Das Zusatzzeichen
bedeutet, dass Radfahrer von dem direkt darüber angeordneten Verkehrszeichen ausgenommen sind, in diesem Beispiel also von der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 5km/h.
Hoffentlich werden Sie niemals mit der Aufgabe betraut, Verkehrszeichen anzuordnen oder die Interpretation von Verkehrszeichen in ein automatisches Assistenzsystem zu programmieren.Nutzen Sie Ihre Zeit doch einfach mal für einen Auffrischungskurs in einer Fahrschule.
Was würden Sie den sagen, wie diese Anordnung der Verkehrszeichen auf dem Foto "gemeint" ist? Das was Sie schreiben ist ja nicht das, was mit der Anbringung der Verkehrszeichen "gemeint" ist, sondern das Missverständnis, das daraus entsteht, dass die Ausschilderung nicht korrekt ist.
Natürlich wird an dieser Stelle ein*e Fahradfahrer*in die nicht korrekte Anbringung der Verkehrszeichen trotzdem richtig verstehen:
"Aha, da habe ich eine Baustelle vor mir (Hinweise: Bretter- und Drahtgitterzaun und Baustellenschild) und der Fußweg, der dort getrennt vom Radweg lang führt, der ist jetzt leider Teil der Baustelle.
Der Radweg aber, so haben es die Baustellenausschilderer wohl gewollt, der soll jetzt gemeinsam vom Radverkehr und Fußverkehr benutzt werden. (Hinweis: Zweimal dieses Schild
)
Und weil sie kein Tempo-5-Schild hatten, haben die Baustellenausschilderer*innen ein Tempo 50-Schild genommen und einfach die 0 mit weißem Klebeband zugeklebt.
Und weil sie kein Zusatz-Schild hatten, auf dem nur ein Fahrrad abgebildet ist, haben sie ein Schild genommen mit dem Hinweis frei: ![]()
Beim Zukleben der 5 auf dem Tempo-50-Schild ist den Bauarbeitern wohl das weiße Klebeband ausgegangen, sonst hätten die sicher auch das "frei" auf dem
noch zugeklebt.
Das sind ganz klar die typischen nur allzumenschlichen Fehler wie sie Baustellenausschilderer*innen häufiger unterlaufen. Dieses Forum bietet mehrere solche Beispiele.
Trotzdem kann ein Mensch in der Regel erkennen, was "gemeint" ist, auch wenn nicht alles so korrekt ausgeschildert ist, wie es sein müsste.
Interessant im Zusammenhang mit der Diskussion in diesem Thread ist, wie ein Computer (ISA) damit umgehen würde: Könnte ein Computer so programmiert werden, dass er die oben genannten Überlegungen der Radwegnutzer*innen oder der Autofahrer*innen, die an der Beschilderung vorbeifahren, ebenso interpretiert, wie oben dargestellt?
Zumindest bei einer Sache bin ich mir sicher: Es ist im Vergleich ein leichtes, ein selbstfahrendes Auto zu programmieren und vollumfänglich selbstständig fahrtüchtig in der aktuell vorhandenen Verkehsinfrastruktur fahren zu lassen.
Aber im Vergleich dazu ist es vermutlich unmöglich, ein selbstfahrendes Fahrrad zu programmieren, das korrekt in der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur fahren würde.