Die Stadt für Morgen: Die Vision (Umweltbundesamt)

  • Das Umweltbundesamt hat vor einem halben Jahr ein "Visionspapier" zur Zukunft der Stadt veröffentlicht. Ich glaube das war hier noch gar nicht verlinkt worden (zumindest habe ich's nicht gefunden) und ist damals in den Medien nur unter "Umweltbundesamt fordert Tempo 30" abgetan worden. Webseite mit Kurzversion und ausführlichere Broschüre. (Rad-)Verkehr ist eins der Themen.




    Zuerst Vorfahrt für Rad und öffentlichen Verkehr (ÖV) [...] Dann Rückbau der autogerechten Stadt [...]

    Dazu gibt's dann noch Umwelt- und Kostenvorteile ausgewählter innovativer Mobilitäts - und Verkehrskonzepte im städtischen Personenverkehr (Öffentliche Fahrräder und Pedelecs sowie Carsharing)

  • Ich finde ja schon lange, dass man das BMVI (BMW-Mercedes-VW-Industrielobby) zum BMI "entschlanken" sollte und den Verkehr dem Umweltministerium zuordnen sollte.

    Naja.


    Im ersten Schritt werden an allen Haupt-verkehrsstraßen fehlende Radwege ergänzt

    Wenn denen nichts besseres einfällt, als den lieben BMW-, Mercedes- und VW-Fahrern auf den "wichtigen" Straßen den lästigen Radverkehr aus dem Weg wegzubefördern, kann man auch gleich die Zuständigkeiten so lassen.

  • Wenn denen nichts besseres einfällt, als den lieben BMW-, Mercedes- und VW-Fahrern auf den "wichtigen" Straßen den lästigen Radverkehr aus dem Weg wegzubefördern, kann man auch gleich die Zuständigkeiten so lassen.

    Selbst wenn denen wirklich nichts besseres eingefallen wäre (ich lese auch noch was von T30, Verkehrsvermeidung, kreuzungsfreie Radschnellwegen,...): Ich habe mit Radwegen kein Problem. Ohne Benutzungspflicht kann ich mir aussuchen ob ich sie rechts liegen lasse oder sie nutze.
    Außerdem würde meine Frau sonst gar nicht mit dem Rad fahren, wenn sie hier an der Hauptverkehrsstraße auf der Fahrbahn fahren müsste.

  • Es gibt tatsächlich sichere und angenehme Radwege, die "man" dann der Fahrbahn vorzieht. An Hauptverkehrsstraßen gern, wenn vernünftig umgesetzt.


    Edit: Der Vorsicht halber: Ich fahre meist gern auf der Fahrbahn (s. a. meine Signatur ...)

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • ich lese auch noch was von T30, Verkehrsvermeidung, kreuzungsfreie Radschnellwegen,

    Das soll aber alles erst nach dem oben zitierten "ersten Schritt" umgesetzt werden. Also so in etwa: übermorgen fang ich mit dem Entzug an. Ganz bestimmt! Aber heute und morgen geb ich mir nochmal so richtig die Kante.


    Wir alle wissen, dass das mit dem bald beginnenden Entzug das ist, was der Therapeut hören will. Aber nicht das, was der Alkoholiker wirklich meint.