Beiträge von Peter Viehrig

    Mal ein Denkansatz, ob da doch etwas an der Infrastruktur ist: Hamburg und München sind in der Größe ja recht vergleichbar. Nur in München ist jeder zweite getötete Radfahrer ein Solo-Unfall, in Hamburg dagegen ist es nur jeder fünfte…

    Jo, na klar gibt es da Zusammenhänge. In München ist die Bevölkerungsdichte fast doppelt so hoch wie in Hamburg. Das schlägt dann auf die Infrastruktur durch. Im Durchschnitt mehr und kleinere Verkehrswege pro Fläche und mehr Verkehrsteilnehmer auf dieser.

    In Hamburg hat man das Ideal der autogerechten Stadt intensiv verfolgt. Es gibt kaum noch intakte Stadtteile, die diese Bezeichnung verdienen. Fast überall wurden große Schneisen durchgewalzt. Hamburg geht gnadenlos in die Fläche und versiegelt großzügig. Wechsel in der Verkehrsinfrastruktur (zu querende Bordsteine, Kreuzungen, Einmündungen etc. - Schienenkreuzungen im öffentlichen Verkehrsnetz gibt es gar keine), die Aufmerksamkeit fordern und immer Risiken darstellen, sind also pro Fläche seltener und sie ist insgesamt großzügiger angelegt.

    Entsprechend fehlt es Hamburg an der Lebensqualität einer Großstadt, was die aber kurioserweise selber nicht bemerken. Die sprengen eines ihrer ältesten und denkmalgeschützten Gebäude, um eine weitere Shoppingmall zu errichten, was für mich alles über deren Mentalität verrät.

    Zum Glück bin ich da weg.

    Nach Meinung der Stadtverwaltung hätten dann Radfahrende die den Kreisverkehr im Urzeigersinn auf dem Radweg befahren keinen Vorrang mehr vor Fahrzeugen, die aus dem Kreisel ausfahren. Weil: rechts vor links.

    Die Dame hat schon richtig erkannt, daß Radverkehr auf dem Radweg Vorrang gegenüber dem vom Kreisel ausfahrenden Verkehr hat. Inzwischen ist auch dieser unsägliche Satz verschwunden. Und wie sich das für guten und transparenten Lokaljournalismus gehört, erfolgte das ohne jeden Korrekturhinweis.

    Ich denke da auch an die zahlreichen Säufer, die entweder nicht in der Lage sind, nüchtern zum Test zu erscheinen oder, wenn sie nüchtern erscheinen, Mängel bei der Koordination ihrer Bewegungen zeigen, weil ihnen ihr Grundpegel Alkohol fehlt.

    Unzweifelhaft gibt es Personen, deren Reaktionsfähigkeit dauerhaft extrem schlecht ist. Ja gut, den 5 Leuten verbietet man dann das Autofahren. Und testet dann 40Mio andere Fahrer auch noch?

    Ich gehe jede Wette ein, daß es mehr als 5 sind. Und ja, die 40 Mio. testet man dann auch noch.

    Du bekommst Werte. wo liegt die Schwelle zwischen "du darfst noch" und "du nicht mehr"?

    Nebelkerze. Es wurde die Behauptung aufgestellt, daß "diese ganze Testerei" "gemessen am gewünschten Ziel Voodoo" sei. Dieser trete ich entgegen. Daraus leitet sich nicht ab, daß ich wüßte, wo irgendwelche Schwellenwerte liegen.

    Das überlasse ich jenen, die sich damit auskennen, Verkehrspsychologen beispielsweise.

    Wer meint, körperliche Faktoren hätten keinen Einfluß auf die Unfallwahrscheinlichkeit, der lügt sich meiner Meinung nach ebenso in die Tasche. Und es geht hierbei um Wahrscheinlichkeiten und deren Beeinflussung, nicht um Gewißheiten.

    Wer schon immer mal sehr viel Geld für ne Fahrrad-Dashcam ausgeben wollte UND dabei sparen wollte, kann das jetzt tun :S

    Wenn die Dinger denn halbwegs hielten, was sie versprechen. Man lese sich etwas eingehender die Kommentare unter etwaigen Testvideos bei YouTube durch.
    Ich empfehle und verwende eine sogenannte Body Cam. Für reine Dashcam-Videos langt das.

    Sieht für mich eher so aus, als wären die gelb markierten Parkplätze auf der Fahrbahnen das eigentliche Problem.

    Richtig. Der Radweg, richtiger der Radfahrstreifen, wäre ja eher Teil der Lösung. Wenn die auf der Straße gelagerten Blecheimer verschwinden, kann die Feuerwehr ihre Drehleiter problemlos aufstellen und dafür (auch) den Streifen nutzen. Unabhängig davon versuchen Radfahrstreifen hinter Parkstreifen möglichst viele Nachteile der Hochbordradwege wiederherzustellen, die mit Radfahrstreifen eigentlich mal gelindert werden sollten (Sichtbarkeit für Kfz-Lenker beispielsweise).

    tl;dr: anlassbezogene aufzeichnung zulässig, sonst nicht.

    Interessiert mich nicht. Meine "Dashcam" dient der Strafverfolgung nach bzw. der Abwehr von Straftaten gegen mich oder andere (Mord, Totschlag, Körperverletzung, Straßenverkehrsgefährdung, Falschaussage etc.) Im Zweifelsfall ist es gut, die Aufnahmen überhaupt zu haben, die ein Richter immer noch ablehnen kann, wogegen ich mich dann ggf. wehren würde.