Beiträge von Malte

    Die rechnen halt nicht damit, dass Radkäufer tatsächlich intensiv Rad fahren.

    Naja, 4.600 Kilometer in 18 Monaten empfinde ich nicht als besonders intensiv.

    Bei den Laufrädern wird bei Kompletträdern gern gespart. Speichenbruch nach 7000km ist da auch gern mal drin.

    Dann muss ich wohl dieses Mal ein bisschen mehr Geld ausgeben.

    Am nächsten Mittwoch ist das seltsame Rechtsabbiegen auf der Tagesordnung des Verkehrsauschuss Hamburg-Eimsbüttel:

    Mag jemand mitkommen?

    Tja. Während des Gran Fondos am Sonntag begann das Hinterrad am Trenga GLS 7.5 plötzlich am Schutzblech zu schleifen. Ein kurzer, laienhafter Blick ergab, dass da wohl mal eine Zentrierung notwendig wäre. Ich dachte mir nichts weiter dabei, setzte meine Fahrt fort…

    … und gestern stellten wir fest, dass insgesamt sechs kleine Risse in der Hinterradfelge zu sehen waren. Bei einem dieser Risse hatte sich die Felge soweit verzogen, dass der Mantel am Schutzblech kratzte.

    Nun schleppe ich das Ding erstmal zum Händler. Ist ja lächerlich, nach knapp 4.644 Kilometern sollte eine Felge ja noch nicht kaputt sein. Vielleicht nagte die schleswig-holsteinische Radverkehrsinfrastruktur an der Felge?

    Ich find das wirklich immer unheimlich interessant, wie krass die Unterschiede bzgl. des Autofahrerverhaltens in den nachweislich stark separierten norddeutschen Bundesländern im Vergleich zur Pfalz sind. Das ist für mich kein Zufall.

    Bestimmt ist das kein Zufall. Und es dürfte auch von der Jahreszeit abhängig sein: Gestern war da draußen ganz leicht frühjahrhaftes Wetter, da brechen die Ersten zum Kaffeetrinken auf den Aschberg auf und sind nicht bereit, Radfahrer auf ihrem Wegen zu akzeptieren. Das bessert sich nach meiner Erfahrung im Laufe des Jahres, wenn sie häufiger mit Radfahrern konfrontiert werden. Und dazu kommen noch die ganzen Motorradfahrer, die nun auch nicht gerade den allerbesten Ruf haben, aber laut mit ihren Maschinen durch die Gegend knattern.

    Ansonsten bot sich heute das übliche Bild: „Radwegschäden“ überall. Das geht nicht nur aufs Material, sondern auch auf die Nerven. Der Schnitt bleibt irgendwo unterhalb der 20 Kilometer pro Stunde hängen, aber mehr ist halt nicht drin, außer man wechselt auf die Fahrbahn und legt sich dort mit zornigen Kraftfahrern an.

    Mitunter gibt es dann solche Kunstwerke, wobei leider offen bleibt, ob hier der Radverkehr wirklich nicht mehr auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg gewünscht wird oder ob es beim Versuch blieb, eine Benutzungspflicht aufzuheben, das Radfahren aber weiterhin zu gestatten. Das klappt natürlich nicht, denn ein Gehweg ohne [Zeichen 240] ist ein Gehweg, aber ich frage mich, warum man nicht einfach mit [Zeichen 239] für Klarheit gesorgt hat. Vermutlich wollte man eben doch nur die Benutzungspflicht aufgehoben werden. Dort auf der Fahrbahn zu fahren war echt unentspannt.

    Dann die berühmte Strecke entlang der ehemaligen Kursbuchstrecke 113r der meterspurigen Eckernförder Kreisbahn. Hier wurden die Schilder ebenfalls vor Urzeiten entfernt, um den Verwaltungsvorschriften jedenfalls einigermaßen zu entsprechen, aber der heute nur mäßige Ausflugsverkehr verstand dort echt keinen Spaß.

    Hier wurde ich übrigens auch angehupt. Keine Ahnung, ob der renitente Kraftfahrer ernsthaft dachte, ich müsste auf diesem Matschweg fahren, oder ob er andere Sorgen hatte.

    Ich find’s langsam echt lästig. Entweder rumpelt man in Schleswig-Holstein auf grauenvollen Radwegen herum oder setzt sich den Aggressionen der Kraftfahrer aus.

    Ich greife mal auf, was Danny drüben in Niedersachsen bezüglich der für den Radverkehr freigegebenen Gehwege kritisiert hat. Nachdem vor vielen Jahren am Wittensee eine Umgehungsstraße für die Bundesstraße 203 gebaut wurde, stellte man vor einigen Jahren offenbar nicht mehr die Notwendigkeit einer Radwegbenutzungspflicht fest. Seitdem gilt dort [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10][Zusatzzeichen 1000-30]:

    Das ist natürlich allein schon ein Dilemma aufgrund der roten Fahrradfurten, die dem Kraftverkehr mehr als deutlich machen, dass hier irgendwie Radverkehr stattfinden soll. Dass es sich lediglich um ein Angebot handelt, dass hier also Radverkehr stattfinden kann, erscheint leider nicht so logisch. Ich bin hier auf der Fahrbahn weitergefahren und wurde auf drei Kilometern immerhin „nur“ fünf Mal angehupt. Das ist für Kraftfahrer beispielsweise auf dem dritten Foto auch echt schwer zu erkennen. Links verläuft ein bestens ausgebauter und breiter Radweg, hinsichtlich einer Benutzungspflicht lassen sich dort keine unmittelbaren Aussagen treffen, tja, dann wird halt sicherheitshalber gehupt.

    Dann plötzlich, ganz unvermittelt:

    Radfahrer bitte andere Straßenseite nutzen — tja, mal gucken. Wie viele Radlinge werden wohl im Sommer ordnungswidrig auf dem rechten Gehweg herumklingeln?

    Man darf aber weiterhin noch in der Gegenrichtung fahren:

    Ich weiß auch nicht, warum man unbedingt auf diesem Gehweg fahren sollte. So sehr viel Verkehr ist dort seit der Umleitung der Bundesstraße auch nicht mehr, stattdessen gerät man auf diesen untermaßigen Gehwegen nur mit Fußgängern und aus Grundstücken ausfahrenden Kraftfahrzeugen aneinander.

    Und dann darf man auch nur mit Schrittgeschwindigkeit dort fahren. Das wird viele der mit Elektromotor angetriebenen Freizeitradlern eher schwerfallen.

    "oh, ein Parkplatz. Dann kann ich jetzt ja wieder mit dem Auto fahren!"

    Ganz richtig — und das ist gerade die Denkweise, die man dann eben abschaffen muss. Diese Mentalität, diese Selbstverständlichkeit, mit der wir heute als motorisierte Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr unterwegs sind, ist meines Erachtens nicht unbedingt zukunftskompatibel.

    Achja, müsste man natürlich kontrollieren.. schade.

    Und auch daran mangelt es. In Hamburg bekommt man ja gerade mal sporadisch jene Bereiche kontrolliert, in denen Parkraumbewirtschaftung betrieben wird. Die legendären Ladezonen an der Dammtorstraße schon nicht mehr.

    Gibt es auch in der Version: Wenn viele Leute auf Fahrrad oder ÖPNV umsteigen, dann brauchen sie nicht mehr so viele Parkplätze, und der Paketdienst findet freie Flächen seitlich und »muss« nicht mehr auf der Radspur parken.

    Und genau das finde ich auch Zwischenziel gar nicht verkehrt. Dann findet nämlich nicht nur der Paketdienst einen Parkplatz, sondern auch Handwerker, Pflegedienste und alle anderen, die tatsächlich nicht einfach so und ohne weiteres auf das Auto verzichten können.

    Und weil ich weiß, welcher Einwand jetzt kommt: Ja, auch Lieferdienste, Handwerker und Pflegedienste können aufs Fahrrad oder Lastenrad umsteigen, aber bis diese ganze Transformation im Gang kommt, halte ich es für erstrebenswert, doch wenigstens erst einmal jene aufs Fahrrad zu bekehren, die tatsächlich ohne große Einbußen in der Lebensqualität umsteigen können.

    Als ich vorhin an der Kreuzung vorbeikam, bogen gerade drei Kraftfahrzeuge hintereinander bei rotem Licht nach rechts ab. Ich beschloss also ein paar Umläufe zu warten — das Ergebnis nach fünf Umläufen kann sich sehen lassen: Drei Mal bogen Kraftfahrer bei grüner Vollscheibe und rotem Rechtsabbieger-Signalgeber nach rechts ab:

    Beim vierten Umlauf wurde der vorne an der Haltlinie wartende Kraftfahrer von seinem Hintermann angehupt, dieser fuhr daraufhin über den linken Fahrstreifen vorbei und bog rechts ab. Das Manöver habe ich leider nicht geknipst, da hatte ich die Kamera nicht rechtzeitig zur Hand.

    Es bleibt also nach wie vor das Problem, dass Kraftfahrer, die von der Andreas-Gayk-Straße kommen, nur die drei grünen Vollscheiben sehen und dann guten Gewissens rechts abbiegen — der rote Signalgeber zum Rechtsabbiegen versteckt sich nach wie vor hinter Zeichen 209. Ich habe mal die Stadt Kiel angeschrieben, ob man die Situation vielleicht verbessern möchte.

    1. Und wie stellst Du das an?

    Naja, die jeweilige Datei zu sperren ginge einigermaßen problemlos, indem ich beispielsweise einfach den Hash der Datei speichere und im Uploadprozess überprüfe. Der Hash verändert sich aber bei minimalen Veränderungen an der Datei, die kann ich auf diese Weise nicht überprüfen. Wenn jemand also eine gesperrte Bilddatei hochladen möchte, sie in Photoshop um einen Pixel verbreitert und wieder um einen Pixel verschmälert, wird der Hash anders sein und ich bekomme das nicht mehr mit. Ich muss also erkennen, was auf dem Bild zu sehen ist, und das muss nach Möglichkeit automatisiert ablaufen.

    So etwas ist technisch einigermaßen möglich — aber mit geradezu extremen Fehlerwahrscheinlichkeiten behaftet, als dass man damit arbeiten könnte.

    Nein, weil du von einem Sonderweg Rad auf einen Sonderweg Bus fährst und der Bus nach rechts abbiegt.

    Allerdings fährt man vom Hochboardradweg in eine Busspur ein, nicht in eine normale Fahrbahn.

    Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob der Verordnungsgeber so sehr auf den Begriff „Fahrbahn“ fixiert ist wie wir.

    Der Verordnungsgeber wollte, dass der fließende Verkehr gegenüber dem einreihenden oder einfahrenden Verkehr bevorrechtigt ist. In der Aufzählung der Kombinationen in § 10 StVO, in denen das gelten soll, tauchen sowohl Straße als auch Fahrbahn auf und ich vermute, solche neumodischen Dinge wie „vom Hochbordradweg auf den Bussonderfahrstreifen“ hatte man — wie so oft — nicht bedacht.

    Ich vermute außerdem, dass es für den einfahrenden Verkehr in solchen Situationen teilweise überhaupt nicht möglich ist zu differenzieren, in was er da denn gerade einfährt — ich achte ja schließlich nicht schon fünfzig oder hundert Meter vorher darauf, wie die dortige Beschilderung die einzelnen Fahrstreifen benennt, also ob es sich rechts um einen Bussonderfahrstreifen oder einen Teil der Fahrbahn handelt.

    Beeindruckend auch, dass man diesen Quatsch gleich zweimal geplant hat.

    Naja, zwei Mal am Bahnhof, zwei Mal an der Andreas-Gayk-Straße plus weitere Stellen, in denen sich die Radverkehrsinfrastruktur nach einer Kreuzung plötzlich in einen Bussonderfahrstreifen verwandelt, etwa oben am Ziegelteich.

    Die Kieler Nachrichten berichten über die Maßnahmen, die nun für reine Luft in Kiel sorgen sollen. Genauer gesagt: Die für reine Luft im Umfeld der Messstation sorgen sollen: Was kommt wann auf die Autofahrer zu?

    Ein paar Zufahrten sperren, den Schwerlastverkehr um die Station lotsen, die Höchstgeschwindigkeit herabsetzen, das war’s quasi schon. Ich bin mir sicher, dass man damit die Messwerte unter den Grenzwert drücken wird — aber ob sich die Lage stadtweit damit bessern wird?