Woche 07 vom 09. bis 15.02.2026

  • Nein, es geht mir darum dass sich für sowas irgendwie eine politische Mehrheit finden muss und die siehe ich lange nicht.

    Warnpiepser kann ich ausschalten, Alkoholtest findet auch eher eine Mehrheit da es in der Gesellschaft anerkannt ist, dass nicht alkoholisiert Auto gefahren werden darf. Aber technisch die Geschwindigkeit zu begrenzen wenn 99% der Autofahrer immer mal wieder etwas schneller fährt als erlaubt und das auch gesellschaftlich zumindest in maßvollen Grenzen akzeptiert ist, das sehe ich lange nicht und spielt auch nur wieder den falschen Parteien in die Hände.
    Und dazu kommt halt noch dass Viele inzwischen die Erfahrung gemacht haben dass die Schildererkennung halt zwar oft, aber lange nicht immer zuverlässig funktioniert.

  • Ein Fahrzeug beschleunigt nicht autonom in einer T30-Zone auf 60kmh, nur weil am Fahrbahnrand ein LKW-Trailer mit [Zeichen 274-56]-Aufkleber am Heck rumsteht.

    Ja, weil die niedrigste erkannte zul. Höchstgeschwindigkeit zugrunde gelegt wird.

    Wenn aber nun am Verzögerungsstreifen für die ausfädelnden Fahrzeuge wegen einer engen Kurve ein "40" hängt und daher das Fahrzeug auf der Überholspur plötzlich auf 40 abbremst, dann wird es gefährlich.

    Natürlich werden die Systeme besser und natürlich muss entsprechend Abstand gehalten werden. Aber wenn man so eine Erfahrung mal gemacht hat, dann wird man so einem System so schnell nicht mehr vertrauen.

  • Aber wenn man so eine Erfahrung mal gemacht hat, dann wird man so einem System so schnell nicht mehr vertrauen.

    Erinnert mich gerade an Gurtverweigerer, weil irgendwann mal jemand im See gestorben ist, weil er durch den Gurt nicht schnell genug aus dem Auto kam.

    Ein neues System muss nicht zu 100% fehlerfrei sein. Es ist schon dann sinnvoll, wenn es signifikant weniger Unfälle/Verletzte/Tote gibt.

  • Erinnert mich gerade an Gurtverweigerer, weil irgendwann mal jemand im See gestorben ist, weil er durch den Gurt nicht schnell genug aus dem Auto kam.

    Ein neues System muss nicht zu 100% fehlerfrei sein. Es ist schon dann sinnvoll, wenn es signifikant weniger Unfälle/Verletzte/Tote gibt.

    Die aktuellen Bestimmungen schreiben nicht zwingend vor, dass ISA auf zwei Quellen zugreifen muss. (Kamera UND Navidaten) Aber es gibt Vorschriften für die Genauigkeit, die es nahelegen, ein ISA mit beiden Informationsquellen zu benutzen. Im Zweifel ist die Schildererkennung priorisiert. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass das passiert, was Schlau Meier beschreibt:

    Wenn aber nun am Verzögerungsstreifen für die ausfädelnden Fahrzeuge wegen einer engen Kurve ein "40" hängt und daher das Fahrzeug auf der Überholspur plötzlich auf 40 abbremst, dann wird es gefährlich.

    Andererseits bringt ISA nicht den voll möglichen Sicherheitsvorteil, wenn es zu leicht überstimmt werden kann. Und ISA und die Umgebung werden schneller optimiert, wenn ISA verbindlich ist.

    Was die "Gurtverweigerer" mit Angst vor Fahrzeugbränden angeht, hat man übrigens dieses Gerät erfunden, um sie zu besänftigen:

    Gurtmesser – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Vergleichbar ist ein ISA mit Kickdown-Mechanismus, bei dem das Gaspedal einen deutlich hohen Widerstand leistet. Der Mechanismus ermöglicht aber ein Überstimmen der ISA-Tempolimitierung.

    Aber es sind auch Systeme zulässig, die lediglich mit Warnlampe und Warnton auf die Geschwindigkeitsübertretung hinweisen. Und ISA kann abgeschaltet werden. Es muss sich aber bei einem Neustart wieder einschalten.

    Seit ISA hat sich meine Empathie-Fähigkeit für Autofahrer*innen, die an einer Tempokontrollstation zu schnell fuhren, noch einmal deutlich vermindert. Ob ISA insgesamt dazu beiträgt, dass mehr Menschen Tempolimits respektieren? Zumindest habe ich kein Mitleid für einen "Temposünder", der sagt: "ISA schalte ich sowieso sofort immer aus, wenn ich losfahre, das nervt nur."