Beiträge von Silence

    S-Pedelec und das E-Bike dagegen sind schlussendlich kontraproduktiv für das Ziel Verkehrswende. Bei beiden ist die Unterstützung der Muskelkraft keine Unterstützung mehr, sondern es dominiert die Motorkraft. Und je stärker die Motorkraft dominiert, desto schneller landet man dann wieder beim Auto, von dem wir doch eigentlich weg wollen.

    Ich weiß nicht. Ich sehe diese Fahrzeuggattung durchaus als Alternative zum Pendeln für längere Strecken, wo der ÖPNV es nicht bringt, die ich Kfz und Verbrenner-Krafträdern vorziehen würde.

    Und dass der Weg vom Fahrrad über's E-Bike zum Auto führt, kann ich eher weniger beobachten. Viel öfter sehe ich Leute, die als Alternative zum Solo-Autofahren auf E-Motor-unterstützte Zweiräder umsteigen.

    Fahrradverkehr findet ohnehin bei einem niedrigeren Tempo statt: "Das Gehen erhält oberste Priorität, das Rad mit seinen 12 bis 13 km/h Reisegeschwindigkeit steht an zweiter Stelle. Für höhere Geschwindigkeiten gibt es den öffentlichen Verkehr. "

    Das geht ziemlich an meiner Lebensrealität vorbei.

    Ich bin beruflich den ganzen Tag innerstädtisch unterwegs.

    Mit reiner Muskelkraft bin ich mit dem Fahrrad deutlich schneller unterwegs als 12 bis 13 km/h.

    Bei Strecken jenseits 1 km hat das Gehen bei mir auch keine Priorität mehr. Nicht nur wegen des Zeitgewinns, sondern auch wegen der körperlichen Folgen. Ich war jetzt 3 Tage in einer anderen Stadt unterwegs ohne Fahrrad. Jeden Tag 15 bis 20 km in Sicherheitsschuhen. Das möchte ich meinen Füßen auf Dauer nicht zumuten.

    Auf Kurzstrecken bin ich zu Fuß fast immer schneller als der ÖPNV. Auf Mittelstrecken mit dem Fahrrad auch.

    Das liegt natürlich vor allem daran, dass sich die Haltestellen selten an Start und Ziel befinden und dann noch Wartezeiten dazukommen.

    Ich sehe jetzt keinen großen Gewinn darin, Pedelecs um 5 km/h zu reduzieren. Warum auf freier Strecke nicht 25 km/h fahren? Bei beengtem Verkehrsraum greift da dieselbe Eigenverantwortung wie beim unmotorisierten Radfahrer, der mitunter schneller unterwegs ist, auch.

    Das hatte ich der Redaktion auch mal geschrieben.

    Ich wurde diese Woche Zeuge eines glimpflichen Alleinunfalls eines E-Rollerfahrers auf einem meiner "Lieblings"radwegstücke.

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    Hier gibt es links vom Radweg parallele Parkstände mit null Sicherheitsraum zwischen Kfz und Radweg und rechts zum Gehweg einen halbhohen Bordstein. Bei spärlicher Gesamtbreite. Ich warte nur auf den Tag, wo sich da mal eine Beifahrertür öffnet.

    Außerdem alle zig Meter rechteckige Schachtdeckel, deren Längskanten mich selbst auf dem Rennrad schon ein paar Mal gefährlich ins Schlingern gebracht haben.

    Der junge Mann traf in spitzem Winkel den Bordstein rechts vom Radweg und konnte den unvermittelten Schlag nicht ausgleichen. War zum Glück gerade eher langsam unterwegs.

    Wo ich den Fahrschulbus da gerade sehe. Gestern morgen auf dem Weg zur Arbeit fuhr einer vor mir und ordnete sich zum Rechtsabbiegen hier

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    auf dem Radfahrstreifen ein.

    Da habe ich mich gefragt, ob der Fahrlehrer geschlafen hat oder ob er dem Fahrschüler einen "Trick" gezeigt hat, wie man Konflikte beim Rechtsabbiegen mit Radfahren vermeidet...