Die Kampagnen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zielen vor allem darauf ab, dass Radfahrer irgendwie was machen sollen: https://twitter.com/DVR_info/status/1110089907744190465
Beiträge von Malte
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Ich hielt es immer für ein absolut infantiles Gebaren, angesichts unliebsamer Berichterstattung immer gleich das jeweilige Zeitungsabo zu kündigen und diese Entscheidung auch noch öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren. Man kann, nein, man muss gegenteilige Meinungen aushalten, das gehört zum Wesen einer Demokratie.
Dass aber hinsichtlicher der Berichterstattung über die Urheberrechtsreform eigentlich ausschließlich SPIEGEL ONLINE in der Lage war, zusammen mit Sascha Lobo die Problematik einigermaßen wiederzugeben, enttäuscht mich sehr. Alle anderen Medienhäuser, also FAZ, BILD, WeLT, ZEIT, Tagesspiegel, Süddeutsche und so weiter publizieren nicht nur einseitige Artikel, die weit über das hinausgehen, was man bei einer oberflächlichen, nicht hinreichend sorgfältigen Recherche erwarten sollte, wie es beispielsweise immer wieder beim Thema Radverkehr der Fall ist. Hier paart sich das technische Unverständnis von der Funktionsweise des Internets mit einer mir ungewissen Agenda, dem Leser mit Falschinformationen die Urheberrechtsreform schmackhaft zu machen.
Da steht dann auch so ein Blödsinn drin, dass der Autor eines Zeitungsartikels dank der Urheberrechtsreform mehr Geld bekommt, weil die bislang in Form von Urheberrechtsverstößen veröffentlichten Zeitungsartikel dann direkt monetarisiert würden. Vielleicht bin ich da nicht auf dem neusten Stand, aber allenfalls bekommt die Verwertungsgesellschaft, vielleicht auch der Verlag mehr Geld — aber nicht der einzelne Autor, höchstens mittelbar bei der nächsten Gehaltserhöhung.
Und abseits dessen wird von vorne bis hinten grotesker Schwachsinn geschrieben. Für einige Journalisten ist Technik immer noch eine ominöse Blackbox, die aber irgendwie funktioniert und die natürlich ganz sicher unterscheiden kann, ob dieser Text, den ich gerade schreibe, womöglich ein Plagiat ist oder ein Zitat eines anderen Textes oder ob die Fotos, die ich in die Galerie lade, wirklich meine eigenen sind oder von einem anderen Urheber stammen. In der bunten Journalisten-Welt funktioniert das.
Auch mit diesem technischen Unwissen könnte ich noch leben. Journalisten sind keine studierten Informatiker, sonst schrieben sie Software und keine Zeitungsartikel, und man kann natürlich bei dem ganzen hin und her der Urheberrechtsreform schon mal den Überblick verlieren. Das geht mir schließlich genauso.
Trotzdem habe ich das Gefühl, verarscht zu werden. Gerade weil die ganzen Artikel heutzutage, womöglich wegen der Anbiederung an den Gott des Clickbaits, nicht mehr passiv geschrieben daherkommen, sondern direkt den Leser angreifen: „IHR demonstriert für US-Konzerne!“, „IHR wollt das Urheberrecht zerstören!“ und „IHR seid eigentlich nur Bots!“
Ich habe bislang, ich muss es mal zusammenrechnen, bestimmt über hundert Euro für die Online-Angebote verschiedener Medienhäuser ausgegeben. Ich habe jetzt beinahe alles gekündigt.
Und obwohl ich weiß, dass die vierte Gewalt für die Demokratie überlebenswichtig ist, sehe ich mich momentan außerstande, diese Akteure weiter zu finanzieren.
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Auf mich wirkt der Artikel eher neutral.
Neutral ist er sicherlich. Ich halte es allerdings für eine Unart, die Hälfte eines Zeitungsartikels für die Berichterstattung auszugeben, was einige Nutzer in den gesellschaftlichen Netzwerken für eine unausdifferenzierte Meinung zu diesem Vorfall haben. Dadurch, dass der Artikel sinngemäß feststellt, dass die meisten Twitter-Nutzer die Aktion okay fanden, bleibt eben der Eindruck zurück, dass sich hier primär der Radfahrer falsch verhalten hat.
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Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag berichtet, dass sowohl gegen den Lastkraftwagen- als auch gegen den Radfahrer wegen Nötigung ermittelt wird: Lkw-Fahrer gefährdet und filmt Radfahrer im Wiesendamm
Viel mehr gibt der Artikel leider nicht her. Anstatt einen klaren Standpunkt zu beziehen, was man im Straßenverkehr darf und was nicht, werden Auslegungen der Straßenverkehrs-Ordnung mit den Anekdoten aus den Reaktionen der Nutzer auf Twitter vermengt, so dass es am Ende wirkt, als habe sich primär der Radfahrer falsch verhalten und der LKW-Fahrer wäre quasi das Opfer. Schade, dass die Artikel heutzutage immer so verschwommen daherkommen.
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Wir haben vor knapp einem Monat schon die ersten Bienen gesehen — seitdem allerdings keine mehr:
Was wir aber auch gesehen haben: Diese braunen Wüsten rings um die Dörfer. Da soll mir noch mal jemand erklären, wo die Insekten eigentlich abseits einiger prächtiger Gärten noch Nahrung finden sollen.
Und was spritzt man wohl so früh im Jahr auf die trockene Wiese? Ich tippe mal: Nichts Gutes.
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Bei Vice gibt es ein Interview mit Axel Voss und der Titel des Interviews sagt schon so ziemlich alles: Streit um Uploadfilter: Wie Axel Voss das Internet sieht
Der Mann offenbart in jeder zweiten Antwort, dass er von Technik keine Ahnung hat, davon aber ganz schön viel.
Entweder rege ich mich darüber auf oder ich denke mir: Wenn Voss die treibende Kraft hinter der Urheberrechtsreform ist, dann kann es mit der Reform so weit nicht her sein.
Bei neunetz.com gibt es noch mal einen längeren, lesenswerten Beitrag zu Voss’ Aussagen: Das Vice-Interview und andere Aussagen von Axel Voss, kommentiert
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Ich habe die Beiträge zum Video aus dem Wiesendamm hierher verschoben: Stress im Wiesendamm
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Beim Berliner Volksentscheid Fahrrad blicke ich ja manchmal nicht so ganz durch. Zum oben verlinkten Video aus dem Wiesendamm schrieb man:
ZitatEin erschreckendes Beispiel warum abgetrennte Radwege so notwendig sind. Ein Radfahrer fährt StVO konform auf der Straße und wird von einem LKW Fahrer fast umgenietet. Eine Hetzjagd wie sie täglich auf deutschen Straßen passiert.
Da bekomme ich echt einen Knoten im Gehirn. Ganz unabhängig von der Frage nach abgetrennten Radwegen geht’s bei dem Video eher um eine komplett außer Rand und Band geratenen LKW-Fahrer und dessen Aggressionspotenzial. Der Tweet ist ja soweit abseits der eigentlichen Problematik, das wundert mich echt.
Besonders konsequent ist man aber nicht, denn zum Video eines Busses der BVG, der etwas ruppig vor einem Radfahrer eine Bushaltestelle anfährt, wird nun nicht nach abgetrennten Radwegen gerufen, nee, hier ist nun plötzlich der Busfahrer das Problem?
ZitatHey @BVG_Kampagne können oder wollen einige eurer Busfahrer keine Rücksicht auf Radfahrende nehmen? @polizeiberlin das ist kein Benehmen eines rücksichtsvollen Berufskraftfahrers.
Das mit dem LKW im Wiesendamm war aber auch kein rücksichtsvoller Berufskraftfahrer, oder?
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Über das Verhalten des Radfahrers kann man sicherlich diskutieren. Ich hätte dem kamerabewehrten Hitzkopf am Lenkrad längst Platz gemacht, weil ich keine Lust auf ein weiteres kaputtes Fahrrad habe. Und wie man im weiteren Verlauf des Videos sieht, ist der LKW-Fahrer schließlich bereit zum Äußersten zu gehen. Hätte der einhändig gestikulierende Radfahrer am Ende das Gleichgewicht verloren, wäre der Typ mit seinem Lastkraftwagen locker über ihn rübergerollt.
Wie wir aber schon mehrfach festgestellt haben, ist mein teilweise übertrieben vorsichtiges Verhalten nicht unbedingt maßgeblich.
Bezüglich der in § 5 Abs. 4 S. 2 StVO geforderten Sicherheitsabstände sehe ich hier keinen Spielraum, um auf der verbleibenden Restfahrbahn einen ordnungsgemäßen Überholvorgang durchzuführen. Das passt
vorne und hintenlinks und rechts nicht. Vielleicht ist es dann einfach mal so, dass man im LKW-Führerhäuschen ganz hart chillen muss und notfalls die 900 Meter des Wiesendammes mit zwanzig Kilometern pro Stunde hinter einem Radfahrer herfahren muss.Auf Twitter wurde mehrfach dargelegt, dass der liebe Radfahrer ja den Radweg hätte benutzen müssen. Ich ging davon aus, dass der nach der Teilsanierung des Wiesendamms entfallen wäre, offenbar habe ich mich darin getäuscht. Das ändert aber im Endeffekt nichts an der Ausgangslage, nach § 2 Abs. 4 StVO besteht keine Pflicht, diese Buckelpiste im direkten Dooringbereich zu befahren. Da hilft auch § 1 StVO nicht, den einige Diskussionsteilnehmer fallbackmäßig bemühen wollen, denn was § 2 Abs. 4 StVO bereits umfassend regelt, kann § 1 StVO nicht widerrufen. Dass einige Diskussionsteilnehmer angesichts dieser Erwiderung mehr oder weniger beleidigt den Spielplatz verlassen ist schade.
§ 5 Abs. 6 StVO regelt, dass langsame Fahrzeuge unter Umständen rechts ranfahren oder notfalls anhalten müssen, um mehreren nachfolgenden Fahrzeugen das Überholen zu ermöglichen. Ich halte das hier nicht für einschlägig.
Hentschel schweigt sich leider dazu aus, ob § 5 Abs. 6 StVO in diesem Umfang auch für den Radverkehr in einer 900 Meter langen Straßen gilt, Hentschel kennt aber ansonsten nur Rechtsprechungen zu Fragestellungen, bei denen mindestens zwei Fahrzeuge über mehrere Kilometer nicht überholen konnten.
Auch nach einiger Recherche im Netz klingt der ganze Absatz für mich nicht so, als hätte der Verordnungsgeber im Sinn gehabt, dass Radfahrer alle fünfzig Meter in eine mehr oder weniger passende Parklücke fahren oder gar dort anhalten müssen, um den nachfolgenden Verkehr vorbeizulassen. Das läuft dann in Straßen wie dem Wiesendamm darauf hinaus, dass man mitunter zu Fuß auf dem Gehweg schiebend schneller vorankommt. Hier ging es offenbar eher um außerörtliche Straßen, in denen ein Traktor oder ähnliche langsame Fahrzeuge eine Kolonne anführt.
Wie man sich allerdings als verständiger Mensch auf die Aussage verlegen kann, der LKW-Fahrer habe alles richtig gemacht, weiß ich nun auch nicht. Das widerspricht jeglicher objektiver Betrachtung des Sachverhaltes und lässt für mich eher den Schluss zu, dass so jemand gewisse Vorbehalte gegenüber Radfahrern pflegt. Einige Diskussionsstränge sind hingegen nur noch anstrengend, wenn die Teilnehmer dort plötzlich eine angebliche Mindestgeschwindigkeit, die es abseits von
noch nicht einmal auf Autobahnen gibt, weil da lediglich eine bauartbedingte Geschwindigkeit von mindestens 60 Kilometern pro Stunde vorgeschrieben wird (wobei letzteres durch § 3 Abs. 2 StVO etwas relativiert wird, was aber immer noch keine Mindestgeschwindigkeit ergibt).
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Oh Gott, es gibt auch einen Film dazu: https://twitter.com/BMVI/status/1108842805089177615
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Hm, ob man wohl ein Fahrrad mit über die Demo in Hamburg schieben kann? Bei manchen kommt das ja nicht in Frage, aber hier vielleicht?!
Brompti kommt immer mit zu jeder Demo.
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Das nächste, was unserem Bundesverkehrsministerium eingefallen ist: https://twitter.com/WAinetter/status/1109002395349065728
Es graut mir schon vor seiner nächsten und übernächsten Idee.
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Es gibt dort einen "Radweg". Das Hochbord ist per weißem Strich zweigeteilt:
Puh, ich war mir sicher, dass es dort seit der Sanierung keinen Radweg mehr gegeben hätte.
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Vielen Dank

Ich erinnere mich nur noch sehr dunkel daran, dass es früher (2.x, 3.0?) komplizierter war als bei der aktuellen Version.
Ich meine auch, dass es vor einem Jahr komplizierter war als in der jetzigen Version. Einfach die Datei hochladen, Bums, den Rest macht das Forum selbst, das hätte mich ja nicht überfordert. Ich dachte aber damals, ich hätte die einzelnen Versionen selbst aus der Datei konvertieren und dann nach /images/favicon oder so ähnlich hochladen müssen.
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Danke für die Erinnerung. Geht’s jetzt? Ich habe jetzt im Stil-Bereich des Administrationsbereiches einen Bereich fürs Favicon gefunden — gab es den in der letzten Version noch nicht?
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Das Problem ist offensichtlich uralt (Video) und weiterhin ungelöst.
Hihi, ich war mir sicher, dass hinter diesem Link entweder Motor Mania oder das andere Wiesendamm-Video steckt.
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Ups — wie heißt diese Art der Verschwenkung denn? Diese Bezeichnung hatte ich mal bei irgendeiner Planung aufgeschnappt, als auch noch in diesem Jahrtausend diese unsinnigen Verschwenkungen gebaut werden sollten.
DMHH: Jetzt weiß ich’s wieder: Ich hatte damals bei der Debatte zur Hudtwalckerstraße diesen Begriff gehört, weil dort der Radverkehr genauso lustig an der Kreuzung zur Bebelallee plötzlich hinter parkenden Kraftfahrzeugen und Straßenbegleitgrün auf den allerletzten Metern noch Richtung Fahrbahn verschwenkt wird. Das war aber tatsächlich die „umgekehrte Variante“ von der Situation am Holstenkamp, insofern habe ich da wohl einiges durcheinandergebracht.
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Ich gehe dann morgen mal zum Rechtspfleger. Ich bekomme momentan nicht so ganz viel auf die Reihe, denn bekanntlich geht’s mit 30 Jahren bergab und seit nunmehr sechs Wochen plage ich mich abwechselnd mit Hexenschuss und einer hartnäckigen Erkältung herum und verbringe nunmehr schon die dritte Woche abseits von Arbeit und Fahrrad zu Hause. Das reicht, um mich auf Twitter aufzuregen und hier ein paar Beiträge zu tippen, aber ich sehe mich momentan nur mäßig in der Lage, eine sinnvolle Begründung zu formulieren. Uwe unterstützt mich da freundlicherweise großartig — schon mal einen ganz herzlichen Dank dafür!
Einen Termin habe ich morgen beim Rechtspfleger nicht bekommen, ich soll dort einfach klingeln und notfalls wieder eine Weile warten. Meine Ärztin hat mir viel frische Luft und ausgedehnte Spaziergänge verordnet, aber ich glaube nicht, dass sie damit einen Aufenthalt in den Fluren im Strafjustizgebäude meinte.
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Tja, das passiert halt, wenn man wie Radio Hamburg gestern solche Fragen stellt:
Der eigentliche Artikel klingt (mittlerweile?) nicht mehr ganz so drastisch: Mahnwache nach tödlichem Unfall
Im letzten Absatz bricht aber wieder eine tolle Diskussionsgrundlage durch, die wohl zu entsprechenden Einlassungen in der Morgenshow bei Radio Hamburg geführt hat. Man kann ja mal raten, was da wohl für ein sorgfältig ausdifferenziertes Meinungsbild bei solchen tollen Fragen rauskommt:
ZitatViele Hörer haben uns am Mittwochmorgen per Whatsapp geschrieben, dass sie natürlich schockiert über den Unfall sind, aber auch für mehr Rücksicht plädieren. Viele Radfahrer missachten nämlich nach wie vor rote Ampeln und fahren einfach drauflos, ohne nachzudenken, ob sie sich und andere damit gefährden.
Und dann entstehen plötzlich solche Videos wie das dort oben. Der Benutzer, der es dort hochgeladen hat, ist allerdings nicht der Fahrer, der eigentliche Urheber hatte es direkt auf der Seite von Radio Hamburg hochgeladen und nach einiger Zeit wieder gelöscht.
Auf dem Video filmt offenbar aus einem Führerhaus eines Lastkraftwagens heraus jemand die Fahrt durch den Hamburger Wiesendamm von Osten nach Westen, fährt dem vor ihm fahrenden Radfahrer extrem dicht auf, hupt mehrmals und beleidigt ihn durchs offene Fenster, weil der Radfahrer nicht auf dem bestens ausgebauten und breiten Radweg gefahren ist. Was dem LKW-Fahrer aber nicht auffällt, auf dem Video aber gut zu erkennen ist: Es gibt dort gar keinen Radweg. Und unter Berücksichtigung etwaiger Sicherheitsabstände zu parkenden Kraftfahrzeugen verhält sich der Radfahrer grundsätzlich einwandfrei.
Ich komme an dieser Stelle nicht umhin Parallelen zu meinem eigenen „Unfall“ vor dreiieinhalb Jahren zu ziehen, als sich ein Kraftfahrer morgens bei der Zeitungslektüre über Kampfradler in Wallung brachte und sich mit unveränderter Stimmung hinters Lenkrad klemmte. Als er mich dann auf der Fahrbahn radeln sah, versuchte er mich im Glauben, ich hätte auf dem Radweg fahren müssen, von vorne anzufahren. Dumm für ihn: Es gab gar keinen Radweg, sondern nur einen Gehweg. Noch dümmer für ihn: Seine ganzen Ausreden zogen nicht, weil ich die Sache gefilmt hatte.
Der Unterschied ist aber, dass der Fahrer im Wiesendamm jegliches Unrechtsverständnis fahren ließ und offenbar in einem Anfall von Putativnotwehr glaubte, der vermeintlichen Nötigung seitens des Radfahrers mit extrem dichten Auffahren reagieren zu müssen und sein Werk nicht nur filmte, sondern direkt bei Radio Hamburg hochladen musste. Auf die Idee muss man erstmal kommen. Ich kann mir nicht helfen, aber ich halte das für ein einwandfreies Beispiel dieser Enthemmung, die momentan im Straßenverkehr stattfindet.
Meines Wissens wurden mittlerweile mehrere Strafanzeigen gegen den Fahrer gestellt, ich bin mal gespannt, was dabei herumkommt. Die Firma, bei der er laut seines Facebook-Profils arbeitet, hat ihn offenbar erst vor kurzer Zeit entlassen und sich auf Nachfrage nicht gerade positiv über dieses Fahrverhalten geäußert.
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Ich habe eine kleine Bitte: Wenn ihr einen Link postet, schreibt doch bitte kurz dazu, worum es geht oder ergänzt den Titel der Seite als Linktext.
Ich weiß, das ist gerade am Smartphone etwas mehr Arbeit und kostet dann eventuell genau jene 30 Sekunden, die man eigentlich nicht hat, aber es macht den Diskussionsteilnehmer leichter zu erfassen, was sich hinter dem Link verbirgt; warum man dort eigentlich draufklicken sollte, was einem dahinter erwartet.
Danke
