Beiträge von Fahrbahnradler

    Hast du die Nummer da? Ich finde im BKAT gerade nur 141169 und das kosten nur 25 Euro.

    Unabhängig von der Höhe der Strafe: auf dem Gehweg fahren ist verboten. Solche Tipps kann die Polizei sich schenken.

    Nummer für welchen Tatbestand?

    Ich hatte mich vertippt: Abbiegen ohne Blinken mit Unfall kostet 35 Euro (109102), 30 Euro bei bloßer Gefährdung eines nachfolgenden Fahrzeuges (109101)

    Gehweg 55 Euro lese ich aus 102100 (da gilt doch das Fahrrad als Fahrzeug, oder?)

    Fieses Zeug:

    Gehwegradeln wird teuer.

    Das heißt also: dieses beschwichtigende "Ist doch nicht schlimm, wenn ein Auto (halb) auf dem Radweg steht, sie können doch mal kurz einen Schlenker nach rechts machen" seitens der Polizei würde jetzt 55 Euro kosten.

    Zum Vergleich: Abbiegen mit dem Auto ohne Blinken, mit Unfall: 30 Euro.

    Als Nichtberechtigter einen Radweg benutzen: 10 Euro.

    Jungfernstieg: Verkehrsbehörde redet Auto-Ärger schön
    Autofreier Jungfernstieg? Bei regelmäßigen Stichproben sieht die MOPO immer wieder private Pkw über die Prachtstraße sausen, die seit einem Jahr eigentlich nur…
    www.mopo.de
    Zitat

    Grundsätzlich sei die Behörde aber zufrieden mit der Entwicklung am Jungfernstieg. Vor der veränderten Verkehrsführung seien täglich 13.000 Fahrzeuge über die bekannte Straße gefahren. Inzwischen seien es um die 80 Prozent weniger, der private Verkehr habe sich sogar um 90 Prozent reduziert, so der Sprecher.

    Sprich: Jeden Tag mehrere Hundert Verstöße. Aber die Polizei muss ja Aufklebern, die dem Innensenator gelten, hinterherjagen, anstatt Fußgänger und Radfahrer zu schützen.

    Verkehrswende: »Fahrräder brauchen mehr Platz in den Städten«
    Fahrraddemos in 130 Städten und eine Million Unterschriften für mehr Radwege setzen Rathäuser unter Handlungsdruck. Doch die Angst der Politiker vor den…
    www.spiegel.de
    Zitat

    Wer verstehen will, warum der Ausbau des Radverkehrs in deutschen Städten nicht schon längst weiter fortgeschritten ist, sollte sich einmal mit Fahrradaktivisten auf den Marktplatz stellen. Keine zehn Minuten dauert es, bis ein Mann auf die Initiatorinnen und Initiatoren des Radentscheids in Jena zukommt und Dampf ablässt: Er wolle nicht mehr, sondern weniger Radfahrer auf den Straßen.

    »Die halten sich an keine Verkehrsregeln«, schimpft er pauschal. Und zeigt damit auch: Die Widerstände gegen mehr Radverkehr sind groß.

    Oh-oh ...

    Sonst sehe ich das ja nur mit Zeichen 1022-11, aber das hier ist ja Zeichen 1010-63 und laut VzKat kann Zeichen 1010-63 auch Teil eines beschränkenden Zusatzzeichens nach § 41 Absatz 2 StVO sein, womit m.E. die Benutzungspflicht hier auf Mofas erweitert würde, oder? =O

    Aber ich verstehe auch nicht, warum man sich in DE so schwertut, mehrere Symbole in die blauen Kreise zu setzen. Wär doch viel verständlicher :/

    Und wenn ich jetzt sage: "Aha, die Benutzungspflicht ist auf Mofas beschränkt"? :D

    Bei der Mopo hat man offenbar wirklich dazugelernt, was den Sprachgebrauch und die Informationsvergabe betrifft:

    Beim Abbiegen - Auto rammt Radfahrer und verletzt ihn schwer
    Erneut ein lebensgefährliches Abbiegemanöver: In Bramfeld rammte ein unaufmerksamer VW-Fahrer am Mittwochnachmittag beim Linksabbiegen einen Radfahrer und…
    www.mopo.de
    Zitat

    Erneut ein lebensgefährliches Abbiegemanöver: In Bramfeld rammte ein unaufmerksamer VW-Fahrer am Mittwochnachmittag beim Linksabbiegen einen Radfahrer und verletzte ihn schwer....

    Hier wollte der Fahrer eines Volkswagen IQ3 von der Haldesdorfer Straße aus kommend nach links abbiegen, während ein Radfahrer bei grün die Ampel überquerte. Der Fahrradfahrer, der sich an die Verkehrsregeln gehalten hatte, wurde schwer verletzt.

    Ohne den Artikel gelesen zu haben wegen Paywall, aber die Lappalie dürfte doch eher das parken auf dem Radweg sein.

    Der Prozess ist aber nicht wegen des Falschparkens geführt worden, sondern weil die Autofahrerin gewalttätig geworden ist.

    Man kann natürlich - wie offenbar das Abendblatt - das Blockieren eines Radweges als Lappalie einstufen (oder vielleicht den Hinweis der Radfahrerin auf die Blockade?), aber dann sollte man als Qualitätsmedium schreiben, dass die Autofahrerin wegen einer Lappalie ausgerastet ist.

    So entspricht die Konstruktion des Abendblattes dem, was man hier in der Boulevardpresse öfters liest: "Keine Fahrkarte dabei - 6 Monate Knast" oder "12.000 Euro wegen falschem Ticket" ... und wenn man dem Clickbait gefolgt ist, liest man, dass bei der wegen der fehlenden/falschen Fahrkarte fälligen Identitätsfeststellung herauskam, dass die Person polizeilich gesucht wurde, weil noch eine Haftstrafe oder eine Geldstrafe ausstand.

    Das Problem an der Idee dürfte sein, dass Parkplätze in der Regel eine feste Größe haben. Wenn ich mit einem Kleinstwagen in ein Parkhaus fahre, kann ich meinen Parkplatz trotzdem mit niemandem teilen. Da könnte mir der SUV-Fahrer im Gegenteil Platzverschwendung vorwerfen.

    Wenn ich es wage, mit dem Fahrrad einen Autoparkplatz zu benutzen, wird allerdings gleich das Fahrrad geworfen.

    Das geht sogar noch krasser:

    Wenn ich es wage, mit dem Rad zum P+R-Haus zu radeln, wo ich einen Car-Sharing-Wagen besteige, und ich während der Nutzung dieses Car-Sharing-Autos mein Rad auf diesem als "Privatparkplatz Car Sharing" gekennzeichneten Terrain abstelle, kommt ein Mitarbeiter der P+R-Gesellschaft und hängt einen Zettel dran: "Wenn ich das Rad hier nochmal sehe, breche ich das Schloss auf und schmeiße es auf den Müll".

    Meine Beschwerde führte dazu, dass die P+R-Firma mir erklärte, auch auf diesem von Greenwheels gemieteten Parkplatz sei - wie im übrigen Parkhaus - das Abstellen von Rädern verboten. Zur Drohung des Mitarbeiters mit Sachbeschädigung und Diebstahl wollten sie nichts sagen.

    Und in der Lokalzeitung wettert niemand gegen "rechtsfreie Räume"?

    Oder gegen die Belastung des kommunalen Haushalts durch den Verzicht auf Einnahmen? Rechne das doch mal hoch (minus Personalkosten natürlich) und vergleiche das mit dem Etat. Und dann sag: "Was man mit dem Geld alles machen könnte!"

    Und wenn die dann sagen: "Ja, aber so dürfen Sie nicht rechnen, denn die Autofahrer würden sich natürlich dann vorschriftsgemäß verhalten, also würden die Einnahmen nicht so hoch ausfallen" - dann kannst Du sagen: "Ah ja. Dann würden die also die Regeln einhalten. Prima! Aufi geht's Buam, pack ma's!"

    Was würde eigentlich passieren, wenn da jemand auf der Fahrbahn steht (also als Mensch) und sich weigert Platz für Falschfahrer zu machen? Vielleicht will er sein Auto beladen, oder sein Haus fotografieren oder oder oder, und daher ist er nicht bereit, für Ignoranten Platz zu machen ...

    Wer wollte denn das Schild? Die Anwohner?