Beiträge von Malte

    sind wir mal ehrlich: das nördliche Sachsen-Anhalt (Geestgottberg, Seehausen, Arendsee) ist tot. Da bringt keine Bahntrasse irgendeinen Unterschied. :/

    Natürlich. Aber wenn sich wie in heutigen Zeiten herausbildet, dass ein ordentlicher Eisenbahnanschluss eine Art Standortfaktor sein kann, dann wundere ich mich schon, ob man sich mit dem Abbau der Schienen tatsächlich einen Gefallen getan hat. Dömitz oder Havelberg sind ja eigentlich ganz hübsche Städtchen, aber wenn sich der nächste brauchbare Bahnanschluss (Dannenberg mit seinem Dreistundentakt zähle ich mal nicht dazu) zehn bis dreißig Kilometer entfernt befindet, dann finde ich das jetzt eher nicht so geil.

    Ob ich nun dort unbedingt leben und nach Hamburg oder Berlin pendeln wollte, das sei mal dahingestellt, aber wenigstens für eine Urlaubsreise wäre das ganz nett. Als ich gestern wieder durch Havelberg kurbelte, dachte ich mir: Hier könnte man auch mal ein paar Tage Urlaub machen. Nur ist die Verbindung vom Bahnhof Glöwen mit einem Bus bis nach Havelberg relativ unattraktiv und langsam. Da braucht man also wieder ein Fahrrad oder ein Auto.

    Aber vermutlich kann man es sich als Stadt ganz gut leisten, sowohl auf eisenbahnaffine Pendler oder Urlauber zu verzichten, wenn der Erlös aus den schienenbefreiten Grundstücken lockt.

    „Touchiert“, aber „mittelschwer verletzt“:

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    Wenn ich mir die ganzen Bahn-Strecken anschaue, die es nicht mehr gibt, werde ich schon wieder wütend…

    Dann schau dir vor allem mal an, was in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung alles stillgelegt wurde. Mir fallen da direkt ein:

    Die Fahrgastzahlen gaben damals einfach keinen weiteren Betrieb mehr her, dementsprechend wurden die Verbindungen eingestellt. Soweit ist das für mich auch noch nachvollziehbar. Leider hat man nicht damit gerechnet, dass ein paar Jahre später eine so genannte Verkehrswende in Gang kommen könnte und eventuell die Möglichkeit bestünde, wieder einen positiven Kosten-Nutzen-Grad bei der Reaktivierung zu erreichen.

    Stattdessen geht es ratzfatz: Stillgelegt, entwidmet, abgebaut. Zack, Supermarkt oder Wohnhäuser drauf, vielleicht eine Straße oder Gewerbegebiete. Auf diesen Strecken wird niemals wieder eine Bahn fahren, diese Orte sind für alle Ewigkeit vom Bahnverkehr abgehängt. Einen Supermarkt bekommt man womöglich noch mal wieder weg, aber Wohn- oder Gewerbeflächen? Mit welcher Gesetzgebung sollte man derartige Gebäude wieder abreißen?

    Mein Plan für dieses Jahr: Lücken auf der Heatmap schließen! Das ist witzigerweise etwas, das ich mit der BahnCard 100 und dem Faltrad relativ schnell umsetzen kann. Ich fahre mit dem Zug irgendwo hin und versuche eine etwa hundert Kilometer lange Strecke abzureißen, so dass ich am Ende des Jahres eine durchgehende Strecke von München über Stuttgart, Frankfurt, Köln, Münster, Hannover, Hamburg, Kiel bis Flensburg auf der Karte habe. Parallel dazu arbeite ich an einem Kreis von Hamburg über Berlin nach Leipzig und über Kassel und Hannover wieder zurück.

    Ich habe gerade die Lücke von Briselang bis Havelberg geschlossen und damit eine vollständige Strecke von Berlin bis Wittenberge, von dort über Schwerin nach Hamburg oder über Uelzen nach Hamburg.

    Ich hatte im Dezember 2015 versucht, von Wittenberge bis Berlin zu fahren und endete schließlich nach einigen platten Reifen in Havelberg, von wo ich dann mit Bus und Bahn die Reise fortsetzte. In der Gegenrichtung bin ich in verschiedenen Etappen in diesem Jahr von Wittenberge bis Schwerin und von Wittenberge bis Uelzen gefahren, von wo ich dann auf während früheren Touren schon mal bis Hamburg gerollt bin.

    Ein bisschen cool fühlt sich das schon an, wenngleich das natürlich überhaupt ein Vergleich zu den 333-Kilometer-Touren von Berlin nach Hamburg ist, die einige Mitstreiter binnen 24 Stunden abreißen.

    Das kann ich dann ja mal im Sommer versuchen.

    Ein Fußgänger betritt unvermittelt die Fahrbahn und wird von einem Kraftfahrer tödlich verletzt, der sich anschließend ohne zu Zögern vom Unfallort entfernt: 269. Fußgänger wird von Pkw erfasst und tödlich verletzt; Pkw-Fahrer flüchtet – Laim

    Die Polizei hat auch wertvolle Tipps für Fußgänger:

    Zitat

    Die Münchner Polizei appelliert nochmals eindringlich an Fußgänger und auch Fahrzeugführer:

    1. Überqueren Sie die Fahrbahn nur an gesicherten Stellen, an Ampeln nur bei Grünlicht.
    2. Schauen Sie vor dem Betreten der Straße nach links, dann noch nach rechts und noch einmal nach links.
    3. Treten Sie nicht zwischen Fahrzeugen auf die Fahrbahn und queren Sie die Straße nur an gut einsehbaren und übersichtlichen Stellen.
    4. Achten sie auf Ihre Erkennbarkeit. Helle Kleidung oder Reflexbänder geben anderen Verkehrsteilnehmern die Möglichkeit Sie rechtzeitig zu erkennen.
    5. Lassen Sie sich nicht ablenken wie durch Smartphones oder das Tragen von Kopfhörern mit lauter Musik.

    Nun ist ein Fahrzeugführer natürlich nur im begrenzten Maße in der Lage, bei unvermittelt auf die Fahrbahn tretenden Fußgängern noch zu reagieren, das kenne ich ja auch als Radfahrer in der Hamburger Mönckebergstraße, aber vielleicht könnte man wenigstens darauf hinweisen, sich bitte nicht unerlaubt vom Unfallort zu entfernen. Letzteres passiert nach meiner Erfahrung gerade bei solchen „Selbst schuld“-Unfällen ganz gerne. Und vielleicht sollte auch in den Abendstunden bei niedrigerem Verkehrsaufkommen unbedingt die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit eingehalten werden, auch wenn die Straße zum kultivierten Schnellfahren einlädt.

    Und vielleicht sollten wir ganz zaghaft überlegen, ob solche mehrstreifigen Magistralen, die für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer quasi unüberwindbare Hindernisse sind und ganze Stadtteile zerschneiden, die sich nur alle paar hundert Meter an ampelgeregelten Kreuzungen überqueren lassen, deren Schaltungen Fußgänger eine ganze Weile schmoren lassen, vielleicht sollten wir überlegen, ob solche Straßen in Städte passen, in denen sich nicht nur Autos, sondern auch Menschen bewegen und aufhalten wollen.

    Im Laufe des Donnerstagvormittages wird nun die andere Serverfestplatte ausgetauscht — die hatte in den vergangenen Tagen zarte Anzeichen anstehender Kalamitäten gemeldet und ich möchte das repariert wissen, bevor mir alles um die Ohren fliegt.

    Darum ist das Forum und alle anderen Dienste auf diesem Server am 27. Februar 2020 von 9 Uhr bis mindestens 12 Uhr nicht erreichbar sein.

    Die FDP ist rausgeflogen mit Ausnahme von Spitzenkandidatin Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein, die das Direktmandat in Blankenese (wo denn auch sonst) gewonnen hat. Auf einige interessante Veranstaltungen zum Thema „Gleichberechtigung im Verkehr“ werden wir wohl künftig verzichten müssen, denn Ewald Aukes ist auch nicht mehr dabei.

    Edit: Achwas, Marcus We!nberg hat es auch nicht geschafft, weil er über die Landesliste angetreten ist, die 15 Abgeordneten der CDU aber über Wahlkreismandate zustande gekommen sind?

    Ich weiß, dass ich hier etwas off-topic rutsche, aber Maltes erstaunlich lange Linkliste bewegt mich dazu, ein salbungsvolles Wort hier zu lassen:

    Puh — ich muss zugeben, diese Liste mehr oder weniger automatisiert aus meinen Lesezeichen bei Twitter oder im Browser generiert zu haben. Sofern ich mich nicht irre, habe ich die Texte alle gelesen, was heißen muss, dass außer den üblichen Verdächtigen namens Abendblatt, kn-online und sh:z, für die ich ein Konto habe, damals noch keine Bezahlschranke vor dem Text war. Eventuell wird die erst nach ein paar Stunden oder Tagen geschlossen?

    Jedenfalls hast du recht, eine Liste, in der die Hälfte der Artikel für „normale“ Leser aus dem gesamten Bundesgebiet nicht brauchbar ist, hilft relativ wenig.

    Eventuell hat die CDU festgestellt, dass sie außer der Verkehrspolitik in keinen Themen ordentlich punkten kann, so dass die Junge Union mit Herrn We!nberg schilderbewehrt durch die Stadt ziehen musste. Natürlich wollte man den echten Verkehr nicht behindern und lief darum nicht auf der Fahrbahn, sondern auf dem Radweg herum:

    Es hat halt alles nichts geholfen: Gerade mal 11 Prozent für die Anti-Stau-Demokraten.

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    Es wird wohl heute sowieso alles nochmal gezählt, wobei auch das kontrolliert wird.

    Und das Hamburger Wahlrecht sieht ja eine so genannte Heilung bestimmter ungültiger Wahlzettel bei der heutigen Auszählung vor, was insbesondere den so genannten Tschentscher-Stimmen hilft: Da haben einige erstmal den SPD-Kandidaten als Oberbürgermeister gewählt und dann noch mal mit fünf Stimmen die SPD, was eigentlich zwar ungültig ist, aber den Wählerwillen erkennen lässt. Insofern wird sich der Anteil der gültigen Stimmen heute nach oben verschieben, dann könnte es mit den fünf Prozent schon wieder knapp werden.

    Momentan sind AfD und FDP über fünf Prozent und wenigstens bei der AfD ist schon so viel Luft nach unten zur Hürde, dass sie wohl drinbleiben wird. Bei der FDP ist das offenbar noch nicht ganz sicher. Tschentscher will derweil schon mal mit der CDU quatschen — das wäre radverkehrspolitisch natürlich ein Desaster, auch wenn das wohl die Wunschkoalition der Wirtschaft wäre.

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    Ui: Die AfD ist draußen, für die FDP ist es arg knapp.

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    Bei dem ganzen Gemaule über die Fahrradmitnahme in der Bahn darf man nicht vergessen: Als Radfahrer tut man sich den Kram ja einigermaßen freiwillig an. Ich könnte meine Fahrt auch ohne Fahrrad antreten, wäre dann am Ziel vielleicht nicht wie gewohnt mobil, aber ich käme schon irgendwie zurecht.

    Heute wurde mir dann wieder einmal deutlich, dass man als Rollstuhlfahrer diesen Komfort nicht hat.

    Passend zum Thema: Wie kommt man eigentlich als gehbehinderter Mensch ins Wahllokal?

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    Ich glaube, ich habe den Menschen auch schon ein paar Mal in der Bahn gesehen und wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, ihm sogar einmal an der Warteschlange am Aufzug vorbeigebeten. Aber auch für ihn ist wohl häufig genug die Reise schon am Bahnhof zu Ende, wenn mal wieder niemand zur Bedienung des Hubliftes anwesend ist oder die Tür zum rollstuhlgerechten Bereich defekt ist.

    „Mit Außenspiegel am Fahrradlenker hängengeblieben“:

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    Und: Helmloser Radfahrer bei Unfall schwer verletzt