Beiträge von DMHH

    Ich frage mich trotzdem, ob das einem Staatsanwalt (der bei tödlichen Unfällen immer eingeschaltet ist) mal auffällt, dass jemand im Straßenverkehr in einer Situation tödlich verunglückt ist, die es in der Form gar nicht geben dürfte, weil in der Verwaltungsvorschrift steht, dass das grundsätzlich nicht angeordnet werden soll, weil es mit besonderen Gefahren verbunden ist. Warum muss in solchen Fällen die zuständige Verkehrsbehörde nicht ganz ausführlich ihre Ermessensentscheidung darlegen, warum sie die besonders gefährliche Anordnung dennoch für das zwingend erforderliche, geeignete und angemessene Mittel gehalten hat, um dem ersten Satz der VwV-StVO folgend der Verkehrssicherheit oberste Priorität einzuräumen?

    Warum hat ein tödlicher Unfall für die Verkehrsbehörde, die sich einen Dreck um die Vorschriften schert, keine Konsequenzen? Das sollte wirklich mal geklärt werden.

    hm. Ja, den Ansatz kann ich nachvollziehen. Aber ich bin mir nicht sicher, was die Konsequenz sein sollte, wenn(!) es eine Ermessensausübung gab. Wenn also in der Akte zur VAO eine ganze Seite Abwägung verschiedener Führungsformen zu finden ist. Ergebnis der Abwägung war: RWBP in beide Richtungen ist sicherer als Führung auf Fahrbahn, weil nur ganz wenige Einmündungen, die mit wenig Verkehr, Vorfahrt achten steht dran, Furtmarkierung in rot...

    Und was ist, wenn dann ein Unfall passiert? Ist die Abwägung falsch oder fehlerhaft, weil in 5 Jahren 2 Unfälle mit Radbeteiligung auftauchten? :/

    Oder ist sie richtig, weil damit 3 Unfälle auf der Fahrbahn / bei Fahrbahnnutzung "verhindert" wurden?

    Was wäre denn die Konsequenz aus "mangelhafter Ermessensausübung" für die Kommune? Und was die Folgen für die Zukunft für die StVBn? :/

    Nur ums einzuordnen: ich bin nicht gegen eine Amtshaftung bei fehlerhaften VAOs - aber gerade der Grenzbereich ist wie so oft doch gerade das schwer zu fassende, kaum in eine feste Entscheidungsmatrix zu pressende. Dafür sollten die MA der StVBn aber auch entsprechend ausgebildet und tarifrechtlich eingruppiert sein... :/

    nicht lustig, aber ... ein bisschen Treppenwitz

    Autofahrer kollidiert in Jena mit Radfahrer – Polizei ermittelt nach Unfall
    E-Bike am Bahnhof Göschwitz gestohlen. Rauch kommt aus einem Briefkasten. Das meldet die Polizei am Donnerstag.
    www.otz.de
    Zitat

    Zu einem Verkehrsunfall kam es am Mittwochmorgen gegen 06.50 Uhr auf der Straße Am Steinach Am Steinbach (Korrektur) in Fahrtrichtung Wiesenstraße. Ein 64-jähriger Fahrer eines Mercedes übersah nach ersten Erkenntnissen der Polizei einen 30-jährigen Radfahrer, der die Fahrbahn kreuzte, und kollidierte mit ihm. Der Radfahrer stürzte und verletzte sich am rechten Arm. Die genauen Umstände des Unfallhergangs sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Hinweis der Polizei: In der dunklen Jahreszeit ist besondere Vorsicht geboten. Auch mit eingeschaltetem Licht können Fahrradfahrer leicht übersehen werden.

    Das ist diese Stelle: StreetView

    genau, Stop mit Zusatzzeichen "Radfahrer queren"

    Auch interessant: die Wiesenstraße verfügt nicht mehr über Radwege. Die einzige Nebenfläche ist seit Mai 2025 in beiden Richtungen ein Gehweg mit Radverkehr frei. Ich vermute fast, dass der Radfahrer nicht mit Schrittgeschwindigkeit fuhr. :evil::evil::evil:

    grundsätzlich nicht - hier schon. weil:

    a) zHg70 ist wichtig

    b) ohne BPflicht wird der richtige Verkehr gestört

    c) auch ohne BPflicht radeln 99,9% auf den Abschnitten dann auf dem Radweg. :rolleyes:

    T50, Regeln durchsetzen auf allen Seiten. Wäre ja ein Anf... oh, aufwändig und "zwingen-uns-auf-die-Autostraße!!!!"-Shitstorm incoming. schon gut

    Tagesspiegel:

    Tödliche Verkehrsunfälle in Berlin: Diese beiden Crashs wären vermeidbar gewesen
    Im Berliner Südosten starben kürzlich zwei Menschen im Straßenverkehr. Die Unfälle zeigen exemplarisch, was bei der Verkehrssicherheit schiefläuft.
    www.tagesspiegel.de

    https://archive.ph/r6IaQ

    Zitat

    In beiden Fällen krachte es an Einmündungen, an denen Nebenstraßen auf Hauptachsen mit Landstraßencharakter treffen. Beide Unfälle wären durch andere Beschilderung wohl weniger schwer verlaufen oder gar nicht passiert.

    :rolleyes:

    Zitat

    Die Autofahrerin rammte den alten Mann, als sie beim Einbiegen zunächst den gemeinsamen Geh- und Radweg für beide Richtungen querte. Der Weg ist beschildert, muss also benutzt werden. Der 86-Jährige fuhr vorschriftsgemäß auf der linken Straßenseite, kam also von rechts für die Autofahrerin, die ihm die Vorfahrt nahm.

    klarer Fall von "mehr Schilder!!!!"

    und was passiert, wenn man nach dem Unfall ganz schnell "mehr Schilder" anbringt? Richtig. Auf die StVO, Anlage 2 zu Vorschriftzeichen, RdNr 2.1 wird wieder geschissen... äh.. ich meine natürlich anders interpretiert.

    Zitat

    Ge- oder Verbot
    Ist das Zusatzzeichen zusammen mit dem Zeichen 205 angeordnet, bedeutet es:
    Wer ein Fahrzeug führt, muss Vorfahrt gewähren und dabei auf Radverkehr und Elektrokleinstfahrzeuge im Sinne der eKFV von links und rechts achten.
    Erläuterung
    Das Zusatzzeichen steht über dem Zeichen 205.

    an der Unfallstelle hängt das ZZ jetzt unterhalb des 205. Aber bestimmt nur vorübergehend, bis ein neuer VZ-Träger gesetzt wurde, der länger ist und das Anbringen darüber erlaubt. :whistling:

    aber weiter geht's:

    Zitat

    Abgesehen davon wäre ein Stoppschild die deutlich sicherere Alternative zum „Vorfahrt beachten“, weil es allzu flottes Abbiegen verbieten würde.

    ja klar, und das [Zeichen 205] verbietet was genau? :rolleyes:


    Zitat

    Direkt an der Einmündung fordert ein 70er-Schild stadteinwärts regelrecht zum nochmaligen Gasgeben auf, obwohl nur 150 Meter entfernt Tempo 50 beginnt.

    nein, mit dem Verkehrszeichen wird eine bestehende Regelung (zHg70) wiederholt und gilt nun auch für die Verkehrsteilnehmer, die von der Seitenstraße eingebogen sind... Aber gut, Betroffenheitsartikel. Was willste erwarten.


    Aber was genau ist jetzt die Quintessenz des Artikels? :/

    vielleicht: "Polizei schafft es nicht, Unfallhäufungsstellen zu entschärfen". :/

    und weil "die Verbände" die Unterlagen lesen können, müssen die auch gar nicht vor Ort sein :D

    deine Erfahrungen zeigen ja, wie sinnfrei so ein Bürgertermin ist. Was richtig ist:

    Öffentlichkeitsbeteiligung im Vorfeld, wo einfach das Procedere der Planung vorgestellt wird (Abwägung).

    Beteiligungsmöglichkeit: online oder per Papier

    und dann Abwägungstabelle, in der dann jede Einwendung geprüft wurde und nachvollziehbar "wird umgesetzt" / "wird nicht umgesetzt, weil ..."

    Denke auf der Markobersdorfer in Schongau will nur eine sehr geringe Anzahl an Radfahrern die Fahrbahn nutzen.

    RWBP ja/nein richtet sich ja nicht danach, wie viele Radfahrer lieber auf der Fahrbahn radeln würden. Wenns danach ginge, hätten wir keine Gehwege mehr, sondern nur noch Radwege.

    Ich täte mich schwer damit, hier linksseitig bergab fahren zu wollen... :|

    Aber gut, jetzt dann erstmal ohne [Zeichen 205]


    aber eine Furtmarkierung spring jetzt nicht bei heraus, oder? :evil:

    ich hab kein Herz (mehr) für die Fahrer. Ja, das sind meist echt die sprichwörtlichen "armen Schweine", die für wenig Kohle im Akkord arbeiten müssen.

    Aber so lange Amazon&Co keine Probleme bekommen - sei wegen gesetzlicher Durchgriffe, sei es wegen "finden-keine-Fahrer-mehr" - wird sich nichts ändern.

    Auch mit Lieferparkplätzen wird 30m weiter vorn lieber auf dem Gehweg gehalten. geht schneller. Zeit ist Geld, Lieferdruck...

    In der Zeit ein Interview mit Andreas Knie

    Emotionen im Straßenverkehr : "Sie hören es am Gehupe. Eigentlich müsste es viel öfter scheppern"
    Warum bloß werden im Straßenverkehr alle so schnell aggressiv? Der Soziologe Andreas Knie hat eine Erklärung. Und er glaubt: Die Autogesellschaft zerfällt…
    www.zeit.de

    https://archive.ph/h3P9k

    :)

    Zitat

    Bus und Bahnen auf dem Land sind deutlich weniger als 20 Prozent ausgelastet – das ist kein funktionierendes Modell mehr für die Zukunft.

    das sehe ich auch so.

    Aber der Teil mit den Dienstwagen bei den Führungskräften der DB? Krass! 200 von 7000 nehmen die BC100, der Rest lieber Dienstwagen. 8|

    noch aus dieser KW:

    Zitat

    Der Nutzer gibt seine juristische Frage in die App ein, die App durchsucht alle Normen, nennt die Fundstelle, beantwortet die Frage und liefert zudem weiterführende Hinweise auf Fachbeiträge.

    Zitat

    [...] liefert aber auch keine Inhalte aus Literatur und Rechtsprechung, keine Verwaltungsvorschriften – und natürlich keine Rechtsberatung im Einzelfall.

    kann aber noch kommen :D

    Wo steht das?
    www.wostehtdas.de
    Zitat von Mobilogisch 4/25 - Seite 6

    Tempolimit auf Radwegen im Fahrradland

    Um die Zahl von Fahrradunfällen zu verringern, will die niederländische Regierung den Kommunen ab nächstem Jahr erlauben, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Radwegen zu testen. Der Vorschlag ist Teil einer mehrjährigen Strategie zur Fahrradsicherheit, die der Infrastrukturminister dem Parlament vorgelegt hat. Die Tempolimits sollen nur für E-Bikes gelten. Außerdem sollen die Kommunen testen können, ob die Sicherheit steigt, wenn E-Lastenräder vom Radweg auf die Fahrbahn verlagert werden.

    :rolleyes:

    warum eigentlich nur E-Lastenräder? ach, bin schon ruhig. :|

    ist aber auch wieder mal reichlich bemüht, wenn bei einem eindeutig verhüllten VZ davon gefastelt wird, dass man das immer Verkehrszeichen immer noch erkennen könne... :rolleyes:

    und klar, auf der Fahrbahn isses total gefährlich. Musste ja kommen. Autobahnzubringer!!! mit Kindern!!!!

    in einer funktionierenden Welt: Radwegeschilder ab, "Gehweg" dran. Wer kleine Kinder hat, darf da dennoch herumfahren. alles andere nutzt die Fahrbahn und wird auch dort nicht überfahren. aber hey... :rolleyes:

    ... aber wenn es nicht passt, dann schon. Was auch nachvollziehbar ist.

    Flixtrain: ist so ein wenig das Ryanair der Schiene. Alles kostet extra. Man muss sich halt darauf gefasst machen, dass am Ende einer Buchung der Gesamtpreis deutlich(!) über dem initialen Angebot liegt. Gepäck kostet extra. Andererseits ist dann aber halt auch definitiv bezahlt und dürfte mit ;)

    Natürlich könnte ich das Schaltwerk auch jedes Mal wieder ab- und anschrauben, aber mal ehrlich, hält das hier jemand für eine gute Idee?

    sieht aus wie Schaltwerk mit Di2? Da kann man (und du auch) doch quasi nix mehr falsch montieren: Befestigungsschraube rein, Di2-Kabel rein, fertig.

    Das einzige Hindernis eigentlich nur das Kettenschloss. :) Aber auch da könnte man als Transportlösung eine alte Tupperdose(TM) nehmen, die ein bisschen an den gegenüberliegenden Wänden aufschneiden. Schaltwerk mit Kette reinlegen, zumachen, sauber, sicher, gut.

    Und das Kofferproblem würde ich eskalieren lassen. :/

    Aber grundsätzlich kann ich die geplanten Anreisen mit dem Auto komplett nachvollziehen. Gerade bei dem ganzen Tra-ra mit Zusatzgepäck und Wahl der Übernachtungsmöglichkeit. Mal ganz ab von der Frage der Abreise, die sich je nach Rennen ja auch schlecht planen lässt...

    die Zeitachse ist falsch beschriftet. :evil:

    der Modal Split steigt laut Diagramm ja zu Gunsten des Autos über den Betrachtungszeitraum :whistling:

    Dabei müsste er doch sinken, bei all den schönen Radwegen :)

    --

    ok, ernsthaft:

    Zitat

    Mostly, the frequency of traveling by car has increased in the urban fringe, whereas in the inner urban area, the active transportation mode share increased from 59% to 65% due to an increase in walking trips (Figure 5). In the outer urban area, the active transportation mode share started to increase in 2010 (46%) – ending up to 54% in 2016, which was especially due to an increase in cycling trips.

    das Liniendiagramm oben zeigt also den Modal-Split im gesamten (2400km² ?!!? 8| großen) Bereich von Oulu an. Modal-Split nach Gebietsklassifikation zeigt aber, dass im inner-city-Bereich der Anteil MIV-Wege zurückgegangen ist. Aber halt der Anteil Radfahrten nicht gestiegen ist.

    :/