Fahr ich nur mal mit dem Rad in die Stadt, zum Supermarkt etc., dann ohne Helm. Fahre ich 100 km mit dem Rennrad, vielleicht noch in einer Gruppe, dann mit Helm.
Ansonsten ist meine Lieblingsstatistik, dass auf jeden getöteten Radfahrer im Straßenverkehr ca. 150 Menschen kommen, die aufgrund von Bewegungsmangel sterben. Nicht Radfahren (bzw. generell keine Bewegung, kein Sport) ist also viel viel gefährlicher. Sogar in meinem fahrradlastigen Bekanntenkreis starben viel mehr "Faule", durch Herzinfarkt, Schlaganfall als Radfahrer im Straßenverkehr.
Wie groß ist eigentlich der Rebound-Effekt? (Mit Helm bin ich sicherer, also fahre ich riskanter.)
Da gibt es hier in Köln die Story von einem Polizisten, mit der er Leute versucht zum Helmtragen zu überreden. Er ist MTB gefahren, eine schwierige Abfahrt, er hat kurz überlegt, ob er sie wirklich fahren soll, ist es und gestürzt. Der Helm hat ihm das Leben gerettet. Beinahe, so die Story, hätte er seinen Helm zuhause gelassen. Leider habe ich ihn nie persönlich getroffen, um die Frage zu stellen, ob er die Abfahrt überhaupt und wenn ja genauso riskant runtergefahren wäre, wenn er wirklich seinen Helm zuhause vergessen hätte.
Rebound-Effekt bei den Autofahrern: Radfahrer mit Helm werden rein statistisch gesehen enger überholt als Radfahrer ohne Helm.