Scharffenberg kritisiert wiederholt in seinem Buch das verbissene Festhalten am autogerechten Ausbau der Mobilitätswege.
Trotzdem die schädlichen Auswirkungen des MIV immer wieder thematisiert werden und hinreichend bekannt sind, verweigern die Verantwortungsträger*innen in Politik und Verwaltung den konsequenten Rückbau der Autoverkehrsinfrastruktur. Stattdessen wird am Autobahnausbau und am Parkplätze-Ausbau ebenso festgehalten wie an der Flächenversiegelung durch den Ausbau von Einfamilienhaus-Siedlungen, die besonders schwer an den ÖPNV anzubinden sind.
In Hannover ist der Ausbau des Schnellweges zu einer Kraftfahrstraße mit Autobahncharakter in Planung. Derzeit zweispurig, ohne Standstreifen mit einem Tempo-70-Limit, soll eine Aufweitung um mehrere Meter stattfinden, um einen breiten Mittelstreifen zu schaffen und breite Standspuren einzurichten. Von den Verantwortungsträgern in Politik und Verwaltung wird das gerne damit verteidigt, dass der Autoverkehr so sicherer gestaltet werden könne.
Wer genau hinsieht entdeckt schnell, dass es den Verkehrsplanern, die diesen Schnellwegausbau vorantreiben, in Wirklichkeit darum geht, das Tempo auf 100 km/h oder gar 120 km/h zu erhöhen. Dass das höhere Tempo einen möglichen Sicherheitsgewinn wieder auffrisst, wird verschwiegen.
Gegen den Ausbau zur Stadtautobahn protestiert FFF-Hannover gemeinsam im Bündnis gegen den Ausbau des Südschnellwegs: ADFC Region Hannover, ADFC Stadt Hannover, BUND Region Hannover, Extinction Rebellion Hannover, FridaysForFuture Hannover, HannovAIR Connection, ParentsForFuture Hannover und Region, PlatzDa!, Transition Town Hannover, VCD Hannover, VeloCityNight
https://adfc-hannover.de/keine-autobahn…die-leinemasch/
Link zum HAZ-Bericht (Leider Bezahlschranke):
https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…egs-in-Hannover
"Am Freitag, den 26. Februar wird es um 15 Uhr eine Mahnwache auf dem Opernplatz in Hannover geben. An einem toten Baum werden Kerzen und Plakate niedergelegt. Damit sagt das Bündnis: Nein zum Südschnellweg. Nein zum Ausbau von Straßen für den Autoverkehr. Nein zur Zerstörung der Leinemasch. Die Demonstration findet im Rahmen einer Soli-Reihe zu den Protesten gegen die A49 im Dannenröder Forst statt.
Natürlich passiert die Demonstration unter Corona-Auflagen, also bitte einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten."
https://www.hannover-entdecken.de/buendnis-gegen…dem-opernplatz/
FFF beteiligt sich mit seinen Ortsgruppen auch an Veranstaltungen in anderen Städten, in denen weiter dem Auto-Kult gehuldigt wird:
Beispiel Wuppertal:
https://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/friday…rk_aid-56256657
oder Beispiel Hameln:
https://www.gew-nds.de/bezirke-kreise…-am-09-12-2020/
Hier ein Bild von Januar 21, das die prekäre Radweg-Situation in Hameln zeigt:
