Beiträge von hugo790

    Ich halte es übrigens für kontraproduktiv im Sinne der Fahrradfahrenden, wenn du ihnen mit markiger Ausdrucksweise, "feuchter Kehricht", unterstellst, sie würden sich zu 99 % für Verkehrsregeln beim Passieren bestimmter Ampeln nicht interessieren.

    Ohne Verstöße gegen die StVO würde der Verkehr in Deutschland komplett zum erliegen kommen. Man muss gegen Verkehrsregeln verstoßen!
    99,9% aller Radfahrer hier am Rheinradweg ignorieren konsequent die alten und neuen 250er Schilder. Ein Rheinradweg-Wegweiser der genau dahin zeigt, macht die laut StVO nicht obsolet. Ein Foto hatte ich davon kürzlich hochgeladen. Es gibt aber Dutzende, von verschiedenen Städten/Behörden. Das hat Methode!

    Mittlerweile wird die groteske Diskriminierung der Unterscheidung durch die Entwicklung auf dem Batterie- und Elektromotor-Sektor auch für jeden Deppen sichtbar, wenn mehrspurige KFZ mit Fahrerkabine, Kastenaufbau und batterieelektrischem Antrieb nur deswegen als "Lastenfahrräder" gelabelt werden, weil sie statt eines Gaspedals/Drehgriffs ein Paar rotierende Pedalkurbeln besitzen.

    Die Tage wurde ich gefragt, wie breit ein Radweg sein muss. Das war genau meine Antwort: So breit, dass man sicher ein Lastenfahrrad überholen kann. Und mit Lastenfahrrad meine ich ein Lieferfahrzeug von DHL, Amazon, Flink etc.

    Zu mir sagte ja der Vorstand vom ADFC Köln, dass man mit mir nichts zu tun haben will. Ich hatte versucht auf die Stadt Druck auszuüben (mit Klagen). Ich war damals dort, weil ich dachte Mitstreiter zu finden.

    Und da wären wir bei der spannenden Frage, warum der ADFC Ängste vor sichereren Führungsformen schürt. Damit hält man doch Leute vom Radfahren ab, wenn man ihnen Angst macht oder vorhandene Ängste verstärkt.

    Meine Vermutung ist, dass die meisten Mitglieder eher "ab und zu"-Radfahrer sind. Die haben diese Ängste, nutzen sie für ihren Lobbyismus und spiegel sie dabei. Einen Artikel mit der Überschrift "Hier gibt es für uns nichts zu tun: Mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn in einer Tempo-30-Zone sicherer als gedacht" wird wohl kaum jemand lesen.

    Die Übertreibung des ADFCs liefert dann die Oberbürgermeisterin in Köln, mit dem Satz:
    "Ich bin mit dem Auto gekommen. Mir ist das Radfahren in Köln zu gefährlich"

    In Hannover geht man dann davon aus, dass eine solche Ampel, nicht für den Fahrradverkehr gilt, wenn keine Haltelinie markiert ist. Es sei, denn die Ampel stünde rechts vom Hochbord-Fahrradweg.

    Ich weiß diese Antwort wird hier wieder einigen Protest hervorrufen. Deshalb schreibe ich gleich dazu, dass ich dazu hier keine eigene Stellungnahme abgebe, sondern vielmehr das wiedergebe, was in Hannover nach meinen Erkundungen bei Verkehrsbehörden und Polizei, soweit ich das bisher in Erfahrung bringen konnte, Konsens ist:

    In Köln ist das hier Konsens:
    - 55 km/h innerorts ist okay
    - in zweiter Reihe halten um jemanden rauszulassen, ist okay
    - bei Gelb Gas geben, ist okay
    - In den Randbezirken halb auf dem Gehweg parken, ist okay

    Daraus, wie etwas gehandhabt wird, kann man nicht schließen, was erlaubt ist. Dazu noch zwei Fragen an dich:
    Wie viele Leute hast du schon ohne Blinker abbiegen oder einen Spurwechsel machen sehen und wie viele Leute kennst du, die deswegen einen Strafzettel bekommen haben?

    Interpretiere da bitte nicht hinein, was ich will! Das ist nur meine Interpretation der Ziele des ADFCs. Um die ging es hier. Wenn du es genauer wissen willst, les bitte dieses Dokument:
    https://www.adfc.de/fileadmin/user_upload/Ueber-den-ADFC/Das_verkehrspolitische_Programm_des_ADFC.pdf

    Wenn ich schreibe, dass der ADFC will, dass die alten, schwachen und ängstlichen mehr Fahrrad fahren sollen, wie kommst du dann darauf, dass ich will, dass sie darauf verzichten?

    Bei alldem ist mir noch immer nicht klar, worin der ADFC den Endsieg sieht. MIV über alles? MIV hinfort?

    Gleichberechtigung. KFZ und Radler gleichberechtigt. Wenn KFZ Radler zu dicht überholen oder gefühlt gefährden -> Radweg. Die objektive Sicherheit ist nicht so wichtig, Hauptsache die Leute fahren mehr Fahrrad. Besonders die Kinder, alten, schwachen und ängstlichen. Die anderen tun es ja bereits, sofern sie wollen.

    Hmmm, wo soll das sein? Weder bei NWZ noch BR bekomme ich mit 2 Browsern ein Video zu sehen.

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    Ich habe mir hier das Thema durchgelesen und sehe erst jetzt im Video:
    Der rote Teppich ist in einer 30er Zone! Dort wo benutzungspflichtige Radwege verboten sind!

    Laut Video will man damit signalisieren, dass man in 30er Zonen auf der Fahrbahn fahren darf!
    Also grundsätzlich nichts gegen die Botschaft. Der Eindruck, der mit der Aktion erweckt wird, ist natürlich äußerst befremdlich.

    Kommt es häufiger vor, dass Fahrradfahrer*innen nicht dem Radweg folgen, sondern rechts der Schienen weiterfahren auf der Straße mit den Parkplätzen? Hast du das selbst schon mal ausprobiert?

    Es kommt häufiger vor, dass Radfahrer dort entlang fahren, aber ich habe bisher nicht beobachtet, ob die dann wie vorgeschrieben rechts abbiegen oder nicht. Ich selbst habe das noch nicht gemacht.

    Grundsätzlich ist der ganze Radweg dort sehr ein Flickwerk, ständig ändert sich irgendwas. Mit dem Rennrad fahre ich meist konsequent auf der Fahrbahn, aber mit dem Tretroller nutze ich ihn.

    Ich fahre dort häufiger und kann bestätigen, dass die Busse quasi keinen Abstand halten: Man ist im Zwischenbereich (nicht beim Bahnübergang selbst) auf dem Hochbord und mit etwas Pech ist der Außenspiegel vom Bus ebenfalls darüber. Zwei Tage vor dem Unfall habe ich deswegen noch mit einem Busfahrer geschimpft.

    Der Bahnübergang ist relativ neu und wirkt auf den Bildern schlimmer als in Wirklichkeit.

    Natürlich wird der neue Radschutzstreifen fleißig und grundlos befahren, obwohl es überhaupt gar keinen Gegenverkehr gibt, dem man ausweichen müsste.

    Sorry, aber sehe ich anders:
    Nur bei Bedarf und nicht dauerhaft im Gegenverkehr zu hängen, ist Bedarf.

    Abgesehen davon, das Bild ist ein Bild des Grauens. Die Autofahrer zur Rechenschaft ziehen ist imho der falsche Weg: Die Anordnung ist Murks³.

    Attacke auf Demo in Lausanne: Er dachte, es seien Klima­aktivisten: BMW-Lenker erklärt sein Verhalten
    Am Samstag fuhr ein 56-jähriger Schweizer in eine Pro-Palästina-Demonstration. Der Fahrer gab an, angesichts der Strassen­blockade «im Affekt» gehandelt zu…
    www.derbund.ch
    Zitat

    Es ist eine Katastrophe. Ich habe nichts von all dem gewollt.
    Ich hatte nichts Böses vor. Ich hatte es eilig und dachte, ich könnte mit dem Auto durch die Menge fahren.
    Ich habe nicht bemerkt, dass es sich um eine Pro-Palästina-Demonstration handelte. Ich habe die Flaggen nicht gesehen.


    Er dachte es wären Klimaaktivisten.

    In der Mitte ist das Video, wie die Demonstranten aufgescheucht werden und vor dem Auto weglaufen. Unten ist seine Verhaftung ist ein Video, wie er aus dem Auto aussteigt und dem Polizisten die Hand schüttelt.

    die Straße muss ja als Kraftfahrstraße gewidmet sein

    Wieso? Als die Maut eingeführt wurde, wurden die Kölner Kraftfahrstraßen explizit von der Mautpflicht ausgenommen, weil sie nicht entsprechend gewidmet waren.



    Inzwischen wurde die Stelle entschärft. Aber von rechts nach links:
    Gehweg, Radweg, Kraftfahrstraße
    Der Radweg wird zu einem Mini-Radweg, damit man auf der Kraftfahrstraße parken kann, um den Blitzer zu warten. Nach dem Blitzer ging der Radweg wieder ein Stück nach links.
    Aktuell steht soweit ich weiß dort nur noch eine Blitzer-Attrappe und der Radweg ist durchgängig.


    Ich bin wegen einer Baustelle einer Umleitung gefolgt. Fester Wegweiser nach links, temporärer nach links. Dort dürfen aber erst nur Anlieger durch und ca. 100m später nur Fahrzeuge der Land- und Wasser-Wirtschaft. Ignoriert man beide Verbotsschilder, kommt man zurück auf den Rheinradweg. Und ich muss sagen, da fahren Abends echt viele Autos (meist Pärchen) zum Rhein. Bis zu der Baustellenumleitung dachte ich, das wäre erlaubt.