Beiträge von CKO

    auch Leipzig hat Probleme mit Bevorzugung und Flüssigkeit des Verkehrs.
    MDR Radverkehr in Leipzig

    Ob der MDR auch Radverkehrsfördermittel erhält? Denn sie scheinen im Wochentakt aus Leipzig zu berichten:

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    Beachtliche 130 €/lfm werden für die grünen RFS ausgegeben (1:55). Wer weiß, wer sich wieviel davon einsackt?

    Mir würden als Radfahrer auch die "Schutzstreifen" für 23 €/lfm reichen. Die zusätzlichen 107 €/lfm scheinen in erster Linie dazu zu dienen, dem Abstellen von Autos auf diesen Flächen entgegenzuwirken, deshalb sind sie m.E. anteilig den Ausgaben für KfZ-Verkehr anzurechnen.

    Günstig waren hingegen die Fahrradbügel mit 143 €/Stk.

    Ein sehr plausibles Argument für breite RFS in Großstädten findet sich dort in den Kommentaren:

    Zitat

    Ein Vorteil wurde gar nicht erwähnt, wenn man einen ganzen Fahrstreifen Radweg macht, können drauf Einsatzkräfte viel schneller von A nach B kommen. Weil ja in letzter Zeit sich so viele Menschen darüber aufregen, dass Einsatzkräfte im Stau stehen und deshalb Menschen sterben könnten. Eine Radfahrer-Rettungsgasse ist viel einfacher als eine Auto-Rettungsgasse.

    Ist der Ansatz zulässig?

    Also [Zeichen 239] [Zusatzzeichen 1022-10] ist dort angemessen, aber [Zeichen 254] ist fehl am Platz. Eine unangemessene Ausgrenzung von der fahrenden Teilnahme am Straßenverkehr.

    Vor 20 Jahren war dort durchgängig Tempo 40 angeordnet, das fand ich ganz ok. Jetzt ist es ein ständiger Wechsel aus 30 und 50 und "nach Belieben" wurde für kürzere Abschnitte zwischendurch [Zeichen 254] aufgestellt. Kein Wunder, dass es dort häufig Stress gibt. Wozu sicher auch die mediale Präsenz der radikaleren Leute (beider Seiten) beiträgt.

    Nun haben sie die Fahrspur, auf der ich seit 20 Jahren fahre, mit einem grünen Streifen versehen, auf dem ich am 1. Mai erstmals gefahren bin:

    Radverkehr: Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer auf Leipzigs Straßen | MDR.DE
    Die Stadt Leipzig hat sich viel vorgenommen zur Verbesserung der Radinfrastruktur. Wir haben nachgefragt, wie die Ideen aus der Bürgerbeteiligung umgesetzt…
    www.mdr.de

    Weiter unten im Videolink sieht man, dass der 250 m lange Abschnitt bis vor kurzem mit [Zeichen 254] [Zeichen 239] [Zusatzzeichen 1022-10] beschildert war.

    Danach folgen für 200 m  [Zeichen 241-30] und dann wieder für 350 m  [Zeichen 254] [Zeichen 239] [Zusatzzeichen 1022-10] bevor es mit [Zeichen 241-30] weiter geht. Die Mapillaryfahrt im [Zeichen 239] [Zusatzzeichen 1022-10] spricht Bände und bestärkt mich darin, dort auch weiterhin mit Richtgeschwindigkeit 40 km/h auf der Fahrbahn zu fahren. Das funktioniert noch hinreichend gut, und in wenigen Jahren wird dort wahrscheinlich auch ein grüner Streifen prangen.

    Über meine Erlebnisse vor und hinter dem Abschnitt berichte ich hier.

    Und ich erlaube mir die Frage: warum nur für den Radverkehr?

    Die Antwort auf diese Frage ist immerhin eine der besseren auf dieser Plattform.

    Da fahren gefühlte 70% der Radfahrer vor der Einmündung einfach auf den Gehweg hoch, dann rechts an der roten Ampel vorbei und dahinter wieder auf die Fahrbahn.

    Mir scheint, der eigentliche Grund für die Grünpfeile ist, das Ausweichen auf den Gehweg überflüssig zu machen.

    In der Friedrich-Engels-Str. habe ich vorgestern einen weiteren Rad-Grünpfeil entdeckt, der wahrscheinlich dem gleichen Zweck dient. Immerhin befinden sich rechts ein Gymnasium und ein Institutsgebäude, zu welchem ich vor 15 Jahren selbst gelegentlich dort abgebogen bin.

    An der zweiten Kreuzung biegt kaum ein Radfahrer rechts ab, weil das eine nicht sehr relevante Fahrbeziehung ist,

    Das stimmt, aber fürs Foto ist die Stelle so schön:

    die beiden Herren sind mächtig stolz

    Hier im Großformat. :S

    Omnibus? Eher eine Fahrbahn für VIP- und Polizeibusse (wg. Fußball). Es kam auch schon vor, dass wegen eines Risikospiels das über diesen Weg zugängliche Freibad geschlossen wurde, bei bestem Sommerwetter.

    Wenn aber kein Fußballspiel im Stadion ansteht, dann ist dort der Radverkehr zahlenmäßig am stärksten vertreten. Nord-Süd-Hauptachse, parallel zur 4-streifigen Stadtrodaer Straße (mit VZ. 254). Dazu gibt es aber auch etliche Fußgänger, auch wegen der umliegenden Sportanlagen. Und nicht zuletzt SUVs, mit denen Kinder zum Fußball gebracht werden.

    Danke für die Infos.

    Zur Thematik "Goldbergrampe bis An der Riese" hatte ich am 23. März eine hübsche Mail an Z+T+J (die Dame zuerst) geschrieben, ich scheue mich noch, sie hier in den öffentlichen Thread zu kopieren. Darin enthalten:

    • die Forderung, VZ. 254 (mindestens) hinter den Abzweig in die Lobedaer Str. zu versetzen.
    • der Wunsch, hier einen für den Radverkehr nutzbaren Übergang zu schaffen.

    Ich weiß, man kann noch mehr fordern, aber als ich 1994 nach Jena kam, stand VZ. 254 auch genau hinter dem Abzweig in die Lobedaer Straße. 1995 ist übrigens mal ein Rentner im Trabi ausgeflippt, als ich mit dem Rennrad die Goldbergrampe normal und legal auf der Fahrbahn mit 50 km/h mit den Autos runter bin. Damals war die Fahrbahn dort noch komplett zweistreifig, er hat also überholt, ist vor mir rein, hat gebremst, dann bin ich links raus und vorbei. Aber er kam nicht wieder raus, da auf der linken Spur (inzwischen Stadtrodaer Str.) weitere Kfz von hinten kamen. Ein paar Positionen vor ihm habe ich mich wieder rechts eingefunden und weiter über die Lobedaer Straße. Ansonsten hatte ich keinen Stress, wenn ich dort angemessen schnell gefahren bin. Ich war allerdings auch nur gelegentlich dort unterwegs.

    Die Polizeimeldung ist mal wieder "typisch deutsch". Das Unfallopfer wird als aktiv handelnd beschrieben, offensichtlich ist sie dort zum falschen Zeitpunkt auf der Hauptstraße geradeaus gefahren.

    Dagegen beginnt der Zeitungsartikel (Stand 09.04.2023, 19:25 Uhr) überraschend deutlich:

    Zitat

    Ein Autofahrer hat bei einem Verkehrsunfall in Felsberg eine 40-jährige Fahrradfahrerin schwer verletzt.

    Unfall mit Lastenfahrrad:

    Aus der Meldung werde ich nicht schlau:

    Zitat

    Dabei befuhr der 41-jährige Radfahrer den Radweg der Brüsseler Straße in Richtung Wendehammer am Autobahntunnel und entschließt sich dann, nach rechts in das Gewerbegebiet einzufahren. Dabei kommt es zur Kollision mit dem in gleiche Richtung fahrenden PKW.

    Beim Rechtsabbiegen mit einem Rechtsabbieger kollidiert? Wie wäre es wohl ausgegangen, wenn der Radfahrer geradeaus weiter gefahren wäre?

    Oder ist er gar auf der linken Seite gefahren (Gehweg)? Auch das hält Polizisten nicht davon ab, "Radweg" o.ä. zu schreiben.

    Verkehr: Kampagne macht auf Gefahren mit Lastenrädern aufmerksam | ZEIT ONLINE

    Zitat

    «Dadurch ragt der Korb oft schon in eine Kreuzung rein, bevor der Fahrer die Verkehrslage komplett überblicken kann», sagt Ludger Bolke von der Dekra. Die Folge sind im schlimmsten Fall Unfälle wie der im Crashtest.

    Na prima, dann sollten wir schnellstmöglich von allen KfZ die Motorhauben entfernen. Zur Vermeidung solcher Unfälle. :(

    Und das in einem Ton, wo dann einfach des Nachfragens müde war und mild lächelnd "ja, danke" raus bin.

    Ja, das kann vorkommen. Es gibt Licht und Schatten in unserer Stadt. Und es gibt einen Händler, der beides geradezu harmonisch vereint. ;)

    Wenn man aus religiösen Gründen nichts von ABUS kaufen möchte,

    Das kann durchaus dazu beitragen, dass sie sich als Märtyrer fühlen. Genaues weiß ich natürlich nicht, habe aber den Artikel mit Interesse gelesen. Er ist nicht schlecht geschrieben, verschweigt auch die positiven Seiten nicht:

    Zitat

    Gerät ein Abus-Mitarbeiter in finanzielle Schwierigkeiten, hilft das Unternehmen, bestätigen Kenner der Firma. Abus kümmert sich. Alles im Sinne der christlichen Lehre, die das Unternehmen prägt. Es scheint eine Kultur der Nächstenliebe bewahrt zu haben, das hört man im Ort immer wieder. Auf Job-Bewertungsportalen loben Mitarbeiter Abus überschwänglich, ..

    Aber die Sache mit dem Erbverzichtsvertrag irritiert auch mich. Dass man einen Verzicht von anderen niemals einfordern kann, sondern zunächst selbst bereit sein muss, in gleicher Weise zu verzichten, und auch dann den anderen nur bitten und in seiner Entscheidung freilassen kann, ist für mich selbstverständlich.

    Andererseits geben sich die Bremickers offensichtlich Mühe, das irgendwie zu kompensieren. Hilfsbereitschaft hat ja auch einen hohen Stellenwert bei denen. Deswegen vielleicht auch der durchaus beachtliche Schlusssatz der sich übergangen fühlenden Tochter:

    Zitat

    „Notfalls gehe ich vor Gericht.“ Für ihr Verständnis von Gerechtigkeit riskiert Andrea Bremicker noch einmal das große Zerwürfnis mit dem Unternehmen. Und auch mit ihrer Familie. Nein, nein, sagt sie, sie glaube an die Versöhnung.

    Aber wenn Deine Frau kein Abus-Schloss haben möchte, kannst Du ihr natürlich keinen Vorwurf machen. Es sei denn, Du glaubst ganz fest an die Versöhnung. ;)

    hab ich auf die RWBP in dem gesamten Abschnitt dankend verzichtet.

    Der gleiche Gedanke kam auch mir beim Anblick der Streetview-Aufnahme.

    Schon allein sicherheitshalber ist der Verzicht nötig.

    Eigentlich warte ich schon seit Jahrzehnten auf eine StVO-Novelle, in der eine Mindestgeschwindigkeit zur generellen Befreiung von der RWBP eingeführt wird. Rein erfahrungsgetrieben bin ich ab ca. 40 km/h mit Gott und mir im reinen, wenn ich auf die RWBP dankend verzichte.

    In Thüringen fühlt man sich als Radfahrer mal wieder ausgegrenzt. Sogar die Bischöfe spielen dabei mit:

    Bischöfe empfehlen Autofasten | MDR.DE
    Nach dem Fasching ist Fastenzeit. Wollen sie vielleicht mal auf das Auto verzichten? In Erfurt haben die Bischöfe beider großen Glaubensrichtungen gemeinsam…
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    Auf der untersten Ebene, in der ich zu Hause bin, ist es zum Glück anders. Seit Jahrzehnten. Dort wird tatsächlich jeder einzelne gesehen und wertgeschätzt. :)

    Im OTZ-Artikel ist die Rede von einem "neuen Radweg, der vom Spittelplatz aus in der Nähe der Saalbahnhof-Gleise bis zur Aral-Tankstelle führt."

    Was soll das bedeuten? Im Radverkehrskonzept führt der vorgeschlagene Radweg (VZ 240?) an der Aral-Tankstelle vorbei fast bis Automobile Blase. Das nördliche Teilstück ist zur Zeit Trampelpfad und enthält einige bei Kindern sehr beliebte "Rampen".

    Bis fast zur Aral-Tankstelle kann man bereits jetzt auf dem Spitzweidenweg fahren. Dass wäre also fast nichts, da noch 10 m weiter zu bauen. :rolleyes: