Nachdem die Kapelle aufgespielt hat merken die Leute am Morgen danach, was hier passiert ist:
Für Jena neuer Straßentyp bringt eine dicke Überraschung | Jena | Ostthüringer Zeitung
Nachdem die Kapelle aufgespielt hat merken die Leute am Morgen danach, was hier passiert ist:
Für Jena neuer Straßentyp bringt eine dicke Überraschung | Jena | Ostthüringer Zeitung
Das beste kommt heute zum Schluss:
Die Fahrt nach Schwabhausen. Über die B247.
Ja denkste! T30-Mindestgeschwindigkeit prangt an der Straße,
Das war schon 1993 so. Und ich freute mich, dass dort keine
angebracht wurden und vermutete eine Verbindung vom Radsport zur Verkehrsbehörde. Z.B. war (und ist) in Waltershausen ein sehr aktiver Radsportverein.
Zwei Klassenkameraden, aus Gotha und Georgenthal, sind zwischen diesen Orten mit dem Rad auf der Nebenstrecke über Emleben gefahren, die ist so 0.5 - 1 km länger. Unter diesem Umstand kann man die B 247 schon mal für die Sportler reservieren. ![]()
Aber von Hohenkirchen nach Schwabhausen verdoppelt sich die Strecke, wenn man über Emleben fährt. Und über den Truppenübungsplatz verdreifacht sich die Zeit, wie wir jetzt wissen. ![]()
Die Anordnung von zHg 30, wie im oberen Bild, ist immer ein guter Anlass zum Entbläuen, der manchmal auch genutzt wird:
Hansering: Tempo 30 und keine Radwegebenutzungspflicht mehr – Du bist Halle
Die Förderung des Radverkehrs basiert bisher häufig auf der Prämisse „was denken Planer, was die Radfahrenden brauchen“. Um den Radverkehr fortzuentwickeln erscheint ein Verständnis davon „was Radfahrende wirklich brauchen“ erforderlich.
Fundstelle: Die sensorbasierte Vermessung des Radverkehrs
Diese Tabelle (Messzeitraum 2019 bis 2021) zeigt die von Fahrradfahrer*innen gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten in mehreren deutschen Städten an:
https://cdn.pedelec-elektro-fahrrad.de/wp-content/upl…g_Sreenshot.jpg
In diesem Screenshot fehlt leider die wichtige Information, ob die Gesamtzeit oder die reine Fahrzeit für Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit verwendet wurde. Die Zahlenwerte legen nahe, dass es die Gesamtzeit war. Dazu kommt die Filterfunktion der App, wenn man statt Bikemap Strava-Daten nähme, hätte man deutlich höhere Geschwindigkeiten weil man eine andere Personengruppe hat.
Leider habe ich für Hannover keine vergleichbaren Messdaten an einer bestimmten Stelle gefunden,
Auch bei uns haben sie nicht nur einfach so gemessen. Sondern es ging v.a. um die Frage, ob dort die Breite des Radwegs ausreicht. Zwei Jahre später wurde ein sanierungsbedürftiger Abschnitt desselben auf 4 m verbreitert. Gingen zwar ein paar Bäume dafür drauf, aber das gegenseitige Überholen von Radfahrern geht nun leichter.
Die Stelle, an der in Jena gemessen wurde, ist auf einer Fahrbahn mit Mischverkehr auf der Fahrräder und andere Fahrzeuge eine gemeinsame Fahrbahn benutzen.
Als Ort ist Löbstädter Straße 68 angegeben.
Nein, das ist nur die Adresse vom Kommunalservice, der die Messung vorgenommen hat. Die Messstelle ist etwa hier, auf einer "Hauptschlagader" des Jenaer Radverkehrsnetzes,
.
Als Grenzgeschwindigkeit für die ersten 50 Fahrräder ist 23 km/h angegeben.
.. für die ersten 50 %. In der Tabelle mit den Stundenwerten sieht man, dass V_50 im Berufs- und z.T. Schülerverkehr zwischen 23 und 25 km/h schwankt und dazwischen etwas niedriger ist. Ich würde da jetzt keine 3 km/h abziehen, denn hier geht es nicht um juristisch unanfechtbare Ordnungswidrigkeitsbescheide sondern nur um ein möglichst präzises Erfassen der gefahrenen Geschwindigkeiten. ![]()
Vielleicht sind in Jena mehr sportlichen Menschen mit dem Fahrrad unterwegs als in Hannover?
Gut möglich. Durchaus plausibel, denn hier gibt es auch Anstiege.
Die oben verlinkte Messreihe wurde im November 2017 aufgenommen. Die Verkehrsbehörde war durchaus überrascht von der Anzahl der Ganzjahresradfahrer.
Bleibt noch der Kabelkanal an der Bahnstrecke. Bin da auch schon drauf gefahren. Aber nur ohne Anhänger. ![]()
Nebenan in Apolda. Was mich daran stutzig macht, ist der Satz:
ZitatZum Unfallzeitpunkt trug die 35jährige ordnungsgemäß einen Fahrradhelm.
Aus zwei Gründen.
1. Es wird suggeriert, dass das Radfahren ohne Helm eine Ordnungswidrigkeit darstellt.
2. Woher wollen die Polizisten wissen, dass die Frau den Helm ordnungsgemäß auf hatte. Selbst meine eigene Mutter musste ich vor kurzem eindringlich ermahnen als sie ihren Helm leicht und locker auf dem Hinterkopf platzierte. Kein Einzelfall, tritt bei uns so sicherheitsbewussten Deutschen massenhaft auf.
Aber das geht mir dann doch zu weit...
Das auch: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/126722/5306389
In meiner Stadt. ![]()
Inwiefern drangsaliert jemand, der mit dem Fahrrad 12-14 km/h fährt, andere Fahrradfahrer*innen?
Es sind nicht diejenigen, die langsam und friedfertig Rad fahren, die uns Kummer bereiten, sondern die Behörden, die mit der Absicht (oder dem Vorwand?), die Langsamen zu schützen, die Schnellen ausbremsen. Wenn jemand fast so schnell fahren kann wie ein Moped, ihm aber die (legale) Möglichkeit dazu genommen wird, nur weil er mit Muskelkraft unterwegs ist, ist das bitter.
Überhaupt: Was spricht denn dagegen, mit dem Fahrrad ein Tempo von 12-14 km/h zu fahren? Das ist immer noch etwa doppelt bis dreimal so schnell als zu Fuß zu gehen.
Für die friedliche Koexistenz von Rad- und Fußverkehr ist diese Geschwindigkeit angemessen. Z.B. auf diesem Weg (der vor wenigen Wochen umgebaggert wurde) hat es genau so funktioniert. ![]()
Doch wer die ganzen 10 km zur Arbeit so fährt, bräuchte 45 Minuten. Hier in Jena brauchen die meisten, die regelmäßig solche Strecken fahren, 25-30 Minuten dafür. Genau in dieses Mittelfeld reihen sich diejenigen ein, die mit dem Pedelec fahren.
Es sind zwar nur relativ wenige Fahrradfahrerinnen, die deutlich schneller als mit den üblichen 15 bis 20 km/h unterwegs sind,
Wird in Hannover wirklich so langsam gefahren? In Jena sind 75 % der mdRzA-Fahrer schneller als 20 km/h unterwegs, Männer und Frauen. Ich war dabei. Auch auf dem Heimweg sind es stabile 75 %.
Würden Rad und Überholer dagegen wie auf Schienen geradeausfahren, bräuchte man die riesigen Sicherheitsabstände nicht.
Sehe ich im Prinzip genauso. Ein halber Meter ist da für die Fahrlinienunschärfe des Überholenden eingeplant.
Dennoch hat unsere Verkehrsbehörde schon damit gedroht, statt eines geplanten Radfahrstreifens sämtlichen Radverkehr auf den Gehweg zu verlagern, wo der Abstand zwischen Bordstein und Tramwagen im Feststellungsentwurf 2,05 m beträgt.
Dabei könnten sie noch bis zu 40 cm rausholen, wenn sie in der Fahrbahnmitte statt 3,90 m nur 3,10 m lichte Breite für linksabbiegende Kfz lassen.
Deswegen wechselt man in solchen Situationen rechtzeitig auf die Fahrbahn, bzw. nutzt einfach diese, um auch KFZ-Betreibern die Möglichkeit zu geben Rücksicht zu üben.
In meinem Fall war der direkte Weg durchs Stadtzentrum 400 m kürzer und hatte 6 Ampeln weniger. Die gesamte Strecke hatte den Aufbau: Allegro - Largo - Vivace. Habe dabei den langsamen Satz zum Luftholen genutzt. ![]()
Ich fand schon immer das angepasstes Fahren viel Sinn macht.
Ich auch.
Zu der von Ullie aufgeworfenen Frage, ob die Radfahrgeschwindigkeit in belebten Fußgängerzonen etc. eher vom Leistungsvermögen oder von der Vernunft abhängt, schätze ich: Bei 90% der Radfahrer von der Vernunft. Von mir aus könnten es gern mehr sein.
Einige Jahre führte auch mein Arbeitsweg durch eine Fußgängerzone. Morgens mit 25 km/h, nachmittags mit 10 km/h, ungefähr. Wenn sich Behörden genötigt sehen, dort generell nur 10 km/h zu erlauben, dann ist das für mdRzA schon ein Nachteil.
Jede Form von missionarischem Eifer, man möge mit Fahrrädern doch bitte wie die Mormonen mit Pferdekutschen im Schritttempo rumfahren, ist m.E. schädlich für eine Verkehrswende und treibt mich lediglich dazu, wieder aufs Auto zurückzukehren.
Damals, in der 12. Klasse, waren wir in Erfurts Süden im Internat, und die Schule war im Norden. Meine Klassenkameraden legten 8 km Schulweg mit dem Auto zurück, ich 7 km mit dem Rennrad. Wenn sie aus dem Haus sind, bin ich ins Bad zum Zähneputzen. Weil meine Fahrzeit nahezu unabhängig von der Verkehrsdichte war, etwa 15 Minuten. Ich denke schon, damit nebenbei auch ein bisschen Werbung für das Radfahren gemacht zu haben.
Zehn Jahre später, 2003, kam mir mal eine Broschüre des ADAC in die Hand: "Mit dem Fahrrad unterwegs". Darin wurde u.a. thematisiert, dass der Anteil der Radfahrer, die mit 30 - 40 km/h im Straßenverkehr unterwegs sind, gestiegen ist, was wiederum eine Anpassung der Autofahrer erfordert. - Wow, dachte ich, ohne jemals auf einer Fahrraddemo gewesen zu sein, war ich Teil einer Critical Mass.
Doch heute, scheint mir, wird der schnelle Radverkehr an vielen Stellen mehr behindert als vor 20 Jahren, vor allem dort, wo es damals keine Radwege gab. Dabei entwickelt sich auch bei unmotorisierten Rädern die Technik ständig weiter. Schnellere Reifen (in allen Breiten), bessere Bremsen usw.
Man beachte übrigens die Wortwahl der Polizei:
"als dieser nach seinen Angaben wegen eines Fahrradfahrers am rechten Fahrbahnrand nach links ausscheren musste"
Ja, da habe ich ich sofort gedacht: Hätte er auch nach links ausscheren müssen wenn Gegenverkehr gekommen wäre? ![]()
FDP jetzt auf einmal doch für Tempolimit, geht doch!
Schön wärs. Auch aus Gründen der Verkehrssicherheit kann ich nur den Kopf schütteln, dass man auf zweispurigen Fahrbahnen beliebig schnell fahren darf. Ich vermute mal, dass die Schilderung der LKW-Fahrer hier stimmt:
Und wenn am Tunnel bzw. an der Auffahrt Schöps/Altendorf kein passendes VZ steht:
![]()
Ja, so schlecht sieht es gar nicht aus. Bis auf Weiteres soll dort zHg 60 gelten, u.a. wegen des landwirtschaftlichen Verkehrs, für den noch keine Alternative exisitiert. Nach Süden, also bergab, könnte man sogar mitschwimmen. ![]()
Ob sich der Baubürgermeister hinterher wieder herausredet als wie: "In der Sache gab es an unserer Regelung nichts zu beanstanden, nur formal war das Gericht anderer Ansicht."? Mich hat seine Reaktion auf den gerichtlichen Dämpfer in Jena-Ost letzte Woche irritiert. Die Motivation für die klar zu Lasten der Fußgänger gehende Öffnung der Camsdorfer Str. für den Zweirichtungs-Kfz-Verkehr war ja die angebliche Notwendigkeit des Linksabbiegens von der KarLi, damit die Tram nicht behindert wird. Genau dieses Linksabbiegen scheint nun gar nicht mehr so wichtig zu sein. ![]()
Am Northeimer Bahnhof hat man ohne Vorwarnung Fahrräder entsorgt und verschrotten lassen.
Krass. Man stellt am Morgen sein Rad am Bahnhof ab und abends ist es weg. Nicht weil es zu wertvoll, sondern weil es zu wertlos aussah. ![]()
Die beiden Damenräder sowie die Fahrer sehen jetzt nicht gerade furchteinflößend aus. Ein Kennzeichen kann ich an den Rädern auch nicht erkennen. Scheinen also nicht die schnellsten zu sein. ![]()
Ach ja, in Erfurt hat man da andere Möglichkeiten. Dort sind etliche ehemalige und aktive Bahnradsportler in der Fahrradstaffel der Polizei. Mussten auch einen Eignungstest bestehen. BallerBarth hat ihn bestanden. ![]()