Krumme Verkehrszeichenträger

  • Mehrere neue "krumme Dinger" aus Hannover:

    Hannovers Stadtautobahn, die Lavesallee, liefert immer wieder Beweise dafür, dass diese Strecke eine Raserstrecke ist, die viele verwechseln mit einer Autobahn ohne Tempolimit. Tja, als solche wurde die Lavesallee ja auch einmal 1954 und 1955 gebaut. Damals gab es noch kein Tempolimit von 50 km/h innerorts. Es durfte, ja es sollte gerast werden. Seit mehreren Jahrzehnten schon gilt dort Tempo 50. Hat aber noch nicht jeder mitgekriegt. Dafür gibt es sehr viele Autofahrer*innen, die meinen, es müsse dort immer noch gerast werden. Kein Wunder, dass dann so was dabei herauskommt:

    Hier der streetview-Link:

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    Sehr anlehnungsbedürftig erscheinen diese Schilder am Ende der Langen Laube, dort wo die Fahrradstraße für rund 50 m eine für den Autoverkehr gesperrte Fahrradstraße ist. Finden anscheinend nicht alle Autofahrer toll:

    Und direkt nebenan dieses "angezählte" Vorfahrt achten Schild mit Anlehnungsbedürfnis:

    ebenfalls streetview:

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    Und zuletzt diese Bake in 45°-Position in Linden-Nord am Schmuckplatz. Die daneben hat auch schon einen Schlag wegstecken müssen.

    Zum Zeitpunkt der streetview-Aufnahmen fehlten die Bake baustellenbedingt:

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  • Vor wenigen Tagen kam ich an diesen krumm gefahrenen Baken am Schmuckplatz in Linden Nord vorbei.

    Seitdem waren die Heinzelmännchen da oder die Stadtverwaltung hat die Heinzelmännchen in den Schatten gestellt. Die Baken stehen jedenfalls heute wieder gerade und korrekt ausgerichtet. Aber es ist Sonntag, da ist die Kontrolle des ruhenden Verkehrs Aufgabe der Polizei. Und man muss sich vermutlich nicht wundern, wenn die Baken bald wieder krumm gefahren sein werden:

  • Zweck gerade so erfüllt.

    Bei solchen Schäden frage ich mich einerseits, was da wohl an Kosten auf den Verursacher zukommt.

    Es wurde immerhin der Baum schwer in Mitleidenschaft gezogen. So ein Baum schlägt gewiss mit 20.000 Euro und mehr zu Buche.

    Andererseits frage ich mich, ob der Halter sich überhaupt meldet oder ermittelt werden kann. Und wie oft oder selten dass gelingt.

    Der Baum kann sehr leicht Spätschäden davon tragen, wird das eingepreist bei einer solchen Beschädigung?

    Oder bleiben letztlich alle Kosten an der Allgemeinheit hängen?

  • natürlich bleiben die an der Allgemeinheit hängen.

    Meine Eltern berichteten mir unlängst davon, dass mal wieder ein Wohnmobil* am Gartengrundstück die Kurve nicht bekommen hätte, in den Graben abgerutscht sei und dabei Teile der Böschung und des Weges zerstört hätten. Da meine Eltern ein gewisses Interesse daran haben, dass der Graben seiner Funktion der Entwässerung nachkommen kann: bei Stadt nachgefragt. Dort wusste man von nix.

    Die Beschädigung der Böschung war allerdings so stark, dass mein Vater davon ausgeht, dass das WoMo dort niemals aus eigener Kraft herausgekommen sein kann...

    *Wohnmobil weil: Spuren normaler Reifen, kein Radlader oder Baustellen-LKW, meine Eltern haben ihren Garten an einem unbefestigten Weg, der "Luftlinie" zwischen Bundesstraße und Wohnmobilstellplatz am Fluss ist. Da irren gerade im Sommer gerne mal weiße Kästen auf Rädern durch über die unbefestigten, sehr schmalen Wege. Navi und so. Da spart man dann dran..

  • Autofahrer besorgen sich das bei vielen von ihnen verhasste Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen jetzt selber: "Zwei Verkehrsunfälle in nicht einmal zwölf Stunden an derselben Kreuzung in Marienwerder. Nach den beiden Zusammenstößen an der Garbsener Landstraße Ecke Hollerithalle und Auf der Horst hat die Stadt dort erst einmal das Tempo gedrosselt. Um die Verkehrslage an der vielbefahrenen Kreuzung zu entschärfen, gilt dort jetzt Tempo 30 statt 50."

    Kaputte Ampel in Marienwerder sorgt für Unfälle: Jetzt wird das Tempolimit reduziert - Radio Hannover - die Stimme der Stadt auf 100,0

    Die HAZ hatte dazu ein sehr eindrückliches Bild veröffentlicht, auf dem einer der "niedergemähten" Verkehrszeichenträger und ein "umgelegter" Stromkasten zu sehen sind:

    Ampel bei Unfall in Hannover-Marienwerder zerstört: Auf Kreuzung gilt jetzt Tempo 30
    Seit dem Unfall am Donnerstagabend ist in Hannover-Marienwerder die Ampel auf der Kreuzung Garbsener Landstraße/Auf der Horst ausgefallen. In der Folge gab es…
    www.haz.de

    Der HAZ-Artikel ist leider hinter der Bezahlschranke, aber das Bild kann man sehen und das spricht Bände.

    Hier geht es zur streetview-Aufnahme aus derselben Perspektive wie das Zeitungsfoto:

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  • natürlich bleiben die an der Allgemeinheit hängen.

    Da irren gerade im Sommer gerne mal weiße Kästen auf Rädern durch über die unbefestigten, sehr schmalen Wege. Navi und so. Da spart man dann dran..

    Nicht nur am Navi wird gespart, auch am Stellplatz. Anstatt einen Camping-Mobil-Stellplatz zu mieten, stellen viele Halter ihr Fahrzeug oft Verkehrs-behindernd ins Wohngebiet:

  • Wo ich den Fahrschulbus da gerade sehe. Gestern morgen auf dem Weg zur Arbeit fuhr einer vor mir und ordnete sich zum Rechtsabbiegen hier

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    auf dem Radfahrstreifen ein.

    Da habe ich mich gefragt, ob der Fahrlehrer geschlafen hat oder ob er dem Fahrschüler einen "Trick" gezeigt hat, wie man Konflikte beim Rechtsabbiegen mit Radfahren vermeidet...

  • Nicht nur am Navi wird gespart, auch am Stellplatz. Anstatt einen Camping-Mobil-Stellplatz zu mieten, stellen viele Halter ihr Fahrzeug oft Verkehrs-behindernd ins Wohngebiet:

    Super Bild. Da ist ja alles dabei, inkl. eines auf dem Gehweg widerrechtlich abgestellten Lastenrads.

  • Super Bild. Da ist ja alles dabei, inkl. eines auf dem Gehweg widerrechtlich abgestellten Lastenrads.

    Nein, "Herr Anzeigenhauptmeister";), das Fahrrad steht korrekt da. Da es eines von "babboe" ist, muss wohl damit gerechnet werden, dass es noch länger da stehen bleibt (wegen der Rahmenbruchgefahr). Drum hab' ich sicherheitshalber noch mal nachgeschaut, denn auf dem oben gezeigten Foto mit dem blauen Campingbus sieht es tatsächlich so aus, als behindere das Lastenrad den Fußverkehr.

    Aus dieser Perspektive aufgenommen (Lastenrad-Standort unverändert) sieht man allerdings, dass es korrekt abgestellt ist:

    Allerdings, liegt da so ein Kleinst-KFZ im Weg rum.

    Deshalb frei nach dem alten Pfadfinder-Motto, "Jeden Tag eine gute Tat!", erst mal ein bisschen Unfallgefahr beseitigen:

    Aber was ist mit den beiden Autos, die da quasi in zweiter Reihe stehen? Die kann ich nicht mal ebenso zur Seite schieben. Also nächste gute Tat: Hinweis an das Ordnungsamt geben?

    Aber parken die da überhaupt ordnungswidrig? Am Fahrbahnrand dürfen Autofahrer*innen ihr Fahrzeug abstellen. Und die beiden Fahrzeuge stehen ja irgendwie am Fahrbahnrand. Aber irgendwie parken die da auch in zweiter Reihe, denn der eigentliche Parkstreifen ist weiter rechts.

    So wie die beiden Fahrzeuge stehen, wird es eng für den Bus, der hier in dichtem Takt vorbeifährt. Und da kommt auch schon der nächste:

  • Wenn

    - die 5 m zum Schnittpunkt der Fahrbahnkanten der Kreuzung eingehalten werden,

    - die 3,05 m Restfahrbahngasse eingehalten werden.

    - die Nutzung der Parkbuchten möglich ist und

    - nirgends in der Gegend ein Zonenhaltverbot aufgestellt ist,

    dann parken sie legal, denn ein normales Haltverbot hätte nach einer Kreuzung wiederholt werden müssen.

    Würde sich der Busverkehr der Gegenrichtung behindert fühlen, steht im frei, ein HV anzuregen, auf die Wünsche des ÖV-Betreibers wird man sicherlich eher hören ...

  • Man entdeckt doch immer wieder etwas Neues. In einer random Straße sind alle Laternen gegen Verkrümmung geschützt. Offensichtlich aus gutem Grund. Hab ich so woanders in Düsseldorf noch nicht bewusst gesehen.