Radfahrer haben 9 Menschen umgebracht, Autofahrer 216, also das 24fache.
Laut https://www.destatis.de/DE/Publikation…publicationFile entfallen 3% der Strecke auf's Rad, 76% auf den PKW, ca. das 25fache.
Wenn man also Getötete mit Personenkilometern vergleicht, sind beide Verkehrsarten gleich tödlich für andere.
Bei den Schwerverletzten hat das Fahrrad die doppelte Rate.
Aber eine "schwere Verletzung" ist häufig nicht weiter tragisch. Das heißt ja bloß, dass man 24h oder länger im Krankenhaus war. Manche schwere Verletzungen heilen gut ab, bei anderen hat man bleibende Schäden. Leider wird da in den Statistiken nicht unterschieden.
Der Hauptgrund für die Zahlen dürfte sein, dass Radfahrer auf engsten Raum mit "Weichzielen" geschickt werden. Man hat schnell mal einen Fußgänger oder Radfahrer zum Sturz gebracht. Und durch den Sturz entstehen dann die schweren Verletzungen.
Man sieht ja an den Zahlen auch, dass Radfahrer in erster Linie andere Radfahrer schädigen, dann kommen mit etwas Abstand Fußgänger, dann kommt erstmal nichts, und irgendwann noch paar motorisierte Zweiradfahrer. Und paar sonstige.
Ein anderer Grund ist, dass (auch innerorts) deutlich längere Strecken mit dem PKW gefahren werden. Viel davon wird auf den Hauptverkehrsstraßen ohne Abbiegen gefahren. Entsprechend wenige Weichziele werden dabei geschädigt.