Beiträge von Ullie

    Zurück zur Straße: Wenn Assistenzsysteme dazu führen, dass Autofahrer unaufmerksamer und sorgloser werden, und dass sie die eigene Verantwortung aufgeben, halte ich sie für kontraproduktiv. Wenn sie den aufmerksamen Fahrer bei der Wahrnehmung von Gefahren unterstützen und die Fahrer diese Unterstützung auch so annehmen, können sie die Verkehrssicherheit erhöhen. Nur daran mag ich nicht so recht glauben.

    Selbst wenn deine Befürchtungen zu hundert Prozent zuträfen, so könntest du es dennoch nicht verhindern, dass zahlreiche neue Fahrzeugassistenzsysteme in Neufahrzeuge eingebaut würden. Es sei denn du würdest ganz generell verbieten, dass Assistenzsysteme eingebaut werden. Zumindest bei Fahrzeugtüren sähe ich da eine Perspektive: Schiebetüren! Gibt es heute schon bei manchen Modellen:

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    Da ohnehin zahlreiche Assistenzsysteme bereits heute auf dem Markt sind und viele weitere hinzukommen werden, halte ich es in jedem Fall für richtig, dass hier staatlich regulierend eingegriffen wird. Und ich bin mir sicher, dass es auch Vorteile bringen wird.

    Ganz fatal wäre es allerdings, wenn zum Beispiel eines Tages die Verkehrsbehörden Fahrradfahrer dazu zwingen würden, extrem dicht an parkenden Autos entlangzufahren, da die Radfahrer ja keine Angst mehr haben müssten vor Dooring-Unfällen oder vor plötzlich aus der Parklücke schießenden Fahrzeugen. Beides Gefährdungssituationen, die durch gute Assistenzsysteme in Zukunft seltener werden sollten. Ich vermute, dass das Fahrradfahren dadurch auch wirklich sicherer wird wenn in den Fahrzeugen bestimmte Assistenzsysteme arbeiten. Aber trotzdem sind Gefährdungssituationen auch zukünftig nicht sicher ausgeschlossen. Also besser auch weiterhin Abstand halten und besser Fahrspur-mittig Fahrrad fahren als am Rand.

    Problematisch und zum Nachteil der Fahrradfahrer*innen wäre es auch, wenn ein Spurhalteassistent ganz pauschal das Fahrzeug mit zu geringem Abstand an einer Radfahrspur oder einer Schutzstreifenmarkierung entlangführt. Um so wichtiger ist es, dass hier Regularien durchgesetzt werden, die Fahrradfahrer nicht benachteiligen.

    Lieber Ullie, prima, dass du dich weiter mit immer neuen Assistenzsystemen für Kraftfahrzeuge beschäftigst und es befürwortest, dass die Fahrzeuge immer größer und schwerer werden, um all die verpflichtenden Assistenten, deren Rechentechnik und Stromversorgung aufnehmen zu können.

    Ist sicher besser, als die Fahrzeuge schlank und kompakt zu halten oder die Verkehrsflächen so aufzuteilen, dass Konflikte vermieden werden können.

    Da hast du sicher recht, neue Assistenzsysteme machen die Fahrzeuge auch nicht leichter. Andererseits dürfte vor allem die zunehmende PS-Zahl und das zunehmende Beschleunigungsvermögen deutlich schwerer wiegen, im wahrsten Sinne des Wortes, als zusätzliche Assistenten, die dazu beitragen sollen andere, insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer*innen zu schützen.

    Ebenso machen andere "Assistenzsysteme" die Fahrzeuge erheblich viel schwerer, die nicht vorgeschrieben sind. Zum Beispiel elektrische Fensterheber oder motorverstellbare Sitze, Sitzheizung, ...

    Im übrigen wäre ich ganz sicher der letzte, der deutlich niedrigere Gewichtsgrenzen bei Fahrzeugen ablehnen würde. Wenn es darum geht Vorschriften zu erlassen, die das Fahrzeuggewicht reduzieren, rennst du bei mir offene Türen ein. Und man könnte vielfasch das Fahrzeuggewicht deutlich reduzieren trotz dem Einbau zahlreicher Assistenzsysteme, die für mehr Sicherheit sorgen.

    Oft geht es bei Assistenzsystemen ja auch gar nicht darum, für mehr Sicherheit gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern zu sorgen, sondern darum, dass möglichst gefahrlos noch schneller gefahren werden kann. Und vielleicht hast du an anderes Stelle bereits gelesen, dass ich entschieden für deutlich niedrigere generelle Höchstgeschwindigkeiten eintrete. Würde eine generelle Höchstgeschwindigkeit von Tempo 80 auf Autobahnen und Tempo 60 auf Landstraßen gelten, dann könnten viele Fahrzeuge deutlich leichter gebaut werden. Der Spielraum für einen Ausstiegsassistenten oder einen Rückfahrassistenten jedoch wäre dabei allemal noch drin.

    Deine Befürchtungen, dass sich Autofahrer zu sehr auf technische Sicherheitsausstattungen verlassen, teile ich. Da will ich dir gar nicht widersprechen, diese Gefahr besteht. Wie übrigens auch bei anderen Sicherheitstechniken. Ganz sicher haben zum Beispiel Sicherheitsgurte und Sicherheits-Knautschzonen, später dann ABS und Spurhalteassistenten dazu beigetragen, dass Autofahrer heute sorgloser schneller fahren als früher. Diesen Rebound-Effekt sehe ich allerdings nicht so sehr beim Ausstiegsassistenten oder beim Rückfahrassistenten.

    Deine Warnung, den vielen Sicherheitsassistenten nicht blind zu vertrauen ist richtig und wichtig. Aber es lohnt sich genau hinzuschauen und nicht pauschal alles abzulehnen, was da an neuen Vorschriften auf die Autofahrer*innen zukommt.

    Und ich halte es für dringend notwendig, dass Autofahrer*innen für den Umgang mit den neuen Autos intensiv nachgeschult werden. Dazu müssen die Schulungen für den Führerscheinerwerb deutlich verbessert und im Umfang deutlich erhöht werden.

    Führerscheininhaber müssen sich einer umfangreichen Nachschulung unterziehen.

    Hätte man das von Anfang an so gemacht, beim Aufkommen von technischen Neuerungen, dann würde es deshalb auch keinen großen Aufschrei geben, der leider zu befürchten ist, wenn die von mir vorgeschlagenen Vorhaben umgesetzt würden. Aber gerade jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, weil eine ganze Reihe computergestützte Sicherheitstechnik eingeführt wird, um damit einhergehend auch eine entsprechende Nachschulung durchzusetzen. Und die muss selbstverständlich auch über die Grenzen und Probleme von Fahrzeugassistenzsystemen informieren.

    zu den spezialisierten Regionen:

    Das darf dann aber nicht dazu führen, dass es nur noch eine/wenige Regionen gibt die bestimmte Produkte herstellt. Dann reicht ein Hochwasser wie in NRW & RPF und betroffenen Produkte sind für lange Zet nicht mehr verfügbar.

    zu den Familientratditionen:

    In meinem Bekanntenkreis kenn ich keinen Fall, bei dem das so ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sowas soziale Ungleichheiten/Ungerechtigkeiten zumindest begünstigt, wenn nur noch die Kinder von Studierten dann studieren gehen oder die Kinder von Geringverdienern auch zu Geringverdienern werden.

    Das wäre allerdings fatal. Ist aber nicht dadurch zu lösen, dass man möglichst viele, möglichst schnelle Straßen und andere Transportwege baut. Soziale Ungleichheit wird leider besonders in Deutschland trotz seiner schnellen Autobahnen durch die Familientradition manifestiert. Und zwar deshalb, weil das dreigliedrige auf Ausgrenzung zugeschnittene Schulsystem bei der Aufgabe gleiche Bildungschancen zu ermöglichen und familiär bedingte Bildungsdefizite aufzuarbeiten mehr oder wenig vollständig versagt.

    Dass die Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsfeldern quasi "vererbt" wird, kommt nach meiner Beobachtung allerdings häufiger vor und da ist auch nichts spezifisch Schlechtes dran. Denn das muss ja nicht heißen, dass zum Beispiel Kinder von schlecht bezahlten Erzieher*innen wiederum selbst schlecht bezahlte Erzieher*innen werden. Vielmehr gibt es auch im Berufsfeld Pädagogik durchaus auch besser bezahlte Stellen. Und wenn sich zum Beispiel der Vater als Erzieher bewährt hat, dann kann doch das Kind zum Beispiel Lehrerin werden. Und wenn die Mutter als Entwicklungsingenieurin in der ÖPNV-Fahrzeugindustrie arbeitet oder gearbeitet hat, dann kann doch der Sohn auch Omnibusfahrer werden.

    Ich bin vor zwei Jahren mal wieder auf dem Expo-Gelände gewesen. Vor 21 Jahren träumten wir dort auf einem Schulausflug von der Welt der Zukunft, die dann binnen weniger Jahre einer dystopischen Ruine gewichen ist. Und der Rest des Geländes ist quasi ein einziges Autohaus für hochpreisige Verbrennungsmaschinen.

    Siehe zum Beispiel die ehemalige Postbox, die heute von BMW nachgenutzt wird:

    Hier ein Bild von vor 21 Jahren, als das Gebäude als größter Briefkasten der Welt bezeichnet wurde:

    Postbox – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Und daneben noch einmal der holländische Pavillon:

    Es gab mehrere Anläufe eine Nachnutzung zu ermöglichen. Bislang erfolglos.

    "Der von 1999 bis in das Jahr 2000 errichtete vierzig Meter hohe Bau aus Beton, Metall und Holz stand als Beispiel für die Verbindung von Ökologie und Ökonomie und war der höchste Länderpavillon der Expo." https://de.wikipedia.org/wiki/Holl%C3%A…illon_(Hannover)

    Und hier ein Bild auf Wikipedia aus "besseren Jahren":

    An der Stelle muss unbedingt noch mal darauf hingewiesen werden, dass die Expo in Hannover höchst umstritten war und bei einer Bürgerbefragung in Hannover sich nur eine sehr knappe Mehrheit für die Expo ausgesprochen hat. Dass einzelne solcher Gebäude-Ruinen noch lange ungenutzt herumstehen würden, war absehbar. Aber ich würde es auch nicht als nachträglichen Triumpf der Expo-Gegner verbuchen. Denn es wurde auch sehr viel im Rahmen der Expo geschaffen, das sich langfristig bewährt hat.

    Das bedeutet aber, dass das "Assistenz"system ausschließlich akustisch oder optisch vor einer Gefahr warnen darf, um dann dem Fahrer die Entscheidung über die richtigen Folgehandlungen zu überlassen. In dem Moment, wenn es ein "Assistent" sein soll, der aktiv eingreift und z.B. bremst, bevor ein anderer gefährdet wird und so die Verantwortung des vormals notwendigen Einweisers übernimmt, müsste sichergestellt werden, dass die Gefahrenerkennung zuverlässig immer funktioniert oder der Fahrer umgehend daraufhingewiesen wird, wenn das System nicht einwandfrei läuft.

    Warum soll ein Assistenzsystem ausschließlich nur akustisch und optisch warnen dürfen. Das ist doch Quatsch.

    Beim Ausstiegsassistenten gibt es zum Beispiel Systeme, bei denen das Öffnen der Tür um ca. 1 Sekunde verzögert wird, wenn das Assistenzsystem die Gefahr eines Dooring-Unfalles erkennt. MTL's Bedenken zufolge, dürfte es so was nicht geben, weil der Autofahrer, der die Tür öffnet auf jeden Fall dafür verantwortlich gemacht werden können muss, wenn es zu einem Dooring-Unfall kommt. Und dieser Autofahrer soll laut MTL nicht die Chance erhalten, sich dahingehend aus der Verantwortung zu stehlen, sein Türöffnungsassistent haben nicht lange genug verzögert.

    Mir ist es aber in allererster Linie wichtig, dass es erst gar nicht zu dem gefürchteten Dooring-Unfall kommt. Auch dann nicht, wenn ich als Fahrradfahrer*in einmal unvorsichtigerweise mich in der Dooring-Zone bewege. Und ich will, dass auch andere Fahrradfahrer*innen, die aus welchen Gründen auch immer unvorsichtigerweise in der Dooring-Zone fahren, durch einen Ausstiegsassistenten geschützt werden, der das Öffnen der Tür genügend stark verzögert, so dass der Dooring-Unfall gar nicht erst stattfindet. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt?

    Und ich will, dass bei Unfallberichten über so was berichtet wird, spätestens dann, wenn diese Assistenten bei Neuwagen Pflicht sind. Und bereits jetzt und heute, wenn bei einer Berichterstattung darüber Spekulationen angestellt werden, wie es zu dem Unfall kam.

    "Während der Mercedes die Insassen beim Öffnen der Türe audiovisuell (Warnton und Blinken im Außenspiegel) warnt, kann Audi im A6 durch einen elektronischen Schließmechanismus die Öffnung der Türe um eine knappe Sekunde verzögern, um den Insassen haptisch zu warnen. Zusätzlich erscheint im Außenspiegel ein Dauerlicht, beim Öffnen der Tür blinkt es im Außenspiegel."

    Ausstiegswarner: So schützen sie vor Dooring-Unfällen
    Ausstiegswarner sollen Autoinsassen vor nahenden Verkehrsteilnehmern warnen und so Unfälle mit Autotüren verhindern. So funktionieren die Systeme von Audi und…
    www.adac.de

    Streng genommen dürfte es laut MTL den Ausstiegsassistenten von Audi gar nicht geben. Das soll er mir mal erklären, warum Fahrradfahrer*innen aufgrund welcher Prinzipien Dooring-Unfälle erleiden sollen, die sich verhindern lassen können.

    Diesmal ist es heute leider am Saseler Weg passiert ;( :

    Wenigstens steht in dem Artikel, dass der Überholabstand nicht eingehalten worden sein dürfte.

    Eigentlich kann so ein "Unfall" ja gar nicht passieren, weil 1,5 m Mindestabstand gehalten werden müssen. Finde es dreist das als "Unfall" zu betiteln. "Gut" wäre gewesen, wenn im Artikel auf den Mindestabstand von 1,5 m hingewiesen worden wäre.

    /Edit: Wer sich bzgl. des Abstandes so "verkalkuliert" dürfte eigentlich gar keine Fahrerlaubnis besitzen und das Alter der Autofahrerin sagt leider schon einiges!

    Hatte neulich eine Diskussion mit einem älteren Herren, der wie besessen darüber schimpfte, dass die Autofahrer nirgends mehr geduldet würden und man ihnen überall das Leben schwer mache. Und dass man ihm dadurch völlig seine Bewegungsfreihet beraube, dass man die Autos verbieten wolle.

    Geduldig argumentierte ich mit barrierefreiem ÖPNV dagegen an. Aber im Nachhinein habe ich mir gesagt, dass ich das nächste mal in einer solchen Situation, wenn ich dazu in der richtigen Stimmung bin, so jemanden "vor den Kopf stoße", indem ich ihn auf sein fortgeschrittenes Alter hinweise und die Vermutung anstelle, dass er keine Chance hätte einen Gesundheits-Check zu bestehen, bei dem seine Fahrtüchtigkeit geprüft wird.

    Und dann würde er noch froh darüber sein, wenn er mit Bus und Bahn mobil sein kann.

    Fakt ist, dass ich es immer wieder im Bekanntenkreis erlebe, dass ältere Damen und Herren wie verbissen daran festhalten, Auto zu fahren, selbst dann, wenn sie damit zur Gefahr für sich und andere werden. Und nach meiner Beobachtung reagieren insbesondere Jüngere viel zu nachsichtig darauf. Das sage ich jetzt mal als nicht mehr ganz so junger Mensch. Vielleicht ist es so, dass man als junger Mensch in der Diskussion über manche Fragen heute zu sehr Rücksicht auf das Alter nimmt.

    Vielleicht ist es tatsächlich notwendig, die heutige Rentnergeneration sehr viel stärker dafür anzuklagen, dass sie diese umweltschädlichen und lebensfeindlichen Mobilitätsstrukturen mit Begeisterung aufgebaut hat.

    Hat jemand ein Beispiel dafür, dass irgendwo auf der Welt aktuell oder in der Vergangenheit eine Volkswirtschaft aus eigener Kraft, ohne Ausbeutung von Mensch und Umwelt und ohne (autobasierte) Hypermobilität einen Wohlstand geschaffen hat, der es erlauben würde, über die Kostenvorteile von Konsumverzicht nachzudenken? :/

    "Finnland, Norwegen und Uruguay stellen die "grünsten" Nationen der Erde dar, während die ökologischen Bilanzen Nordkoreas, Taiwans und Turkmenistans im Vergleich am schlechtesten dastehen.

    Zu diesem Index der ökologischen Nachhaltigkeit (Environmental Sustainability Index, ESI) gelangten Experten um Daniel Esty von der Yale-Universität durch einen Vergleich von 146 Staaten."

    Quelle:

    https://www.spektrum.de/news/laender-r…sten%20dastehen.

    Es gibt noch weitere solcher Rankinglisten und es gibt unterschiedliche Klasseneinteilungen bei diesen Rankinglisten.

    Aber zu der von dir aufgeworfenen Frage der "Hypermobilität" hat Knoflacher in seinen Büchern mehrfach geschrieben, dass es wichtig ist, dass sich Regionen spezialisieren, anstatt dass der Wettbewerb beim Wirtschaften sich durch billige Transportwege sich immer großflächiger ausbreitet. Wenn zum Beispiel in einer Region viele medizinischen Güter produziert werden, dann ist es sinnvoll, wenn die Firmen regional investieren, um zum Beispiel neue Arbeitskräfte zu gewinnen, die ausscheidende Arbeitskräfte ersetzen oder um neue Produktionszweige aufzubauen. Das geschieht ganz von selbst schon dadurch, dass die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Berufsfeld in vielen Familien eine Familientradition sind. Und das kann dadurch verstärkt werden, dass Firmen Bildungsangebote machen: Zum Beispiel Museen, die über regionale Produktions-Traditionen informieren und attraktive Bildungsangebote auch für Kinder anbieten. Oder indem die ortsansässigen Firmen Schüler-Praktika anbieten.

    Gleichzeitig müssen schnelle und billige Transportwege für Güter und Menschen reduziert werden indem sie nicht weiter hochgradig subventioniert werden. Kein Land leidet wirtschaftlich darunter, wenn es ein generelles Tempolimit nicht nur innerorts und auf Landstraßen sondern auch auf Autobahnen gibt. Oder wenn für die Gründung und den Betrieb von Produktionsstätten ein Schienenanschluss Voraussetzung sein muss, den die Firmen mitfinanzieren müssen, anstatt dass ihnen staatlich finanzierte Autobahnanschlüsse zur Verfügung gestellt werden. Dazu muss allerdings ein noch sehr viel höheres Maß an Einigkeit hergestellt werden zwischen den Regionen und Staaten, damit diese sich nicht gegenseitig ausstechen bei der Begünstigung von Unternehmen.

    Sandsturm auf der Autobahn - Massenunfall auf der A 19 vor zehn Jahren | MDR.DE
    Acht Menschen kamen im April 2011 auf der A 19 bei Rostock ums Leben, als ein Sandsturm über die Autobahn fegte und zu einer Massenkarambolage führte. Wir…
    www.mdr.de

    Kurios: Ebenfalls genau 8 Menschen starben vor rund 10 Jahren in einem Sandsturm im April 2011 auf der A19 bei Rostock.

    Schuld ist aber natürlich der Sandsturm, der urplötzlich wie aus dem Nichts gekommen zu sein scheint. Vielleicht sind auch die Sandsturm-Assistenzsysteme ausgefallen oder waren nicht in allen Fahrzeugen vorhanden. Da kann man dann halt nichts machen...

    USA: Acht Tote bei Massenkarambolage durch Sandsturm in Utah - DER SPIEGEL

    Was spricht eigentlich gegen ein Assistenzsystem, das bei einem Fahrzeug automatisch die Geschwindigkeit reduziert, wenn die mangelhaften Sichtverhältnisse das gebieten? Oder zumindest ein Assistenzsystem, das unmissverständlich eine entsprechendes Warnsignal abgibt. Eine Kombination mit vernetzten Fahrzeugen könnte ein solches Assistenzsystem noch verbessern.

    Eine Gefahr sehe ich darin, dass der Fahrzeugverkehr sich noch weiter beschleunigen würde und generelle Tempolimits noch schärfer bekämpft würden: Aber solchen Forderungen muss ja nicht nachgegeben werden.

    In diesem mdr-Film vom 13.4.2021 wird ausdrücklich auf den Sicherheits-Gewinn durch kommunizierende Fahrzeuge hingewiesen (Minute 7:30). Anlass für den Film ist der zehnjährige Jahrestags der Sandsturm-Katastrophe auf der A 19 bei Rostock.

    Der Film macht deutlich, dass viele Autofahrer das Gefühl für die angemessene Geschwindigkeit verlieren. (Minute 7:45).

    Liegt es da nicht nahe, technisch aufzurüsten, um dieses verlorengegangene Gefühl zu kompensieren?

    Oder geht durch eine entsprechende Verbesserung der Fahrzeug-Sicherheitstechnik noch mehr Gefühl verloren?

    Gleichzeitig wächst die Motorleistung und das Beschleunigungsvermögen der Fahrzeuge zusehends. Und im Fahrzeuginnern gibt es keinen wahrnehmbaren Unterschied mehr zwischen Tempo 30 und Tempo 300. Dazu sagt der Verkehrsexperte, Dr. Wolfgang Kühn von der westsächsischen Hochschule in Zwickau, in dem Film: "Sie hören und merken das Auto kaum noch, dass heißt Geschwindigkeit einschätzen wird immer schwieriger, ..." (Minute 8:02)

    Ferner wird in dem mdr-Film gefordert zusätzliche Führerschein-Anforderungen durchzusetzen, zum Beispiel Fahrten mit einem Fahrsimulator. (Minute 8:20)

    Ich halte es für absolut notwendig, den Führerscheinerwerb mit einer sehr viel intensiveren Führerschein-Ausbildung zu verknüpfen. Alleine die ab 2022 vorgeschriebenen Assistenzsysteme erfordern ein sehr viel gründlicheres Wissen über das Autofahren. Und Besitzer alter Führerscheine müssen verpflichtet werden, sich hier nachzubilden und ein entsprechendes Zusatz-Zertifikat zu erwerben.

    Leider habe ich den Eindruck, dass viele Autofahrer das viel zu lässig sehen und die neuen Sicherheits-Techniken und Assistenz-Systeme pauschal schlecht reden. Möglicherweise nicht zuletzt deshalb, weil sie den neuen Anforderungen ausweichen wollen. Andere Autofahrer wiederum haben dabei vor allem im Hinterkopf, dass es mit mehr Assistenzsystemen zukünftig gefahrloser möglich sein wird, noch schneller zu rasen, oder zwischendurch mal auf's Handy zu schauen. Daraus wächst die Gefahr eines Rebound-Effektes.

    Das ist aber kein Grund auf deutlich verschärfte Vorschriften und hochwirksame Fahrassistenzsysteme zu verzichten. Und die dürfen dann auch gerne mal geschwindigkeitsreduzierend eingreifen! Am Ende des Films (Minute 8:35) greift der Sprecher den Klimawandel auf und weist unmissverständlich darauf hin, dass solche Naturereignisse wie der Sandsturm bei Rostock, in Zukunft immer mehr zum Alltag werden.

    trostlos :(

    Was genau?

    Shaun das Schaf in Nachdenk-Pose:

    https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT_Fb1C9_Mjz-U8wuikXPdbbQFPONz-ns38QA&usqp=CAU

    Die Schafe, den lange schon stillgelegten niederländischen Expo-Pavillon, bislang ohne erfolgreiche Revitalisierungs-Projekte, die Aufschüttung, die ein bisschen wie eine abgefahrene Alpen-Ski-Piste im Sommer wirkt, das Neubaugebiet Kronsrode oder die Studentenwohnheim-Gebäude?

    Letztere fanden auch bei den anderen in meiner kleinen Reisegruppe keinen besonderen Anklang.

    Bei Architektur bin ich allerdings vorsichtig mit Bewertungen. Auf den ersten Blick sehen die Wohnheim-Gebäude trostlos aus und die eintönige Rasenfläche davor macht es nicht besser.

    Shaun das Schaf besuchen!

    Ein Ausflug zum Kronsberg (Hannovers höchster "Gipfel") führte vorbei an dieser Schafherde. Die Schafe auf der Weide sind Deutsche Schwarzkopfschafe und erinnern mit ihren schwarzen Köpfen an Shaun das Schaf.

    Im Hintergrund ist der niederländische Pavillon zu sehen, der bei der Weltausstellung 2000 viel Aufsehen erregte.

    Die letzten Höhenmeter zum Gipfel geht es steil bergauf, da ist es besser die Räder am Fuß der letzten, künstlich durch Aufschüttung hergestellten Erhöhung stehen zu lassen.:

    Der Blick vom Gipfel in die Umgebung lohnt sich, selbst an diesem recht diesigen Tag. Links im Bild ist das Neubaugebiet Kronsrode mit seinen vielen Kränen zu sehen. Es ist derzeit Niedersachsens größtes Baugebiet und vermutlich einen eigenen Ausflug wert.

    Ein Anwohner erzählte, dass es möglich sei, diese Kanzel des Windrades zu besichtigen. Leider konnte er dazu keine näheren Angaben machen.

    Diese äußerlich sehr schlicht gehaltenen Wohngebäude sind Studentenwohnheime:

    Wer nicht die ganze Strecke bis zum Kronsberg mit dem Fahrrad fahren will, der kann auch mit der Linie 6 bis zur Endstation Messe Ost fahren. Fahrradfahrer*innen können ihr Fahrrad von Montag bis Freitag von 8:30 bis 15:00 Uhr und wieder von 19:00 bis um 6:30 Uhr des Folgetages in den Stadtbahnen und Bussen der regiobus und der Üstra kostenfrei mitbefördern. Eine Tageskarte für die Zone A (die Haltestelle Messe Ost liegt gerade noch in der Tarifzone A) kostet 6 Euro, eine Tagesgruppenkarte 11,20 Euro. Am Wochenende (samstags und sonntags) ist ganztags die Fahrradmitnahme möglich.

    In dem verlinkten Focus-Artikel heißt es:

    "Parkt die S-Klasse rückwärts aus, bremst sie notfalls automatisch, um eine Kollision zu verhindern. Mit dem XC40 bringt Volvo im Frühjahr in der Golfklasse ein SUV mit Notbremse für das Rückwärtsfahren auf den Markt. Steuert der Fahrer retour, und die Radareinheit im Heck entdeckt Verkehr ab einer Größe von kleinen Motorrädern stoppt das SUV automatisch. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das System der Schweden bereits querende Fußgänger und Fahrradfahrer erkennen und bei Kollisionsgefahr bremsen – für Unfallforscher eine entscheidende Funktion, auf dem Weg zu einem sichereren Straßenverkehr."

    Hier noch mal der Link:

    Schutzengel am Fahrzeugheck
    Die Horrorvorstellung eines jeden Autofahrers: Beim Rückwärtsfahren einen Fußgänger übersehen. Ein neues Assistenzsystem soll das verhindern.
    www.focus.de

    In einem Artikel in der Zeitschrift auto motor sport vom 10.12.2020 wird über die ab 2022 verpflichtend vorgeschriebenen Assistenzsysteme berichtet. Zum Rückfahrassistenten heißt es:

    "8. Rückfahrassistent

    Das System erkennt Passanten oder Hindernisse hinter dem Fahrzeug und warnt den Fahrer bei der Rückwärtsfahrt. Die Systeme basieren auf Sensor- und/oder Kamera-Informationen."

    Von Tempo-Assistent bis Blackbox: Diese Assistenzsysteme sind ab 2022 vorgeschrieben
    Um die Unfallzahlen und die im Straßenverkehr verunglückten Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu reduzieren, schreibt die EU ab 2022 zahlreiche weitere…
    www.auto-motor-und-sport.de

    Demnach ist für den ab 2022 vorgeschriebenen Rückfahrassistenten keine automatische Bremsfunktion eine notwendige Voraussetzung. Der Fahrer wird lediglich gewarnt. Das sieht sehr danach aus, als sei es der Fahrzeugindustrie erfolgreich gelungen, die Kosten zu drücken. Auf Kosten der Sicherheit besonders der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer*innen. :(

    Auch Menschen mit Behinderung sind ohne Auto mobil!

    In Hannover ermöglichen automatische Rampen ein selbstständiges Einsteigen von Menschen mit Rollstuhl, ohne dass der Omnibusfahrer oder ein anderer Fahrgast helfen muss, eine Klapprampe umzuklappen.

    Etwas überrsachend bin ich gerade in eine Podiumsdiskussion auf Zoom über nachhaltige Politik in Lüneburg mit den Kandidatinnen zur Oberbürgermeisterinwahl gestolpert.

    (...)

    Meyer: Parkplätze für Bedürftige erhalten.

    Immer wieder werden in Diskussionen über den Verkehr, Menschen mit Behinderungen angeführt, für die es angeblich unheimlich wichtig sei, dass sich an den jahrelangen Fehlentwicklungen in der Verkehrsinfrastruktur auf keinen Fall etwas ändern dürfe. Da viele Menschen nicht von Behinderung betroffen sind, und die meisten darüber auch verständlicherweise froh sind, beschäftigen sich nur recht wenige Menschen mit diesem Thema.

    Umso größer ist die Bereitschaft in einer Diskussion auf Einwände einzugehen gegen den dringend notwendigen deutlichen Rückbau der Autoverkehrsinfrastruktur, wenn wer seinen Behindertenausweis in die Höhe streckt und eine ausgezeichnete Autoverkehrs-Infrastruktur reklamiert, weil er andernfalls vom "öffentlichen Leben komplett abgeschnitten sei".

    Es kostet dann schon etwas Überwindung an einer solchen Stelle in einer Diskussion energisch zu widersprechen. Da mir mit der Zeit klar geworden ist, dass von den Protagonisten der totalen Autostadt und vor allem des totalen Autolandes keine Finte gescheut wird und Menschen mit Behinderungen in der Diskussion systematisch instrumentalisiert werden, widerspreche ich mittlerweile an dieser Stelle in Diskussionen zunehmend energischer.

    Denn wenn keiner widerspricht, dann endet dieser Abschnitt einer Diskussion in der Regel mit einem deutlichen Punktgewinn für die Betonierer und Planierer für noch mehr Autofahrbahnen und Auto-Parkplätze. Konkret sieht das dann oft ungefähr so oder so ähnlich aus:

    "Mein Mann ist stark gehbehindert und kann auch nicht mehr sehr gut sehen und wenn er zum Einkaufen in die Stadt will, dann ist er darauf angewiesen, dass ich ihn mit unserem Auto dorthin fahre. Wenn jetzt Parkplätze in der Stadt zurückgebaut werden sollen, dann werden noch häufiger die Behindertenparkplätze blockiert. Dann haben wir keine Möglichkeit mehr in die Stadt zu kommen." Ersatzweise erzählt wer einen solchen Fall aus seinem Bekannten- oder Verwandtenkreis. Wer genügend Phantasie hat und genügend abgebrüht ist, der bringt so was auch völlig ohne konkreten persönlichen Anlass sehr überzeugend rüber.

    Das Ergebnis eines solchen Einwandes gegen autofreie Mobilitätsmodelle ist leider allzu oft, dass erfolgreich bei vielen Zuhörern und Diskussionsbeteiligten auf die "Tränendrüse" gedrückt wurde, bzw. an ein falsches Mitleids-Verständnis erfolgreich appelliert wurde.

    Fakt ist aber auch, dass Menschen mit zum Teil sehr schweren Gehbeeinträchtigungen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, bei einer gut ausgebauten barrierefreien Verkehrsinfrastruktur selbstständig und/oder mit Hilfe mobil sind. Leider führt dieser Hinweis in einer Diskussion unmittelbar dazu, dass einmal mehr auf den schlechten Ausbaustand des ÖPNV herumgeritten wird, der es angeblich völlig illusorisch macht, darauf weitere Gedanken zu "verschwenden". Dagegen ist es sehr schwer, positive Beispiele anzuführen, weil selbst in Städten mit einem hohen Anteil an barrierefrei zugänglichen ÖPNV-Transportmittel es immer auch noch Negativ-Beispiele gibt. Und ein Negativ-Beispiel wiegt in einer Diskussion deutlich schwerer als 100 oder gar 1000 Positivbeispiele.

    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht an solchen Stellen in der Diskussion? Und wie wurde in der Podiumsdiskussion, über die du berichtest, mit der Floskel, "Parkplätze für Bedürftige erhalten.", weiter umgegangen?

    So sieht es aus, wenn man an dem Schild "Radweg in 400m gesperrt", das am Anfang des Büntewegs steht, vorbeigefahren ist und in den Bünteweg weiter hineinfährt:

    Es ist auch die 30 km/h Zone inkompatibel zum einem Radweg.

    Auf der alten googlestreetview-Aufnahme (von 2008) steht weder das Tempo-30-Zonen-Schild [Zeichen 274.1] noch ist dort das Schild an der

    Laterne befestigt mit dem Hinweis: "Radweg endet in 400 m". Ob beides zum selben Zeitpunkt dort hinkam, weiß ich leider nicht.

    Kurios ist ja auch, dass dort an der Stelle, an der das Schild befestigt ist, gar kein Radweg zu erkennen ist. Der ganze Hochbord ist einheitlich gepflastert. Und es steht dort weder [Zeichen 237] noch [Zeichen 240] noch [Zeichen 241-30].

    Wenn man aber nur ein kleines Stück (ca.65m) weiter in den Bünteweg hineinkommt, dann ist dort offensichtlich ein Angebotsradweg erkennbar. Und der ist sehr deutlich erkennbar, so dass er auch benutzt werden darf. Manche Radfahrer*innen nutzen ihn auch.

    Auf dieser Satelliten-Aufnahme beginnt der Angebotsradweg an der Bushaltestelle, die im Schatten des Hochhauses liegt.

    Google Maps
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    (Auf meinem Foto sieht man den Beginn des Angebot-Radweges zwischen der Laterne mit den Wahlplakaten und dem Bushaltestellenschild, direkt hinter der Grundstückseinfahrt).

    Möglicherweise sagt sich die Verwaltung, dass erst dann der Hochbord neu gestaltet wird (ohne Angebotsradweg), wenn dort ohnehin ein neuer Belag fällig ist. Und bis dahin wartet man einfach mal ab, vielleicht wird auch beobachtet, ob der Angebotsradweg weiter benutzt wird, trotz Tempo-30-Zone.

    Von der angekündigten Radwegsperrung in 400 m ist auf dem Foto, das kurz hinter dem Schild aufgenommen wurde, nichts zu sehen.

    So wie das Auto steht, hätte der Radler aus der Wiese auf die Fahrbahn radeln müssen, um in der Kamera zu erscheinen. Dann hätte er aber Nachrang nach § 10 gehabt ...

    Ne, der Autofahrer hätte sich nach rechts oder links *) vergewissern müssen, ob da jemand kommt.

    *) bezogen auf seine Stellung im Bild, beim Start des Wendemanövers vmtl. anderswohin ...

    So wie das Auto steht ist es durchaus möglich, dass es zum Wenden auf die Wiese gefahren ist und dann im Rückwärtsgang zurück auf die Fahrbahn. Auf jeden Fall ist nicht auszuschließen, dass ein Rückfahrassistent, das muss ja nicht alleine eine Kamera sein (auch Ultraschallsysteme kommen dabei zum Einsatz), den Fahrer gewarnt hätte und je nach Konfiguration das Auto vielleicht sogar rechtzeitig gebremst hätte.

    In diesem HAZ-Bericht vom 29.7.2014 werden ausdrücklich Ultraschall-Systeme erwähnt: "Müllwagen werden sicherer

    Nach zwei tödlichen Unfällen beim Rückwärtsfahren werden die Müllfahrzeuge des Abfallwirtschaftsbetriebs aha sicherer. Das Unternehmen rüstet nach und nach alle 250 Abfallfahrzeuge mit einem Ultraschallsystem aus, das bei den Wagen kurz vor einem Hindernis automatisch die Bremsen auslöst."

    Müllwagen werden sicherer
    Nach zwei tödlichen Unfällen beim Rückwärtsfahren werden die Müllfahrzeuge des Abfallwirtschaftsbetriebs aha sicherer. Das Unternehmen rüstet nach und nach…
    www.haz.de

    Zugegeben: Ein einzelner Müllwagen fährt vermutlich häufiger rückwärts als einzelner PKW. Allerdings müssen Müllwagen (auch wenn diese mit Rückfahrassistenten ausgerüstet sind) einen Einweiser haben. Und in der Summe der vielen PKW, die es gibt, ist die Gefahr eben auch sehr hoch von einem PKW beim Rückwärtsfahren überfahren zu werden.

    Gut, dass Rückfahrassistenten ab 2022 bei Neuwagen vorgeschrieben sind.

    Schade, dass das nicht auch für den PKW-Altbestand gilt.

    Ob die vorgeschriebenen Mindest-Anforderungen ausreichen, bleibt abzuwarten.

    Zu befürchten ist, dass die Autoindustrie niedrigste Qualitätsstufen durchgesetzt hat, um Kosten zu sparen.

    Diese lustigen, bunten Schilder brachten die Hannoversche Rathaus-Koalition aus SPD, Grünen und FDP zum Einsturz:

    Im Rahmen eines von Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) unterstützten Projektes, "Hannover schafft Platz / Hannover nimmt Platz", wurde temporär für ca. 3 Wochen ein Parkplatz am Rand der Innenstadt umgestaltet, um Platz zu schaffen für andere Aktivitäten, wie sie auf den Schildern dargestellt sind.

    SPD und FDP sabotierten daraufhin eine wichtige Personal-Entscheidung des OB. In Wirklichkeit ging es den beiden jedoch darum, sich als "Paten" der Autofahrerschaft aufzuspielen und dabei befürchteten sie Gebietsverluste gegenüber den Rechtspopulisten und der CDU, die ihrerseits verkehrspolitisch nur Autofahrer kennen:


    Mehr über die Hintergründe auf taz.de vom 22.7.2021:

    Bürgermeister Onay ohne Mehrheit
    Im Hannöverschen Stadtrat ist das Ampelbündnis aus Grünen, SPD und FDP endgültig geplatzt
    taz.de