Fürstenfeldbruck ist stolz:
Nicht etwa auf diskriminierungsfreien Radverkehr, sondern: auf "die härteste Bezahlkarte" für Geflüchtete.
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Vier Pilotkommunen in Bayern werden bereits ab dieser Woche erste Karten ausgeben, dies sind Fürstenfeldbruck, Günzburg, Traunstein sowie Straubing.
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Über die technischen Details hinaus ist die Bezahlkarte für das von CSU und Freien Wählern regierte Bayern ein Prestigeprojekt – wollte man doch eine besonders restriktive Regelung vorweisen und sich von anderen Bundesländern abgrenzen. »Unsere Bezahlkarte ist schneller und härter«, so hatte Söder Anfang Februar die bayerische Linie intoniert.
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Thomas Karmasin, der Landrat von Fürstenfeldbruck, wies die Kritik zurück: Er bezahle selbst häufig mit Karte. »Das Argument scheint mir vorgeschoben, weil man Haare in der Suppe finden will. Eine Entwürdigung ist da nicht gegeben.«
Spezialschikane:
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Technisch sei es machbar, den Geltungsbereich regional einzugrenzen, etwa auf bestimmte Postleitzahlbereiche. Gleichzeitig arbeitet Bayern an einer sogenannten »White List« für überregionale Käufe wie Verkehrstickets.
Das erinnert einen doch an die unselige »Residenzpflicht«, bei der Geflüchtete, die irgendwo in der Pampa untergebracht wurden, sich strafbar machten, wenn sie den Bus aus der Kreisstadt zur Baracke nahmen, weil die Haltestelle vor der Baracke an der Landstraße 10 Meter hinter der Kreisgrenze lag
Aber es ist doch sehr christlich und sozial, wenn man an die "Verkehrsbedürfnisse" denkt. Was passiert aber, wenn der Geflüchtete von Fürstenfeldbruck aus mit dem Rad nach München fährt, um Geld zu sparen, ihm dort die Kette reißt und er im Münchner Geschäft nicht zahlen kann, weil die Karte dort nicht freigeschaltet ist?