Mehr Lieferwagen der Sprinter-Klasse lösen definitiv nicht das Problem.
Beiträge von Yeti
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Ich mag meine Schwiegermutter. Aber mal sehen: Vielleicht findet sich ja jemand, der Lust hat, dagegen zu fahren.
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Vermutlich wirst du leider Recht haben...
Ein anderes Dauerthema hier sind Hindernisse, oft in Gestalt unnützer und unzulänglich ausgeführter Umlaufsperren.
Ich habe bereits gesucht und bin in der VwV-StVO zu den §§39 - 43 "Allgemeines zu Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen" fündig geworden. Leider findet man dort nichts Konkretes über die Ausführung von Umlaufsperren. Gerade am Wochenende habe ich zwei neue Prachtexemplare entdeckt:
Die Umlaufsperre auf dem linken Bild ist ja zur Hälfte schon von alleine durchgefault, aber die im rechten Bild ist mit Dreirad, Fahrradanhänger oder Lastenrad nicht passierbar. Abgesehen davon sind sie nicht gekennzeichnet und im Dunkeln nicht zu sehen (hier folge ich mal der Argumentationslinie der Polizei, wonach alles, was nicht beleuchtet und mit reflektierendem Material bedeckt ist, im Dunkeln überhaupt nicht zu erkennen ist).
Hat jemand von euch noch einen Tipp, woraus sich eindeutig ergibt, dass solche Hindernisse illegal sind?
Was wäre angemessen? Anzeige wegen Verstoß gegen §32 StVO oder gleich §315 StGB? Unsere Hinweise auf ähnlich sinnlose und gefährliche Hindernisse werden seit 8 Monaten ignoriert.
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Ich habe am Wochenende mal ein aktuelles Bild der Kreuzung gemacht.
vorher
nachher
Die Gefahrenstelle ist nun immerhin besser markiert, aber das eigentliche Problem besteht natürlich weiterhin: Benutzungspflichtiger gemeinsamer Geh- und Radweg auf der linken ( = falschen) Straßenseite über eine quasi nicht einsehbare Kreuzung hinweg.
Auch die Auffahrt von der Harsefelder Straße zur B73 200m weiter nördlich hat nun eine rote Markierung erhalten. https://goo.gl/maps/bmkZmH7Ga7N2 Auch hier
in beiden Fahrtrichtungen auf der östlichen Straßenseite.vorher
nachher
Hier ist aber weiterhin auch die Vorfahrtsituation unklar. Die Radwegfurt ist ca. 10-12m von der Fahrbahn verschwenkt und es fehlt von der Harsefelder Straße zur B73 (im Bild von links nach rechts) ein vorfahrtregelndes Verkehrszeichen. In Gegenrichtung steht ein
vor der Radwegfurt, allerdings mit einem Fantasie-Zusatzzeichen, welches offenbar auch Fußgängern Vorfahrt gibt 
Erfreulich hingegen: Der Synold-Klein-Weg wurde asphaltiert, und damit eine bessere Verbindung zwischen dem Weg Am Bahndamm zur Innenstadt geschaffen. Hier: https://goo.gl/maps/oFKgDzSSbox
vorher
nachher
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Unbenommen. Das ändert aber nichts an meinen persönlichen Erlebnissen.
Ich hatte ein solches Erlebnis auch bereits, konnte durch eine Vollbremsung aus der Gefahrenzone kommen. LKW mit Auflieger überholt mich auf dem Rennrad (35km/h) in Soltau auf der B3 (Schutzstreifen auf der Fahrbahn und Gehweg + Radverkehr frei). Dann kam eine Mittelinsel und der LKW war halt noch nicht an mir vorbei und ist rechts rüber gezogen, als ich noch neben dem Auflieger war. Das Manöver war nicht nur gefährlich sondern auch völlig sinnlos, da der LKW natürlich an der nächsten Kreuzung wieder vor mir stand.
Ich bin ansonsten nicht zimperlich was Überholabstände angeht, aber das war brenzlig.
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https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/luehe/panorama…ot-d128525.html
Hier zeigt sich das ganze Dilemma: LKW halten sich nicht an das Tempolimit, Kinder fühlen sich (sind) gefährdet, natürlich auch auf den Gehwegen. Radfahrer trauen sich nicht auf die Fahrbahn, fahren lieber auf dem Gehweg. Dadurch haben die LKW freie Fahrt und es wird noch mehr gerast. Ein Teufelskreis.
Wer (außer mir) hat schon Lust, sich als Radfahrer als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung einsetzen zu lassen? Die Leute haben Angst und ihr ängstliches Verhalten trägt dazu bei, dass die Situation immer schlimmer wird. Würden die LKW-Fahrer merken, dass sie in den engen Straßen in den Dörfern gar nicht mehr voran kommen, weil ihnen ständig Radfahrer "im Weg" sind, würden sie sich eine andere Route suchen, z.B. über die Bundesstraße B73. Natürlich sollen nicht die Kinder dafür herhalten, aber die Eltern müssten täglich dort eine Critical Mass veranstalten und mit ihren Kindern im geschlossenen Verband auf der Fahrbahn zur Schule fahren. Dabei Kameras mitlaufen lassen und jeden anzeigen, der hupt, drängelt und nötigt. Radwege sind nicht die Lösung des Problems, sondern die Ursache!
Die Polizei muss aufhören, immer nur wegzuschauen und Reflektorbänder an Radfahrer zu verteilen. Was für eine Verhöhnung der Opfer: Man fordert Radfahrer auf, sich besser zu schützen, Helme zu tragen und sich auffällig zu kleiden und tut gleichzeitig nichts gegen die Verstöße der LKW- und PKW-Fahrer. Warum wird dort nicht regelmäßig geblitzt? Warum kostet es in Deutschland nur 80,- EUR, mit einem LKW innerhalb geschlossener Ortschaften die zulässige Höchstgeschwindigkeit um bis zu 25km/h zu überschreiten? In der Schweiz kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 16km/h mit einem PKW innerorts bereits 250,- CHF (knapp 250,- EUR), bei 25km/h Überschreitung gibt es 1 Monat Fahrverbot und ein Bußgeld, das individuell festgelegt wird. Über 25km/h Überschreitung gibt es einen Eintrag ins Strafregister, ab 50km/h Führerscheinentzug zwischen 2 Jahren und lebenslang, sowie eine Freiheitsstrafe (!) von mind. 1 Jahr.
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Das ist übrigens das wirksamste Mittel, Radverkehr zu verhindern, indem man immer wieder die Gefährlichkeit des Radfahrens betont, auf die Notwendigkeit von Fahrradhelmen hinweist und die Polizei Reflektorbänder verteilen lässt.
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Nimm einfach alle Menschen, die derzeit eine stark frequentierte Kreuzung queren und setze sie alle auf Fahrräder oder stelle sie auf ihre Schuhsohlen. Der Platz wird auch ohne Ampel reichen, solange da nicht noch Autos durchfahren, da bin ich mir sicher.
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Hier sehen wir einen (sogar durch Grünstreifen) getrennten benutzungspflichtigen Geh- und Radweg mit VZ 240 und Schutzstreifen auf der Fahrbahn (etwas weiter hinten). Wegen Tempo 30 besteht wohl auf der schnurgeraden Strecke eine außergewöhnliche Gefahrenlage.
Dazu Parkverbot für Fußgänger und Radfahrer, denn am selben Pfosten dürfen ja nur Verkehrszeichen hängen, die sich an die selbe Verkehrsart wenden

edit: Vermutlich hat jemand das
nicht zur Hand gehabt und stattdessen das Parkverbot aufgehängt. -
Das "Imperium" schlägt zurück: Renitenter Autofahrer legt Busverkehr lahm
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/h…-a-1241650.html
Was Radfahrerinnen in Hannover können, können Autofahrer schon lange

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Momentan, wo Radverkehrsströme auf 1,50 m breiten Wegen kanalisiert werden, braucht man auch zwischen den Radfahrern Ampeln. Aber wie dein Beispiel aus China zeigt, würde es ohne Autos auch ohne Ampel gehen.
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Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat lobt in seinem aktuellen Newsletter das "sehr schnelle Handeln" der Verwaltung, die an der Ecke Bronzeschmiede/Harsefelder Straße "Querungsmarkierungen" anbringen lassen hat.
https://www.spdstade.de/2018/12/02/akt…-november-2018/
Zitat von SPD-FraktionSehr schnell hat Stadtverwaltung in Bezug auf die Situation der Radfahrer an der Ecke Bronzeschmiede/Harsefelder Straße reagiert und als Erstmaßnahme deutlich sichtbare Querungsmarkierungen dort wie auch an anderen Stellen angebracht.
Und jetzt ein Auszug aus dem Radverkehrskonzept aus dem Jahr 1999:
Zitat von Radverkehrskonzept Stade 1999Abschnitt: Harsefelder Straße (Höhe Bronzeschmiede)
Heute: Es ist ein gemeinsamer Geh- und Radweg vorhanden, der für beide Richtungen freigegeben ist. Kraftfahrzeugfahrer aus der Einmündung zur Bronzeschmiede übersehen häufig die Radfahrer.
Maßnahme: Die Furten sollten rot eingefärbt werden und durch Markierungspiktogramme ergänzt werden, die dem Kraftfahrer zeigen, dass er mit Radfahrern aus beiden Richtungen zu rechnen hat.
Wobei die Situation nicht korrekt dargestellt ist, denn der gemeinsame Geh- und Radweg ist hier keinesfalls für beide Fahrtrichtungen freigegeben, sondern natürlich benutzungspflichtig. Wenn schon, denn schon...
Haben wir jetzt die Ironie nicht verstanden oder hält die SPD das "sehr schnelle" Handeln tatsächlich für lobenswert? Seit über einem Jahr haben wir immer wieder auf diese gefährliche Kreuzung hingewiesen, aber offenbar hat erst das Einschalten der Fachaufsichtsbehörde Bewegung in die Sache gebracht.
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und Radfahrer - Radfahrer? benötigen die untereinander auch keine Ampeln?
Die Frage mal unter der Annahme betrachten, dass ein Radverkehrsanteil von 50% herrscht und Velorouten Verkehre bündeln.
Ich glaube tatsächlich, dass man keine Ampeln bräuchte, wenn 100% des innerstädtischen Verkehrs zu Fuß und mit dem Fahrrad abgewickelt würden. Es funktioniert doch sogar, dass Fußgänger bei einer Critical Mass die Fahrbahn queren. Eine Critical Mass weist sicherlich eine extrem hohe Verkehrsdichte (Personen pro Zeiteinheit) auf, die allenfalls von einem vorbeifahrenden Zug übertroffen wird. Ich habe am Freitag einem etwas aufgeregten Autofahrer beim Corken gesagt, er solle froh sein, dass wir nicht auch alle mit dem Auto da sind. Dann würde es noch viel länger dauern.
Man stelle sich einmal vor, wie viel Platz auf einmal da wäre, wenn jeder nur sich selbst und/oder ein Fahrrad durch den Verkehr bewegen würde und nicht noch 2 Tonnen Blech.DIe riesigen Kreuzungen von heute ohne Bündelung in Fahrspuren sondern als großer shared space bräuchten ohne die vielen Autos keine Ampeln. Bei 50% Radverkehrsanteil und einem entsprechenden Anteil des MIV sähe es wieder anders aus, aber sicherlich nicht wegen der vielen Radfahrer und Fußgänger.
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ADFC geht auf die Barrikaden; https://web.de/magazine/news/…estung-33446170
(ach nee, ist ja in Frankreich...)
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Diesmal nicht Stade sondern aus der Nachbarstadt Buxtehude: Das Volk läuft Amok nach Einrichtung eines Schutzstreifens.
https://www.tageblatt.de/lokales/buxteh…id,1407343.html
Allgemeine Meinung: Radfahren auf der Fahrbahn ist lebensgefährlich und man möchte lieber weiter auf dem Gehweg fahren. Mal sehen, ob ich mir das am Wochenende mal anschauen kann.
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Wenn ich mir die Ergebnisse für Stade aus dem Jahr 2016 anschaue, scheinen einige Radfahrer hier wohl eine komplett andere Sichtweise zu haben. Teilweise finde ich die Ergebnisse auch widersprüchlich.
http://object-manager.com/om_map_fahrrad…/2016/Stade.pdf
Verkehrsklima:
-werden Radfahrer/innen als Verkehrsteilnehmer akzeptiert / nicht ernst genommen: 3,5 (entspricht dem Durchschnitt für Städte bis 50.000 EW)
Sicherheit:
-fühlt man sich als Radfahrer sicher / gefährdet: 3,6 (0,2 besser als der Durchschnitt)
-gibt es selten / häufig Konflikte mit Autofahrern: 3,7 (0,1 besser als der Durchschnitt)
-kann man auf der Fahrbahn zügig und sicher Rad fahren / wird man auf der Fahrbahn bedrängt und behindert: 4,3 (0,3 schlechter als der Durchschnitt)
Was denn nun? Wird man ernst genommen und gibt es seltener Konflikte mit dem Autoverkehr oder wird man bedrängt und behindert? Meines Erachtens zeigt das nur die Stimmung in einer Kleinstadt, in der die Leute lieber auf Gehwegen fahren als auf der Fahrbahn und sich dort aber sicher fühlen. Auf der Fahrbahn zu fahren, gilt als gefährlich, obwohl man es noch nie ausprobiert hat.
Schaut man sich die besonderen Stärken und Schwächen an, wird es aber schon interessanter: Radfahren ist hier nicht eine Angelegenheit einer bestimmten Altersgruppe, sondern alle fahren Fahrrad. Das Stadtzentrum ist zügig mit dem Rad erreichbar (alle Stadtteile liegen nunmal im Umkreis von 5km um die Innenstadt). Man kann zügig Radfahren (kaum Steigungen). Für all das kann die Politik und Verwaltung überhaupt nichts, sondern das ist der Leidensfähigkeit der Radfahrer und der Topologie zu verdanken.
Schwächen: Führung an Baustellen gibt es nicht
. Öffentliche Leihfahrräder auch nicht. Woanders in ähnlich großen Städten aber wohl ebenfalls nicht, denn obwohl dieser Punkt die schlechteste Bewertung erhält (4,6) steht Stade im Vergleich zu anderen Städten dabei immer noch 0,2 Punkte besser da
. Auch Werbung für das Radfahren gab es quasi nicht (seit 2017 nimmt Stade immerhin an der Aktion Stadtradeln teil).Ebenfalls sehr schlecht wurde das Fahren im Mischverkehr mit Kfz bewertet, aber auch die Breite und der Zustand der Radwege. Trotzdem hat Stade bei der Frage, ob Radfahren hier Spaß macht, die Note 3,0 erreicht. Das liegt vermutlich daran, dass man relativ schnell an der Elbe oder im Alten Land ist.
An den Hauptstraßen bin ich vermutlich hier der einzige, der regelmäßig auf der Fahrbahn fährt und meine Erfahrungen damit schätze ich eigentlich positiv ein. Allerdings bin ich in der Stadt auch noch nie von einem anderen Radfahrer überholt worden, so dass ich wohl auch von der Geschwindigkeit her sowieso besser auf der Fahrbahn aufgehoben bin als auf Gehwegen mit
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Es gibt am Anfang und Ende des Videos eine Einblendung der Uhrzeit. Es beginnt bei 6:55 und endet bei 7:35. Hat mal jemand gezählt, wie viele Autos in den 40 Minuten da durchfahren? Wie viele Schulbusse bräuchte man für die selbe Menge?
Das Gruseligste ist, dass da gerade die nächste Generation herangezüchtet wird, für die es völlig selbstverständlich ist, mit dem Auto genau vor der Tür abgesetzt zu werden. Einfach nur irre.
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Eine Grundschule in Unionville, North Carolina
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Interessant. Großstadt vs. Kleinstadt? Die "Radwege" sind hier allerdings unter aller Kanone und an vielen Kreuzungen sind gar keine Furtmarkierungen vorhanden oder die Markierungen sind kaum noch zu erkennen.
Ich habe im letzten Winter/Frühjahr 4 Monate lang alle kritischen Situationen notiert: 39 mal Radweg, 5 mal Fahrbahn. Seitdem ich die Radwege weitestgehend meide, hat sich die Zahl kritischer Situationen deutlich verringert. Belehrungen erlebe ich selten und auch knappe Überholvorgänge sind die Ausnahme. Ob das mit 10-15 km/h auch so problemlos laufen würde, wage ich allerdings zu bezweifeln und vermutlich haben dafür langsamere Radfahrer auf Radwegen an Kreuzungen seltener Probleme als ich.
Beim Fragebogen des ADFC ist mir gerade noch aufgefallen, dass man nur gefragt wird, wie wichtig einem die Konfliktfreiheit zwischen Rad- und Autoverkehr ist, aber nicht die Konfliktfreiheit zwischen Rad- und Fußgängerverkehr.
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3) "Wie wichtig sind die folgenden Aspekte für das Radfahren in Ihrer Stadt? - Konfliktfreiheit zwischen Radverkehr und Fußverkehr" Das kann doch nur wichtig sein, falls es einem wichtig ist, Fußgänger und Radfahrer zusammen einzusperren, diese Konfliktmöglichkeiten erst zu schaffen.
Das verstehe ich anders: Wenn mir Konfliktfreiheit zwischen Radverkehr und Fußverkehr wichtig ist, bedeutet das, dass ich nicht auf oder dicht neben Gehwegen Fahrrad fahren will.
Ansonsten stimme ich dir zu: "Konfliktfreiheit zwischen Radverkehr und Kfz-Verkehr" wird vermutlich als Wunsch nach Radwegen interpretiert, wobei ich die meisten Konflikte mit dem Autoverkehr auf eben diesen Radwegen erlebe. Ich möchte gerade nicht auf Radwegen fahren, auf denen mir an jeder Kreuzung und Einmündung die Vorfahrt genommen wird.