Als ob ich es geahnt hätte. Zurzeit wird in Hannover über höhere Parkgebühren für SUV diskutiert. Energischer Einspruch der örtlichen autofreundlichen Presse: Anne Hidalgo (die Bürgermeisterin von Paris) und Belit Onay (der Bürgermeister von Hannover) beides Befürworter von extra hohen Parkgebühren für Extragroße Autos instrumentalisierten angeblich den Begriff SUV. Es gäbe ja schließlich auch noch andere große und schwere Fahrzeuge. Der Begriff SUV würde jedoch als Kampfbegriff eingesetzt.
Zwischen den Zeilen: Gegen VW-Busse und Limousinen würden sich die beiden nicht trauen, "ins Feld zu ziehen". Da passt der Hinweis auf die acht Sitzplätze im VW-Bus.
Das Problem ist jedoch: Die allermeiste Zeit werden die meisten dieser 8 Sitze (nämlich 7) unbesetzt spazieren gefahren, insbesondere bei rein privater Nutzung. Und dieses "Tiny-Haus" steht die meiste Zeit des Tages am Fahrbahnrand gerne auch mal in der Regel ungestraft im absoluten Halteverbot.
Ich bin nicht gegen höhere Parkgebühren, ganz im Gegenteil. Ersteinmal generell für alle, und für große Autos, wobei ich das eher an Länge & Breite festgemacht hätte, und nicht an Gewicht. Je besser ÖPNV, desto teuer. 1h öffentlich Parken in S/Tram Gebiet, 15-30€. in Busnetz mit bis 15min Takt 10-20€, bis 30Min 5-15€,.….
Anwohnerparken entsprechend, Kerngebiet 2000-6000€/a, usw.
Die meisten Busnutzer, die kenne, sind eher keine typischen Alleinfahrer, aber das heißt nicht, das man dann nicht Zahlen soll. Es stellt sich halt für die Allgemeinheit kein positiver Effekt ein, ob 4 Alleinfaherer Opel Rock parken, oder ein Transit mit 5 Personen Besatzung.
Und zwar in einem Maße, das ÖPNV-Nutzung deutlich attraktiver wird. Momentan denken sich viele, Tagesticket 15€, parken 6€, fahr ich mit dem BrummBrumm.