Mag sein. Auch deshalb hatte ich meinen Beitrag auch mit dem "großstädtisch verzerrten Elfenbeinturm" eingeleitet...
Denn es ist Tatsache, dass in Deutschland nur ein relativ kleiner Teil der Bevölkerung in Großstädten lebt. Dort mögen die verkehrspolitischen Probleme besonders ausgeprägt sein (hohe Bevölkerungsdichten werden von Städtern ja grundsätzlich nie in Frage gestellt). Das heißt aber nicht, dass man die auf dem "Land" (wo die Mehrzahl der Deutschen lebt) ignorieren - und weiter so tun muss, als würden ALLE in Berlin oder Hamburg leben...
Grade das permanente Gejammer in den Großstädten kann ich am Wenigsten nachvollziehen. Da hat man die beste Auswahl, von der man auf dem Land nur träumen kann...
Wie viele Gleise liegen zwischen Saarbrücken und Pirmasens? (-Nord, nach Hbf muss man ja umsteigen) Warum fährt da der letzte Zug um 20:43 in Pirmasens-Nord bzw. um 21:07 in Saarbrücken ab? Warum ist da nicht alles zweigleisig elektrifiziert, während nebenan auf breiten Asphaltpisten gebrettert wird?
Wie sieht es zwischen Würzburg und Erfurt aus? Nach 1990 wurde eine Autobahn gebaut. Die Bahn (da fehlten ein paar Kilometer an der Grenze) ist heute noch eine Bimmelbahn, alle 2 Stunden in 2:20 Stunden. Göttingen-Erfurt - wie Entwicklungsland!
Das was Hermann Knoflacher anspricht, ist doch gerade auch für den ländlichen Raum gedacht.