Umbau der Esplanade: Endlich Protected-Bike-Lanes für Hamburg?

  • Ist der "Gaga-Radweg" bald Geschichte?


    Schon vor einiger Zeit wurden Planungsunterlagen zum Umbau der Esplanade auf der Website des LSBG veröffentlicht. Doch diese Planung mit Radfahrstreifen im Mindestmaß und weiteren fraglichen Elementen war nicht zeitgemäß.


    Nun wurde sie überarbeitet und ist meiner Meinung nach sehr Ansprechend.


    PLAN

    ERLÄUTERUNGSBERICHT


    Einzelheiten:

    Esplanade: Vom Neuen Jungfernstieg Richtung Westen:

    - Einrichtung einer Protected-Bike-Lane (PBL) mit einer Breite von 2,5m

    - Aufheben der Parkplätze und Errichten von nur einer Ladezone


    Esplanade: Vom Gorch-Fock-Wall Richtung Osten

    - Führung auf breiten Schutz- und Radfahrstreifen vor dem Knotenpunkt Dammtordamm

    - Einrichten einer PBL mit einer Breite von 2,25m im Bereich der U-Bahn-Station

    - Einrichten eines Radfahrstreifens im weiteren Straßenverlauf

    - Aufhaben der Parkplätze ca. 70m vor Knotenpunkt Neuer Jungfernsteig


    Dammtordamm: Von Marseiller Straße Richtung Süden

    - Einrichten einer PBL mit 3,10m - 2,6m Breite bis zum Knotenpunkt Esplanade

    - Einrichten eines Radfahrstreifen 2,5m bis Dammtorstr. 15


    Dammtordamm: Von Esplanade Richtung Norden

    - Einrichten eines nicht-benutzungspflichtigen Radweges (2,25 m Breite)

  • Ist halt ne relativ scharfe Aufleitung auf den Bestandsradweg. Ohne das Gerüst wäre es mMn. auch kein Problem, da der Anschluss ja nächstes Jahr auch im Zuge des Umbaus des Neuen Jungfernstiegs umgebaut wird.


    Jetzt aber stellt das Gerüst ein Slalom und Sichtbehinderung für die Radfahrenden dar, was zusätzlich noch durch [Zeichen 240] benutzungspflichtig ist...


    Ein Quick-Win wäre es, den Radweg - von mir aus auch mit Gelbmarkierung - einfach bis zur Haltlinie zu verlängern. Hat ja mit dem Kfz-Verkehr, als das Gerüst auch noch die Abbiegespur in Anspruch genommen hatte, auch funktioniert...

  • ausgeführt, wie bestellt.


    Die Aufleitung "ins Gerüst" ist suboptimal.

    Aber auch das ist in meinen Augen 2 Faktoren geschuldet:

    A) Planungsgrenze. Die ist nunmal irgendwo.

    b) ausführungshorizont. Beim Antrag zur Gerüststellung hatte die zuständige Stelle (VAO, Sondergenehmigung) nicht aufm Schirm, dass da bereits vor Mo-na-ten irgendwo abgenickt wurde, dass der parallele Straßenabschnitt ummarkiert wird.


    Hätte man die Ausführung der Aufleitung besser machen können? ja.

    Hätte man den Radverkehr einfach geradeaus auf die Rechtsabbieger-spur schicken können? Ja, vermutlich.

    :|

  • Inzwischen sind die Pläne für den Doppelknoten Esplanade/Neuer Jungfernstieg/Kennedybrücke/Alsterglacis - abgestimmte Planung - Plan im weiteren Verlauf der Esplanade öffentlich. An der Aufleitung ändert sich leider nichts.


    ABER: für Radler im Verlauf der Veloroute 4 wird der Bereich zwischen Neuer Jungfernstieg und Alsterufer hoffentlich endlich vernünftig befahrbar.


    Zitat

    Zur Förderung des Radverkehrs soll der hoch belastete Doppelknoten Neuer Jungfernstieg mit minimalen Eingriffen im Bestand umgebaut werden. Der Gesamtumbau des Knotens wurde aufgrund anderer benachbarter Maßnahmen vorerst zurückgestellt. Auf der ca. 4.800 qm großen zu überplanenden Fläche soll mit Markierungsarbeiten, Anpassungen an der Signalsteuerung und wenigen baulichen Eingriffen, die Qualität der Radverkehrsverbindung deutlich erhöht werden. Insbesondere auf der Nord-Süd-Achse (Alsterufer – Neuer Jungfernstieg) soll die Maßnahme die bessere Verkehrsabwicklung des Radverkehrs gewährleisten.

  • wow. als das losging mit der Planung, hab ich noch in HH gewohnt :S

    brrrrrr. :|


    Dass die Aufleitung auf den Gehweg so bleibt, halte ich für angreifbar.

    Das geht nicht. Ich könnte wetten, dass die Planung zur Beibehaltung des gesonderten Rechtsabbiegers die Autofreiheit des Jungfernstieges noch nicht berücksichtigt hat. die Fahrbeziehungen des Rechtsabbiegens zum Jungfernstieg machen einzig für Hotelgäste und Lieferverkehr Sinn.


    Aber vermutlich wollte man auf eine geradlinige Radverkehrsführung in Richtung Lombardsbrücke verzichten, weil dann mind. 2 Bäume hätten weichen müssen.


    Die Wegführung Neuer Jungfernstieg -> Alsteruferr finde ich extrem unglücklich gelöst. nicht intuitiv erfassbar. da steht man Radfahrer dann an der roten Ampel (vor dem Finnlandhaus) und glotzt fast frontal in die Scheinwerfer der Autos, die vom alsterglacis zur Lombardbrücke abbiegen wollen.


    Bei der Fahrbeziehung Alsterufer-> Neuer Jungfernstieg hör ich Panikmob schon zetern, dass man da von abbiegenden LKW plattgefahren wird, wenn man es nicht am Stück über den nördlichen Knoten schafft.


    Alles in allem sieht man meiner Meinung nach der Planung an, dass die Radverkehrsverbindungen erst an 2. Stelle der Überlegung standen. sie verlaufen dort, wo noch platz ist und nehmen dadurch lustigerweise an einigen Stellen absurd viel versiegelte Fläche ein.

    Ich finde es schade, dass man sich nicht getraut hat, einige Wegebeziehungen gerade am Alsterufer / Warburgstraße zu streichen.


    je länger ich auf den Plan schaue, desto hakeliger erscheinen mir einige Fahrbeziehungen. :/

    Und ich habe nur eine Vermutung, wie die Ampelphasen laufen...


    Zitat

    Zur Förderung des Radverkehrs soll der hoch belastete Doppelknoten Neuer Jungfernstieg mit minimalen Eingriffen im Bestand umgebaut werden

    Hab den Satz jetzt 5x gelesen. Klingt in meinen Ohren noch immer absurd, dass man mit minimalen Eingriffen den Radverkehr fördert :S

    Aber gut, sitzen Ingenieur*innen und keine Sprachwissenschaftler*innen an so einem EB. :whistling:

  • An der Aufleitung ändert sich leider nichts.

    Das soll wohl nächstes Jahr mit dem Umbau des Neuen Jungfernstiegs geschehen...

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