsprechend sollte unbedingt nachgebessert werden. Gerade wo der Hersteller Volvo sehr hohen Wert auf Sicherheit legt.

    Es ist sehr sicher damit zu rechnen, dass dieses Unglück bei Volvo alle Alarm-Glocken zum Läuten bringen wird. Und das sehr viel akribische Aufklärungsarbeit geleistet werden wird, wie es dazu kommen konnte. Und ob es Möglichkeiten gibt, die Bordcomputertechnik weiter zu verbessern, so dass solche Unglücke auszuschließen sind.

    "Kindergarten-Kinder müssen alles mit ansehen: Kleinkind (1) wird von Auto der Eltern überrollt"

    aus tz vom 19.3.2021,

    https://www.tz.de/welt/hannover-…r-90250455.html

    "Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes der Polizei Hannover hielten die Eltern mit ihrem Wagen am Morgen vor der Kita im Stadtteil Bothfeld, um die vier Jahre alte Tochter in den Kindergarten zu bringen. Im Volvo XC90 saßen Vater (32) und Mutter (30), deren Tochter (4) sowie der Sohn (18 Monate alt).

    Als die Mutter mit den beiden Kindern das Auto verließ, setzte sich der Volvo aus zunächst ungeklärter Ursache in Bewegung und überrollte den kleinen Sohn."

    Über den Volvo XC 90 habe ich auf der Internetseite des Konzerns unter anderem folgende Angaben gefunden:

    "Lassen Sie sich assistieren

    Das intelligente Assistenzsystem Curve Speed Assist sorgt für eine sichere Reisegeschwindigkeit in den Kurven. Und beim Einparken geben Ihnen vier HD-Kameras garantiert den Überblick."

    https://www.volvocars-haendler.de/erb/neuwagen/a…_kaAjWMEALw_wcB

    Das Fahrzeug wird mit Motoren mit 183 kW (249 PS) und 194 kW (264 PS) angeboten.

    https://www.volvocars.com/de-ch/modelle/…e-daten/motoren

    Besonders krass ist die Autoreklame für Landrover-SUV's auf der selben Seite der tz-Internetzeitung auf der über den Unfall berichtet wird. Heute Mittag und heute Abend immer noch, wird dort für besonders leistungsstarke SUV's Reklame gemacht.

    In einem anderen Bericht über den Unfall heißt es:

    "Als die Mutter mit den beiden Kindern das Auto verließ, setzte sich dieses aus bislang noch ungeklärter Ursache in Bewegung und überrollte den 18 Monate alten Sohn." rtl.de vom 19.3.2021

    https://www.rtl.de/cms/schrecklic…to-4725018.html

    Der Unfall ereignete sich in Hannover-Bothfeld:

    https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…Auto-ueberrollt

    https://www.google.com/maps/search/Ki…t/data=!3m1!1e3

    Ab Minute 57:40 in dem Video gibt es einen Redebeitrag von Erik zum, geplanten Ausbau des Südschnellweges zur Autobahn.

    Hier der Link, der direkt zu dieser Stelle im Video führt:

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    Ich lass' mir inzwischen solche Gelegenheiten nicht mehr entgehen und frage ganz stumpf nach. Zur Not beim Marktleiter:

    Hat sich der Fahrer wenigstens gemeldet, der die Laterne krumm gefahren hat? Es gibt hier immerhin Leute, die hier einkaufen, ohne dass sie dafür einen Parkplatz beanspruchen. Und die Kunden, die ohne Auto kommen, die finanzieren dann die Parkplätze mit, die sie gar nicht brauchen. Da sehe ich ja nicht ein, dass ich auch noch die krumm gefahrenen Laternenpfähle mit bezahlen sollen.

    Also haben Sie dann wenigstens den krumm gefahrenen Laternenpfahl ersetzt bekommen, wenn Sie schon keine Parkgebühren nehmen?

    Hier der Link zur Corona Demo heute im Netz.

    Auf dem Platz der Göttinger 7 wurde eine Bühne aufgebaut.

    Dort kann man vorbeigehen, um Plakate abzustellen.

    Ein kleines Team mit einer Handvoll Unterstützer repräsentiert die Demo live unter Einhaltung der Corona-Regeln.

    Die Demo wird in einem Live-stream auf You-tube übertragen.

    Aktuell werden 150 Zuschauer angezeigt. Aber die Web-Demo hat ja auch erst vor wenigen Minuten begonnen.

    Es gibt den ganzen Nachmittag noch die Möglichkeit sich zuzuschalten.

    Gleichzeitig werden live an vier Orten in Hannover Unterschriften gesammelt für ein Bürgerbegehren zur Abschaltung des Kohlekraftwerks Stöcken:

    "Wir werden an 4 verschiedenen Orten in ganz Hannover Unterschriften für das Bürger*innenbegehren Hannover erneuerbar sammeln, welches eine Abschaltung des Kohlekraftwerks Stöcken bis 2026 fordert. An diesen Orten werden wir mit Lastenrädern sein, damit wir mobil sind und uns frei bewegen können und du dadurch die allgemein geltenden Coronaregeln einhalten kannst.

    Los geht es an allen 4 Standorten um 14:00 Uhr/14:30 Uhr, bestimmt auch in deiner Nähe:

    NORDSTADT:

    E-Damm/Christuskirche, mobil

    LINDEN:

    Küchengartenplatz, mobil

    LIST:

    Listerplatz, mobil

    SÜDSTADT:

    Heinrich-Heine-Platz, mobil

    Also komm bis 17:00 Uhr/ 17:30 Uhr vorbei und lass deine Unterschrift da und /oder geh zusammen mit einem/einer/* Freund*in sammeln. Mehr Infos zu dem Bürger*innenbegehren und die Unterschriftenlisten findest du hier."

    Das ist der Link zum Bürgerbegehren: https://hannover-erneuerbar.de/

    Und hier geht's zur Demo:

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    PROMISES Das ist der Text auf dem Bühnen-Demo-Plakat!

    Okay, für Adsche noch mal anders rum:

    Althusmann verteidigt mit seinen Vorschlag bewährte Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung endlich aufzugeben das uralte Prinzip, dass die Wirtschaftstätigkeit maximiert werden muss, auch wenn klar erkennbar ist, dass es zahlreichen Menschen das Leben kosten wird. Auf diesem kapitalistischen Prinzip des unbegrenzten Wachstums an Wirtschaftsleistung basiert ja in seinen Augen der gesellschaftliche Konsens, der keinesfalls dadurch geschwächt werden darf, dass plötzlich auf Menschenleben Rücksicht genommen wird.

    Landkreis,

    Region,

    kreisfreie

    Stadt in Nds.

    Freitag
    12.03.2021
    Samstag
    13.03.2021
    Sonntag
    14.03.2021
    Montag
    15.03.2021
    Dienstag
    16.03.2021
    Mittwoch
    17.03.2021
    Donnerstag
    18.03.2021
    Hannover, Region106,9113,6120,4122,1119,8116,1130,4
    Salzgitter, Stadt155,3161,1182,2191,8209,0219,6233,0

    Die Corona-Werte in Niedersachsen gehen weiter nach oben.

    Quelle mit der ganzen Tabelle: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/ak…_niedersachsen/

    Letzte Woche Mittwoch hatte Salzgitter noch einen Stand knapp unter 100. Jetzt ist der Wert auf über 200 angestiegen, innerhalb einer Woche. Für Salzgitter heißt das zum Beispiel, dass sämtliche Schulformen auch zum Beispiel die mit Abschlussklassen, die zwischen zeitlich geöffnet waren, bis zu den Osterferien geschlossen bleiben.

    Der erste Osterferientag in Niedersachsen ist Montag, 29.3.2021.

    "Wegen extrem gestiegener Corona-Infektionszahlen schließt die Stadt Salzgitter alle Schulen in der Woche vor den Osterferien. (..)

    Die Inzidenz der Stadt war innerhalb einer Woche von 99,7 auf am Donnerstag 233,0 gestiegen."

    Quelle: News 38.de https://www.news38.de/niedersachsen/…-Impfstoff.html

    Im selben Artikel wird darüber berichtet, dass in der rot-schwarzen Regierungskoalition über die Bedeutung des Inzidenzwertes gestritten wird:

    "Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat den Vorstoß von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) zum Abrücken vom Inzidenzwert als alleinigem Kriterium für Corona-Lockerungen abgelehnt. (...)

    Althusmann hatte vorgeschlagen, den Inzidenzwert zu einem gewichteten Risikowert weiterzuentwickeln. „Bei dem könnte etwa die Frage der Belegung und Kapazität der Krankenhäuser, der Alterserkrankungen und der regionalen Entwicklungen mit regionalen Hotspots einfließen“, sagte Althusmann der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“."

    An der Stelle stimme ich Weil zu: Das Vertrauen darauf, dass der Inzidenzwert ausschlaggebend ist und als Richtschnur taugt, sollte nicht leichtfertig verspielt werden. Denn wie auch immer der von Althusmann angepeilte alternative Wert auch heißen würde, seine Entstehung wäre noch deutlich komplexer als der jetzt benutzte Inzidenzwert. Zusätzliches Vertrauen würde damit nicht geschaffen.

    Das hoffe ich sogar, die Drohen wären dann das, was jetzt die Autos sind. Schwere laute energiehungrige Maschinen die einen bruchteil ihrer eigenen Masse als Nutzlast/Passagiere befördern.

    Wir haben die schweren energiehungrigen Maschinen, die Autos, bekommen, was spricht dafür und was dagegen, dass wir die anderen schweren energiehungrigen Maschinen, die Drohnen, auch bekommen?

    Spontan fällt mir dazu der Science Fiction Film Blade Runner ein.

    Ich glaube mich zu erinnern, vor ca. 1,5 Millionen Jahren mal gelesen zu haben, dass in den USA in einigen Counties die Regel gilt: Sobald ein Fußgänger die Straße betritt, hat der motorisierte Verkehr stehenzubleiben. Und zwar komplett. Sheriff, Krankenwagen und Feuerwehr ausgenommen. Das fänd ich bei uns gut und richtig.

    Das gibt es auch bei uns. Steht in der Straßenverkehrsordnung:

    StVO, §20:

    (4) 1An Omnibussen des Linienverkehrs und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen (Zeichen 224) halten und Warnblinklicht eingeschaltet haben, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. 2Die Schrittgeschwindigkeit gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn. 3Die Fahrgäste dürfen auch nicht behindert werden. 4Wenn nötig, muss, wer ein Fahrzeug führt, warten.

    (Hervorhebung von mir.)

    https://dejure.org/gesetze/StVO/20.html

    In diesem You tube Video des BR ist das sehr anschaulich und korrekt dargestellt.

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    Leider grassieren auch Erklärvideos, in denen die letzte von mir hervorgehobene Regelung ein bisschen "unter den Tisch gekehrt wird". Geradeso als sei es ein wenig "anstößig".

    Das muss niemanden wundern, denn die einzige andere damit vergleichbare Situation, die ebenfalls mit den von dir geschilderten Regelungen in einigen US-Countis übereinstimmt, ist der Fußgängerüberweg (Zebrastreifen).

    "In die westdeutsche Straßenverkehrsordnung wurde der Fußgängerüberweg zum 24. August 1953 aufgenommen. Der Vorrang für Fußgänger auf Zebrastreifen wurde erst zum 1. Juni 1964 eingeführt." https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fg…g)%20eingesetzt.

    Es hat also einige Jahre gedauert, bis zumindest theoretisch geklärt war, wer am Zebrastreifen Vorrang genießt. Praktisch ist das bis heute nicht gewährleistet, dass der Fahrzeugverkehr tatsächlich anhält. Die oben geschilderte Regelung betreffs Omnibussen, die mit Warnblinklicht an Haltestellen halten, gibt es übrigens seit 1995.

    http://www.schulbus.net/links/stvo20.h…80%937%20km%2Fh.

    Die Regelung wird aber von Landkreis zu Landkreis sehr unterschiedlich gehandhabt. Und ich wage mal die Behauptung, dass diese Regel mit der Wartepflicht des Autofahrers gegenüber Fußgängern, die zu einem Bus mit Warnblinklicht gehen oder von dem Bus weggehen, deutlich weniger bekannt ist, als die Regel, dass nur solche Radwege benutzungspflichtig sind, die mit [Zeichen 237][Zeichen 240] oder [Zeichen 241-30] ausgeschildert sind.

    Das ist aber genau der Satz, der den öffentlichen Nahverkehr besonders im ländlichen Raum so irrsinnig unökologisch macht. Das wird in der Stadt (ja, zwischen aufstehen und zu Bett gehen gibt es keine Unterschiede - das ist genau der Punkt den ich versuche zu verdeutlichen) nur deswegen nicht so schlimm, weil auch in den Nebenzeiten mehr Menschen konzentriert an einem Ort leben. Dies bestätigt übrigens Ihren Standpunkt, dass wir alle in 12m² Studentenbuden mit einer gemeinsamen Waschküche in Hanover leben sollten - dann kann der Rest Deutschlands von fliegenden Elektrodronen automatisiert beackert werden und Lebensmittel in die Megapole fliegen.

    Ich verstehe. Sie vermuten, dass es in der Stadt mehr Menschen gibt, die zwischendurch, also außerhalb der morgendlichen und abendlichen Rush Hour den Bus benutzen, als das auf dem Land der Fall ist. Das verdient genauer untersucht zu werden. Es liegt meines Erachtens nicht auf der Hand, das es so ist.

    Folgendes Erlebnis: Schwiegereltern wohnen auf dem Land. Es gibt kaum ÖPNV-Anbindungen. In den Ferienzeiten schon gar nicht. Aber es gibt einen ehrenamtlich betriebenen Bürgerbus. Den habe ich schon häufiger benutzt. War nicht so einfach, ich musste geltend machen, dass ich die Schwiegereltern besuche, sonst hätte ich keinen Anspruch darauf mitgenommen zu werden. Unkostenbeitrag 5 Euro pro Fahrt. (Taxi wäre teurer!)

    Mitnahme nur nach Anmeldung mind. 1 Tag im voraus.

    Bei der Fahrt berichtete der Busfahrer leicht angefressen davon, dass immer mehr Kinder sich anmelden, bzw. von ihren Eltern angemeldet werden für eine Fahrt ins Hallenbad im nächsten Mittelzentrum. Schließlich sei der Bus doch vor allem für die älteren Menschen da, die kein Auto mehr fahren könnten. Und die keine Verwandten haben, die sie fahren.

    Ich gab zu bedenken, dass die Strecke mit dem Fahrrad für die Kinder bei schlechtem Wetter schon eine ganz schöne Zumutung sei. (ca. 20 km hin und rück) Und zudem mit einigen gefahrenpunkten für Radfahrer*innen!

    "Das müssten halt die Mütter machen, die Kinder dahin fahren.", so der Fahrer.

    Dieses traditionelle Familienmodell gibt es allerdings auch auf dem Land immer seltener. Letztlich gab der Busfahrer zu, dass er deswegen beim Landkreis (=finanzieller Unterstützer) nachgefragt habe. Und die befürworten auch den Transport der Kinder!

    Freilich gibt es auch noch viele traditionelle Familienstrukturen auf dem Land. Da fährt dann das Mama-Taxi die Kinder. Und das Tochter-Taxi die Oma und den Opa mit dem privaten PKW, tagsüber außerhalb der Rush-Hour. Wenn man jedoch Scharffenbergs Vision "No Car" zugrunde legt, dann gäbe es nicht mehr das private Mama-Taxi / Tochter-Taxi. Und es gäbe auch tagsüber deutlich mehr Bedarf für den ÖPNV und eine entsprechend bessere gleichmäßigere Auslastung.

    Ich glaube übrigens nicht wie die CSU-Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Dorothee Bär, daran, dass Drohnen jemals in einem nennenswerten Umfang Mobilität für breite Bevölkerungsschichten ermöglichen werden. Was Scharffenberg in "No Car" genau zum Thema Drohnen sagt, das müsste ich noch mal nachblättern. Er will jedenfalls nicht den Autoverkehr durch Drohnen-Verkehr ersetzen.

    Dass Menschen auch Übermorgen keinen Strichcode auf die Stirn bekommen.

    Aber eine freiheitliche Gesellschaft kann halt nicht jeder ertragen.

    Von mir bekommen sie keinen Strichcode. Wie kommen Sie darauf?

    Da gibt's jeden Tag Beispiele zu Hauf für, dass es Menschen gibt, die keine freiheitliche Gesellschaft ertragen können.

    Deshalb nehmen die dann den anderen die Freiheit.

    Kurios ist, das sie selbst für ihr Handeln, mit dem sie anderen Freiheiten wegnehmen, sich auf Freiheitsrechte berufen.

    Ist Ihnen eigentlich schonmal aufgefallen das Deutschland mitten in Europa liegt und wir ein somit ein Transitland z.B. für den Warenverkehr sind? Wie soll das mit Solarzellen statt Straßen funktionieren? :/ Oder wollen Sie gleich ganz Europa umgestalten? =O

    Auch wenn's NBGradler zum Hals raushängt. Scharffenbergs Vision ist: "No Car". Und seine Vision ist kein deutscher Alleingang. Deutschland wird auch weiterhin ein Transitland mitten in Europa sein. Aber eben nicht ein Transitland für LKW. Schauen Sie sich die Schweiz an! Die hat sehr viel Geld investiert, um die Alpenpässe vom LKW-Verkehr zu entlasten. Dafür wurden lange Eisenbahntunnel gegraben. Die Investitionen wieder hinein zu holen wird Jahrzehnte dauern. Wieviel einfacher ist es wohl, wenn in ganz Europa der Güterverkehr vom LKW auf die Schiene verlagert wird? Und in Deutschland braucht es sehr viel weniger Tunnelbauwerke als im Transitland Schweiz. Und selbst wenn man annimmt, dass es notwendig wird, einen Teil der meist dreispurigen Autobahnen zu Schienenwegen umzubauen. Der Eisenbahnverkehr benötigt bei gleicher Transportkapazität deutlich weniger Fläche, so dass noch jede Menge Fläche übrig bleibt. Zum Beispiel für Solarzellen.

    Im Übrigen bin ich nicht der König von Europa oder so was. Wie kommen Sie darauf, dass ich alleine die Macht hätte, das alles umzugestalten? Ich habe allerdings nicht vor, ruhig auf der Zuschauerbank zu sitzen und die zunehmende Umweltzerstörung widerstandslos in Kauf zu nehmen. Sie vielleicht?

    Deshalb halte ich es für außerordentlich wichtig, Visionen zu verfolgen, die wichtige Beiträge sein können, die Situation deutlich zu verbessern. Sie doch auch?

    Lindners Aussage, "Das ist eine Sache für Profis.", war ja durchaus so gemeint, die Bevölkerung habe nichts zu melden, wenn es um wichtige Zukunftsfragen geht. Das sehe ich anders. Sie nicht?

    Ja natürlich. Ihre Bus-Fantasie erfasst ja immer noch nicht, dass ein Großteil der Menschen auf dem Land auch morgens aufsteht und abends ins Bett will. Es gibt zwei Pendlerströme (drei, wenn die Schule um 13.00h endet), die einen hohen Aufwand an Beförderungskapazität verlangen und dazwischen nichts. Gar nichts.

    Was denken Sie eigentlich über Menschen, die in der Stadt wohnen? Was bedeutet das, wenn Sie schreiben, dass ein Großteil der Menschen auf dem Land auch morgens aufsteht und abends ins Bett will. Das ist bei den Stadtbewohnern nicht anders! Das ist nun wirklich kein Unterschied zwischen Stadt und Land. Auch dass die Busse zu den Zeiten starker Pendlerströme stark ausgelastet sind, ist in der Stadt nicht anders als auf dem Land.

    Entscheidend für die Busauslastung ist die durchschnittliche Auslastung, dass schließt nicht aus, dass hin und wieder Fahrten mit wenig Passagieren oder gar Leerfahrten stattfinden. "Mit 20 Prozent bewegt sich der Linienbus im Mittelfeld der Auslastungs-Statistik, die laut Destatis "seit Jahren relativ konstant" sind." Eurotransport.de vom 28.1.2019 https://www.eurotransport.de/artikel/auslas…t-10656410.html

    Dass ich hier immer wieder mit Scharffenbergs Vision und Buchtitel herausrücke, "No Car", ist Absicht, denn genau um dieses Buch dreht sich ja der Thread. Es ist ja gerade Scharffenbergs These, dass eine Verkehrswende weg vom Auto erst die Chance bietet, eine echt Verkehrswende zu bewerkstelligen.

    Ausschlaggebend für die grottenschlechte Umweltbilanz des Autos ist einerseits die Tatsache, dass es im Durchschnitt nur mit 1,2 bis 1,3 Personen besetzt ist. Und dass es anders als der Bus keine Stehplätze hat. Der Tonnenschwere Bus, wird zum Fliegengewicht, wenn Sie es auf die Personen umrechnen: Ein Solobus wiegt leer rund 10.000 kg.

    Wenn da hundert Leute drin mitfahren, so viel passen da rein und so viele sind es auch in den Verkehrsspitzen, dann sind das 100 kg pro Person.

    Aber selbst wenn nur 10 Leute drin sitzen, dann ist das Gewicht mit 1000 Kg immer noch weit unter dem Gewicht der meisten heute gängigen PKW. Das sollten Sie unbedingt mit bedenken, wenn Sie mal wieder einen fast leeren Linienbus sehen. Wie Sie jedoch weiter oben lesen konnten beträgt die durchschnittliche Auslastung seit Jahren 20%, das sind dann rund 500 kg pro Fahrgast, also immer noch deutlich weniger als beim PKW.

    Sollen wir jetzt aus dem günstigen Haus ausziehen, nur weil die Kids raus sind? Ab in eine 3 Zimmer Wohnung mit 70m² im Ortskern?

    Nein, ich hör (noch) nicht auf zu rauchen, trinke gerne noch hin und wieder mit Freunden, wenn man es wieder dürfte und das am liebsten hier oder bei den Nachbarn in geselliger 20-30 Personen Runde beim Grillen vom Spanferkel. :)

    Nein, Nein, bleibt da mal lieber wohnen.

    Aber über eine Einladung zum Spanferkel-Grillen würd ich mich schon freuen!

    Und bei der Gelegenheit mache ich dann dafür Dampf, dass ihr am Tag X eine Bushaltestelle direkt vor die Haustür kriegt!

    Mit Heizstrahlern im Winter, Turbo-Ventilator im Sommer und Polstersitze wie auf der Ersatzspielerbank in der Münchner Alianz Arena.

    Obwohl das eigentlich Verschwendung wäre, denn den Bus würde ich extra für euch ohnehin im 5 Minuten Takt fahren lassen. ;)

    Sorry, viel Text, aber:

    Der Punkt

    -> Öffentlichen Nahverkehr zu nutzen ist, Stand heute, ziemlich umweltschädlich in diesem Land.

    Es benötigt viel Infrastruktur inkl. Straßen, Schienen und Gebäude, dazu eine Menge Energie.

    Vielleicht reden wir aneinander vorbei, weil wir unterschiedliche Vergleichsgrößen benutzen?

    Oder willst du ernsthaft behaupten, die massenhafte Autonutzung mit Fahrzeugen weit jenseits von 100 PS und weit mehr als 1 t Eigengewicht, besetzt mit durchschnittlich 1,2 - 1,3 Personen sei weniger umweltschädlich als der ÖPNV auf dem Stand der heutigen Technik?

    Vielleicht hast du aber auch die Vision, die schweren und PS-starken MIV-Fahrzeuge heutiger Bauart durch Fahrzeuge zu ersetzen, wie Schlau Meier sie vorgestellt hat:

    - PODBIKE statt Smart

    - Citroen Ami statt Golf

    - TWIKE statt SUV

    ?

    Um nicht wieder zu viel zu texten mach' ich's kurz: Ich fürchte diese Fahrzeuge werden eine willkommene Ergänzung im Fuhrpark der Familien sein, die sich diese Fahrzeuge leisten können. Aber es wird kein einziges der tonnenschweren Blechungetüme substituieren.

    Ich würde eine 16-jährige Tochter möglicherweise auch lieber in einem Renault Twizzy zu ihrer Schulfreundin fahren lassen, als mit dem Fahrrad. Aber noch wichtiger ist es mir, alles dafür zu tun, dass es auch mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn gefahrlos möglich ist.

    Und um noch mal auf Scharffenberg zu kommen: Seine Vision "No Car" begründet er damit, dass dann keine Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Umstieg von großen auf kleine Autos voranzutreiben.

    Und Kartoffeln leben im Supermarkt.

    Städte haben einen enormen logistischen Vorteil. Sonst gäbe es sie nicht. Aber im Gegensatz zur Fläche des Landes ginge es ohne sie. Das sollte die achso überlegenen Städter besser nicht vergessen.

    Die Fläche muss bewirtschaftet werden. Das ginge auch von Städten aus. Nur scheint es mir nicht sinnvoll, dafür täglich jede Menge Kilometer zurückzulegen. Das bedarf übrigens auch solider Verkehrswege. Und die Landbevölkerung, weil sie sinnvollerweise vor Ort lebt, als hochproblematische abzutun ... Naja, da schweige ich lieber.


    Was schwebt dir vor, Hane? Den Morgenthau-Plan doch noch umsetzen?

    Es wäre grober Unfug, würde die im ländlichen Raum werktägige Bevölkerung jeden Tag weite Wege aus der Stadt zu ihrem Arbeitsplatz zurücklegen müssen. Aber das hat niemand verlangt, auch Scharffenberg nicht. Es geht auch nicht darum, von heute auf morgen Umsiedlungspläne einzuleiten. Auch auf dem Land ist ein auskömmlicher ÖPNV möglich. Die Quersubventionierung erfolgt über die besser ausgelasteten Linien. Und über die enormen Einsparungen bei der Streckeninstandhaltung von Hochgeschwindigkeits-Landstraßen, die doch immer wieder nur neue Staus erzeugen. Und den eingesparten Investitionen für den bislang immer noch weiter vorangetrieben Streckenausbau für große Autoströme, besetzt mit Landbevölkerung, von denen die meisten in der Stadt arbeiten.

    Wenn du es aber wirklich knallhart betrachten willst: Dann schau dich um in deinem Wohnort, so er denn im ländlichen Raum liegt. Überschlage mal die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft und vergleiche das mit der Anzahl der Arbeiter und Angestellten in Industrie und Verwaltung, die täglich in die Stadt pendeln. Es sollte mich sehr wundern, wenn die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft 10% überschreitet. Und da sind die von der Raiffeisen und vom Landmaschinen-Reparaturbetrieb schon eingerechnet!