Weitere Halte in Deutschland sind nicht vorgesehen und wären einer Nachtruhe auch ziemlich abträglich. Der Zug würde Flensburg erst um Mitternacht erreichen.
Naja, für die Nachtruhe ist es ja vor allem interessant, in welche Richtung man fährt. Wenn ich zum Beispiel nach Kopenhagen reisen möchte, empfinde ich die Ankunftszeit des jetzigen „Nachtzuges“ IC 398, also dieses IC3, der dort sogar über Kiel fährt, als besonders unangenehm, weil der um 6:55 Uhr in Kopenhagen ankommt. Da hat dann außer des Bäckers am Bahnhof noch kein Geschäft geöffnet, ich kann im ungünstigsten Fall erst um 15 Uhr ins Hotel und bin dann trotz Nachtzug erstmal einen ganzen Tag im Eimer.
Wenn ich aber in Gegenrichtung mit dem IC 399 gegen Mitternacht aus Kopenhagen abfahre, bin ich um 4:55 Uhr in Kiel. Das heißt, ich bin um 5:30 Uhr im eigenen Bettchen und kann noch mal ordentlich ausschlafen und womöglich sogar noch den Nachmittag im Bureau verbringen, da muss ich dann sogar nur einen halben Urlaubstag investieren. Das empfinde ich als wesentlich weniger schlimm.
Andererseits: Wenn ich von Malmö nach Flensburg führe, brauche ich für die Fahrplanlage noch nicht mal einen Nachtzug, da kann ich ja auch bis Mitternacht im Sitzwagen hocken.
Ich fände es ja nach wie vor toll — abgesehen von der technischen und fahrplanmäßigen Machbarkeit — wenn es auf solchen Relationen nachts vielleicht drei Nachtzüge pro Richtung gäbe, so dass man sich aussuchen kann, in welcher Fahrplanlage man fahren möchte.
Wenn ich mich nicht irre, schickt (oder schickte?) die ÖBB auch gleich zwei Nachtzüge nacheinander Richtung Österreich?