Beiträge von hvhasel

    Ups, diese Verzerrung kannte ich jetzt noch nicht. Ist ja ganz schön peinlich! Der Bezug auf das Gewicht ist natürlich totaler Blödsinn. Erinnert mich irgendwie an eine Traktorfabrik in der DDR. Die hatte als Ziel, insgesamt möglichst viele Tonnen von Traktoren zu produzieren. Die haben dann einfach dicke Stahlplatten verbaut, um das Ziel zu erreichen.
    Viel wichtiger wäre natürlich die Effizient bezogen auf die Nutzlast.
    Und dann wäre eine doppelte Einstufung mal sinnvoll gewesen: Effizienz bei Beförderung von einer Person und Effizienz bei voller Besetzung inklusive normalem Reisegepäck.

    Wen wundert's bei so einem "Verhandlungsgeschick" bei den CO2-Grenzwerten?

    Die Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas" (von der ich irrtümlich gedacht hatte, sie richtet sich gegen unangepasste Geschwindigkeit von KFZ) hatte sich schon vor einiger Zeit mit Militärhelmen und Radfahrern beschäftigt.Jetzt ist das Thema "Hören und sehen" dran. Aktionen gegen Ablenkung im Straßenverkehr sind sicherlich zu begrüßen, und wer Radfahrer mit einbeziehen möchte, findet auch leicht etwas Sinnvolles, aber welche Drogen muss man nehmen, um hören und sehen durcheinander zu bringen? Butangas schnüffeln? Damit wäre wenigstens der Bezug zu "Runter vom Gas" wieder hergestellt..


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    Nachdem ich diese Kampagne gesehen habe, habe ich mir doch glatt eine Bluetooth-Boombox für das Fahrrad gekauft, um an der Ampel nicht mehr nur von KfZ fremdbeschallt zu werden!


    Aber im Ernst: Auf Straßen, auf denen eher weniger Fußgänger/andere Fahrradfahrer gestört werden können, wäre das wirklich eine Alternative. Zumal Kfz allein durch Motorengeräusche schon mehr Lärm machen, als eine noch moderate Lautstärke eines Lautsprechers leisten könnte.

    Die typische Wirkung von linken Radwegen (Zweirichtungsradweg)


    schwer verletzten Radfahrerin in Neubrandenburg

    Aus dem Originaltext: "Am PKW entstand Sachschaden in der Höhe von ca. 50 Euro."


    Was mir dabei auffällt, neben dem fehlenden Hinweis auf das eigentliche Problem:


    1. Woher wissen die das, nicht mal vier Stunden nach dem Unfall?
    2. Was spielt das für eine Rolle bei einer nicht unerheblichen Verletzung der immerhin 70-jährigen Radfahrerin?
    3. Der Schaden beim Fahrrad dürfte wohl höher liegen, wobei die Berechnung des Zeitwerts bei Fahrrädern in der Schadensregulierung schon eine Frechheit an sich ist.


    Wobei "nicht beachten" schon ein Fortschritt gegenüber "übersehen" ist.

    Erstaunlich finde ich die momentane Häufung von Unfällen in Berlin, bei denen man sich nur fragen kann, ob die unfallverursachenden Autofahrer Tomaten auf den Augen hatten?


    Einmal vorgestern Abend:
    Radfahrer schwer verletzt
    Wäre es kein Fahrrad, sondern ein anderes Auto gewesen, hätte es klar "Vorfahrt missachtet" geheißen (zufällig sind bei Streetview LKW und Postfahrrad in gleicher Situation wie anscheinend beim Unfall).


    Dann gestern Nachmittag:
    Radfahrerin schwer verletzt
    Hier genau das gleiche, deutlicher kann man eine nachrangigere Straße gar nicht gestalten.


    Und hier ausnahmsweise ein Motorradfahrer als Opfer einer Situation, wie sie auch Radfahrer zur Genüge kennen, gestern Morgen:
    Auto kollidiert mit Motorrad


    Aber es sind ja immer die Radfahrer (alternativ: Zweiradfahrer) selbst schuld, nicht wahr?

    Ich kann jedem nur diesen Artikel aus der vorletzten Zeit empfehlen, der jetzt online frei zugänglich ist:


    Er hat zwar überhaupt keinen direkten Bezug zum Radverkehr oder zur Radverkehrspolitik, aber ein besser beschriebenes, bedrückendes und einfühlsames Zeugnis über die Absurdität deutscher Verkehrspolitik habe ich selten gelesen. Ich bin dem Autor sehr dankbar, den Finger in die richtige Wunde gelegt zu haben und kann nur hoffen, dass sich auch bei uns endlich was ändert!

    Fände ich sogar sehr gut. Ich glaube, ich habe das hier schon mal geschrieben, aber solche Spuren als separate "normalbreite Fahrbahnspuren" wären eine sinnvolle Alternative. Allerdings würde ich es wegen der Überholbarkeit auf Zweiräder beschränken, meinetwegen auch Motorräder mit <40-45 km/h. Bräuchten sich dann im Berufsverkehr nicht mehr durch die Autokolonnen durchschlängeln und außerhalb ist die eigentliche Fahrbahn eh frei. Aber ohne das Bewusstsein, dass der Langsamste das Tempo vorgibt, wird es natürlich nicht funktionieren und da sind wir Deutschen verdammt schlecht drin, das muss ich zugeben.

    Also laut Kraftfahrtbundesamt entspricht ein S-Pedelec dem Leichtmofa und ich kann dieser Argumentation, wie auch der von DanielDD nur folgen. Rennradfahrer erreichen auch spielend Geschwindigkeiten von 45 km/h und dürfen auf dem Radweg fahren.


    Ich verstehe das Gegenargument mit dem "Fahrbahn von S-Pedelecs freihalten ist kontraproduktiv" ja sehr gut, gerade innerorts. Aber in der Praxis nutzt es doch mehr, die Benutzung Radweg/Fahrbahn fakultativ für alle Fahrräder zu gestalten, als jemanden auf die Fahrbahn zu zwingen. Gerne mit der angeklungenen Geschwindigkeitsbegrenzung. Welches Argument sollte es denn für ein S-Pedelec noch geben, wenn es keinen verkehrsrechtlichen Fahrrad-Bezug mehr gibt? Ein überteuerter Motorroller im Fahrradlook mit der Lizenz, auf der Bundesstraße angepöbelt und genötigt zu werden?

    Hier übrigens der Ausgangsartikel:


    Allerdings frage ich mich ernsthaft, was die Rechtsauffassung eines Staatssekretärs für eine Gültigkeit besitzen soll? Meines Wissens gibt es keine Verordnung, die das besagt. In der StVO ist es bei Mofas ja freigestellt, ob Radwege außerorts genutzt werden oder nicht. Und ob nun S-Pedelecs vergleichbar mit Mofas sind, müsste wohl ein Gericht klären oder eben der Gesetzgeber.


    StVO 2013 §2 Absatz 4
    [stvo]Außerhalb geschlossener Ortschaften darf man mit Mofas Radwege benutzen.[/stvo]

    Klar war das ironisch. Der Link spricht Bände. ;)


    Ich erinnere mich an eine dänische Studie, in der gezeigt wurde, dass Radfahrer dem ursprünglichen Einzelhandel sogar mehr Umsatz bringen als Autofahrer. Sie kaufen viel spontaner, häufiger und sogar auch hochwertiger ein.


    Allerdings, das ist der wahre Teil der Ironie - könnten so manche Discounter auf der grünen Wiese tatsächlich einpacken wenn mehr Menschen Rad fahren.

    Soviel zur Praxis beim Google-Modellversuch:


    12 Unfälle seit 2009, davon einer vom Google Auto ausgehend. Aber nur, weil ein Fahrer das Steuer übernommen hatte. Leider gibt es dort in Nevada aber auch so gut wie keine Radfahrer, um über diese Erfahrungen etwas zu erfahren.


    EDIT
    Sehe gerade in dem verlinkten Dokument, dass die Versuchsphase mittlerweile wohl ausschließlich in Kalifornien stattfindet. Dort ist auch als Beispiel mit zwei Radfahrern im Dunkeln beschrieben, der eine fährt in den Gegenverkehr vor das Google Auto, welches daraufhin anhält und den Radfahrer passieren lässt.

    /EDIT


    Nun denn, "sportliche" Fahrer haben spätestens dann ein Problem, wenn die Versicherungen die Prämien für sie ordentlich erhöhen. Ich sehe die Vorteile ehrlich gesagt eindeutig beim autonomen Fahren.


    Gläserner als mit einem Smartphone kann man kaum werden und hacken kann man die moderneren Oberklassekutschen ja heute schon und bspw. die Bremsen deaktivieren.

    Wo waren die versprochenen Beinaheunfälle? Und wo wird gedonnert? Die beiden hatten doch einen schönen Flow, auf dem Gehweg wurde artig gebremst und mit Abstand um die Fußgänger rumgefahren. Und meine Güte, die hatte doch sogar Helme auf! :thumbup:

    Stimmt, das hätte man dazu schreiben sollen, dass das Video nicht erfüllt, was der Bericht verspricht.

    Wahrscheinlich war er durch den Helm erst als Ziel zu identifizieren! So im Dunkeln von oben...


    Der Berliner Kurier schafft es, die Empörungsberichterstattung noch eine Stufe höher zu schrauben - jetzt sind es also rücksichtslos rasende Rad-Rambos, die als Berlin-Touristen getarnt mit verkehrsuntüchtigen "Speedbikes" durch die Stadt rasen. Ohne Worte:

    So wie der Berliner Senat bei der praktischen Verbesserung der Bedingungen für Fahrradfahrer in Untätigkeit verfallen ist, erstaunt diese gute Übersicht umso mehr. Es geht um - vor allem bauliche - Maßnahmen, die die Sicherheit von Radfahrern gegenüber abbiegenden Fahrzeugen erhöhen können. Umfassender geht es eigentlich kaum, bleibt nur zu hoffen, dass der Schritt von Theorie zur Praxis wenigstens teilweise erfolgt. Wahrscheinlich aber lässt sich Verantwortung so wieder prima mit Verweis auf geduldiges Papier abschieben.


    Hier der direkte Link zum Dokument:

    Die Problematik ist auch in diesem Artikel, untere Hälfte dieser letzten Seite, beschrieben:


    Besonders gut finde ich das Zweite-Reihe-Park-Problem.


    Allerdings denke ich auch, dass gerade in Deutschland die Vorbehalte sehr groß sein werden. Allgemeine Bedenken gegenüber neuen Technologien treffen auf das "Lieblingskind" Auto... So könnte die deutsche Autoindustrie aber auch den Anschluss verlieren. Siehe Bahnindustrie heute, da waren AEG und Siemens auch mal Vorreiter beim autonomen Fahren.