Beiträge von Malte

    Von den sieben Richtungen werden mittlerweile nur noch vier befahren, nämlich Uelzen–Soltau–Bremen und Buchholz–Soltau–Hannover. Die nur zwölf Kilometer lange Strecke ins benachbarte Neuenkirchen wurde abgebaut und lässt sich teilweise mit dem Rad oder einer Draisine befahren, die Strecken Lüneburg–Soltau und Celle–Soltau liegen auch noch und werden teilweise sogar noch im Güterverkehr bedient.

    Ich bin drei der Strecken, nämlich Munster–Beckedorf, Beckedorf–Soltau und die bereits abgebaute Strecke Soltau–Neuenkirchen in den letzten Tagen abgefahren.

    Dabei fiel mir ein, dass ich mich vor einigen Jahren, als ich Lischen-Radieschen kennengelernt habe, wunderte, warum in ihrer niedersächsischen Heimat so viele größere Städte, etwa Uelzen, Lüneburg, Gifhorn, Wittingen und Celle, so fernab der Autobahnen lagen. Für mich war damals ein Autobahnanschluss ein wesentliches Infrastrukturmerkmal einer modernen Stadt. Ich scherzte damals noch, obwohl ich mein Auto erst wenige Monate zuvor abgeschafft hatte, dass wir mit der Bundesautobahn 39 quasi schnurstracks von Hamburg nach Hankensbüttel fahren könnten.

    In den letzten Tagen habe ich dann verstanden, dass oben genannte Städte (plus Soltau, das ja die BAB 7 quasi vor der Tür hat) in einer Zeit, in der das Auto noch nicht so wichtig war, die Eisenbahn aber umso mehr, mit einem dichten Netz von Eisenbahnstrecken verbunden waren. Von Soltau ging es in die bereits erwähnten sieben Richtungen, von Celle aus in acht Richtungen, von Wittingen aus in fünf Richtungen. Davon ist heute nur noch wenig übrig.

    Klar ist mir auch geworden, dass die Nachfrage wenigstens im Bereich der Osthannoverschen Eisenbahn vorrangig durch den Güterverkehr bestimmt wurde und nicht durch den Personenverkehr. Die Strecken führen an jedem Industriegelände entlang, jeder noch so kleine Betrieb hatte damals einen Eisenbahnanschluss. Weil die OHE nicht der Deutschen Bundesbahn unterworfen war, sind viele der Anschlüsse und Laderampen heute noch sichtbar — wenngleich sie allerdings gänzlich außer Betrieb genommen wurden. Ich habe tatsächlich nicht einen Industrieanschluss gesehen, der heute noch genutzt würde.

    Weil aber noch viele Weichen und Ausweichgleise vorhanden sind, kann man ungefähr abschätzen, wie denn andere Bahnhöfe entlang anderer Klein- und Nebenbahnen heutzutage aussähen, wären sie nicht längst abgerissen. Die OHE nutzt die Bahnhöfe hingegen vorrangig zum Abstellen von Güterwagen. Hier stehen Unmengen an Flach-, Güter- und Kesselwagen in der Gegend herum, teilweise sind die Gleise von Grenzzeichen bis Grenzzeichen vollgestellt worden. Da sich die OHE aber vor einigen Jahren aus dem Güterverkehr verabschiedet hat — es ist hier ja nichts mehr zu transportieren, weil alles über die Straße gefahren wird — handelt es sich wohl nur um Dauerparkplätze für Eisenbahnwagen. Güterverkehr wird hier nur noch sporadisch, ein paar Mal im Jahr von DB Cargo betrieben, wenn Militärfahrzeuge aus Munster oder Bergen abgefahren werden sollen, hin und wieder werden wohl auch noch Düngemittel, Baustoffe sowie Nutz- und Schadhölzer transportiert.

    Und es gibt natürlich auch Begehrlichkeiten, die Strecken komplett stillzulegen und abzubauen. Wie sagt man doch so schön: Gleise raus, Supermarkt drauf. Ich würde mir ja wünschen, dass diese Strecken wenigstens von der Bebauung freigehalten werden, so dass irgendwann einmal, falls man sich doch noch mal zu einer Verkehrswende hinreißen lassen sollte, überhaupt die Möglichkeit einer Reaktivierung bestünde.

    Nach meinem laienhaften Verständnis müsste doch gerade die Lüneburger Heide als touristisches Ausflugsziel irgendein Interesse an einer Schienenanbindung haben. Bispingen hält beispielsweise eine ganze Menge Attraktionen bereit, in dessen Bahnhof hält hingegen kein Zug. Der Heidepark ist mit dem 2,5 Kilometer entfernten Haltepunkt Wolterdingen auch nur sehr mäßig angeschlossen. Nun ist natürlich die Frage, wer von den Touristen überhaupt mit der Bahn zum Heidepark, zum Snow-Dome oder nach Soltau fahren möchte, wenn die An- und Abreise zum und vom Feriendomizil ohnehin mit dem eigenen Auto bestritten wird.

    Der Bruch zwischen Nah- und Fernverkehr macht es ja auch maximal unattraktiv, mit der Bahn in den Urlaub zu fahren. Da kommt man dann mit dem Fernverkehr nach Hannover und muss den Rest der Strecke mit dem Bummelzug im Zweistundentakt bewältigen. In Celle hält einmal stündlich sogar ein ICE, dafür kommt man aus Celle aber nur mit dem Bus weiter, sofern man nicht mit dem Metronom diagonal durch das bewaldete Niemandsland fahren möchte. Das ist halt wie an der Ostsee: Bis Hamburg kommt man locker aus allen Richtungen mit dem ICE, ab dann gurkt man mit dem Regionalexpress bis Lübeck, ab da geht es dann mit einem winzigen LINT 41 die Ostseeküste hoch.

    Vielleicht sind das aber auch die ungleichen Chancen von Bahn und Auto hinsichtlich des Verbesserungspotenzials: Während wir für das Auto neue Autobahnen, neue Straßen und neue Parkplätze in Massen bauen, müssen Verbesserungen für die Eisenbahnanbindung immer mit der vorhandenen Infrastruktur funktionieren — und selbst dann bildet sich sofort eine „Interessengemeinschaft Schienenlärm“, „Bürgervereinigung Bus statt Bahn“ oder ähnliches.

    Jetzt mal ganz unabhängig vom Fahrgastpotenzial und Finanzierung gedacht fände ich es interessant, dem Heidepark einen eigenen Bahnhof vor die Tür zu stellen, der dann im Sommer etwa aus Hamburg, Bremen und Hannover angefahren werden kann, die Züge könnten dann unterwegs noch ein paar Fahrgäste einsammeln. So ganz fernab der Realität scheint dieses Fahrgastpotenzial ja nicht zu sein, die RB 38 fährt an den Wochenenden ja schon ab Hamburg-Harburg mit einer Doppeltraktion LINT 54 los, die bei gutem Wetter bis Wolterdingen prächtig gefüllt ist.

    Aber ich habe den Eindruck, dass insbesondere aufgrund der jetzigen Coronakrise von solchen Überlegungen erst einmal Abstand zu nehmen ist. Schade.

    Bei WELT ONLINE gibt’s einen neuen Artikel zum Anstreckungsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln: Ansteckung in Fliegern und Zügen? Das Märchen der sauberen Kabinenluft

    Am Ende läuft es aber auf das ohnehin bereits bekannte Resultat hinaus: Nichts genaues weiß man nicht. Vielleicht ist das alles supergefährlich und wir nehmen insbesondere in Flugzeugen vor allem eine Abwägung der Gesundheit der Fahrgäste und der wirtschaftlichen Interessen der Fluglinien wahr, vielleicht aber auch nicht.

    Das ist ja nun keine besonders gute Richtschnur, um das Risiko für die nächste Bahnfahrt zu kalkulieren.

    Auch zweifelhafte Vorfahrtsregeln mit Mini-Vz. sind mir nicht aufgefallen.

    Ich bin gerade in Munster und Umgebung unterwegs, also eher auf der anderen Seite des Bundeslandes, und hier gibt’s diese Mini-Zeichen 205 quasi an jeder zweiten Kreuzung. Der eine Kreisverkehr hat diese Baby-Verkehrszeichen, der nächste nicht, der übernächste wieder. Abseits der Vermutung, dass diese Mini-Verkehrszeichen ohnehin von der Hälfte der Verkehrsteilnehmer nicht gesehen, beziehungsweise verstanden wird, ist mir auch überhaupt nicht klar, was dieses Durcheinander überhaupt bringen soll.

    Aber leider gibt es auch ganz schlimme Unsitten. In jedem kleinen Kuhkaff gibt es linksseitige Radwege, meist gottseidank nicht benutzungspflichtig (Gehweg/Fahrrad frei), aber die (wenigen) Autofahrer scheinen soviel Aufmüpf nicht gewohnt zu sein und wurden unruhig, Überholzwang mit eeetwas knappem Abstand inklusive. Immerhin - behupt wurde ich nur ein einziges Mal.

    Ich muss, wenn die Internetverbindung wieder etwas besser ist, mal ein paar mehr Fotos hochladen. Diese lustigen Regelungen gibt’s hier quasi in jedem Flecken: In der einen Richtung ist der untermaßige, auf der rechten Straßenseite befindliche Gehweg für den Radverkehr freigegeben, es gilt also Schrittgeschwindigkeit und absolute Rücksichtnahme. In der Gegenrichtung steht hingegen ein einzelnes [Zusatzzeichen 1022-10], es handelt sich also plötzlich um eine Fläche, die man mit dem Rad und Vollkaracho befahren darf. Gigantisch. Ich hatte mich mal vor vier Jahren mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde unterhalten, aber mein Ansprechpartner hatte die Straßenverkehrs-Ordnung leider nicht bis zu § 2 Abs. 4 StVO studiert.

    Also hab ich mich schnellstmöglich ans andere Ende des Bahnsteigs verfügt, nur um - als der Zug losrollte - festzustellen, dass ich mich nun in Wagen 5 befinde. Hier gibt's zwar auch ein Fahrradabteil, aber es ist proppenvoll und bietet keine Möglichkeit, ein Fahrrad sicher zu befestigen.

    Das ist bei den Zügen sowieso immer ein interessantes Phänomen: Sobald der Zug einfährt, egal in welcher Wagenreihung, düsen alle dem zuerst sichtbaren Fahrradwagen hinterher, so dass der jeweils in Fahrtrichtung erste Fahrradwagen immer überfüllt ist, der andere aber nicht.

    Drüben bei Twitter gibt’s eine Aufnahme aus Hamburg:

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    Man kann anhand der Drunterkommentare erkennen, wie schwer es für den normalen Verkehrsteilnehmer zu sein scheint, eine solche Situation zu bewerten. Dass es sich um einen Radfahrstreifen handelt und man dort nicht mit dem Auto fahren sollte, fällt den meisten gar nicht auf.

    Ich hatte ja in einigen anderen Threads bereits bemängelt, dass das Radfahren in den östlich gelegenen Teilen der Stadt Kiel eine eher trostlose Angelegenheit ist und einfach nur noch nervt.

    An der Werftstraße in Kiel geht’s an warmen Sommertagen ganz schön hoch her. Es handelt sich um einen für Radfahrer freigegebenen Gehweg mit der zusätzlichen Beschilderung „Radfahrer dürfen Fahrbahn benutzen“, die hier im Hintergrund zu sehen ist, aber natürlich kurbeln so gut wie alle Radfahrer auf dem Gehweg herum, gerne auch in der falschen Richtung, und klingeln sowohl Fußgänger als auch ihresgleichen aus dem Weg. Besonders sind dann elektrisch unterstützte Fahrräder, die statt der für diesen Weg vorgesehenen Schrittgeschwindigkeit mit 25 Sachen dort entlangknattern.

    Nun kann man natürlich auch auf der Fahrbahn fahren, dieses Recht wird dem Radverkehr auf mehreren Schildern verbrieft, aber der vierstreifige Ausbau der Fahrbahn animiert den Kraftverkehr wohl eher zu Sanktionen. Ich werde hier grundsätzlich bei jeder Durchfahrt mindestens einmal angehupt und hin und wieder auch mal mit Scheibenwaschwasser begossen. Super.

    Dann gibt es plötzlich solche Späße. Ganz offensichtlich wird hier gebaut und sogar der ehemals vollkommen brüchige Hochbordradweg bekam ein Update des Oberflächenbelages. An der Breite und an der Lage in der Door-Zone hat sich leider nichts geändert — aber nun ist das plötzlich ein freigegebener Gehweg? Gilt das Schild jetzt für den Gehweg, auf dem ich mit Schrittgeschwindigkeit fahren soll? Oder ist der Radweg gar kein Radweg, sondern ebenfalls ein Gehweg? Oder wurde das Schild einfach vergessen?

    Selbst im weiteren Verlauf der Arbeitsstelle gibt es eigentlich keinen Grund, hier irgendwas mit Schrittgeschwindigkeit vorzusehen. Durch die Windschutzscheibe sieht der erneuerte Radweg jetzt aber erst recht nach „bestens ausgebaut und breit“ aus, so dass die obligatorische Hupe für Fahrbahnradler nicht lange auf sich warten ließ.

    Eine Kreuzung später sieht der Radweg dann genauso aus, nur ohne die Beschilderung des freigegebenen Gehweges. Ich vermute mal, das Schild ist einfach irgendwie vom Laster gefallen und man hat sich mal wieder keine Gedanken um den ganzen Bums gemacht.

    Noch eine Kreuzung später: Alles neu. Oh, Moment, nicht ganz alles — wer erkennt’s?

    Im Signalgeber gegenüber leuchten Fahrrad und Fußgänger rot, obwohl aufgrund der Absenkung des Hochbordradweges auf das Fahrbahnniveau an dieser Stelle mutmaßlich die Fahrbahnampel gelten soll.

    Das ist halt so ein Ding, das kann man auch niemandem erklären. Wann immer ich mich bei der Straßenverkehrsbehörde über falsche Streuscheiben beschwert habe, werden quasi die Leute mit den weißen Jacken vorbeigeschickt. Weder in Hamburg noch in Kiel noch irgendwo anders verstehen die Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden diesen Quark mit den unterschiedlichen Streuscheiben in unterschiedlichen Signalgebern, die mit unterschiedlichen Regelungen in unterschiedlichen Fassungen der Straßenverkehrs-Ordnung zu unterschiedlichen Zeiten zu unterschiedlichen Regelungen führen.

    Fürs Auto ist das ganz easy: Es gilt die Fahrbahnampel, da muss man nur das Gehirn einschalten, wenn Abbiegebeziehungen mit Pfeilen in der Optik vorliegen. Und für Radfahrer? Das kann man echt niemandem erklären, das ist vollkommen aberwitzig.

    Hier gibt’s noch einen kleinen Bonus in Form einer untermaßigen Aufstellfläche zum indirekten Linksabbiegen. Kannst ja auch wieder niemandem erklären, dass das indirekte Linksabbiegen eigentlich unabhängig von einer möglichen zweiten Ampel erfolgt, damit zeigt sich auch die Polizei regelmäßig überfordert. Manchmal gibt’s dann trotzdem Signalgeber zum indirekten Linksabbiegen oder es wird davon ausgegangen, dass der indirekt abbiegende Verkehr dann die gar nicht für Fahrräder einschlägige Fußgängerampel beachtet und so weiter und so fort.

    Hier hat man dann diese kleine Fläche und fünf Meter davon entfernt einen unscheinbaren Signalgeber in Form einer Baby-Ampel, den man an dieser Stelle aber überhaupt nicht wahrnimmt.

    Und dann kommt noch sowas hier unter erschwerten Bedingungen. Tja, Mist, Signalgeber zeigt rot, Signalgeber zeigt aber auch nur Fußgänger, für mich gilt auf dem Rad also die Fahrbahnampel. Die kann ich von hier aber gar nicht sehen.

    Also erst einen Schritt zurück und durchatmen: Wo muss ich denn überhaupt hin? Ein Signalgeber für Fußgänger, hinter dem eine Sonderfläche beginnt, die nicht nach einem Radweg aussieht, die auch noch extra eingezäunt ist, das sieht mir gar nicht danach aus, als ob ich dort weiterfahren sollte:

    Erst beim Schieben auf die Fahrbahn fiel mir das Zeichen 240 auf, das sich weiter hinten in der tollen Beschilderung versteckte:

    Ungefähr so ging es dann am Sonntag noch einige Kilometer weiter. Immer wieder hier ein benutzungspflichtiger Radweg, der in Ortsdurchfahrten plötzlich zu einem freigegebenen Gehweg wurde, dann die Straßenseite wechselte und auf der anderen Seite als benutzungspflichtiger Radweg weiter ins nächste Dorf führte:

    Natürlich kann man auch einfach in diesen Fällen auf der Fahrbahn bleiben, aber dann kommen die ganzen Künstler aus dem ersten Foto wieder und drücken empört auf die Hupe, weil ja auch die Fahrradpiktogramme auf dem freigegebenen Gehweg total super mit der von der Straßenverkehrs-Ordnung vorgesehenen Regelung harmonieren.

    Ich finde es aber auch davon unabhängig gar nicht so einfach zu entscheiden:

    Wenn ich einfach nur von A nach B möchte, nerven mich diese Hügel auch. Wenn ich aber im Wandermodus fahre, finde ich die Führung etwas losgelöst von der Fahrbahn angenehmer.

    Die Meinung teile ich zwar, aber das halte ich ja noch für eine andere Fragestellung. In diesem Fall sind die Wege ja als straßenbegleitend angelegt, folgen aber nicht dem Höhenprofil der Fahrbahn — und das ist dann bei beiden Arten der Fahrt, also der gemütlichen Wanderfahrt oder der schnelleren A-nach-B-Fahrt eher anstrengend, finde ich.

    Pumptrack in Kirchdorf: https://www.merkur.de/lokales/freisi…e-13787480.html

    Der offenbar allenfalls torkelradelnde Bürgermeister findet aber, dass man die Buckel beim Fahren kaum merkt :)

    Mal eine ähnliche Frage in diesem Zusammenhang: Wurden in der Vergangenheit an außerörtlichen Straßen die Geh- und Radwege erst später angelegt oder direkt aus Kostengründen irgendwie durch die Landschafft drappiert, um die teuren Einschnitte in die hügelige Landschaft einzusparen?

    Das fällt mir bei außerörtlichen Touren jedes Mal wieder auf: Während die eigentliche Fahrbahn quasi gradlinig durch die Landschaft gelegt wurde, folgt der benachbarte Geh- und Radweg quasi jedem Hügel, von denen es sogar in Schleswig-Holstein eine Menge gibt, und führt an jedem einzelnen Baum vorbei. Ich würde ja tippen, dass man den Trog für die Fahrbahn damals nicht noch um zwei Meter verbreitern wollte oder den Radweg erst im Nachhinein daneben gelegt hat. Und so geht es dann für Radfahrer unablässig auf und wieder ab und wieder hoch und wieder runter.

    Im niedersächsischen Teil der Bundesstraße 4 wurden in der Vergangenheit auch einige Radwege neu errichtet, die eigentlich ganz gut zu fahren sind, aber auch jedem Hügel hoch und runter folgen und außerdem nicht nur schützenswerten Bäumen, sondern quasi jedem Maulwurfshügel ausweichen:

    Bei neuen Radwegen ist mir schon klar, wie das wohl passiert sein wird, aber wie ist das mutmaßlich bei älteren Wegen abgelaufen?

    Das man nie umgeleitet wird, auch nicht über ungewöhnliche Strecken. kann man nicht sagen.

    Das kommt ja auch immer drauf an — in Hamburg wird beispielsweise der RE 70 hin und wieder mal über die Güterumgehungsbahn umgeleitet. Wie man bei Google sehen kann, ist das ein nicht unerheblicher Umweg auf einer zum Teil nur eingleisigen Strecke. Das geht dann also auch nur zu Zeiten, in denen dort kein Güterverkehr rollt und dann auch immer nur für Züge des RE 70, die an beiden Seiten der Strecke warten müssen, bis der jeweilige Gegenzug durch ist.

    Und natürlich wäre es cool, wenn bei einer Sperrung in Elmshorn ganz einfach die Züge wenden, durch den Hauptbahnhof fahren und dann ab Bad Oldesloe oder Lübeck nach Kiel fahren. Das scheitert nur schon daran, dass die beiden Nebenbahnen nicht elektrifiziert sind und wie es die Tradition in den letzten Jahrzehnten verlangt hat, wurden entlang der Strecken jegliche Weichen und Ausweichmöglichkeiten zugunsten finanzieller Einsparungen abgebaut. Da kommt man also gar nicht mehr vorbei.

    Leider überwiegt in der konkreten Situation oft der Ärger, so dass Überlegungen für ein nachhaltiges Verkehrskonzept unterbleiben.

    Genau das meine ich: Natürlich sind die Fahrgäste frustriert, wenn der Zug voll ist oder ausfällt oder eine Strecke gesperrt wird. Für den Laien ist es ja auch gänzlich unverständlich, warum nicht einfach noch ein paar Wagen angehängt werden können oder man woanders lang fährt. Aber im Endeffekt lässt sich beinahe jedes dieser Probleme wieder auf unsere Begeisterung aus den 70ern zurückführen, möglichst viele Bahnstrecken stillzulegen oder abzubauen.

    Was genau verhindert eigentlich im Schiffbeker Weg die Fahrbahnbenutzung durch Radler (außer das Brett vorm Ko^h^h^h dem Rückstau, den man ggf. links überholen kann...)?

    Ich vermute mal, es ist ähnlich wie auf der Kieler Straße. Man kann zwar auf der Fahrbahn radeln, wird aber von den übrigen Verkehrsteilnehmern nicht unbedingt freundlich behandeln. Unsereins löst das eventuell mit einem dicken Fell, andere bleiben offenbar lieber auf der brüchigen Radverkehrsinfrastruktur oder rollen auf dem Gehweg herum.

    Sofern die Gesundheitsbehörde nicht allzu viele Einwände hat, findet morgen eine Mahnwache statt:

    Malte
    2. Juni 2020 um 22:44

    Die Mahnwache wurde in Anbetracht des gestrigen Unwetters übrigens auf Sonntag verschoben.

    Derweil berichtet noch das Hamburger Abendblatt — mal wieder — über die Sicherheit von Radfahrern im Hamburger Straßenverkehr: Nach tödlichem Unfall: Sind Radfahrer geschützt?

    In dem Bericht werden Radfahrer erwähnt, die sich über die Verkehrsführung an der Unfallstelle beschweren, der Radverkehr würde dort über einen Grünsteifen geführt, anschließend müsse man wieder zurück auf die Fahrbahn fahren. Einen Gehweg gäbe es zwar auch, der wäre aber so schmal bemessen, dass man noch nicht einmal sein Rad nebenher schieben könne. Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen, hat jemand zufällig ein paar Fotos von der Stelle zur Hand oder könnte am Sonntag welche schießen?

    Dann kommt noch die Polizei zu Wort, die ja als Straßenverkehrsbehörde eine nicht unerhebliche Verantwortung trägt, dass die Radverkehrsinfrastruktur in Hamburg so ist wie sie ist. Und die Polizei meint:

    Zitat

    Aus Polizeikreisen heißt es dagegen, Radfahrer hätten zum Beispiel auch die Möglichkeit, vorher die Straßenseite zu wechseln und ein Stück auf der linken Fahrseite zu schieben.

    Pardon, aber das bringt mich echt auf die Palme. Die Hamburger Polizei stellt zwar die Straßenverkehrsbehörde, aber ich habe immer wieder dein Eindruck, dass bei der Hamburger Polizei so gut wie kein Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde auch mal mit dem Rad fährt. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, egal ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Freibad, dann will ich nicht regelmäßig absteigen und schieben, sonst kann ich mir das Radfahren ja auch sparen.

    Als ich noch in Hamburg gewohnt und täglich einen Arbeitsweg von neun Kilometern pro Richtung bestritten habe, wurde ich nicht nur auf der Kieler Straße, sondern regelmäßig auf anderen Straßenabschnitten mit Arbeitsstellen beglückt, die gänzlich ohne Radverkehrsführung auskamen. Und wenn ich dann nachfrage, warum das so ist wie es ist, dann höre ich mir an, es wäre nicht genügend Platz vorhanden. Tja. Weil man eben weder fünf Parkplätze auf dem Seitenstreifen in einen Notweg umwandeln möchte noch womöglich einen von zwei Richtungsfahrstreifen. Und einfach auf der Fahrbahn zu fahren ist insbesondere bei mehrstreifigen Fahrbahnen nicht jedermanns Sache, da passieren dann solche Manöver wie am Schiffbecker Weg und am Ende ist einer tot. Wow.

    Aber im Endeffekt sollen Radfahrer andauernd absteigen und schieben, weil man dem Auto keinen Platz wegnehmen möchte, nicht einmal temporär für ein paar Tage oder Wochen. Aber wenn ich mal grob überschlage, wie oft ich auf meinem Arbeitsweg absteigen und schieben hätte müssen, wäre ich bestimmt locker doppelt so lange unterwegs gewesen. Und dann kann ich auch gleich ins Auto oder in die Bahn steigen, da gibt man sich wenigstens einigemaßen Mühe, mich zeitnah ans Ziel zu bringen.

    Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Hamburger Polizei als Straßenverkehrsbehörde den Radverkehr mal ein biiiischen ernster nimmt und mehr unternimmt als nur die ständigen Rotlichtkontrollen an für den optimalen Verkehrsfluss des Kraftfahrzeuges optimierten Kreuzungen.

    Parallel zum Konjunkturprogramm der Bundesregierung hat das Land Schleswig-Holstein heute seine Klimaschutzförderungen vorgestellt. Gefördert werden unter anderem Solarzellen, nicht-fossile Heizungen, Ladepunkte für E-Fahrzeuge — uuuuund Lastenräder.

    Für Lastenräder gibt es, Trommelwirbel: 400 Euro, aber maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Also… ist ja nett gemeint, aber nein danke.

    Nordrhein-Westfalen förderte mit maximal 30 Prozent der Anschaffungskosten und maximal eintausend Euro, Hamburg spendierte sogar 2.000 Euro für E-Lastenräder und 500 Euro für normalbetriebene Lastenräder.

    Vielleicht wissen die Schleswig-Holsteiner nicht, wie viel ein Lastenrad kostet. Grundsätzlich scheint man unter 2.000 Euro eher eine Sparversion mit günstigen Komponenten und ohne Lichtanlage zu bekommen, so richtig interessant wird die Sache wohl eher erst ab 3.000 Euro, mit Elektroantrieb eher ab 4.000. Und dann wird auch nur maximal die Hälfte des Anschaffungspreises gefördert, als ob es irgendwelche Lastenräder unterhalb von 800 Euro gäbe.

    Das eBullit E6100 Gates Alfine 11 Bluebird, für das ich mich interessiere, liegt mit 6.305 Euro in weiter Ferne. Hätte mir das Land 2.000 Euro dazugegeben, hätte ich zugeschlagen, mit 400 Euro eher nicht. Das e-muli mit Gates-Riemen und Alfine 11 liegt immer noch bei 5.415 Euro. Das günstigste Lastenrad mit Dynamobeleuchtung, das ich aufgetan habe, ist das Babboe Big mit 1.499 Euro. Das ist aber als Dreirad eher nicht so mein Fall. Sobald aber ein Motor dazukommt, den ich bei einem Lastenrad dann doch für einigermaßen brauchbar halte, kommen gleich lockere zweitausend Euro drauf. Selbst das zweite auf der Förderungswebseite abgebildete Rad, das ich für ein Yuba Mundo halte, kostet mutmaßlich über viertausend Euro.

    Das ist halt so wie bei der Corona- oder Abwrackprämie für Autos: Eine Prämie von zwei- oder fünf- oder zehntausend Euro ist zwar nett, hilft aber im Endeffekt auch nur denjenigen, die sowieso genügend Geld für einen Neuwagen haben, in deren Preisklassen die Finanzspritze dann nur zehn Prozent ausmacht. In meinem Beispiel mit dem Bullit macht die Förderung dann 6,4 Prozent aus, beim Babboe Big immerhin 26,7 Prozent.

    Ich weiß nicht — ich habe den Eindruck, angesichts der Höhe der Förderung als auch der Deckelung auf die Hälfte des Anschaffungspreises wusste man beim Land wohl nicht, wie viel Fahrräder oder Lastenräder kosten. Das ist in unserer Gesellschaft auch nichts ungewöhnliches, ich kann mich noch gut an das Entsetzen meiner Kollegen vor acht Jahren erinnern, als ich ankündigte, 749 Euro für ein ordentliches Fahrrad auszugeben. Die 400 Euro nimmt dann gerne mit, wer sich ohnehin ein Lastenrad kaufen möchte oder gerade gekauft hat, denn die Förderung gilt sogar rückwirkend bis zum 1. Januar, aber einen Ansporn zur Anschaffung eines Lastenrades, um das Auto häufiger stehenzulassen sehe ich darin jetzt nicht unbedingt — obwohl das ja eigentlich das Ziel der Förderung war:

    Eine Umstellung der individuellen Mobilität ist ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende. Elektronisch betriebene Lastenräder sind eine umweltfreundliche Alternative zu Verbrennungsmotoren und sogar zum öfentlichen Nahverkehr. Die Lastenfahrräder werden mit maximal 400 Euro bezuschusst, maximal können 50 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet werden.

    Im Prinzip gibt es durch die geplante Senkung der MWSt von 19% auf 16% eine Kaufprämie auf alles, also auch auf Verbrenner.

    Es tauchen im Netz ja so langsam die ersten Analysen auf und es scheint, dass nach wie vor primär jene Bevölkerungsgruppen profitieren, die ohnehin schon keine nennenswerten Geldsorgen haben.

    Ich würde tippen, dass die Nummer mit der Umsatzsteuer eine Art Deal zwischen SPD und CDU war, um quasi die Coronaprämie für Kraftfahrzeuge hinten rum einzuführen. Größere Innovationen hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz finden sich da ja eigentlich auch nicht.

    Eine wirkliche Richtungsänderung hat also eher nicht stattgefunden. Wir fahren jetzt eventuell nicht mehr ganz so schnell in die falsche Richtung, aber man muss sich wohl schon darüber freuen.

    Ich weiße mal kurz einen Moment vom Thema ab, denn heute trug sich mal wieder ein Schauspiel zu, bei dem man froh sein muss, entweder ein Auto zu besitzen und/oder zu Hause arbeiten zu können.

    Um 16:07 Uhr wurde von einem schweren Unwetter gewarnt, das heute durch Hamburg und das südlich Schleswig-Holstein ziehen sollte:

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    Anderthalb Stunden später zerlegt sich unabhängig vom Unwetter das Stellwerk in Elmshorn:

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    Es folgen die üblichen Maßnahmen, die einzelnen Linien werden in einen nördlichen und einen südlichen Teil gebrochen, Fahrgästen werden die Umleitungen über Bad Oldesloe und Lübeck nahegelegt. Die Umleitungen sind wie jedes Mal für die Katz, denn von Bad Oldesloe nach Neumünster und von Lübeck nach Kiel fahren ein, beziehungsweise zwei LINT 41 pro Stunde. Da sollen dann die Fahrgäste von zwölf Doppelstockwagen und ungefähr 16 normalen Wagen plus die Fahrgäste von zwei ICEs einsteigen.

    Ich bin in der Vergangenheit in solchen Fällen einfach bockig im Bureau geblieben, anstatt mir die Umwege anzutun und mehrere Stunden in Bad Oldesloe oder Lübeck mit aberhunderten weiteren Fahrgästen auf einen schmalen Platz im Zug zu warten.

    Das ging bis vor knapp einer Stunde so:

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    Und dann haben wir jetzt noch eine Pandemie. Den aufgeregten, beziehungsweise absolut angepissten Beiträgen in den gesellschaftlichen Netzwerken zufolge wurden Fahrgäste eindringlich gebeten, die kleinen LINTs nicht rappelvoll zu quetschen, es wurde wohl mehrfach tatsächlich versucht, die Züge maximal zur Hälfte zu füllen. Und dann steht man da inmitten eines Unwetters auf Bahnsteigen, die aus Kostengründen zu einem Drittel überdacht sind und Wartehallen, die aus Kostengründen seit Jahren geschlossen sind, und darf sich dann ausrechnen, ob man wohl in fünf oder erst in neun Stunden in den Zug nach Hause reinkommen wird. Oder man hat das Glück ein Taxi zu erwischen. Oder hat zufällig einen fliegenden Teppich dabei.

    Mit dem Schienenersatzverkehr zwischen Elmshorn, Pinneberg und Hamburg war es wohl ebenso abenteuerlich, angeblich haben die dort einsetzten Busse teilweise nur zwölf Fahrgäste transportiert, damit die Abstandsregeln eingehalten werden könnten.

    Was bin ich froh, dass ich von zu Hause arbeiten kann.

    Aber es zeigt eben die Problematik der öffentlichen Verkehrsmittel auf: Die Sache mit vielen Menschen in einem engen Fahrzeug ist schon schwer genug, aber sobald dann ein Problem im Betrieb auftritt, bricht das ganze System zusammen. Abstandsregeln und Infektionsschutz passen einfach nicht zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Edit: Der Zugverkehr im Bereich Elmshorn ist immer noch gestört und man kann die Zeit weiterhin in vollen Zügen genießen. Sofern man denn vom Zugpersonal reingelassen wird.

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    Wenn ich die Meldungen in den gesellschaftlichen Netzwerken verstehe, sind aufgrund der Corona-Eindämmungsmaßnahmen noch nicht alle Fahrzeuge im Einsatz und es bleiben wohl gerade hinsichtlich der verringerten Kapazität zur Wahrung der Abstände eine ganze Menge Pendler an den Bahnsteigen zurück.

    Und dann stellt sich als Arbeitnehmer schon die Frage: Will man dem Arbeitgeber regelmäßig erklären, warum man es trotz einigermaßen pünktlich fahrender Züge nur mit mehrstündiger Verspätung zum Arbeitsplatz geschafft hat — oder steigt man einfach ins Auto und stellt sich diese Frage nicht?

    Heute kommt dann also die heiß erwartete Coronaprämie für Autos und noch mehr Autos. Sogar Verbrennungsmaschinen, die die ab nächstem Jahr gültigen Grenzwerte deutlich überschreiten werden, und Neuwagen, die in einer Preisklasse liegen, dass deren Zielgruppe ohnehin nicht auf eine Prämie angewiesen sein wird, haben noch Anspruch auf finanzielle Unterstützung.

    Tja: Große Koalition einigt sich auf Milliarden-Konjunkturpaket

    Aber:

    Zitat


    Mehrwertsteuersenkung, Kinderbonus, Hilfen für Kommunen – und keine Kaufprämie für Verbrenner: Union und SPD haben sich auf ein 130-Milliarden-Euro-Paket verständigt, mit dem die Coronakrise bewältigt werden soll.

    Keine Kaufprämie für Verbrenner? Ich hielt dieses Ergebnis für dermaßen unwahrscheinlich, dass ich das gar nicht glauben mag. Die CDU war dafür, ein Teil der SPD war dafür, haben sich jetzt Bundesumwelt- und Bundesfinanzministerium tatsächlich durchgesetzt?

    Wenn ich es richtig verstehe, ist es in der Gegenrichtung passiert, wo es ansteigt. Ich habe mal in der Mühsamstraße gewohnt, allerdings andere Seite.

    Ja? Beide fuhren laut dem Artikel nach Norden und der Lastkraftwagen wollte nach rechts abbiegen.

    In Berlin wurde eine Radfahrerin von Lkw in Friedrichshain überrolt.

    Der Unfall hat sich offenbar hier ereignet. Die Radfahrerin war auf einer der neuen Popup Bike Lanes unterwegs,, der Lastkraftwagen nebenan auf der Fahrbahn. Die Straße ist quasi schnurgerade bis zum Horizont, man kann ewig weit schauen, aber trotzdem passieren solche Unfälle.

    Dann schaue ich mir die Bilder vom Unfallort an und stelle fest: Der Lkw ist wohl nach jetzigen Erkenntnissen nicht mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet, wohl aber mit einem Ich-gucke-nicht-Aufkleber:

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    Das will einfach nicht in meinen Kopf. Wir geben Geld aus und beschenken Lkw-Fahrer mit diesen dreieckigen Schildern, die so ein bisschen was mit Schuldumkehr mit sich bringen, anstatt zum vorsichtigen Abbiegen zu mahnen oder gar Abbiegeassistenten einzuführen.