sondern wir müssten die gesamte Weltwirtschaft von heute auf morgen vor die Wand fahren
Nein, müssten wir nicht, weil Wertschöpfung nicht zwingend mit der Verbrennung fossiler Energieträger verbunden ist. Energie wird benötigt, aber davon gibt es genug.
Pausenlektüre: Energiedebatte: Wie gut kennen Sie sich mit der Energiewirtschaft aus? - Kolumne - DER SPIEGEL
Außerdem müssen wir ohnehin nichts von heute auf morgen tun, sondern es ist ein Transformationsprozess. Je länger man wartet, desto disruptiver wird er aber sein müssen, wenn diese Transformation noch etwas bewirken soll. Die Chancen, dass das gelingt, sinken mit jedem Tag, an dem wir abwarten und uns einreden, dass wir sowieso nichts ändern können. Eine Veränderung kommt aber ohnehin. Die Frage ist nur, ob wir aktiv etwas verändern oder ob wir nur noch auf die Veränderungen reagieren und wie lange das gelingen kann. Oder wie es Maja Göpel ausdrückte: "Change by design" oder "Change by desaster"?
Ich glaube aber nicht an ein unbegrenztes "grünes Wachstum". Das liegt aber vor allem daran, dass ich sowieso nicht an ein unbegrenztes Wachstum glaube. Auch das bestehende System wird also früher oder später kollabieren, weil unbegrenztes Wachstum bei begrenzten Ressourcen nicht geht. Das ist kein Problem, das mit dem Klimawandel zu tun hat.