Beiträge von Fahrbahnradler

    Sonst sehe ich das ja nur mit Zeichen 1022-11, aber das hier ist ja Zeichen 1010-63 und laut VzKat kann Zeichen 1010-63 auch Teil eines beschränkenden Zusatzzeichens nach § 41 Absatz 2 StVO sein, womit m.E. die Benutzungspflicht hier auf Mofas erweitert würde, oder? =O

    Aber ich verstehe auch nicht, warum man sich in DE so schwertut, mehrere Symbole in die blauen Kreise zu setzen. Wär doch viel verständlicher :/

    Und wenn ich jetzt sage: "Aha, die Benutzungspflicht ist auf Mofas beschränkt"? :D

    Bei der Mopo hat man offenbar wirklich dazugelernt, was den Sprachgebrauch und die Informationsvergabe betrifft:

    Beim Abbiegen - Auto rammt Radfahrer und verletzt ihn schwer
    Erneut ein lebensgefährliches Abbiegemanöver: In Bramfeld rammte ein unaufmerksamer VW-Fahrer am Mittwochnachmittag beim Linksabbiegen einen Radfahrer und…
    www.mopo.de
    Zitat

    Erneut ein lebensgefährliches Abbiegemanöver: In Bramfeld rammte ein unaufmerksamer VW-Fahrer am Mittwochnachmittag beim Linksabbiegen einen Radfahrer und verletzte ihn schwer....

    Hier wollte der Fahrer eines Volkswagen IQ3 von der Haldesdorfer Straße aus kommend nach links abbiegen, während ein Radfahrer bei grün die Ampel überquerte. Der Fahrradfahrer, der sich an die Verkehrsregeln gehalten hatte, wurde schwer verletzt.

    Ohne den Artikel gelesen zu haben wegen Paywall, aber die Lappalie dürfte doch eher das parken auf dem Radweg sein.

    Der Prozess ist aber nicht wegen des Falschparkens geführt worden, sondern weil die Autofahrerin gewalttätig geworden ist.

    Man kann natürlich - wie offenbar das Abendblatt - das Blockieren eines Radweges als Lappalie einstufen (oder vielleicht den Hinweis der Radfahrerin auf die Blockade?), aber dann sollte man als Qualitätsmedium schreiben, dass die Autofahrerin wegen einer Lappalie ausgerastet ist.

    So entspricht die Konstruktion des Abendblattes dem, was man hier in der Boulevardpresse öfters liest: "Keine Fahrkarte dabei - 6 Monate Knast" oder "12.000 Euro wegen falschem Ticket" ... und wenn man dem Clickbait gefolgt ist, liest man, dass bei der wegen der fehlenden/falschen Fahrkarte fälligen Identitätsfeststellung herauskam, dass die Person polizeilich gesucht wurde, weil noch eine Haftstrafe oder eine Geldstrafe ausstand.

    Das Problem an der Idee dürfte sein, dass Parkplätze in der Regel eine feste Größe haben. Wenn ich mit einem Kleinstwagen in ein Parkhaus fahre, kann ich meinen Parkplatz trotzdem mit niemandem teilen. Da könnte mir der SUV-Fahrer im Gegenteil Platzverschwendung vorwerfen.

    Wenn ich es wage, mit dem Fahrrad einen Autoparkplatz zu benutzen, wird allerdings gleich das Fahrrad geworfen.

    Das geht sogar noch krasser:

    Wenn ich es wage, mit dem Rad zum P+R-Haus zu radeln, wo ich einen Car-Sharing-Wagen besteige, und ich während der Nutzung dieses Car-Sharing-Autos mein Rad auf diesem als "Privatparkplatz Car Sharing" gekennzeichneten Terrain abstelle, kommt ein Mitarbeiter der P+R-Gesellschaft und hängt einen Zettel dran: "Wenn ich das Rad hier nochmal sehe, breche ich das Schloss auf und schmeiße es auf den Müll".

    Meine Beschwerde führte dazu, dass die P+R-Firma mir erklärte, auch auf diesem von Greenwheels gemieteten Parkplatz sei - wie im übrigen Parkhaus - das Abstellen von Rädern verboten. Zur Drohung des Mitarbeiters mit Sachbeschädigung und Diebstahl wollten sie nichts sagen.

    Und in der Lokalzeitung wettert niemand gegen "rechtsfreie Räume"?

    Oder gegen die Belastung des kommunalen Haushalts durch den Verzicht auf Einnahmen? Rechne das doch mal hoch (minus Personalkosten natürlich) und vergleiche das mit dem Etat. Und dann sag: "Was man mit dem Geld alles machen könnte!"

    Und wenn die dann sagen: "Ja, aber so dürfen Sie nicht rechnen, denn die Autofahrer würden sich natürlich dann vorschriftsgemäß verhalten, also würden die Einnahmen nicht so hoch ausfallen" - dann kannst Du sagen: "Ah ja. Dann würden die also die Regeln einhalten. Prima! Aufi geht's Buam, pack ma's!"

    Was würde eigentlich passieren, wenn da jemand auf der Fahrbahn steht (also als Mensch) und sich weigert Platz für Falschfahrer zu machen? Vielleicht will er sein Auto beladen, oder sein Haus fotografieren oder oder oder, und daher ist er nicht bereit, für Ignoranten Platz zu machen ...

    Wer wollte denn das Schild? Die Anwohner?

    Autojustiz

    Autofahrer gegen Radfahrer: Eskalation auf der Straße
    Der Kampf zwischen Radlern und Autofahrern tobt – und manchmal eskaliert er in Gewalt. Eine Geschichte über den langen Weg zur Gerechtigkeit. Den 4. Juli 2015…
    www.mopo.de

    Die Attacke geschah 2015.

    Zitat

    Beide Parteien erstatten jeweils Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung und geben unterschiedliche Versionen des Tathergangs zu Protokoll. Jörn S. weist die Polizei auf die Überwachungskameras einer benachbarten Firma hin, die das Geschehen aufgezeichnet haben müssen, stößt aber auf Desinteresse. Erst als er sich selbst an das Unternehmen wendet und um Übersendung der Aufnahmen an das zuständige Kommissariat bittet, landen die aussagekräftigen Filme bei der Polizei.

    Doch Jörn S. bekommt die Videos, die seine Schilderung des Tathergangs stützen könnten, nicht zu sehen. Zwar werden die Ermittlungen gegen ihn noch 2015 mangels „hinreichenden Tatverdachts“ eingestellt, den Polizeiakten aber sind die Werksvideos nicht beigefügt. Nachfragen seines Anwalts laufen ins Leere. Jörn S. aber braucht die Videos, um aussichtsreich Schadensersatz und Schmerzensgeld von dem Pärchen einzuklagen. Für die Behandlung seiner Kopfverletzungen muss er knapp 12.000 Euro aus eigener Tasche zahlen. Und noch heute leidet er unter Sehstörungen und Schmerzen in der linken Gesichtshälfte – Folgen der Tritte. ...

    Bereits 2017 wurde das Ermittlungsverfahren gegen das Autofahrer-Pärchen gegen Zahlung eines Geldbetrages eingestellt, ohne dass er davon informiert wurde.

    Bürgermeister während dieser Zeit: Olaf Scholz.

    Innensenator 2015: Michael Neumann, 2016: Andy Grote

    Also drei ausgesprochene Law and Order - Typen.

    Hier sollen die Blechkisten wirklich nicht mehr oben herumfahren:

    Hamburg: Großkontrolle am Jungfernstieg: Autofrei? Nö!
    Vor einem Jahr erklärte Hamburg den Jungfernstieg zur autofreien Zone. Nur Busse und Taxen sind noch erlaubt, ansonsten gilt freie Fahrt für den Fuß- und…
    www.mopo.de

    Nur 20 Euro!!!

    Wie teuer ist derzeit das unerlaubte Befahren eines Gehweges mit dem Fahrrad?

    Oder das Befahren einer Fußgängerzone?

    Hamburg: Pedelec-Fahrer wird von Lkw angefahren
    In Rahlstedt ist es am Montagvormittag zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein 69-Jähriger auf einem dreirädrigen Pedelec wurde von einem Lkw gerammt. Der Mann…
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    Zitat

    Der 69-Jährige war mit seinem E-Dreirad auf der Bargteheider Straße stadteinwärts unterwegs. An der Kreuzung Scharbeutzer Straße kam es aus bislang ungeklärten Gründen zu dem Unglück.

    Der 50-jährige Fahrer des DHL-Trucks wollte aus der Scharbeutzer Straße rechts auf die Bargteheider Straße stadtauswärts abbiegen und fuhr den Pedelec-Fahrer um.

    Hmmm ... sieht aus, als sei der Pedelec-Fahrer auf dem linksseitigen Radweg unterwegs gewesen und als habe der Lkw-Fahrer an der zweiten Furt nicht auf "Falschfahrer" geachtet.

    Google Maps
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