Beiträge von Malte

    Unsortierte Links, die ich mir in den letzten beiden Wochen gespeichert hatte:


    (S+) Fahrtauglichkeitstests für Senioren: »Ich denke, dass ich auch mit 95 noch Auto fahren kann«
    Ärztliche Checks für Autofahrer sollen Pflicht werden – wenn es nach einem kontroversen Vorschlag geht, über den die EU bald entscheidet. Freiheitsentzug für…
    www.spiegel.de
    Velodemo in Zürich – Demonstrieren für die Critical Mass
    Verschiedene Veloorganisationen rufen zu einer Demo am 22. März auf. Sie wehren sich gegen das Verbot der Critical Mass.
    www.tagesanzeiger.ch
    (S+) Elterntaxis – wie Schüler und Lehrerinnen in Köln gegen das Verkehrschaos vor Schulen kämpfen
    Lange lösten Elterntaxis vor Kölner Grundschulen morgens chaotische Zustände aus. Dann protestierten Schüler und Lehrerinnen, die Stadt sperrt die Straßen nun…
    www.spiegel.de
    »Der Geist entwickelt sich mit den Waden«
    Kaum ein Sport macht süchtiger als Radfahren – doch gerade am Anfang gibt es viele offene Fragen: Wie finde ich das perfekte Rad? Wie werde ich schnell besser?…
    sz-magazin.sueddeutsche.de
    (S+) Italien: Guerillakrieg gegen Blitzgeräte
    In Italien tobt ein Guerillakrieg gegen Blitzgeräte. Kameramasten werden gefällt, Autovelox-Kästen abgesägt oder in die Luft gesprengt. Hinter den Verwüstungen…
    www.spiegel.de
    Deutschlands oberster Fahrradlobbyist: „Dem Auto muss ein Teil seines üppigen Flächenanteils weggenommen werden“
    Frank Masurat ist Bundesvorsitzender des ADFC. In Interview spricht er über pöbelnde Gehwegraser, Berlins Verkehrspolitik, Tokios Effizienz und seine…
    www.tagesspiegel.de
    Alte Menschen am Steuer: Sollten 90-Jährige noch Auto fahren?
    Die Fahrlehrerin Heike Hilbig macht freiwillige Fahrchecks mit älteren Menschen – manchmal mit überraschendem Ergebnis.
    www.spiegel.de
    Fahrtauglichkeit von Senioren: Alter, Auto, Freiheit
    Lothar Sell will wissen, ob seine Familie recht hat: Ist er mit seinen 85 Jahren im Auto ein Sicherheitsrisiko? Eine Stunde mit einem Fahrlehrer soll Klarheit…
    www.zeit.de
    (S+) Wasserstoff-Affäre im Verkehrsministerium: Volker Wissing droht sein Ministerium zu entgleiten
    In der Wasserstoffaffäre muss der wichtigste Staatssekretär von Verkehrsminister Wissing Fehler bei der Aufklärung einräumen. Die Verunsicherung in seinem Haus…
    www.spiegel.de
    Wegen Hass und Hetze im Netz: Der „Anzeigenhauptmeister“ war in Berlin – und informierte die Polizei vorab
    Niclas M. zeigt Falschparker an und wurde mit seinem Hobby zum Internet-Phänomen. Im Netz schlägt ihm Hass entgegen, er wurde auch schon körperlich angegriffen.
    www.tagesspiegel.de
    »Wenn man sie pflegt, halten Fahrräder Jahrzehnte«
    Mit gezielter Pflege kann man teure Schäden vermeiden – und gefährliche Unfälle. Worauf man bei E-Bikes, Rennrädern, Citybikes oder Mountainbikes achten muss…
    sz-magazin.sueddeutsche.de
    Schnecke, Profi, Regelbrecher: Elf nervige Fahrradfahrer-Typen, die jeder Berliner kennt
    Fahrradfahren hält fit, ist gut für die Umwelt und macht Spaß – wenn nur die anderen Radfahrer nicht wären! Wir haben elf nervige Hauptstadt-Radler…
    www.tagesspiegel.de
    Autofahren im Alter: Führerschein weg ist auch keine Lösung
    Wenn ältere Menschen in Unfälle geraten, tragen sie oft die Hauptschuld. Ihnen den Führerschein wegzunehmen, kann für Senioren jedoch ein Gesundheitsrisiko…
    www.zeit.de
    Gefahr Elterntaxis: Metropole greift durch – in Hamburg ist das Problem riesig (M+)
    Beinahe einstudiert wirken die Szenen, die sich allmorgendlich vor Hamburgs Schulen abspielen. Fahrzeug an Fahrzeug schiebt sich die Straße entlang,
    www.mopo.de

    Tubeless-Reifen: Argh, schon wieder ein Platten? Radeln Sie doch ohne Schlauch!
    Viele Radfahrer fahren mittlerweile ohne Schläuche. Platten bleiben einem erspart, und es fährt sich auch noch geschmeidiger. Aber Tubeless-Systeme haben auch…
    www.zeit.de

    Nun war es in den letzten Tagen mal wieder etwas wärmer, knapp 10 °C, und als jemand, der auch gerne mal zu Fuß unterwegs ist, bin ich echt angefressen: Alle, die mir in den letzten Tagen im Straßenverkehr dumm gekommen sind, saßen auf dem Fahrrad.

    Ich habe den Eindruck, dass jetzt wieder die eingerosteten Räder aus dem Keller geholt werden und doch ein wesentlicher Unterschied zwischen den so genannten Ganzjahresradlern und Schönwetterradlern besteht, so man denn bei 10 °C schon „schönes Wetter“ annehmen möchte.

    Aber kaum gehe ich vor die Tür, werde ich auf dem Gehweg beiseite geklingelt, weil sich hier am Amselweg die Leute nicht trauen, die Kreuzung auf der Fahrbahn zu überqueren (was ja auch häufig genug von entgegenkommenden Linksabbiegern sanktioniert wird), sondern die Fußgängerampel nehmen und dann auf dem Gehweg weiterfahren. Zu Fuß den Fußgängerüberweg queren ist auch lustig, wenn ein Auto anhält, aber links und rechts noch Fahrräder vorbeifahren.

    Und dann gibt’s den berühmten Endgegner Vor dem Neuen Tore, wo einem die Leute mit dem Fahrrad einfach hintenrein fahren, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen, wenn man nach dem Klingeln nicht auf die Fahrbahn ausweicht oder sich in Luft auflöst. Oder die mit Kopfsteinpflaster verzierte Innenstadt, das die lieben Radfahrer auf die Gehwege treibt (hier auch direkt bei Google StreetView zu sehen).

    Natürlich ist mir klar, dass auch diese Probleme von der Infrastruktur mitverursacht werden. Die Breite des gemeinsamen Fuß- und Radweges Vor dem Neuen Tore ist ja beinahe kriminell, dort kann nun wirklich niemand davon ausgehen, es könnte dort eine konfliktfreie Koexistenz nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer geben.

    Nur kann ich auch nachvollziehen, dass dieses allgegenwärtige Gemecker in Richtung der lieben Radfahrer in den gesellschaftlichen Netzwerken eben auch einen wahren Kern hat, selbst wenn ich den Faktor der miserablen Infrastruktur berücksichtige: Einige Leute verhalten sich auf dem Rad einfach total bescheuert und rücksichtslos. Und auch wenn das nur die üblichen fünf Prozent sind, sind es eben jene, die das Bild des Radverkehrs prägen.

    Aber wenn ich kraft Zeichen 240 gezwungen werde, auf einem untermaßigen Gehweg zu fahren, dann fahre ich in meiner lieben Not nicht dem Fußgänger in die Hacken. Wenn auf der Fahrbahn Kopfsteinpflaster liegt, dann fahre ich nicht in der Gegenwart von Fußgängern auf dem Gehweg.

    Ich wundere mich, dass dieses Verhalten auch im Frühjahr 2024 noch anzutreffen ist.

    Mobilitätsforscher Stephan Rammler: „Autofahrer werden immer fahrlässiger und aggressiver, aber Radfahrer auch“
    Woher kommt die Wut – zwischen Aktivisten und Autofans, Städtern und Landbevölkerung? Und warum werden die Fahrzeuge trotz Klimakrise immer größer? Ein Experte…
    www.tagesspiegel.de
    EU-Parlament stimmt gegen verpflichtende Gesundheitschecks für Autofahrer
    Verpflichtende ärztliche Checks für Autofahrer wird es in Deutschland vorerst nicht geben. Die EU-Staaten sollen weiter selbst über solche Tests bestimmen, hat…
    www.spiegel.de

    Wieso, im Gegensatz zu bei uns, haben Radler hier ganz eindeutig immer Vorfahrt.

    Für uns ganz eindeutig. Bei einer anderen Diskussion vor einigen Monaten stand für die versammelte Facebook-Kapazität fest, dass Radfahrer hier keine Vorfahrt haben, weil es einen Fußgängerüberweg gäbe. Und das Zeichen 205? Joa, das, öh, gehört bestimmt zum Fußgängerüberweg.

    https://www.google.com/maps/@53.24062…i8192?entry=ttu

    Bevorrechtigt zwischen dem Zebrastreifen über den freien Rechtsabbieger und dann rum um den Kreisverkehr... hui, da habt ihr aber auch abenteuerliche Konstruktionen bei euch. Und dann jemand erklären, dass es auf der Fahrbahn gefährlicher wäre :rolleyes::rolleyes:

    Und du kannst sicher sein, dass du früher oder später an jemanden geraten wirst, der dir dort vorsätzlich die Vorfahrt nehmen wird. Oder wie man es halt als Kraftfahrer nennt: „Radfahrer müssen sich an die Regeln halten!“

    Die Lüneburger Landeszeitung berichtet über Planungen für den Umbau der so genannten Sternkreuzung:

    Mehr Sicherheit für Fahradfahrer: Soll die Stern-Kreuzung umgebaut werden?
    Die Stern-Kreuzung nahe der Salztherme soll fahrradfreundlicher werden. Doch ein geplanter Umbau wurde im Mobilitätsausschuss stark kritisiert, weil andere…
    www.landeszeitung.de

    Dazu gibt es natürlich wieder die obligatorischen Drunterkommentare, in denen ausführlich das Fehlverhalten von Radfahrern skizziert wird und auf dem zweiten Blick recht deutlich wird, dass überraschend häufig eine Fehlinterpretation der Verkehrsregeln durch die Windschutzscheibe hindurch vorlag.

    Ich tippe mich derweil wieder dumm und dusselig beim Versuch, den Leuten zu erklären, ob man an solchen Kreisverkehren mit dem Fahrrad Vorfahrt hat oder nicht oder ob man trotz der Fahrradfurt absteigen muss oder ob Radfahrer nur Vorfahrt haben, wenn die Furt rot markiert ist.

    Und dann habe ich auch gleich wieder eine gewisse Idee, warum es an solchen Kreuzungen häufiger Konflikte gibt.

    Das Thema wird ja nie alt:

    Entwicklungshilfe: Warum zahlt Deutschland 315 Millionen für Busse und Radwege in Peru? - WELT
    Der Weltrettungsanspruch der Ampel ist teuer und wird meine Generation finanziell belasten. Es sind vor allem die Schulden, aber auch Projekte der deutschen…
    www.welt.de

    Ich empfehle für eine ausführliche Betrachtung der Radwege in Peru diesen Thread auf Threads:

    PackoPopp (@packo.popp) auf Threads)
    Wird immer mehr zu meinem Lieblingsthema: "Warum investieren wir 315 Millionen Euro in Radwege in Peru?" Vielleicht mal ein Versuch einer Einordnung.…
    www.threads.net

    Du schreibst über eine Diskussion mit einem Autler. ich geh mal davon aus, dass du kein Ordner warst, wie hast Du denn so einen intensiven Austausch geschafft?

    Auch wenn ich kein Order war, blieb ich hier und da stehen für ein paar Fotos oder um eben beim Corken von Kreuzungen zu unterstützen. So kommt man dann leider immer recht schnell ins Gespräch.

    Nach der mit größter Pietät geäußerten Formulierung in einem im Netz verfügbaren Nachruf zu urteilen, muss er durch seine bedingungslose Beharrlichkeit (nach dort zitierter eigener Aussage „im Autismusspektrum“) manchmal auch für seine Freunde aus der Fahrradszene sehr anstrengend gewesen sein.

    Mir liegt es fern, als Laie eine Ferndiagnose zu stellen (zumal ich ihn ja leider nie zu Lebzeiten getroffen habe), aber es klang auch aus den Redebeiträgen zu Beginn der Demonstration in Pforzheim so, als wäre Natenoms Verhalten in gesellschaftlicher Hinsicht etwas unkonventionell gewesen. Ich erinnere mich, dass eine Dame von einer Unterhaltung mit ihm erzählte und er wohl Schwierigkeiten hatte, ihr in die Augen zu sehen und das wiederum auf eine eindrucksvoll empathische und respektvolle Art und Weise erklärt hätte.

    Weiß jemand mehr darüber? Vielleicht bin ich naiv, aber ich wüsste nicht, wie oder warum man als seriöse Zeitung und Massenmedium hier weiter Stimmung gegen das Todesopfer machen sollte.

    Naja, aus dem gleichen Grunde, weswegen wir ja schon seit über zehn Jahren ständig diese reißerischen Artikel von Hamburger Zeitungen lesen müssen: Dieser so genannte Krieg auf der Straße klickt halt geil. Wen man als Nachrichtenverlag momentan Reichweite in gesellschaftlichen Netzwerken erreichen möchte, muss man entweder irgendwas über Trump, über Insolvenzen oder eben über den Straßenverkehr bringen. Alles andere bringt ja nichts, wie man an der Anzahl der Kommentare und Shares ablesen kann. Und wenn man dann eben weiß, dass in Pforzheim Berichte über diesen einen renitenten Radfahrer extrem polarisieren, dann schreibt man die womöglich auch in einer Art und Weise, die eine noch höhere Reichweite garantiert.

    Und generell: Wie kam es zu dieser offensichtlich sehr aggressiven Stimmung gegenüber Natenom? Ich meine, was hat er gemacht außer Radfahren und in seinem Blog darüber zu berichten? Seine Anzeigen sind ja offensichtlich wirkungslos verpufft.

    Aber er war eben bekannt, über ihn wurde in der Öffentlichkeit gesprochen. Und mit solchen Aktionen ist man dann eben schnell so beliebt wie Knöllchen-Horst.

    Zwei Artikel bei der ZEIT:

    Natenom: Er warnte vor den Gefahren für Radfahrer – bis er überfahren wurde
    Andreas Mandalka ließ sich nicht vom Radfahren abbringen. Nicht durch rücksichtslose Autofahrer, gleichgültige Behörden oder den Hass im Dorf. Jetzt ist er tot.
    www.zeit.de
    Andreas Mandalka: Unbekannte verwüsten Gedenkstätte für getöteten Rad-Aktivisten
    In Neuhausen erinnerte ein weiß lackiertes Fahrrad an den kürzlich bei einem Autounfall getöteten Andreas Mandalka. Nach der Zerstörung des Rads ermittelt die…
    www.zeit.de

    Ehrlich gesagt: Nach den Erlebnissen der gestrigen Demonstration habe ich nicht damit gerechnet, dass die Plüschtiere lange leben werden. Ich dachte mir aber, schreib’s mal lieber nicht, das ist ein bisschen zu doll.

    Dass aber wirklich nicht einmal 24 Stunden später das Ghostbike verwüstet wird, das macht mich fassungslos. Und es zeigt eben auf, dass wir womöglich doch ein ganz erhebliches Problem im Straßenverkehr haben.

    Wie ist eigentlich dein persönlicher Eindruck vom Zustand des Radwegs neben der L547?

    Soweit ich das gestern bei den Redebeiträgen und im Gespräch mit Radfahrern aus der Region verstanden habe, ist das gar kein Radweg; ich habe auch über weite Strecken keine blauen Schilder gesehen. Und die Sache ist wohl auch knifflig: Die Fahrbahn der L 547 wird vom Land instandgehalten, der Sonderweg nebenan durchs Gehölz liegt aber im Verantwortungsbereich der jeweiligen Gemeinden und die hatten wohl weder Lust noch Geld für die Instandhaltung, so dass die blauen Schilder abgebaut und der Sonderweg sich selbst überlassen wurde.

    Es ist also noch genug „Radweg“ da, um sich öffentlichkeitswirksam zu beschweren, dass Radfahrer nicht drauf fahren, aber es ist eben eigentlich eher ein Gehweg, auf dem man gar nicht mit dem Rad fahren darf. Und dann kommen wiederum solche Wege wie dieser hier, auf dem noch mit am Wochenende durchaus stärkeren Kraftverkehr aus den angrenzenden Kleingärten zu rechnen ist.

    Ich hab hier drüben ein paar Fotos hochgeladen und die (für eine Fahrraddemonstration meines Erachtens beinahe schon üblichen) Erlebnisse geschildert:

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