Der Stau entstand aufgrund der Blockade während der so genannten Bauernproteste. Und so schlimm es ist, dass hier ein Mensch gestorben ist: Es interessiert sich offensichtlich kaum jemand dafür. Es gibt kein Aufschrei konservativer Politiker, es gibt keine empörten Meldungen in den einschlägigen Nachrichtenangeboten. So bleibt bei mir das Gefühl zurück: Tote sind nur dann von Interesse, wenn man sie politisch nutzen kann.
Vielleicht tut es not, die nächste Demonstration für Maßnahmen zur Klima-Rettung mit Fahrrädern durchzuführen, die von außen mit Pappen verkleidet sind, die sie wie große Traktoren aussehen lassen. Dann noch das nötige "Nebelhorn" eingebaut, das es ja sicher auch mit großer Lautstärke im kleinen Format gibt, sodass es auf einem Fahrrad mitgeführt werden kann, und die Verkleidung ist perfekt. Komme gerade drauf, weil ich durch das geschlossene Fenster schon wieder diese unmöglich lauten Traktorhupen gehört habe.
Siehe auch hier:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.letzte-…f34f772ed5.html ein Auszug:
"„Straffrei fürs Klima nur mit Traktoren?“ und „Ich bin ein Traktor!“ haben sich Aktivisten der Gruppe Letzte Generation auf ihre selbst gebastelten, symbolischen Fahrgestelle geschrieben, mit denen sie am Mittwoch im Berufsverkehr demonstrierten. Langsam gingen sie mit den Konstrukten aus Holzlatten und Pappe von der Heilbronner Straße in Richtung Hauptbahnhof. Festgeklebt hatte sich dieses Mal niemand. Stattdessen nahmen die Demonstrierenden mit gemalten Bildern von Traktoren auf der Straße Platz. Die Aktivistin Helea Möbus erklärte, warum die Letzte Generation auf die Bauernproteste Bezug nahm: „Die Bauernproteste sind der Beweis dafür, dass Straßenblockaden und Proteste mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen wirksam sind! Offensichtlich sogar ohne dabei kriminalisiert zu werden“, sagte sie."